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Diskutiere im Thema Suche, was ist eingebildet, was ist Realität im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    Suche, was ist eingebildet, was ist Realität

    Gibt es die Möglichkeit den Beitrag zu löschen?
    Geändert von xyberlin (21.11.2012 um 17:14 Uhr)

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Suche, was ist eingebildet, was ist Realität

    So jetzt habe ich Zeit, offensichtlich kann ich den ersten Beitrag nicht löschen oder editieren, also versuche ich mich an das zu erinnern, was ich vor ein paar Tagen geschrieben habe.

    Mir ist wie gesagt im Moment nicht klar, was ich mir einbilde und was Realität ist.

    Ich hatte ja gesagt, dass ich mich bezüglich Autismus an eine Spezialambulanz gewandt habe, die Fragebögen sind losgeschickt inkl. einer langen Stellungnahme.

    Ich will mit diesem Beitrag auch keine Diagnose bekommen, aber vielleicht eine Rückmeldung.

    Die letzten Tage habe ich mich mit Autismus beschäftigt und habe festgestellt, dass, für mich eher soziale Probleme in der Interaktion, wohl wissentlich, dass Autismus sich nicht allein über soziale Schwierigkeiten definiert, vielmehr eine andere Sichtweise auf die Welt ist, so wie ich das für mich erstmal verstanden habe, mein Thema sind, weniger die fehlende Konzentration.

    Meine ADHS-Diagnose war seiner Zeit mit vielen Fragezeichen versehen, weil insbesondere das Problem der Konzentration für mich tendenziell nicht besteht, ich bin unruhig, habe starke Stimmungsschwankungen und bin impulsgesteuert, aber empathisch bin ich nicht.

    Zwar reagiere ich sensibel auf Stimmungen um mich herum, aber ich kann sie nicht immer richtig interpretieren.

    Rückblickend passt die die Diagnose Autismus sehr viel detaillierter, wobei auf Grund meiner Vergangenheit bisher eher von sozialer Phobie, Angststörung, Depression ausgegangen wurde.

    Ich habe im Kindergarten beginnend mich zurückgezogen, bereits ein geringes Selbstvertrauen entwickelt, dass mir dann in der Grundschulzeit so auch auf dem Zeugnis bescheinigt wurde. Pubertät habe ich mit mir selber ausgemacht, nie das übliche Verhalten zu Mode, Musik, Liebe entwickelt. Gefühle von Liebe eher eingebildet, auch in meiner heutigen Beziehung ist das Thema Nähe-Distanz immer wieder Thema. Ich fühle mich einsam, oft leer, erblicke die Welt um mich herum wie durch trübes Glas, sehr weit weg, Menschen verschwinden daraus sehr schnell. Fehlendes soziales Verständnis für Situationen wird mir von meiner Familie, einer engen Freundin und Arbeitskollegen bestätigt. Ich erlebe die Welt um mich herum in vielen Details und überblicke oft nicht eine gesamte Situation, photographhiere diese Details quasi in meinem Gedächtnis ab.

    Ich selber bin nur desöfteren irritiert, irritiert auch in Stresssituationen, Bewerbungsgesprächen, wo mir das unsichere Agieren zur Zeit immer wieder ein Bein stellt.

    Ich brauche auch immer wieder den sozialen Rückzug, bin hier in Berlin auch durch Routinen und meine Katzen stabilisiert, verhalte mich z.B. in meiner Familie normal, wenn ich auch um mich selber kreise. Ich weiß halt nicht, mittlerweile bin ich mir fast sicher, dass ich mit ADHS weniger zu tun habe, ob tatsächlich ein Autismus vorliegt wird die Ambulanz mir sagen.

    Mein Vater zeigt auch dieses extreme Spezialisieren auf ein Thema und das Kreisen um sich, aber er ist sonst nicht auffällig, mein Bruder zeigt diesen sozialen Rückzug nicht so.

    Wie gesagt, ich bin aber in dieser selbstgeschaffenen ? Isolation oft auch einsam, brauche Menschen um mich, Menschen strengen mich aber auch an, manchmal weiß ich nicht, wie gesagt, was real und was Einbildung ist, ich kenne mich, das ist eine Rückmeldung einer Freundin, sehr schlecht selber, ich versuche auch einem Bild nachzurennen, das ich möglicherweise gar nicht selber erfüllen kann.

