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Diskutiere im Thema Des Aspies gnadenlose Ehrlichkeit im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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  1. #91
    Zotti

    Gast

    AW: Des Aspies gnadenlose Ehrlichkeit

    Ja, mein Bekanntenkreis ist wirklich sehr bunt, war er aber schon immer, da ich immer mit Künstlern, also Malern und Musikern zu tun hatte.
    Auch in Berlin bin ich in Frauenkreise geraten, die Frau wo ich dann am Anfang in einer WG mit ihr wohnte ist auch eine Malerin in Berlin.
    Die war auch lesbisch und in den Kreisen habe ich mich auch wohlgefühlt.

    Es waren aber keine so harte Lesben, die nur was gegen Männer haben und so extrem männerfeindlich sind. Ich konnte da auch meine
    Kinder mitnehmen, obwohl es Söhne waren und einmal auch meinen damaligen Partner.

    Hier in Bochum bin ich ja auch viel auf Konzerten usw., da sind auch viele Musiker und Schriftsteller usw. dann habe ich auch früher in Düsseldorf
    und Berlin mit Schwulen zu tun gehabt. Also alles Menschen, die auch nicht so normal sind.

    Dadurch haben es meine Kinder auch leichter gehabt. Meine Söhne wurden immer so angenommen wie sie sind, darum sind sie auch so sozial.

    Meine Familie in Krefeld ist auch irgendwie nicht ganz normal. Es gab immer mal bei jedem Probleme, entweder mit Alkohol oder so, hat sich aber
    alles im Rahmen gehalten.

    Ich es dadurch einfacher gehabt als ADSler die zu viele Normalos um sich haben.

    Gruß Zotti

  2. #92
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 375

    AW: Des Aspies gnadenlose Ehrlichkeit

    Ich habe mal eine kleine, hoffentlich nicht Off-Topic, Frage..
    Gibt es eig. auch Aspies, die nicht so ehrlich sind & häufiger lügen, oder schließt sich das aus?

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  3. #93
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 600

    AW: Des Aspies gnadenlose Ehrlichkeit

    @lia90
    ich habe als kind und als jugendliche zwischendurch mal ein bisschen geschwindelt, weil ich angst hatte die wahrheit zu sagen (strenge eltern, recht aggressive freunde).
    seitdem ich 18 bin finde ich komischerweise, dass lügen das schlimmste ist und echt widerlich. ich habe seitdem nie wieder gelogen. eher bin ich zu direkt, was auch manchmal probleme macht/ machte.

  4. #94
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 375

    AW: Des Aspies gnadenlose Ehrlichkeit

    SweetChilli schreibt:
    seitdem ich 18 bin finde ich komischerweise, dass lügen das schlimmste ist und echt widerlich. ich habe seitdem nie wieder gelogen. eher bin ich zu direkt, was auch manchmal probleme macht/ machte.
    Danke, für deine Antwort.

    Ich finde, dass man garnicht zu ehrlich sein kann.
    Solange man die Wahrheit nicht auf eine unverschämte Weise äußert, ist sie netter, als so manche Nettigkeitslüge.



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  5. #95
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Des Aspies gnadenlose Ehrlichkeit

    lia90 schreibt:

    Ich finde, dass man garnicht zu ehrlich sein kann.
    Solange man die Wahrheit nicht auf eine unverschämte Weise äußert, ist sie netter, als so manche Nettigkeitslüge.
    Ja, theoretisch klingt es ja Ideal - in der Praxis jedoch ist die Grenze zu dem was als unverschämte, möglicherweise verletzende Weise aufgefasst wird, nicht so klar erkennbar.
    Aber auch umgekehrt, kann ein ehrlich gemeintes Kompliment vom Gegenüber als Nettigkeitslüge aufgefasst werden -weil die Art wie man dies zum Ausdruck brachte womöglich ungewöhnlich erscheint.

    Theoretisch: klar, es ist sehr idealistisch die Wahrheit zu sagen - weil ehrlich und direkt, "man weiß woran man ist", aber in der Praxis?
    Da wird es allzu oft als Naivität, oder emotionale Kälte interpretiert.

    Ich denke immer wieder mal über diese Grenze nach, wo es eigentlich schon ein zuviel dieser Ehrlichkeit ist- was nicht nur sich auf ehrlich gemeinte Aussagen beziehen, sondern auch diese Detailverliebte Erzählweise meinerseits.

    Vielleicht ist es auch nur meine Art der direkten Auseinandersetzung mit den Dingen - eben mit einem vergleichsweise geringem Prozentsatz an zwischengeschalteter "sozialer Identität".
    Aber in der Welt der Performität ist es nun mal auch wichtig das entsprechende Kostüm zu tragen und es wird nun mal nicht gern gesehen wenn man auf einen Ball in exhibitionischer Aufmachung erscheint - zumindest wäre man nicht lange dort Gast und würde womöglich wenn man sich dagegen wehren würde auch noch von zwei muskulösen Männern zur Türe begleitet werden.

