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Diskutiere im Thema Asperger oder Angststörung? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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Für alle Themen rund um ADS / ADHS und das Asperger-Syndrom oder Autismus bei Erwachsenen
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 91

    Asperger oder Angststörung?

    Hallo ihr,

    ertsmla zu meiner Person: Ich bin 20 und lerne gerade Industrieelektriker für Betriebstechnik. In meinem Ausbildungsbetrieb werden verschiedene Abteilungen durchlaufen, in denen auch aktiv mitgearbeitet wird. Die Theorie dazu wird in einem Partnerbetrieb, in dessen Ausbildungswerkstatt gemacht.
    Mein ADHS wurde schon in der Kindheit diagnostizert. Eigentlich konnte ich damit immer gut Leben, war etwas aufgedreht und eine Einzelgängerin.

    Im Betrieb ist dann folgendes passiert: Es hat mal wieder ein Abteilungwechsel stattgefunen. Meine neue Abteilung waren die Betriebshandwerker. Deren Aufgabe ist es, alle Maschinen zu warten und reparieren.

    An meinem erstem Tag sollte ich ne Bohrmaschine reparieren, die nicht mehr so ganz lief. Mit derAufgabe wurde ich dann allein gelassen. Ich hatte keine AHnung was überhaupt zu tun ist, habs also einfach aufgeschraubt und nach nem Kabelproblem geguckt. Das einzige, wo ich Fehler hätte finden können. Da war aber nichts, hab die Maschine dann erstmal beiseite gelegt und mich auf dem Klo verkrochen. Später hat mirdann jemand den Tipp gegeben, die Kohlen abzuschmirgeln. Hatte zwar immernoch von nichts ne AHnung, aber die Maschine tat danach wieder. Ich habe mich den ganzen Tag dort irgendwie unwohl gefühlt und allein gelassen mit unüberwindbaren Aufgaben. Bin dann kurz nach dem Frühstück zum Arzt rüber. Der hat mich wegen einer Ekältung ne Woche krankgeschrieben.

    In der nächsten Woche wollte ich erst garnicht hin. Mein Mann hat mich fast hingetragen. Den Tag hab ich dann mit Tagträumen überstanden. Was sonst gemacht wurde um mich rum weiß ich garnicht mehr. Meine Aufgabe war es durch den ganzen Betrieb zu gehen und alle Geräte mit Stecker zu Prüfen. Dafür muss man dort jede Person ansprechen, sie auch noch um Mithilfe bitten, da man ja die Geräte braucht. Am Ersten Tag hab ich noch verscht mich zusammenzureißen.

    Am zweiten Tag hatte ich dann schon Angstzustände. Ich hab die Aufgabe schlampig erledigt, immer auf der Flucht vor den ganzen Leuten. Wollte so schnell wie möglich weiter. Hatte mich auch öfter wieder auf dem Kloverschanzt.

    Aber am 3. Tag ging nichts mehr. Ich hatte wieder was zu reparieren und keine Ahnung. Ich hatte nur noch Panik, konnte nicht mehr klar denken. Die ganze Situation der letzten Tage wurde zu viel. Ich bin dann nach 3 Stunden Arbeit zu meine Psychater verschwunden.
    Insgesamt war ich 1.5 WOchen wegen mittlerer Depression krank geschrieben, darauf folgte noch eine Woche Urlaub.

    ABer ich musste ja danach wieder hin. Alles in mir hat Nein geschrien, mein Mann versuchte mich zu beruhigen. 2 Stunden später war ich zu nichts mehr zugebrauchen. Ich hab gezittert, kein Wort mehr zu stande gebracht und mir kamen dauernd die Tränen. Nach einem Gespräch mit dem Betriebsrat wurde ich dann in die Ausbildungswerkstatt versetzt. Ich fühlte mich dort angekommen noch immer verstöhrt und ängstlich, aber es war weitaus besser als vorher im Betrieb. Das ist auch so geblieben.

    Am Samstag war ich bei einem privatem ADHS Treffen. Die ersten drei Stunden waren ganz angenehm, aber nach einiger Zeit hatte ich doch das Gefühl nicht so ganz reinzupassen. Wir sind dann auch sehr früh gefahren. Auf dem Treffen wurde sehr viel geredet. Dadurch bin ich aucherst auf Asperger aufmerksam geworden.

