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Diskutiere im Thema Unterschied zwischen Autismus und Asperger im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Für alle Themen rund um ADS / ADHS und das Asperger-Syndrom oder Autismus bei Erwachsenen
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  1. #121
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Such mal nach Büchern von Samy Molcho.

    Ich hab grad mal geschaut, viele von denen, die ich habe, sind nicht mehr verfügbar.
    Trotzdem hier mal einige:

    Alles über Körpersprache

    Körpersprache

    Körpersprache im Beruf

    Partnerschaft und Körpersprache

    Zumindest sind einige noch neu oder gebraucht zu bekommen.

    Viele Grüße
    Marcus

  2. #122
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Fliegerlein schreibt:
    Es ist wie gesagt, wie eine Fremdsprache.
    Was, wenn ein Betroffener dieses Manko zwar tatsächlich hat, es sich aber durch Training selber kompensiert hat?
    Okay, ich verbessere: intuitiv Mimiken lesen können. Wobei es natürlich schwer ist, sich selber einzuschätzen, weil man nicht in anderen drinsteckt.

    Wenn ich an einer Unterhaltung aktiv beteiligt bin, dann muss ich einen Großteil dieser Unterhaltung widmen und kann nicht mehr so viel aufmerksame Energie in die Ausdrucksanalyse geben, wie nötig wäre und erkenne daher inn solchen Situationen viele Signale nicht mehr.
    Es ist einfach zu viel.
    Wenn ich nur mit einer Person rede, die mir gegenüber sitzt, dann ist es leichter.
    Gruppen sind für mich der Horror, vor allem wenn man z.B. im Kreis sitzt ...
    Recht gut bin ich, wenn ich nur passiv dabei sitze und nur zuhören und mich ganz auf einen einzelne Person konzentrieren kann.
    In solchen Fällen bin ich sogar sehr gut.
    Ich denke mal, das ist auch bei Leuten so, die das von vornherein gut können.
    Als Beobachterin bin ich natürlich auch besser, als wenn ich selber involviert bin. Dann geht natürlich viel Aufmerksamkeit flöten.
    Sehe ich aber eher als AD(H)S-Problem und weniger als "Mimikleseschwäche".

    Ich weiß grad nicht, welche Abgrenzung gemeint ist?
    Hilf mir mal weiter.
    Welche Trennlinie meinsnt Du?
    Trennlinie ASler/kein ASler.
    Und die "Körpersprache und Mimiken lesen können"-Sache. Da es quasi als Ausschlusskriterium genommen wird.
    Eben so wie "sich gut konzentrieren können" eben AD(H)S ausschließt, selbst wenn sehr viele andere Punkte vorhanden sind.
    Da ist dann die Frage, ob die Sache mit der nonverbalen Kommunikation eine neurobiologische Erklärung hat, so dass die Trennung an der Stelle sinnvoll ist.
    Soweit ich weiß ist man sich noch nicht ganz einig, es gibt mehrere Ansätze (z.B. bzgl. der Spiegelneurone), aber wirklich wissen tut man nicht,
    warum Autisten beim Mimikenlesen eben "Legastheniker" sind, oder?

    Wie Martin ja schon mal schrieb:
    Die Zweifel an der Diagnose sind fast schon ein Diagnosekriterium.
    Da ist was dran.
    Dieses ewige Hin- u. Hergerrisen sein kenne ich auch nur allzu gut.
    Eigentlich sollte ich nicht mal im Ansatz auch nur die geringsten Zweifel haben dürfen, hab sie aber doch.
    Immer wieder der Zweifel und die Frage, ob das alles nicht auch andere Gründe haben könnte.
    Durchaus ja berechtigt.
    Beruhigend zu hören, das es anderen auch so ergeht.

