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Diskutiere im Thema Unterschied zwischen Autismus und Asperger im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Für alle Themen rund um ADS / ADHS und das Asperger-Syndrom oder Autismus bei Erwachsenen
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  1. #171
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    mamada schreibt:
    Mein Mann lässt zB fast immer (er behauptet, es wäre nur fast immer) die Spülmaschine weit offen stehen, Küchenschränke auf, Lichter an, meinen Wagen unverschlossen auf dem Hof usw. Das macht mich ebenfalls voll sauer. Obwohl es hier aussieht wie bei Hempels unterm Sofa, hätte ich es gerne geordneter. Ich bekomme es aber nicht hin. ;(
    Oder nur selten in kleinen Teilbereichen.
    Wir haben aber nicht denselben Mann, oder?
    Ich bin ja froh, dass die Schränke so hoch hängen, das ich nicht mehr andauernd gegen die offen stehenden Türen renne...
    Geordnet ist es hier nur, weil ich recht viel zuhause bin, mein Partner arbeitet und wir eine kleine Wohnung haben.
    Aber am Wochenende oder wenn er mal frei hat bin ich auch heillos überfordert und das endet in regelmäßigen Ausbrüchen meinerseits.

    NorthLight schreibt:
    Was ich bisher nur bei AS wiedergefunden hab, aber fast nie im Zusammenhang mit ADHS, ist diese Müdigkeit bei sozialen Kontakten. Wohl wieder so ein Spezialproblem von mir, wies scheint.
    Hab ich so noch bei keinem gelesen.
    Doch, das habe ich auch. Allerdings merke ich es immer erst am nächsten Tag. Wenn ich nicht ausm Bett komme.
    Und damit meine ich nicht, dass ich einen "Kater" habe o.ä., sondern mein Gehirn schlicht abgeschaltet ist. Als müsste es wegen Überlastung einen Neustart machen.

    NorthLight schreibt:
    Ich glaube, ich hatte die komplette Oberstufe lang, jeden Tag das gleiche zu essen in der Pause. Mir gab und gibt das ein großes Maß an Sicherheit und Regelmäßigkeit, weil ich mich sonst mit so vielen Möglichkeiten auseinander setzen müsste, dass ich völlig überfordert wäre.
    Mittlerweile hat sich das gebessert, ich esse viel mehr verschiedene Sachen als früher.

    Beim Essen kommt bei mir als wirkliche "Macke" hinzu, dass ich manche Sachen nicht als Essbares wahrnehme. Jeder hat seine Vorlieben und Abneigungen, das ist klar, aber mir widerstrebt nicht mal der Geschmack von manchen Sachen, sondern die Konsistenz und wie sich das im Mund anfühlt.... Schwer zu erklären.

    In sozialen Kontakten bin ich bis heute recht naiv. Ich glaube meistens das, was man mir sagt ^^
    In der Grundschule war das alles mehr oder weniger problemlos, da hatte ich meine Freunde und gut wars. Erst mit der Pubertät kamen die sozialen Probleme richtig raus, weil ich einfach völlig andere Interessen hatte als meine Mitschülerinnen, viel weniger oberflächlich.
    Das mit dem Essen kann ich nachvollziehen, habe ich auch so. Mittlerweile nicht mehr so schlimm, aber vieles fühlt sich einfach komisch an im Mund.
    Zu Schulzeiten und bis ich meinen Partner kennengelernt habe, habe ich morgens Schokomüsli, mittags Nudeln und abends Schokomüsli gegessen.
    Manchmal auch Haferflocken mit Banane abends. Und zwischendurch viele viele Äpfel.
    Komischerweise waren meine Blutwerte immer in Ordnung.
    Mein Eltern haben echt gekämpft mit mir, aber von klein an habe ich ein sehr extremes Essverhalten an den Tag gelegt.
    Mittlerweile ist es VIIEEL besser geworden.

    Soziale Kontakte hatte ich sehr starke Probleme zwischen 12-17 ungefähr. Inkl. Mobbing etc.
    Habs echt versucht, hatte mein alten Grundschulfreunde, die eine neue "Clique" gebildet haben, mit denen kam ich auch da gut aus, aber gehörte halt nie dazu.
    Irgendwann bin ich sogar zu einem Mädel hin und hab um Erlaubnis gefragt, in deren Clique Mitglied zu werden. Die hatten an sich nichts gegen mich, haben mich auch vor den Mobbern verteidigt und so, aber ich passte nicht rein.