    Habe mich den ganzen Tag da etwas durchgelesen und abends noch drber nachgedacht. Und ann kam mir in den Sinn, wieso ich diese Angst und Panik in der letzten Abteilug gehabt haben könnte. Es war die Tatsache, dass ich dazu gezwungen wurde,mit anderen Menschen in Kontakt zu treten und das den gesamten Tag. Zumindenst denke ich das es ungefähr so gewesen sein könnte.

    Und jetzt hab ich wieder Angst. Angst davor was sein könnte oder das auch nichts ist und ich immer noch nicht weiß, wasmir mir los ist. Ich hab der Uni-Klinik Heidelberg schon eine Mail geschrieben, damit ich den ganzen Papierkram bekomme, der für eine Diagnose notwendig ist.

    Aber das hat mich leider überhaupt nicht beruhigt. Ich denk immer wieder darüber nach, was eine positive Diagnose bedeuten könnte für mich. Wie ich damit umgehen soll. Oder was ich tun soll, wenn sie negativ wird. Bin ich dann einfach nur Verrückt oder anderweitig gestört?

    Ich weiß auch garnicht, wieso ich das hier schreib, aber es hat mich beruhigt es zu schreiben. Vielleicht kann mich noch jemand beruhigen mit seinen Erfahrungen. Auch damit, wie das mit der Dianose so abläuft, über anfallende Kosten mache ich mir auch Sorgen. Als Azubi werd ich bestimmt nicht viel davon zahlen können.

  2. #2
    bizzylizzy

    Gast

    AW: Asperger oder Angststörung?

    Hallo Vanne,
    es tut mir leid, dass du grad so eine blöde Phase in deiner Ausbildung erlebst.

    Und gestern beim Treffen war ich ganz schön mit anderen beschäftigt, es blieb
    kaum Zeit, mich mit allen mal zu unterhalten. Wird beim nächsten Treffen sicher
    besser, wenn einem nicht mehr alle Gesichter neu sind. Anderen ging es sicher
    auch so, dass einfach zu wenig Zeit war

    Zu deinem Bericht:
    Ich finde es echt bescheiden, dass die dich einfach so mit der Maschinenreparatur
    allein gelassen haben - du bist doch noch in der Ausbildung, d.h. das musst du
    erst noch lernen und dafür sind eigentlich die da. Und wenn die es dir nicht zeigen,
    dann kannst du es auch nicht können!

    Und das andere mit dem viele Leute ansprechen müssen: Das klingt für mich nach
    einer Sozialphobie - die tritt oft als Komorbidität bei ADS auf. Auch bei mir wurde
    Sozialphobie diagnostiziert. Früher war die bei mir in bestimmten Situationen noch
    ganz extrem. Hat sich aber aufgrund ERfahrung und geänderter Einstellung zu mir
    selbst und meiner Andersartigkeit sowie durch die ADS-Diagnose sehr gebessert.
    Ich suche mir jetzt (wennmöglich) nur noch Menschen um mich herum, die mir
    gut tun.

    Also mach dich nicht verrückt, es könnte auch "nur" eine Sozialphobie sein. Google
    das mal.

    Als nächstes würde ich dir wärmstens ans Herz legen, mit deinem nächsten Chef oder
    mit dem Personalleiter (halt wem du eher vertraust) darüber zu sprechen (musst ja
    nicht gleich das ADS erwähnen - sofern sie es nicht schon von dir wissen). Sprich es
    aus, dass du das Gefühl hast, nicht angekommen zu sein und auch nicht ernstgenommen
    zu werden. Da ist es kein Wunder, dass dein Selbstvertrauen derart in den Keller rutscht,
    dass du dann nicht auch noch auf andere Leute "losgelassen" werden kannst.

    Wenn ich die ganzen Jahre im Berufsleben etwas gelernt habe, dann ist es das, dass
    man das Gespräch suchen muss (und natürlich auch, wenn möglich, den Verantwortlichen,
    dem man sich in so einem Gespräch anvertrauen kann). Ich würde sagen, mach sobald
    wie möglich einen Gesprächstermin in deinem Betrieb aus. Sonst könnte es dich auf Dauer
    deine Ausbildung kosten - denn über kurz oder lang hält keiner solche Zustände aus - auch
    Stinos nicht!

    Über Autismus bin ich auch recht gut informiert - da gehören einige Symptome mehr dazu!