    Wie gesagt, in der Beschäftigung mit dem Thema ist mir aufgefallen, dass ich viele Kriterien für Autismus nicht erfülle, bzw. nur in sehr abgeschwächter Form, was aber sehr auffällig ist, ist das konstant unsichere Verhalten in sozialen Situationen, auch wenn das sehr von meinem Gegenüber abhängt, oft fällt das auch nicht so auf, sondern fühlt sich für mich so an, unsicheres verhalten mit Selbstzweifeln, aber auch eiiner Unsicherheit, wie muss ich mich verhalten, was ist hier angebracht, das geht oft nicht spontan, ich drehe um mich und intellektualisiere Gefühle.

    Das ist ein sehr konstantes Verhalten in meinem bisherigen Leben, zurückverfolgbar aus der eigenen Sicht bis in ein Alter von 4-5, an Konzentrationsprobleme o.ä. erinnere ich mich dagegen nicht.

    Vielleicht sollte ich einfach abwarten, was die Fachleute sagen, für mcih ist das auch keine akademische Frage, sondern ein akutes Problem, weil meine Schwierigkeiten in der Interaktion und in der Teamarbeit mir im Moment die Arbeitssuche unmöglich machen. Und ich frage mich auch, ob es eine Möglichkeit gibt, das Problem zu lösen, Therapien, Bewerbungstrainings, Coaching, sind bisher eher wirkungslos geblieben, die Abhängigkeit von eminem Gesprächspartner ist nach wie vor sehr hoch, ebenso die fehlende Stresstoleranz in sozialen Situationen und überhaupt das spontane selbstsichere Reagieren in sozialen Situationen.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Suche, was ist eingebildet, was ist Realität

    Hallo xyberlin,

    das Thema ist immer schwierig, denn genau wie bei ADHS gibt es beim Autismus, insbesondere seinen milden Formen (d. h. primär Aspergers Syndrom, sekundär aber auch das, was man in der Literatur mit "High Functioning Autism" bezeichnet und dann je nach Fall unter "atypischer Autismus" oder "Sonstige tiefgreifende Entwicklungsstörung" fasst), einerseits die Tendenz einer extremen Überdiagnose, aber auch viele Fälle, bei denen es unentdeckt bleibt, weil die Leute erst mit anderen Problemen beim Arzt vorstellig werden und niemand mehr das grundlegende Problem sieht oder dies sauber von anderen Problemen abtrennen kann.
    Eine weitere Schwierigkeit, die du nun aber nicht haben dürftest, da du zu einer Spezialambulanz gehst, ist, dass der Großteil der Ärzte schlicht keinerlei Ahnung von Autismus hat und teilweise sehr seltsame Vorstellungen vertritt.

    Ich persönlich bin recht schwingungsfähig, was viele Psychologen dazu bringt meine Asperger-Diagnose eher in Zweifel zu ziehen, allerdings sieht man bei genauerem Hinschauen recht schnell, dass ich abgesehen von dieser emotionalen Schwingungsfähigkeit, so extreme weitere Merkmale des Autismus zeige, und keine diskreten Hinweise darauf, dass sich meine Verhaltensweisen durch Zwangsstörungen/was auch immer eher erklären lassen, dass die Diagnose doch sinnvoll war und ist.

    Naja, genug von mir.

    Von deiner Beschreibung her klingst du ein wenig wie zwei der Fallbeschreibungen aus Krause & Krauses ADHS im Erwachsenenalter (am Rande: obgleich es ein eher an Fachleute gerichtetes Buch ist, ist es auch für interessierte Laien in meinen Augen großartig), bei der einen wurde dann ADHS und Asperger Syndrom diagnostiziert, bei der anderen die ADHS Diagnose zurückgenommen und nur Asperger diagnostiziert. Das muss natürlich nichts heißen, insbesondere da Autismus eben ein Störungsbild beschreibt, dass tatsächlich schon frühkindlich (also vor dem 3. Lebensjahr) manifest ist und ähnliche Symptome aus 100 anderen Gründen entwickelt werden können.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Suche, was ist eingebildet, was ist Realität

    Jetzt wird kompliziert, aber ich versuche auf der anderen Seite auch zur Ruhe zu kommen, die Frage ist für mich auch keine akademische, sondern vielmehr, wie oben bereits angedeutet, eine einigermaßen existentielle, weil ich, so wie ich mich durch das Leben wurschtle, auf Dauer nicht weitermachen kann und will.