    Lese momentan aus Neugierde "Aspergirls", auch wenn ich mich nicht als Autistin sehe,
    finde ich dort viel mehr Tipps, als in AD(H)S-Lektüren, die meist mehr auf Unordnung u.ä. fixiert sind.
    Vor allem bezüglich der Beziehungsproblematik.
    Hab nen sehr spontanen Freund, der mich damit gerne mal damit überfordert und lernen musste, dass ich länger benötige um mich auf Dinge einzustellen,
    dass ich - obwohl ich seeehr gerne und viel rede und gerne unter Menschen bin - viel RUHE - und zwar absolute - einfordere.
    Das ich andernfalls sehr ungemütlich werde und austicke.

    @ChaosQueeny:
    Zu der Vererbung bei AD(H)S und Autismus, denke ich - aus einer persönlichen Erfahrung heraus - das dort ein Anteil überwiegt, aber Teile vom anderen Anteil mit vorkommen können, wobei auch dort die Abgrenzung was ist was sehr schwierig ist.
    Also Teile vom anderen, ohne das es zur Diagnose reicht? Würd ja Sinn ergeben bzgl. des Spektrumsansatzes. Wobei dann eben wieder obige Fragen auftauchen.
    In meinem Falle würde es aber auch sinnig sein.
    Die Erfahrungen sprechen also dafür.

    Bin übrigens auch Gesichtsblind, nehme Gesichter aber normal wahr (naja, denke ich mal, finde da den Vergleich auf Wikipedia mit der Rot-Grün-Blindheit ganz gut).
    Zumindest sehe ich keine weißen Flächen.
    Gibt mir ein fremdes Gesicht, blende es aus, zeige ein neues (ähnliches, z.B. gleiche Haarfarbe) und ich tue mich sehr schwer darin, zu entscheiden obs dasselbe ist oder ein anderes.
    Ganz schlimm ist es, wenn mir noch nicht so bekannte Menschen ihre Haarfarbe wechseln.
    Und in der Schule hatten wir ein Mädel mit zwei Vornamen (z.B. "Anna Maria"), an sich was normales, allerdings hat Lehrer A sie mit "Anna", Lehrer B sie mit "Maria" angesprochen.
    Nach EINEM Schuljahr habe ich dank meiner Freunde rausgefunden, dass es ein und dieselbe Person ist.
    Das war mir dann peinlich, ich habe es echt nicht gemerkt, dass Anna genauso aussieht wie Maria.
    Naja, Fernseh schauen ist für meine Mitmenschen immer wieder lustig mit mir... "Wer ist das" - "Das ist doch xy" - "Oh, echt?" -

  3. #123
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.935

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Der Autismus ist so hervorstechend, dass einige Teile, die auch zum ADHS gehören dem Autismus zugeordnet werden. Die weiteren vorhandenen ADHS-Teile reichen dadurch nicht zur Diagnose aus.

    Naja, ich bezeichne das als weisse Fläche, es trifft es vermutlich nicht ganz, denn ich erkenne eine Nase, wenn ich eine sehe, aber wenn ich z. Bsp. ein Bild von dem Gesicht eines Menschen (selbst nahestend und "ewig" bekannt) zeichnen oder beschreiben sollte, dann bringe ich keine Formen zusammen. In Filmen z. Bsp. verwechsel ich oft die Darsteller, wenn sie beide etwa die gleiche Statur, Grösse und Haarfarbe haben. Ich kann - mit ein wenig Glück - Leute in einem bestimmten, eingeschränkten Umfeld erkennen, wenn sie sich nicht zu ähnlich sehen, aber halt nicht so sehr am Gesicht. Begegne ich der gleichen Person auf der Strasse, werde ich wohl eher als unhöflich eingestuft, weil ich die meisten Menschen dort einfach nicht erkennen würde. Meinen engsten Kreis oder Leute, die ich längerfristig kenne, erkenne ich allerdings auch auf der Strasse, was aber vermutlich auch an der Art der Bewegung, bekannte Kleidung, Grösse, Haarfarbe usw. liegt, weniger am Gesicht. - Man, so was kann unheimlich peinlich werden.

  4. #124
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    @Chaos Queeny, dass geht mir alles ganz genau so - hab jetzt nicht den Thread gelesen - ist einfach schon zu lang - ist das ein Zeichen für Asperger oder ist das auch ADS typisch ?