    Auch ich habe schon viel zu oft das Gefühl gehabt, nicht dazu zu gehören. Ich denke, dass
    dieses GEfühl alle ADSler haben - auch mal sogar bei einem ADSler-Treffen. Es ist nicht
    einfach, sich gleich auf so viele neue Gesichter und Geschichten einzulassen. Und das
    viele Quatschen ist auch nciht jedermans Sache oder ist abhängig von Verfassung und
    Situation.

    Ich wünsche dir trotzdem einen guten Wochenanfang ! Und Kopf hoch - du bist nicht
    allein, die solche Situationen durchstehen musste - und hinterher bist du eine ERfahrung
    reicher, schlauer, vorbereitet für die nächsten WEhwehchen und später wirst du vielleicht
    sogar mit deinen Enkeln darüber lachen können...

    LG
    bizzylizzy

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Asperger oder Angststörung?

    Hallo Vanne

    ich kann dich an einem Punkt beruhigen,

    die Diagnostik kostet bis auf die Anreise (Fahrtkosten) nichts, sie wollen, solltest du zu einem Gespräch eingeladen werden, lediglich eine Überweisung vom Hausarzt.

    Es klingt leichter als es ist, ich verstehe die Unruhe, weil ich sie auch gerade durchmache, vertraue den Ärzten in der Klinik, sie sind dafür da, dir zu helfen.

    Ich kann mir nicht vorstellen, adss sie dich einfach stehen lassen mit dem Satz kein Autismus.

    Kennst du das Verfahren bei der Diagnostik? Es ist auf der Seite der Klinik beschrieben.

    Sie schicken dir einen dicken Packen Fragebögen, die du ausfüllen und zurückschicken musst, nur wenn sich aus den Fragebögen ein Erstverdacht auf Autismus vorliegt, laden sie dich ein.

    Du bekommst also recht schnell einen Ausschluss bzw. eine Verdachtsdiagnose.

    Wenn du in der Ausbildung bist, hast du Ansprechpartner dort, in der Berufsschule oder Gewerkschaft oder ..., die dir helfen können? Bevor du die Probleme auf der Arbeitsstelle kund tust, ist es meiner Meinung nach sinnvoll, in neutralerer Umgebung mit einer Person deines Vertrauens darüber zu sprechen, vielleicht auch Hausarzt.

    Wenn du weitere Fragen hast, stelle sie.

    Gruß

    xyberlin

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Asperger oder Angststörung?

    hallo Vanne,
    das tut beim lesen richtig weh, wie es Dir grade geht.

    Und obwohl es sich im Detail unterscheidet von Erlebnissen von mir, fühlt sich da so schrecklich viel ganz bekannt an.

    Aber zur Ausbildungssituation will ich erst mal gar nichts sagen.
    Sondern zur Situation beim Treffen.

    Und ich hoffe mal, dass ich jetzt nix dummes sage
    Vanne7793 schreibt:
    Am Samstag war ich bei einem privatem ADHS Treffen. Die ersten drei Stunden waren ganz angenehm, aber nach einiger Zeit hatte ich doch das Gefühl nicht so ganz reinzupassen. Wir sind dann auch sehr früh gefahren. Auf dem Treffen wurde sehr viel geredet. Dadurch bin ich aucherst auf Asperger aufmerksam geworden.
    Als Du Dich ganz kurz vor dem Treffennoch auf die Liste gesetzt hast, muss ich sagen, dass ich mit Deinem Namen rein nichts verbinden konnte.
    Als sehr neues Mitglied, das noch nicht viel geschrieben hat, finde ich es sehr mutig, zu so einem treffen zu gehen - und das meine ich jetzt so ohne sarkastischem Unterton. Ich selbst hätte mich eher nicht getraut.

    Ob es im nachhinein gut war, ist vielleicht schwer zu sagen.
    Wenn es den Effekt hat, dass Du Dich nach diesem Erlebnis nicht mehr so schnell auf ein Treffen traust, dann fände ich das schade.
    Wenn es den Effekt hat, dass Du Dich jetzt traust, hier diesen Beitrag zu schreiben, finde ich das sehr gut.

    Das Gefühl, v.A. in solchen "Gruppensituationen" irgendwie nicht reinzupassen, ist mir von Kindesbeinen an vertraut.
    Davor zu flüchten, zum Teil in ähnlicher Weise wie Du es aus der Arbeit beschreibst, auf die Toilette, kenne ich auch.