    Heutzutage ist mein Freundeskreis sehr männlich und nerdig. *g*
    Das passt ganz gut, auch wenn es immer wieder zu Situationen kommt, die ich nicht verstehe. Diese Gruppendynamik z.B., ich beobachte das sehr intensiv und analysiere es, aber verstehen tue ich es nicht.
    Frauengruppen sind da aber schlimmer, ich habe das Gefühl das da viiieeel mehr zwischenmenschliches Können verlangt wird.

    Naiv bin ich ja auch.
    Und ich höre sehr oft Dinge wie "R., nicht immer alles wörtlich nehmen!" oder "R., das war doch Ironie!", finden die anderen irgendwie unterhaltend.


    Entropie schreibt:
    Das mit dem Gang habe ich auch- ohne Schuhe trete ich auch nie mit der Ferse auf, das ist unangenehm und zu laut. Ich empfinde auch Menschen, die laut laufen oder essen als rücksichtlos, weiß aber, dass das schlicht mit meinem "Knall" zu tun hat...

    Früher hat es mich auch aus der Bahn geworfen, wenn Dinge nicht nach Plan gelaufen sind, heute empfinde ich nur noch unangekündigten Besuch als ähnlich schrecklich, oder Besucher die früher kommen als es ausgemacht war. Ganz schlimm war damals auch, dass ich meist einen inneren Plan für meine Abläufe hatte, die anderen nichts davon wissen ließ und dann frustriert war, wenn es nicht nach diesem Plan lief.

    All das hat sich im Lauf der Jahre aber fast vollständig gegeben und ich hatte immer Freunde und auch Spaß am Austausch mit anderen Menschen!

    Ich kann mir deshalb nicht vorstellen, dass ich autistische Züge haben könnte- oder sollte ich gar ein extrovertierter Asperger mit dem Spezialinteresse "Sozialverhalten" sein?
    Diese Geräusche... mein Partner atmet so laut! Ernsthaft.

    Das mit dem inneren Plan kommt mir so bekannt vor. Habs heute noch so und vergesse immer wieder, dass andere ja nicht wissen können, was ich in meinem Kopf geplant habe.
    Zumal ich da auf Störungen besonders empfindlich reagiere, egal ob die positiver oder negativer Natur sind.
    Ist wie mit dem Essen. Da habe ich immer eine ganz bestimmte Reihenfolge, was zuerst und was am Ende.
    Und mein Freund klaut mir dann manchmal was vom Teller. Waaaah.
    Er lernt auch nicht dazu. xD Meinetwegen kann er ja gerne was abhaben, aber nicht einfach nehmen, das macht die ganze Sortierung kaputt.

    Es gibt übrigens auch extrovertierte Asperger. Soweit ich weiß. Vermutlich seltener, aber die gibt es.

    Liberty schreibt:
    Diese Müdigkeit kenne ich (ich habe eine ASS Diagnose).

    Als Kind wurde ich regelmässig zu Weihnachten krank. Jetzt verstehe ich warum. Zu viele Signale auf einmal.

    Mich mit jemanden zu unterhalten, ist für mich anstrengender, als jegliches Workout. Nichts läuft automatisch oder intuitiv.

    Ich muss mich bewusst zwingen, Augenkontakt zu halten aber ja nicht zu viel, weil das aufdringlich wäre und ich irgendwann sowieso nichts mehr sehe. Während ich zuhöre, bin ich gleichzeitig damit beschäftigt, die Körpersprache meines Gegenübers zu analysieren. Ich suche ständig und aktiv nach versteckten Botschaften und darf nicht einfach drauflosreden, sondern muss aufpassen, dass es nicht unhöfflich, unsensibel, besserwisserisch ist... Und als ob das alles nicht genug wäre, weiss ich nie, wann ich dran bin, mit reden.

    Das ist sehr sehr anstrengend! Deshalb habe ich es lieber, wenn der Besuch zu mir kommt und nicht umgekehrt. Heimvorteil.
    Ich rede einfach*g* Und muss mir immer wieder anhören, das ich dazwischenrede.
    Mein Partner macht aber auch so oft "Kunstpausen", so nennt er es zumindest.
    Redet, 5 Sek. Pause, weiterreden. Und jedesmal interpretiere ich in die Pause rein, das er fertig ist mim reden. Bei mir macht er das nun seltener.
    Insgesamt wirke ich wohl unsensibel und unhöflich, hab aber keine Ahnung warum das so ist. Vllt., weil ich sehr direkt bin. Hm...

    Entropie schreibt:
    Für Klamotten habe ich mich damals auch nicht interessiert, ebenso wenig für Schminke, Frisuren, irgendwelche Bands oder Jungs. Ich fand die Mädchen auch seltsam, die das taten.
    Ich habe in der Zeit sehr viel gelesen und auch geschrieben um meine damaligen familiären Probleme zu verarbeiten.