  5. #125
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.935

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Ich glaube weder noch. Ich fürchte, das ist einfach ein "netter" Zusatz.

    Bisher hielt ich immer diesen Fakt für eventuell schuldig daran, dass ich solche Probleme mit der Mimik habe, aber das hat mir das Fliegerlein erklärt. Die Alternative wäre u. U. autistische Züge gewesen. Jetzt weiss ich - dank Fliegerlein - das das wohl ADHS-typisch ist, aufgrund der Konzentration und Aufmerksamkeitsspanne. (Also in Kurzfassung.)

  6. #126
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Prosopagnosie tritt als Komorbidität bei ADHS auf, soweit ich weiß, wobei ich es so gelesen habe, das es nichts mit der Konzentration zu tun hat.
    Auch bei Asperger ist es eine häufige Komorbidität, womit wir wieder beim Thema wären.

  7. #127
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.935

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Okay, aber die Erklärung von Fliegerlein war aber auch schlüssig.

  8. #128
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    ReRegenbogen schreibt:
    Ich denke mal, das ist auch bei Leuten so, die das von vornherein gut können.
    Als Beobachterin bin ich natürlich auch besser, als wenn ich selber involviert bin. Dann geht natürlich viel Aufmerksamkeit flöten.
    Genau!
    Und es ist auch ganz wichtig im Hinterkopf zu behalten, dass dies für alle Menschen gilt.
    Wäre das nicht so, dann hätte z.B. Samy Molcho & andere nicht solchen Erfolg.
    Es gibt ja einen Riesenmarkt für Bücher, DVD's und Seminare in diesen Dingen.
    Worum es hier geht sind jene, die signifikant von der Normalgruppe abweichen, also im äußeren Bereich der Gaußschen Verteilung zu finden und damit im Vergleich zum Rest deutlich beeinträchtigt sind

    ReRegenbogen schreibt:
    Sehe ich aber eher als AD(H)S-Problem und weniger als "Mimikleseschwäche".
    Beides kann zutreffen.
    Der ADHS'ler verliert seine Aufmerksamkeit und nimmt dadurch weniger wahr, der Aspie ist aufgrund er kognitiven Anstrengung überlastet und überfordert.
    Der eine nimmt nicht mehr alles wahr, der andere ist im Overload, überlastet, er kann nicht mehr schnell genug alles übersetzen.
    Von außen betrachtet kaum zu unterscheiden.

    ReRegenbogen schreibt:
    Trennlinie ASler/kein ASler.
    Ich fürchte, dass es eine solche so gesehen nicht geben kann, eben weil wir es mit einem Spektrum und zudem einem Syndrom, also einer Vielzahl von zu einer Sache gehörigen Symptomen zu tun haben.
    Das macht eine klare Trennung schwer, zumindest wenn sie auf mehrere Betroffene reproduzierbar sein soll.

    Eigentlich sollte eine Diagnose erst dann gestellt werden, wenn die mit der Störung verbundenen Beeinträchtigungen so stark sind, dass sie zu deutlichen Problemen in mehreren wichtigen Lebensbereichen führen und zudem Leiden verursachen.
    Genau da sollte die Grenze gezogen sein und die ist bei einem Spektrum, welches zudem ein Syndrom ist, sehr individuell und auch vom Umfeld abhängig.
    Deshalb ist die Diagnose so aufwändig und bedarf immer auch einer gründlichen Ananmese.
    Wie es mal so schön von Barkley definiert wurde:
    Sie wollen wissen, wo der Unterschied zwischen einer schillernden Person und einer ADS ist?
    Es sind die Beeinträchtigungen, welche den Unterschied ausmachen.