    Und in verschiedenen Schattierungen kennen das sicher viele, wenn nicht die Meisten, die da auf dem Treffen dabei waren.

    Mit dem größeren Teil der Leute, die da waren, verbindet mich aber über das Forum ein Austausch in mehr oder weniger intensiver Form.
    Auf ein paar davon habe ich mich ganz besonders gefreut, sie endlich mal persönlich kennen zu lernen, und ein paar wenige habe ich schon gekannt.

    Für mich ist es eine immer noch erstaunliche Feststellung, zu so einem Treffen zu kommen, wo sich Leute offenbar auch ganz direkt auf mich freuen.
    Ob ich nun sagen soll: weil sie schon so vieles von mir wissen, oder eher: obwohl sie das wissen, über meine verpeilten schwierigkeiten und Unzulänglichkeiten, kann man sehen wie man will.
    Ganz bestimmt hat es damit zu tun, dass ich hier versuche sehr offen zu sein (was mir im realen Treffen mal gleich wieder viel schwerer fällt).
    Und vor allem damit, dass sie das alles selbst kennen.

    Du warst für mich von allen das unbeschriebnste Blatt.
    Und ich merke, dass ich da ganz schnell an meine Grenze stoße, so etwas selbst durchbrechen zu können.
    Das tut mir leid, aber es hat mich in dem Moment offenbar überfordert.

    Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass Du nicht in derselben Weise "fremd" in unserer Runde warst, wie ich es sonst für mich kenne, sondern im Grunde genau richtig warst und dazugehörst.
    Ob Asperger noch obendrauf sitzt oder nicht, weiß ich natürlich nicht, kann ich nicht beurteilen.
    Aber das was Du beschreibst ist auf jeden Fall auch sehr passend zu ADS.

    Ich tue mich doch auch schwer, auf Menschen zuzugehen. Viel mehr, als es für Dich gewirkt haben mag.
    Und zu Dir wusste ich eben keinen Anknüpfungspunkt.
    Ich denke, dieser Thread alleine genügt eigentlich, um das zu ändern.
    Also, bitte, lasss Dich davon nicht verunsichern, und komm bei der nächsten Gelegenheit wieder mit dazu..
    Habe mich den ganzen Tag da etwas durchgelesen und abends noch drber nachgedacht. Und ann kam mir in den Sinn, wieso ich diese Angst und Panik in der letzten Abteilug gehabt haben könnte. Es war die Tatsache, dass ich dazu gezwungen wurde,mit anderen Menschen in Kontakt zu treten und das den gesamten Tag. Zumindenst denke ich das es ungefähr so gewesen sein könnte.

    Und jetzt hab ich wieder Angst. Angst davor was sein könnte oder das auch nichts ist und ich immer noch nicht weiß, wasmir mir los ist. Ich hab der Uni-Klinik Heidelberg schon eine Mail geschrieben, damit ich den ganzen Papierkram bekomme, der für eine Diagnose notwendig ist.

    Aber das hat mich leider überhaupt nicht beruhigt. Ich denk immer wieder darüber nach, was eine positive Diagnose bedeuten könnte für mich. Wie ich damit umgehen soll. Oder was ich tun soll, wenn sie negativ wird. Bin ich dann einfach nur Verrückt oder anderweitig gestört?

    Ich weiß auch garnicht, wieso ich das hier schreib, aber es hat mich beruhigt es zu schreiben. Vielleicht kann mich noch jemand beruhigen mit seinen Erfahrungen. Auch damit, wie das mit der Dianose so abläuft, über anfallende Kosten mache ich mir auch Sorgen. Als Azubi werd ich bestimmt nicht viel davon zahlen können.
    Diese Verunsicherung ist schrecklich.

    Dein Gedankengang klingt Plausibel, so klingen psychologische Erklärungen ja gerne.

    Aber Deine Beschreibung klingt auf dem Hintergrund eines ADS plausibel genug:
    Du hast eine typische Überforderungssituation gehabt mit dem Reparaturauftrag, warst alleine damit, hast es als persönliches Versagen empfunden, was ja so eine Standarderfahrung von uns ist, und hast Dich danach in eine permanente Widerholung dieser Situation gedrängt gefühlt. Diesmal noch mit der Verschärfung, der direken Beobachtung deines schon im voraus befürchteten Scheitern ausgsetzt zu sein.
    Deshalb befallen Dich sofort Fluchtgedanken, denen Du wenig entgegensetzen kannst.