    Ich hatte damals noch keine Depressionen, aber lange melancholische Episoden, verbunden mit einem gewissen Weltschmerz, den man wohl als Teenager ganz besonders genießen kann.

    Mit Anfang 20 hatte ich dann einen Partner, der mich die Äußerlichkeiten, die ich bis dahin als unwichtige Oberflächlichkeiten empfunden hatte, betreffend, quasi umerzogen hat und seitdem achte ich durchaus auf mein Äußeres und meine Kleidung und habe auch Gefallen daran gefunden. Sogar das Sonnenbaden habe ich noch gelernt!
    Ich habe in meinem Leben sehr viele Rollen ausprobiert und Jahre gebraucht, bis ich darin so etwas wie eine Konstante, die ich als "ich" wahrnehme, gefunden habe.
    Mein Körpergefühl hat sich durch Yoga wahnsinnig weiter entwickelt, außerdem habe ich dabei auch gelernt, eine angenehme Leere in meinen Kopf zu bringen und zu entspannen.

    Übrigens war ich auch jedes Weihnachten vor lauter Aufregung krank...
    In der Pubertät fiel mir das auch alles schwer. Wobei. Jungs fand ich immer toll. Keine Ahnung, war dauernd verliebt. Aber immer in dieselben. In zwei genau genommen, abwechselnd, über Jahre hinweg. Auch eine Art Ritual*g*
    Mit "für Stars schwärmen" und so konnte ich hingegen nie was anfangen. Mit Bands schon, so ab 17. Hab auch einige Lieblingsbands, noch mehr andere "mag ich gerne"-Band und viele Listen geführt darüber (Top 10 Lieder, Top 10 Alben und andere statistisch interessanten Dinge...), viele Konzerte (da habe ich auch eine Liste zu).
    Kleidung, Schminke etc. ist heute noch nicht meins. Habs mal versucht um dazu zu gehören, mir Schminke gekauft etc., aber nie länger als eine Woche durchgehalten.
    Mein Partner kommt mir da aber auch sehr entgegen, dem ist das völlig egal wie ich rumrenne.
    Diese Pubertätsdepression hatte ich auch, zur Mobbingphase. Habe zu dem Zeitpunkt auch sehr viel geschrieben und philosophiert. Gelesen.
    Und mich vor allem um Babys und Kleinkinder gekümmert. Auch eine Art SI von mir...
    Mit 1,5 Jahren habe ich damit "angefangen", exzessiv Puppen gespielt (aber immer alleine und wohl auf eine sehr eigene Art und Weise), als ich lesen konnte viieeel Fachliteratur gelesen.
    Über meine Puppen habe ich Listen geführt mit Alter, Größe, Gewicht und Entwicklungsstand. Naja... kann mich auch heute nicht davon freisprechen.
    Ich führe zwar keine Listen mehr und Puppen sind bei meinen Eltern zuhause, aber ich sauge nach wie vor täglich neue Infos auf über Entwicklungspsychologie und allem was dazugehört.

    Vor Weihnachten war ich auch immer krank, heute zum Glück nicht mehr.

    Bin ja froh, das es hier auch so viele andere mit komischen Macken gibt.

    Was macht ihr, wenn ihr euch freut?
    Ich war die Tage feiern, also in einem kleinem Tanzlokal, das größtenteils Alternative und Rock spielt, viele Lieder die mich emotional sehr berühren. War also die ganze Zeit auf der Tanzfläche und in "meiner" Welt.
    Wenn dann wieder ein Lied kam, das ich total liebe, bin ich auf und ab gesprungen und hab wie verrückt mit den Händen gewedelt.
    Irgendwie kriege ich mich in solchen Situationen nicht unter Kontrolle.
    Das gleiche habe ich gemacht, als ich meine neue Kamera gekauft habe. Springen und mit den Händen wedeln. Ich muss manchmal einen tollen Anblick bieten.
    Wie so ein kleines Kind.
    Leider reagiere ich auch wie ein kleines Kind, wenn ich wütend werde.

    Und was ich mich Frage:
    Warum vermeiden Menschen mit AS eigentlich Augenkontakt?
    Wenn man doch eh nur schwer Mimiken lesen kann, dann ist es doch egal, wohin man guckt, oder?
    Würde das gerne mal wissen.
    Hab mal gelesen, dass "normale" Menschen etwa 30-60% Augenkontakt halten bei einem Gespräch. Meine Freunde sind dann wohl nicht normal.
    Die Hälfte der Zeit? Niemals. Eher 1-2 kurze Blicke pro Minute. Oder ich merks einfach nicht*g*

  2. #172
    Darius

    Gast

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    ReRegenbogen schreibt:
    Wir haben aber nicht denselben Mann, oder?