    ReRegenbogen schreibt:
    Und die "Körpersprache und Mimiken lesen können"-Sache. Da es quasi als Ausschlusskriterium genommen wird.
    Eben so wie "sich gut konzentrieren können" eben AD(H)S ausschließt, selbst wenn sehr viele andere Punkte vorhanden sind.
    Guter Einwand, aber nicht ganz unproblematisch.
    Dann müssten nämlich zum Beispiel ADS'ler eine Diagnose nicht bekommen dürfen, wenn sie hyperfokussieren können (bzw. das, was man im allgemeinen Sprachgebrauch bei ADS'lern darunter versteht) oder auch die Voraussetzungen erfüllt sind, unter denen ein ADS'ler immens hohe Konzentrationsleistungen zeigen können .
    Zum Beispiel wenn ihn oder sie etwas besonders interessiert, dann können sie sich sehr gut konzentrieren.
    Oder wenn sie ein (ebenfalls vorausgesetzt, für sie interessantes) Videospiel spielen.
    Der Grund:
    Direct Response = Direkte Rückmeldung/ Belohnung.
    Machste alles richtig, kommste weiter und bekommst Belohnungen dafür.
    Machste was nicht richtig, kriegste prompt auf die Mütze, in jedem Fall erfolgt die Konsequenz sofort
    Unter diesen Voraussetzungen können ADS'ler ganz grandiose Konzentrationsleistungen erbringen, was dann aber gleichzeitig ein Ausschlusskriterium sein müsste .

    Das sieht aber ganz anders aus, wenn man gleichzeit hinschaut, unter welchen Bedingungen diese Leistungen erbracht wurden.
    Ein Nicht-ADS'ler kann sich auch auf etwas konzentrieren, dass ihn langweilt oder ihm öde erscheint oder für das er erst eine späte Belohnung/ Rückmeldung erhält, etwas, für das er erst Jahre später belohnt wird (machste Abi, gehste studieren, verdienste später mehr, -> der ADS'ler hat damit Probleme und möchte lieber jetzt Geld verdienen)

    Es muss also so gesehen immer auch eine Bedingung für das Kriterium aufgestellt werden.
    Etwa wie: "Kann sich nicht auf Dinge interessieren, die für ihn uninteressant sind oder die ihm/ ihr nicht wichtig erscheinen oder für die kein Bezug für die Zukunft hergestellt werden kann".

    Insofern sollte das Gleiche auch in bezug auf Ausdrucksanalytik gelten.


    ReRegenbogen schreibt:
    Bin übrigens auch Gesichtsblind, nehme Gesichter aber normal wahr (naja, denke ich mal, finde da den Vergleich auf Wikipedia mit der Rot-Grün-Blindheit ganz gut).
    Zumindest sehe ich keine weißen Flächen.
    Ich auch nicht.
    Aber ich glaube auch nicht, dass dies so wörtlich gemeint ist.
    Gesichter sehe ich ebenfalls genauso scharf und deutlich, wie einen Gegenstand.
    Allerdings bleiben sie nicht im Gedächtnis.
    Ich kann mir kein Gesicht bildlich merken und es mit einem, das ich vor mir habe vergleichen.
    Im Gedächtnis bleibt einfach nichts haften.
    Also orientiere ich mich an anderen Merkmalen.
    Verändert eine Person aber etwas an ihrem Aussehen, andere Kleidung, andere Frisur, eine Brille, anderes Makeup, würde ich sie nicht wiedererkennen.
    So wie Du es auch beschreibst.
    Es reicht sogar, die selbe Person außerhalb des für sie sonst gewohnten Umfeldes zu sehen, dann erkenne ich sie nicht mehr.
    Ich bin auch schon meiner Frau in der Stadt über den Weg gelaufen und habe sie nicht wiedererkannt, sehr wohl aber gesehen und bemerkt, ich hab sie aber nicht erkannt.
    Es gab mal einen Arbeitskollegen, mit dem ich drei Monate Seite an Seite geareibeitet habe, aber in der Kantine habe ich ihn, obwohl er mir fast jeden Tag gegenüber saß, nicht wiedererkannt.
    Erst als er mich das erste mal direkt mit Namen angesprochen hat, habe ich ihn an der Stimme erkannt (darüber erkenne ich Menschen am besten).