    Das wäre die ADS-Erklärung.
    Ich habe eine Meinung, welches Erklärungsmodell besser zu Deiner Beschreibung passt, aber die zählt nicht - das musst Du schon selbst beurteilen.

    P.S. ich bin wirklich nicht besonders Kenntnisreich in Bezug auf Asperger, aber nach dem was ich so weiß klingt mir Deine Reaktion eigentlich viel zu emotional ??
    (Asperger- Experten, bitte nicht hauen, wenn ich grad was falsches oder f Aspies gar verletzendes gesagt haben sollte ...)

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 91

    AW: Asperger oder Angststörung?

    @bizzylizzy

    Hab bei wikipedia mal kurz nach Sozialphobie geguckt. Hab im Moment viel Stress und kaum noch Zeit für etwas. ist aber auch nicht wichtig.
    da hab ich dann folgendes gelesen: "Diese Störungen zentrieren sich um die Furcht vor prüfender Betrachtung durch andere Menschen in verhältnismäßig kleinen Gruppen (nicht dagegen in Menschenmengen)" Das ist ein Merkmal, mit dem sich die Krankheit auszeichnet, nach wikipedia. Bei mir ist das genau andersru, je mehr menschen desto mehr hab ich das gefühl, dass ich da weg möchte. in kleinen gruppen, bis zu 5 weiteren Leuten, fühle ich mich manchmal auch relativ wohl. Solange ich die alle kenne, und/oder die für mich ein freundliches Verhalten haben.

    Was das im Betrieb angeht. Er ist relativ groß, daher kenne ich meinen wirklichen Chef garnicht. Aber die Leute, denen ich dann unterstellt bin vertraue ich nicht. Eigentlich vertraue ich fast niemandem, vorallem wenn es um meine Gefüle und Gedanken geht. Ich könnte einfach niemandem dort sagen, was mich bechäftigt. Ich hab Angst, nicht verstanden oder noch schlimmer Missvertsanden zu werden. Dadurch würde die Arbeitsbeziehung sicher Schäden nehmen ud nicht nur auf deren Seite.

    Das was ich beschrieben habe, galt nur für die eine Abteilung. Ich war vorher noch in drei anderen. Die eine war nicht so ganz toll, da es auch einiges an Streit gab. Und jeden Tag hat irgendwer rumgebrüllt und sich über wen anderes beschwert. Aber die anderen beiden waren super. Sie waren sehr klein, nie mehr als 5 Leute und ich. Ich kam mit allen super klar, auch wenns in der einen Abteilung länger gedauert hab. Wenn ich etwas nicht wusste, bin ich fragen gegangen. In der oben beschriebenen Abteilung habe ich das nichtmal gewagt.

    Das viele Reden stört mich nur, wenn ich daneben sitze und eigentlich auch nicht dasein könnte. Denn es würde keinen Unterschied machen. Wenn mir jemand etwas erzählt von sich aus, bin cih relativ froh darüber, dass ich grad nicht allein dastehe, aber auch dass ich nicht von mir reden muss, damit überhaupt ein Gespräch entsteht.



    Jetzt hab ich mal wieder die Zeit vergessen @xyberlin und IonTichy hab euch nicht vergessen, schreibe später was zu euch...

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 91

    AW: Asperger oder Angststörung?

    @xyberlin

    Das es nichts kostet beruhigt mich ein wenig. Hab irgendwo hier zu einer anderen Diagnose mal was von kosten um 300€ gelesen.

    Aber das mit dem Hausarzt: Was muss den auf der Überweisung stehn? Als ich Anfang des Jahres mal versuchte ihm von meinem ADHS zu erzählen, hat er mich fast ausgelacht. Er glaubt nicht dran. Deshalb würd ich auch nicht nach solchen Überweisungen dort fragen.

    Meinen Psychiater möcht ich das Aspie jetzt auch net unbedingt unter die Nase schmieren. Hab immer öfter das Gefühl, dass er mir nicht richtig zuhört.

    Die E-Mail mit den Fragebögen hab ich heut auch bekommen. Damit kann ich dann wohl in den nächsten Tagen rechnen.