    ... tja, aber wenigstens weiß man im Vergleich zum Kaiser - dass man nackt ist

  6. #96
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 375

    AW: Des Aspies gnadenlose Ehrlichkeit

    sinia schreibt:
    Aber in der Welt der Performität ist es nun mal auch wichtig das entsprechende Kostüm zu tragen und es wird nun mal nicht gern gesehen wenn man auf einen Ball in exhibitionischer Aufmachung erscheint -
    Das ist ein Problem, welches zwar überall relevant, von mir aber als idiotisch betrachtet wird.

    Ich bin gerne "sozial Nackt", weshalb ich mich schlecht in die "Welt der Performität" einfügen kann, sprich: ich hab nicht sonderlich viele Freunde.

    Aber ist es nicht krank, dass man nur mit einer schlecht sitzenden Verkleidung als soziales Individuum akzeptiert wird?!


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  7. #97
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Des Aspies gnadenlose Ehrlichkeit

    lia90 schreibt:
    Das ist ein Problem, welches zwar überall relevant, von mir aber als idiotisch betrachtet wird.

    Ich bin gerne "sozial Nackt", weshalb ich mich schlecht in die "Welt der Performität" einfügen kann, sprich: ich hab nicht sonderlich viele Freunde.

    Aber ist es nicht krank, dass man nur mit einer schlecht sitzenden Verkleidung als soziales Individuum akzeptiert wird?!


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    Ja, denk auch das manche vermeintliche als "normal" bezeichnete, einfach nur ein Problem damit haben wenn in einem Gespräch für sie unerwartetes geschieht und ihre gewohnte Routine der Gesprächskonversation unterbrochen wird,
    - Aber hey, wir haben ja alle unsere Macken

  8. #98
    ...das war mal..

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 265

    AW: Des Aspies gnadenlose Ehrlichkeit

    SweetChilli schreibt:
    @lia90
    ich habe als kind und als jugendliche zwischendurch mal ein bisschen geschwindelt, weil ich angst hatte die wahrheit zu sagen (strenge eltern, recht aggressive freunde).
    seitdem ich 18 bin finde ich komischerweise, dass lügen das schlimmste ist und echt widerlich. ich habe seitdem nie wieder gelogen. eher bin ich zu direkt, was auch manchmal probleme macht/ machte.
    Ja so geht es mir auch.
    Obwohl ich nicht offiziell Aspie bin.
    Meine Mutter ist aber ein klarer Fall.
    Ich selbst habe ADHS mit zwanghafter Persönlichkeitsstruktur und kombinierte Pers.störung.
    Anteile von Borderline + Zwängen...

    wobei die Definition von Persönlichkeitsstörungen eine Diskriminierung und Mißachtung der Menschenrechte darstellen.

    Hier ein Zitat:
    Was sind Persönlichkeitsstörungen?


    Persönlichkeitsstörungen (PS) liegen vor, wenn Personen regelmäßig starre, unflexible und unzweckmäßige Eigenschaften und Verhaltensweisen zeigen, die von üblichen gesellschaftlichen Erwartungen abweichen und zu erheblichem Leid entweder auf Seiten des Betroffenen und/oder auf Seiten der Umwelt führen.

    Für das Vorliegen von Persönlichkeitsstörungen müssen sich die abweichenden Erlebens- und Verhaltensweisen in mindestens zwei der folgenden Bereiche deutlich zeigen: (1) Kognition (Gedankenwelt), (2) Affektivität (Gefühlswelt), (3) Bedürfnisbefriedigung und Impulskontrolle, (4) Zwischenmenschliche Beziehungen und Art des Umgangs mit ihnen.
    Diese Verhaltensmuster entwickeln sich meist schon in Kindheit und Jugendalter und bleiben über eine lange Zeit bestehen. Sie werden von den Betroffenen selbst häufig nicht als „Störung“ empfunden, anders als z.B. die Symptome einer Depression. Wenn sie die Folge einer anderen psychischen oder organischen Erkrankung (z.B. einer Funktionsstörung des Gehirns) sind, werden sie nicht als Persönlichkeitsstörungen bezeichnet.
    Quelle: Persönlichkeitsstörungen - Hintergrund / Einleitung | medfuehrer.de

    Wenn ich das lese, muss ich kotzen.

    Anderes Erleben als das der beschränkten Normalos, wird eben einfach als "gestört" bezeichnet.
    Das aber jedem "Anderssein" Schaden und Leid erst zugefügt wird, von einer beschränkten, sich als "normal" bezeichnenden Gesellschaft...
    das ist die eigendliche Krankheit in und mit der wir alle leben.

    Und was mich freut,
    das nicht nur ich als Patient der pathologisch seziert ja nicht für voll genommen werden kann (seitens von angeblichen Fachleuten), solche Sachen sagt und schreibt...
    sondern inzwischen viele renomierte Psychiater, Journalisten uvam solches klar als Verstoß gg die Menschenwürde und das Grundgesetz erkennen.