    Aber auch hier ist es so, dass man das auch bei vielen Normalos findet, dass sie sich keine oder nur schlecht Gesichter merken können.
    Wieder ist es der Grad der Beeinträchtigung, der den Unterschied macht.
    Das passiert jedem und immer wieder, aber bei weitem nicht in dem Ausmaß, wie z.B. einem Aspie.

    ReRegenbogen schreibt:
    Gibt mir ein fremdes Gesicht, blende es aus, zeige ein neues (ähnliches, z.B. gleiche Haarfarbe) und ich tue mich sehr schwer darin, zu entscheiden obs dasselbe ist oder ein anderes.
    Ganz schlimm ist es, wenn mir noch nicht so bekannte Menschen ihre Haarfarbe wechseln.
    Und in der Schule hatten wir ein Mädel mit zwei Vornamen (z.B. "Anna Maria"), an sich was normales, allerdings hat Lehrer A sie mit "Anna", Lehrer B sie mit "Maria" angesprochen.
    Nach EINEM Schuljahr habe ich dank meiner Freunde rausgefunden, dass es ein und dieselbe Person ist.
    Das war mir dann peinlich, ich habe es echt nicht gemerkt, dass Anna genauso aussieht wie Maria.
    Naja, Fernseh schauen ist für meine Mitmenschen immer wieder lustig mit mir... "Wer ist das" - "Das ist doch xy" - "Oh, echt?" -
    Das kann ich zu 100% nachfühlen .

    Aber auch hier zur Beruhigung:
    Man kann auch gesichtsblind sein (oder ähnlich wie bei einer Farbsehstörung, "gesichtssehgestört"), ohne von Autismus betroffen zu sein.
    Das ist auch gar nicht mal so selten.
    Also nicht jeder, der sich keine Gesichter merken kann, ist autistisch.
    Umkegehrt trifft das schon eher zu, autistische Menschen sind üblicherweise auch darin beeinträchtigt.
    Aber sie kennen nicht selten gute Kompensationsstrategien, die ihnen im Alltag helfen.
    Bei Testungen wird das aber wahrscheinlich eher zu Tage kommen.


    Zum Schluss noch kurz hierzu:
    ReRegenbogen schreibt:
    Da ist dann die Frage, ob die Sache mit der nonverbalen Kommunikation eine neurobiologische Erklärung hat, so dass die Trennung an der Stelle sinnvoll ist.
    Soweit ich weiß ist man sich noch nicht ganz einig, es gibt mehrere Ansätze (z.B. bzgl. der Spiegelneurone), aber wirklich wissen tut man nicht,
    warum Autisten beim Mimikenlesen eben "Legastheniker" sind, oder?
    Ich kann das ad hoc nicht mehr mit Quellen belegen, zu lange her, aber ich habe folgendes in Erinnerung:

    Anhand von PET- und FMRT-Scans hat man zwei Bereiche im Gehirn feststellen können, die beim Prozess des Erkennens sehr aktiv werden.
    Einer dieser Bereiche war besonders aktiv, wenn Menschen, also Gesichter betrachtet wurden, der andere Bereich wurde aktiv, wenn Gegenstände betrachtet wurden.
    Es scheint also, dass Menschen speziell für andere Menschen eine ganz andere/ eigene Gehinregion verwenden, als für Gegenstände.
    Menschen werden von Menschen also ganz anders wahrgenommen.

    Bei autistischen Menschen hat man bei gleichen Scanverfahren allerdings festgestellt, dass diese Region für die Menschenerkennung/ -wahrnehmung nicht oder nur schwach/ schwächer (Spektrum!!) vorhanden sind und sie stattdessen Menschen über die gleiche Region verarbeiten, wie Gegenstände.
    Und das ist auch genau das, was autistische Menschen beschreiben.
    Menschen sind für sie nichts anderes, als sprechende Gegenstände.
    Wie gesagt: Spektrum!! Also auch hier geht es -von -bis .

    So, ich hoffe, dass ich nicht wieder zu geschwafelt habe und beim Thema geblieben bin.