    Und was ich mich Frage:
    Warum vermeiden Menschen mit AS eigentlich Augenkontakt?
    Wenn man doch eh nur schwer Mimiken lesen kann, dann ist es doch egal, wohin man guckt, oder?
    Würde das gerne mal wissen.
    Hab mal gelesen, dass "normale" Menschen etwa 30-60% Augenkontakt halten bei einem Gespräch. Meine Freunde sind dann wohl nicht normal.
    Die Hälfte der Zeit? Niemals. Eher 1-2 kurze Blicke pro Minute. Oder ich merks einfach nicht*g*

    Zu dieser Frage habe ich neulich etwas gelesen.

    "Das Fokussieren auf die Augen führt bei Autisten offenbar zu unangenehmen Gefühlen."

    Hier ist der Link:

    Autisten vermeiden Blickkontakt - Neurologie - derStandard.at

    Ist allerdings auch "nur" ein Forschungsartikel. Ich kanns mir auch nicht erklären, ich fühle mich jedenfalls auch unwohl, wenn ich jemandem direkt in die Augen schaue, warum weiss ich nicht.

  3. #173
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Danke.
    Mir ist dieser Augenkontakt auch unangenehm, warum genau... keine Ahnung.
    Vielleicht ein zuviel an Input? Irgendwie fühlt sich das so an.

    Lese gerade den Artikel und der sagt ja quasi dasselbe.
    Jetzt muss ich das mit den 180° verstehen. Ah, okay. Naja, bin mir nur der Schlussfolgerung nicht ganz sicher.
    Die scheint mir doch etwas voreilig.
    Aber den Ansatz finde ich interessant. Erinnert mich an die "Intense World Theory":
    "According to the Intense World Theory, autists could actually be seeing much deeper into the minds, thoughts and emotions of themselves and others, which triggers active avoidance and lock down behaviors." (Wrong Planet - Interview: Henry and Kamila Markram about The Intense World Theory for Autism).
    Die ganze Theorie ist aber unter ASlern umstritten soweit ich weiß.

  4. #174
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 214

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Darius, ich habe eben deinen verlinkten Artikel gelesen. Und festgestellt, dass ich jetzt weiß warum die Bilder in einem Test mir so komisch vorgekommen sind... Da war genau das gemacht worden.
    Bei meinem Test ging's um die unterschiedliche Gesichts- und Stimmungsausdrücke zu erkenne und zu benennen. Ich glaube, da hab ich voll geloost...
    Schade, dass ich keine Auswertung bekommen werde, das war für eine Bachelor-Arbeit.


    ReRegenbogen, meine Küchenschränke sind hoch und haben statt Türen diese Alujalousetten.

  5. #175
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Darius schreibt:
    Zu dieser Frage habe ich neulich etwas gelesen.

    "Das Fokussieren auf die Augen führt bei Autisten offenbar zu unangenehmen Gefühlen."

    Ich kanns mir auch nicht erklären, ich fühle mich jedenfalls auch unwohl, wenn ich jemandem direkt in die Augen schaue, warum weiss ich nicht.
    Kann ich bstätigen.
    Keine Ahnung, wie ich das Gefühl beschreiben soll, ... es ist irgendwie unangenehm.
    Es ist kein Angstgefühl ... nicht so wie ich es kenne, ... anders, unangenehm, fühlt sich "nicht richtig" an.
    Eher wie ein drückender Schuh ... tut nicht weh, aber angenehm ist das auch nicht...

  6. #176
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 65

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Ich hab gestern jemanden meinen Asperger "verdeutlicht", danach war ich mir nicht mehr sicher, ob das eine gute Idee war. Ich wollt halt nicht wieder wie ein Autist wirken, der keinen "Bezug" zu seiner Bezugsperson hat.

  7. #177
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Das musst du mir jetzt aber genauer erklären, wie meinst du das mit dem verdeutlicht und dem "keinen Bezug zur Bezugsperson"?

    Das du distanziert oder an der Person uninteressiert wirkst?
    Das Problem habe ich nämlich...
    Geändert von ReRegenbogen (11.02.2014 um 13:12 Uhr)

  8. #178
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 65

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Bei der Bezugsperson und mir fand mal eine "Verschmelzung" statt und diese Person "beschwerte" sich, als sich wieder verschiedene andere Typen dazwischen drängen wollten auf die Bildfläche und ich nicht reagierte.