    Das mit der Vertrauensperson hab ich ja schon angeschnitten. Die einzige Person wäre mein Mann, aber auch dem erzähle ich eigentlich weniger Dinge, die mich extrem belsaten. Das würde ihn dann auch sehr belasten. Ich hab immer Angst, dass ich mal durch was falsches die Beziehung und Ehe kaputt mache.

    Dass mich die Ärzte dann nicht einfach abspeisen, wenn es das doch nicht ist, hofe ich auch. Dadurch ist mir dann nämlich nur sehr wenig geholfen.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 91

    AW: Asperger oder Angststörung?

    @IonTichy

    Ich war schon etwas länger nicht mehr im Forum gesehn und wurde von Henrike per Pn dazu eingeladen. Die hab ich aufs Hanfdy bekommen.

    Da hab ich dann auch nicht lange drüber nachgedacht. Ich wurde ja eingeladen, also bin cih auch willkommen. Das macht es für mich meißt einfacher. Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich nur wirklich gekommen bin, weil mein Mann dabei war. Warscheinlich hätte ich sonst kurz vorher wieder abgesagt.

    Das Treffen hatte auf jeden Fall nicht den Effekt, dass ich jetzt nicht wieder wohin gehe. Siehe Spieleabend. Aber es hat mich überhaupt erst dazu bewegt hier darüber zu schreiben, weil doch mehr Leute so fühlen wie ich, als ich vorher dachte.

    Vor der "Gruppe" bin ich immer geflüchtet. Bei Gruppenarbeiten hab ich immer gesagt: Ich mache das. Mehr Gruppenarbeit gabs dann nicht mehr für mich.

    Um mal ganz erlich zu sein: Ich war ja mit meinem Mann fast als erstes da. Die Runde war sehr klein und ich hab mich sogar ansatzweise versucht zu unterhalten. Aber als du dann reinkamst, hat sich irgendwas verändert. Was genau kann ich garnicht sagen. Vielleicht wurde es einfach eine Person zu viel und die warst diesmal einfach du.
    Die kleine Gruppe wurde dann zu zwei ncoh kleineren Gruppen, da wusste ich nicht mehr, mit wem ich den jetzt reden soll, wo ich mich dazu stellen soll.

    Das ist auch einer der Gründe, warum ich niemals ohne meinen Mann irgendwo hingehe. Wenn alles aus meinen Fugen läuft ist er immer noch da und gibt mir halt. Ich geh nichtmal alleine Einkaufen, außer es ist unvermeidlich. Aber dann renne ich fast schon durch den Laden, um da wieder raus zu kommen.

    Ich lebe schon mein ganzes Leben mit Vewrunsicherungen. Nur wusste ich bisher nie, wie man damit umgeht. Ich weis es jetzt auch in den meisten Situationen nicht.

    Bei der ADS-Erklärung ist aber ein Ding noch offen: Wieso kann ich in anderen Abteilunge frage, um Hilfe bitten usw. nur in der konnte ich es nicht?

    Was das besser passen antrifft. vielleicht passt sogar beides etwas und zusammen gibt das dann mich = eine ganz merkwürdige Mischung/Person

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Asperger oder Angststörung?

    Vanne7793 schreibt:
    Um mal ganz erlich zu sein: Ich war ja mit meinem Mann fast als erstes da. Die Runde war sehr klein und ich hab mich sogar ansatzweise versucht zu unterhalten. Aber als du dann reinkamst, hat sich irgendwas verändert. Was genau kann ich garnicht sagen. Vielleicht wurde es einfach eine Person zu viel und die warst diesmal einfach du.
    Die kleine Gruppe wurde dann zu zwei ncoh kleineren Gruppen, da wusste ich nicht mehr, mit wem ich den jetzt reden soll, wo ich mich dazu stellen soll.
    Okay - ich versuch dann mal, nicht beleidigt zu sein.
    Ähm ja - ich glaub auch, dass es zumindest etwas mit der Gruppengröße zu tun hatte.
    schon mal, weil es grade da auf dem Balkon zu eng wurde, und die Zersplitterung in weitere Grüppchen gradezu zwingend wurde.
    Wobei mir jetzt tausend Gründe einfallen, warum es auch an mir lag.
    Und irgendwelche davon werden vielleicht eine Rolle gespielt haben ?