    Liebe Grüße und einen schönen Start in den Tag
    Marcus
    Geändert von Fliegerlein (27.01.2014 um 09:24 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  9. #129
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.444

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Hallo alle,

    So wie ich mal gehört hatte, gesicht nicht erkennen zu können ist auch eine Störung an sich... Es scheint davon etwa 5 % die Menschen betroffen zu sein und vielen ohne Asperger oder ADS dazu... Also, so selten ist es ja nicht...

    Selber habe ADS, aber gar kein problem mit gesichter erkennen... Ich kann auch manchmal von eine Erwachsene, auf Photo sie als Kind erkennen, wenn man mich fragt: Wo bin ich da drauf? Oder, wenn Menschen verwandt sind, merke ich es auch rasch... So als ich mal in eine Altersheim gearbeitet habe, kommt eine junge Mann zu eine alte Dame und mich war klar: Enkelsohn, sie sehen ähnlich aus...

    Manchmal erkenne ich jemand, aber habe die Name vergessen und weiss nicht mehr woher wir uns kennen... Da schauen wir uns beide so kommisch an bis einer sagt "kennen wir uns von irgendwo?"

    Ich habe mal auch gehört dass wir die Hirnregion die wir für Gesichterkennen brauchen auch dann für andere Zwecke (dazu!) benützen kann... Vor allem wenn es um visuellen Sachen die Komplex sind und da muss man gewisse bekannte Muster erkennen.

    lg

  10. #130
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Unterschied zwischen Autismus und Asperger

    Fliegerlein schreibt:
    Beides kann zutreffen.
    Der ADHS'ler verliert seine Aufmerksamkeit und nimmt dadurch weniger wahr, der Aspie ist aufgrund er kognitiven Anstrengung überlastet und überfordert.
    Der eine nimmt nicht mehr alles wahr, der andere ist im Overload, überlastet, er kann nicht mehr schnell genug alles übersetzen.
    Von außen betrachtet kaum zu unterscheiden.
    Kann man das selber unterscheiden? Ich finde es schwierig, zu unterscheiden woran es hakt, allerdings hakt es bei mir eh bei der Selbsteinschätzung.


    Ich fürchte, dass es eine solche so gesehen nicht geben kann, eben weil wir es mit einem Spektrum und zudem einem Syndrom, also einer Vielzahl von zu einer Sache gehörigen Symptomen zu tun haben.
    Das macht eine klare Trennung schwer, zumindest wenn sie auf mehrere Betroffene reproduzierbar sein soll.
    [...]
    Wie es mal so schön von Barkley definiert wurde:
    Sie wollen wissen, wo der Unterschied zwischen einer schillernden Person und einer ADS ist?
    Es sind die Beeinträchtigungen, welche den Unterschied ausmachen.
    Das mit dem Spektrum sehe ich auch so, trotzdem unterscheidet man nach festen Kriterien.
    Ich kann auch unter einer Konzentrationsschwäche leiden, wenn das alle 2 Wochen mal auftritt, bin aber dann trotzdem kein AD(H)Sler.
    Trotzdem stimme ich dem natürlich zu, das die Beeinträchtigung den Unterschied macht.
    Habe die Tage mal, weil ich ja nun nicht autistisch bin (gehe ich mal von aus xD), mich in einem Forum für HSP umgeschaut - aber ganz ehrlich: das passt nicht.
    Die Menschen da sind zwar alle davon überzeugt, dass sie Dinge "intensiver" wahrnehmen als alle anderen, aber ich finde mich nicht wieder.
    Bei denen ist es eher ein "oh, ich bin so toll weil ich so viel sensibler/sensitiver bin, aber es ist eine Gabe und ich genieße es, alles so intensiv wahrzunehmen!"
    Für mich ist es aber keine Gabe, sondern ist eine Beeinträchtigung.
    Wenn ich Probleme beim einkaufen habe deswegen, wenn ich einen völligen Ausraster bekomme weil ich einfach nur NICHTS hören, NICHTS spüren, NICHTS sehen will u.s.w.,
    dann denke ich nicht "oh, wie toll es ist, diese ganzen Reize um mich herum!".