  9. #179
    NorthLight

    Gast

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    ReRegenbogen schreibt:


    Doch, das habe ich auch. Allerdings merke ich es immer erst am nächsten Tag. Wenn ich nicht ausm Bett komme.
    Und damit meine ich nicht, dass ich einen "Kater" habe o.ä., sondern mein Gehirn schlicht abgeschaltet ist. Als müsste es wegen Überlastung einen Neustart machen.

    Was macht ihr, wenn ihr euch freut?
    Ich war die Tage feiern, also in einem kleinem Tanzlokal, das größtenteils Alternative und Rock spielt, viele Lieder die mich emotional sehr berühren. War also die ganze Zeit auf der Tanzfläche und in "meiner" Welt.
    Wenn dann wieder ein Lied kam, das ich total liebe, bin ich auf und ab gesprungen und hab wie verrückt mit den Händen gewedelt.
    Irgendwie kriege ich mich in solchen Situationen nicht unter Kontrolle.
    Das gleiche habe ich gemacht, als ich meine neue Kamera gekauft habe. Springen und mit den Händen wedeln. Ich muss manchmal einen tollen Anblick bieten.
    Wie so ein kleines Kind.
    Leider reagiere ich auch wie ein kleines Kind, wenn ich wütend werde.
    Ich merke diese Müdigkeit in der Regel viel früher, nämlich nach einer Stunde oder zwei, während ich mit den Menschen zusammen bin. Mal mehr, mal weniger. Dann werde ich müde, quengelig, schneller genervt von allem, ziehe mich auch unbewusst zurück und nehm mir kleine Auszeiten (Rausgehen, Toilette etc.). Manchmal wird es dadurch tatsächlich besser, aber nur wenig und am nächsten Tag spüre ich es meist auch noch. Als wäre ich krank gewesen und müsste mich erholen.

    Wenn ich mich freue, also richtig freue, benehme ich mich ungefähr so wie du es beschreibst ^^ Springen, Hüpfen, Quietschen, mit den Händen wedeln, alles dabei. Schaut schon mal recht lustig aus für mein Umfeld. Deshalb tanze ich so gerne zu Musik, die ich mag. Ist die einzige Situation, wo mir wirklich völlig egal ist, was die Leute von mir denken und ich einfach fröhlich bin wie ein kleines Kind. Ich hab das Gefühl, die Leute merken auch, dass ich da einfach erhlich bin - jedenfalls hat mich seit meiner Schulzeit keiner mehr doof dafür angemacht, sondern sich mit mir gefreut.

    Bei Wut ticke ich schon mal völlig aus, ja. Aber eher wie ein Tier, das gefangen wurde und sich mit Krallen, Schreien und Fäusten wehrt.
    So ungefähr muss das wirken.

  10. #180
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 600

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Liberty schreibt:
    Diese Müdigkeit kenne ich (ich habe eine ASS Diagnose).

    Als Kind wurde ich regelmässig zu Weihnachten krank. Jetzt verstehe ich warum. Zu viele Signale auf einmal.

    Mich mit jemanden zu unterhalten, ist für mich anstrengender, als jegliches Workout. Nichts läuft automatisch oder intuitiv.

    Ich muss mich bewusst zwingen, Augenkontakt zu halten aber ja nicht zu viel, weil das aufdringlich wäre und ich irgendwann sowieso nichts mehr sehe. Während ich zuhöre, bin ich gleichzeitig damit beschäftigt, die Körpersprache meines Gegenübers zu analysieren. Ich suche ständig und aktiv nach versteckten Botschaften und darf nicht einfach drauflosreden, sondern muss aufpassen, dass es nicht unhöfflich, unsensibel, besserwisserisch ist... Und als ob das alles nicht genug wäre, weiss ich nie, wann ich dran bin, mit reden.

    Das ist sehr sehr anstrengend! Deshalb habe ich es lieber, wenn der Besuch zu mir kommt und nicht umgekehrt. Heimvorteil.
    genauso kenn ich das auch. ich werde auch bei stress regelmäßig krank. gerade auch wieder. ich hatte mich nur gestoßen am kopf, darauf wurde ne gehirnerschütterung und jetz sind iwie alle möglichen lymphknoten angeschwollen und ich schon wieder arg geschwächt, nun seit montag antibiotikum

    ebenso geht es mir mit dem augenkontakt, mit der körpersprache, mit dem aufpassen wegen unhöflichkeit, unsensibel usw...

    ich hab es auch lieber wenn der besuch zu mir kommt, wenn mal besuch kommt... krass. so arg ähnlich habe ich das selten gelesen.

    seit wann hast du die ASS diagnose?

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