    Das ist auch einer der Gründe, warum ich niemals ohne meinen Mann irgendwo hingehe. Wenn alles aus meinen Fugen läuft ist er immer noch da und gibt mir halt. Ich geh nichtmal alleine Einkaufen, außer es ist unvermeidlich. Aber dann renne ich fast schon durch den Laden, um da wieder raus zu kommen.

    Ich lebe schon mein ganzes Leben mit Vewrunsicherungen. Nur wusste ich bisher nie, wie man damit umgeht. Ich weis es jetzt auch in den meisten Situationen nicht.
    Zu wissen und zu verstehen, was das eigentlich ist, was da passiert mit Dir, ist ein ganz wichtiger und eigenständiger Schritt.
    Der braucht für sich Zeit.
    Und er verändert von sich aus etwas, was sich nur langsam greifen lässt.

    Zu wissen, wie man damit umgeht - da such ich auch - und werd wohl nicht fertig damit werden.
    Bei der ADS-Erklärung ist aber ein Ding noch offen: Wieso kann ich in anderen Abteilunge frage, um Hilfe bitten usw. nur in der konnte ich es nicht?

    Was das besser passen antrifft. vielleicht passt sogar beides etwas und zusammen gibt das dann mich = eine ganz merkwürdige Mischung/Person
    Durch eine Asperger-Diagnose wird die ADS-Diagnose jedenfalls nicht automatisch Hinfällig. Das sollten Deine Ärzte dann wohl nochmal anschauen. Gibt hier im Forum jedenfalls mehrere, die beide Diagnosen haben, und auch beide für zutreffend empfinden.
    Richtig klar geworden ist mir allerdings noch nicht, wie Du auf die Idee Asperger denn nun gekommen bist?
    Kam es in der Unterhaltung amTisch als Thema?

    Wenn Du Dich mit Asperger befasst, musst Du als ADSler aufpassen: Die Symptome überschneiden sich gewaltig.


    Hast Du schon mal selbst online-Tests gemacht?
    guck mal hier:
    Aspergia - für Menschen mit Asperger Syndrom
    Das ersetzt keine Diagnostik, aber ein gewisser Hinweis ist es schon.
    Bei ADS-Tests stand ich oft auf der Kippe oder war eben "drin". Je nachdem, wie "empfindlich" ich meine Schwelle für "zutreffend" setze.
    Bei Asperger bin ich nie "drin", nicht mal in der Nähe.

    Bei aller ähnlichkeit der Symptome finde ich bemerkenswert,wie deutlich ich mich in solchen Tests von Aspergern unterscheide.

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Asperger oder Angststörung?

    Vanne7793 schreibt:
    Dass mich die Ärzte dann nicht einfach abspeisen, wenn es das doch nicht ist, hofe ich auch. Dadurch ist mir dann nämlich nur sehr wenig geholfen.
    Nun ja - Du hast eine ADS-Diagnose.
    Vielleicht ist es dann nötig, dich damit nochmal näher zu befassen und zu sehen, was alles zu ADS dazugehört.
    Du hast die Diagnose seit der Kindheit. Seit wann setzt Du Dich aktiv damit auseinander ?

    Sonst hat BizzyLizzy den Hinweis auf Sozialphobie genannt. Das klingt auch passend.
    Und hat einen gewaltigen Vorteil:
    Asperger ist, wie ADS, chronisch. Wenn Du Aspie bist, wirst Du niemals zu einem nicht-Aspie werden.
    Eine SozPhob kann man loswerden. Sowas kann als Phase kommen, so eine Phase kann sehr lange dauern und auch mal seit Kindheit da sein, aber das läßt sich tatsächlich wegbekommen, und bei allen Phobischen Störungen ist die Erfolgsrate sehr gut.

    Auf mich macht Dein Beitrag den Eindruck, dass die Beschreibung sehr "natürlich" zu ADS passt,
    und dass Deine Bezugnahme zu Asperger eher "konstruiert" wirkt.
    Wie gesagt, das ist mein Eindruck, und mit dem kann ich völlig danebenliegen, Du must das für Dich selbst bewerten.

    Du machst Dir Gedanken und bemühst Dich, Dir nicht selbst was vorzumachen, und versuchst möglichst "objektiv" zu sein.
    Ich kann mir vorstellen, mich an Deiner Stelle jetzt genauso zu hintersinnen, und ich wäre um eine Einschätzung von "außen" ganz froh.