    Guter Einwand, aber nicht ganz unproblematisch.
    Dann müssten nämlich zum Beispiel ADS'ler eine Diagnose nicht bekommen dürfen, wenn sie hyperfokussieren können (bzw. das, was man im allgemeinen Sprachgebrauch bei ADS'lern darunter versteht) oder auch die Voraussetzungen erfüllt sind, unter denen ein ADS'ler immens hohe Konzentrationsleistungen zeigen können .
    [...]
    Es muss also so gesehen immer auch eine Bedingung für das Kriterium aufgestellt werden.
    Etwa wie: "Kann sich nicht auf Dinge interessieren, die für ihn uninteressant sind oder die ihm/ ihr nicht wichtig erscheinen oder für die kein Bezug für die Zukunft hergestellt werden kann".
    Okay, ADHS aber normale Konzentrationsfähigkeit bei Dingen, die einen nicht interessieren, das wäre ein Ausschluss ;-)
    Hyperfokus kenne ich ja von mir selber.

    Ich auch nicht.
    Aber ich glaube auch nicht, dass dies so wörtlich gemeint ist.
    Gesichter sehe ich ebenfalls genauso scharf und deutlich, wie einen Gegenstand.
    Allerdings bleiben sie nicht im Gedächtnis.
    *g* nicht wörtlich gemeint? Und ich dachte, solche Dinge erkenne ich.
    Aber gut, beruhigt irgendwie, das es dir genauso ergeht.

    Aber auch hier zur Beruhigung:
    Man kann auch gesichtsblind sein (oder ähnlich wie bei einer Farbsehstörung, "gesichtssehgestört"), ohne von Autismus betroffen zu sein.
    Das ist auch gar nicht mal so selten.
    Also nicht jeder, der sich keine Gesichter merken kann, ist autistisch.
    Da hatte ich keine Angst.
    Hab noch extra nachgeforscht um in Erfahrung zu bringen, das es tatsächlich auch "oft" mit ADHS auftritt.
    Was mir irgendwie wieder das Gefühl gibt, das man das Autismusspektrum vllt. gaaaanz weit fassen kann und ADHS mit reinpackt.
    Rein theoretisch.

    Zum Schluss noch kurz hierzu:

    Ich kann das ad hoc nicht mehr mit Quellen belegen, zu lange her, aber ich habe folgendes in Erinnerung:

    Anhand von PET- und FMRT-Scans hat man zwei Bereiche im Gehirn feststellen können, die beim Prozess des Erkennens sehr aktiv werden.
    Einer dieser Bereiche war besonders aktiv, wenn Menschen, also Gesichter betrachtet wurden, der andere Bereich wurde aktiv, wenn Gegenstände betrachtet wurden.
    Es scheint also, dass Menschen speziell für andere Menschen eine ganz andere/ eigene Gehinregion verwenden, als für Gegenstände.
    Menschen werden von Menschen also ganz anders wahrgenommen.

    Bei autistischen Menschen hat man bei gleichen Scanverfahren allerdings festgestellt, dass diese Region für die Menschenerkennung/ -wahrnehmung nicht oder nur schwach/ schwächer (Spektrum!!) vorhanden sind und sie stattdessen Menschen über die gleiche Region verarbeiten, wie Gegenstände.
    Und das ist auch genau das, was autistische Menschen beschreiben.
    Menschen sind für sie nichts anderes, als sprechende Gegenstände.
    Wie gesagt: Spektrum!! Also auch hier geht es -von -bis .

    So, ich hoffe, dass ich nicht wieder zu geschwafelt habe und beim Thema geblieben bin.

    Liebe Grüße und einen schönen Start in den Tag
    Marcus
    Danke für diese Info! Das mit den "Menschen als Objekte wahrnehmen" habe ich die Tage schon öfter gelesen von Leuten aus dem Spektrum.
    Schon faszinierend, vor allem frage ich mich immer wieder, wo der Zusammenhang besteht, zwischen dieser Wahrnehmungsabweichung ist
    und der Hochsensitivität in anderen Bereichen, was eigentlich auch von nahezu allen Autisten berichtet wird.

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