    Nach ICD-10 gehören die Persönlichkeitsstörungen zu Verhaltensstörungen.
    Peter Fiedler übt aus einer verhaltenstherapeutisch orientierten klinisch-psychologischen Perspektive Kritik am Konzept der Persönlichkeitsstörungen.
    Mit Hilfe eines Zitats des Philosophen und Psychiaters Karl Jaspers beschreibt er das Stigmatisierungsproblem: „Menschlich aber bedeutet die Feststellung des Wesens eines Menschen eine Erledigung, die bei näherer Betrachtung beleidigend ist und die Kommunikation abbricht“. Die Festschreibung einer gesamten Persönlichkeit als „gestört“ sei ethisch zweifelhaft. Insbesondere führt Fiedler an, dass Personen mit Persönlichkeitsstörungen sich auf charakteristisch gestörte Art und Weise in zwischenmenschlichen Interaktionen verhalten. Erst auf dieser Ebene trete die Störung zu Tage, die Betroffenen selbst empfänden sich als Person oft nicht als gestört (Ich-Syntonie).
    Somit erfolge durch die „Diagnose“ einer Persönlichkeitsstörung eine Umdeutung des Geschehens durch den „gesunden“ Interaktionspartner, und zwar derart, dass der abweichende Interaktionspartner per „Charakter-Diagnose“ allein verantwortlich für die Störung gemacht wird. Diese Umdeutung des Geschehens stelle letztlich eine Pseudoerklärung dar: Die Person in ihrer Gesamtheit ist gestört und die Person ist das Störende, die Ursache der Störung. Mögliche Störungen des sozialen Systems, der Interaktion, der Gesellschaft gerieten aus dem Blickfeld.
    Quelle: Wikipedia "Persönlichkeitsstörunge n"


    Als das "gestörte an Sich" sehe ich diese Gesellschaft, die nicht i.d.L. ist ihre eigenen Grundgesetze
    von Freiheit, Respekt, Menschenwürde, Recht auf freie Entfaltung und Meinung und somit auch das Recht auf das individuelle "Anderssein"
    nur ansatzweise zu praktizieren geschweige denn den gesellschaftlich psychologisch/pylosophischen Hintergrund überhaupt zu verstehen.

    Das man Symptome klar zuordnet, wäre ok.
    Wenn es denn überhaupt Fachleute gäbe, die differenziert in der Lage wären dies zu tun.
    Ich selbst kenne bisher nur 2 Fachleute, die ich ansatzweise als kompetent erkenne etwas differenzierter (vielschichtiger) zu denken und nicht alles gleich als "irre" abtun, was ein Patient sagt oder mitteilt.

    Die direkte Art von Autisten, Aspies sowie ADHSlern sehe ich als die authentischere Art an.

    All diese Lügner und kaum interessierten Fachleute, die eigentlich auch gar keine Zeit haben,
    sich genauer mit dem Menschen zu befassen,
    anstatt Fälle in Schubladen einzuordnen und loszuwerden.

    Auf meiner Suche zum Thema stieß ich auf viele renomierte Menschen und Autoren:
    Z.B. Dr.Manfred Lütz

    Irre! - Wir behandeln die Falschen
    Unser Problem sind die Normalen !

    Das viel diskutierte Buch des Psychiaters Manfred Lütz ist eine scharfzüngige Gesellschaftsanalyse und zugleich eine heitere Einführung in die Seelenkunde. Was ist Depression, Angststörung, Schizophrenie? Wie definiert man Sucht & Demenz ?

    Ich werde eine Liste in meinem Profil aufmachen, welche Bücher ich noch lesen möchte. (Falls das möglich ist)

    Kann mir dann jemand helfen dies auch zu tun(das Lesen)?
    Geändert von keineAhnung (21.03.2013 um 23:44 Uhr)

  9. #99
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.434

    AW: Des Aspies gnadenlose Ehrlichkeit

    Hallo keineahnung,

    Als kleine kind, hatte ich mich nie als gestört und krank gesehen weil ich so war wie ich nun war... Es ging mich damit eigentlich gut...

    Aber dann immer wieder zu spüren bekommen dass ich falsch war, hat mich krank gemacht, es heisst, ich hatte darunter echt gelitten...

    Sind einfach die menschen die zu norm gehören gesunder als solche die anders sind? ich denke, ehe nein... Aber da sie zu norm gehören haben einfacher im leben, müssen sich weniger anstregen sich anzupassen und daher sich mit einiges auch weniger befassen müssen... Wer anders ist, eckt an, kann daraus auch leiden, aber aus der leid sucht sich auch ein weg und stosst vielleicht auf einiges interessant dass eine stinos nie mal daran denken würde, weil er es nicht so nötig hat...

    Ich fand immer interessant dass ich mich mit stinos am bestens verstehen kann, nur wenn sie einiges an grenzerfahrungen hinten sich haben... Aber oft sind sie auf ihre art auch offiziell krank... krank und interessant!

    lg

  10. #100
    Zotti

    Gast

    AW: Des Aspies gnadenlose Ehrlichkeit

    Mir gefällt folgendes Buch:

    Verrückt bleiben! von Else Buschheuer.

    LG Zotti

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