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 91

    AW: Asperger oder Angststörung?

    @IonTichy

    mach dir mal nicht zu viele gedanken darum. Wir sehn uns garantiert noch öfter und dann werden wir es herausfinden. Nach ner Weile fällt es uns dann bestimmt auch leichter ei Gespräch zu führen usw.

    Wenn ich verunsichert bin, ziehe ich mich fast gänzlich zurück. Aber ich bin mir nicht so sicher, ob das die richtige Art ist, damit umzugehen.

    Am Tisch wurde es nur in Bezug auf irgendwelche Personen erwähnt. Ich hab mir dann die Symptome angesehn und das schwerwiegenste war das Problem in der Sozialen Kommunikation. Überhaupt sozial zu agieren fällt mir sehr schwer, ein Gespräch bekomm ich nicht zustande, wenn mir jemand was erklärt schweift mein Blick durch den Raum oder beschäftigt sich mit dem erklärtem Gegenstand. Das ich die Person ansehe passiert sehr selten.
    Oder wenn jemand nen Witz/Scherz macht, der irgendwie doch getarnt ist, dann kapier ich das nicht und bin eher traurig, weil die Person das jetzt zu mir gesagt hat.

    Ich hab schon als Kind lieber allein gespielt. Aber noch lieber hab ich was mit Zahlen gemacht. Mit 8 war ich auf der Mathematiknacht in der Uni. Ich weis zwar nicht mehr viel davon, aber ich bin relativ sicher, dass es mir gefallen hat. Um 4 am Morgen wollte ich auf jeden Fall noch nicht gehen.

    Ja die Seite hab ich bei meinen Recherchen auch schon gefunden. Den Test mit den Augen ahtte ich sogar am Sonntag noch gemacht. Meine Punktzahl lag wohl so bei 20. Auf jeden Fall stand da, dass die Puntzahl sehr niedrig ist und das bei ca. 80% aller Aspies vorkommt.

    Ich hab vorhin auch noch einen anderen Test gefunden. Der hat 150 Fragen und vorher musste amn noch angeben, ob man ADHS, Sozialphobie, Zwangsneurose und Aspie hat, oder einen Verdacht darauf. Hab das folgendermaßen ausgefüllt: ADHS diagnostiziert, Aspie Eigenverdacht, Soziale Phobie Eigenverdacht, Zwangsneurose Nein.

    Da kam dann 159 von 200 Punkten raus. Normale Menschen haben durchschnittlich nur 50. Da gas auch noch ein Kreisdiagramm dazu. Aus zeitgründen hab ichs mir noch nicht angesehn, aber ich poste es später mal. Und eine fragengenaue Auswertung meiner Ergebnisse gab es auch. Dazu später mehr.

    Aber bei den Tests die ich bisher gemacht hab, war ich entweder nah dran oder schon drin. Je nachdem wie ich die Fragen interpretiert habe. Manche waen doch etwas zu allgemein gestellt. Da dachte ich immer, ja das passt aber nur in diesen Situationen.

    Mit dem ADS sollte ich mich wohl wirklich nochmal befassen. Nachdem das mit dem Medikinet gescheitert ist glaubt mein Psychologe auch irgendwie nicht mehr so richtig daran. Mein Mann lässt vielleicht einen Test machen. Meinen sollte ich wohl mal erneuern. Er wurde bei mir mit 4 gemacht.

    Um erlich zu sein hätte ich Angst, wenn ich SozPhob hab und mich behandeln lasse. Dabei würde doch ein Teil von mir sich so sehr verändern, dass ich ein anderer Mensch werde. Ich will zwar, dass mein Leben positiver und verständlicher wird, aber nicht auf Kosten meiner Persönlichkeit.

    Das mit dem konstruiert kann durchaus sein. Als kind hatte ich eine Begabung dafür anderen was solange einreden zu können, bis sie e geglaubt haben. Dass konnte ich auch bei mir selbst. Manchmal hab ich das Gefühl, dass ich mir mal wieder was einrede, aber ich bin mir da nie sicher. Ich weis nicht, woran ich das erkennen sollte, dass meine Gedanken etwas denken, von dem ich will das sie es denken, dass aber doch nicht das ist was meine Gedanken wirklich denken.

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