    Bei all dem Drehen um die eigene Achse ist mir aufgefallen, und ich denke da liegt auch das Problem der Selbsteinschätzung, dass ich viele Dinge gelernt habe, bzw. gelernt habe, sie anders zu bewerten, als sie tatsächlich sind, diese Selbsttäuschung fällt dann in der konkreten Situation aber auf und wird der Lüge überführt.

    Gestriges Beispiel, ich koche, mein Impuls, in den Kalender zu gucken, weil ich etwas regeln möchte ich springe zwischen Aufgaben, wird von außen unterbrochen, Folge, ich bin völlig desorientiert, falle über Gegenstände, stoppe das Kochen, stehe verführt in der Gegend rum. Ich hasse es, wenn man mich in Tätigkeiten unterb richt, wenn ich sie nicht auf Grund meiner Ablenkbarkeit nicht selber unterbreche.

    Ich habe bei sehr vielen Dingen mein eigenes Tempo, das ich selber bestimmen muss, bin da sehr unflexibel was Anpassungen und Störungen angeht.

    Nur, z.B. in einem Fragebogen, kreuze ich spontan an, dass ich angefangene Tätigkeiten nach einer Störung fortsetze,obwohl dem bei näherer Betrachtung nicht so ist.

    Auf der anderen Seite funktioniere ich in bestimmten sozialen Situationen, in denen ich mich sicher fühle, ganz normal.

    Wie gut, dass ich Experten dazu befrage, wie gesagt, es geht mir um eine Lösung, um aus dem Kreislauf Therapie, 3 Jahre Ruhe, Therapie ... (seit 20 Jahren!) endlich mal auszubrechen und Stabilität zu erfahren.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 33

    Re: Suche, was ist eingebildet, was ist Realität

    Mir ist schon klar, dass das eine existenzielle Frage ist, verzeih, wenn dies anders erschien.

    Ich war persönlich auch froh darüber als mir mal jemand zuhörte und begriff, dass ADHS sicher ein wichtiger Faktor, aber allein definitiv nicht schlüssig als Ursache meiner Probleme ist. Meine Diagnose, ohne DD oder Verdachtsanmerkung habe ich auch erst seit einem Jahr und es hat therapeutisch schon ein paar Dinge verändert.

    Ich bin gerade unterwegs, antworte aber heute Abend nochmal.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Re: Suche, was ist eingebildet, was ist Realität

    So nochmal, ich beschäftige mich weiter mit dem Thema.

    Gestern habe ich nochmal länger mit einer Freundin gesprochen, die mich gut kennt und einen deutlichen Spiegel vorgehalten bekommen, ich bin mir mittlerweile relativ sicher, dass meine Probleme zurückzuführen sind auf diese Blindheit für soziale Interaktionen, wie das letztlich heißt, ist mir momentan egal.

    (Jetzt ist der Gedanke wieder da), das Gespräch hat mir Sicherheit gegeben, weil ich durch die Rückmeldung bestätigt bekommen habe, dass ich nicht mehr an der Vergangenheit klebe, sondern diese Probleme in der Interaktion, nenne ich das mal die produzierten Missverständnisse, Teil meiner Persönlichkeit sind. Dass ich die Vergangenheit hinter mir gelassen habe, ist mir auch sehr deutlich geworden, als ich in meiner Geburtsstadt zu Besuch war und entspannt durch die Stadt laufen konnte. Ich entwickle mich also weiter und bin vorallem nicht verrückt!

    Es finden im Moment einige Puzzleteile fast wie von allein ihrem Platz (naja, ich habe harte Arbeit geleistet, war nicht ganz ungeteiligt daran )

    Nur, ich habe durch das gestrige Gespräch ein bißchen Ruhe gewinnen können für mich, weil es nicht meine Sicht der Dinge ist, aus der ich die Schwierigkeiten möglicherweise überinterpretiere.

    Ein anderer Gedankengang: Ich habe gestern eine tolle Email von meiner alten Therapeutin bekommen, sie nennt Intelligenz, Durchaltevermögen, Humor, Dazulernwollen, Hilfsbereitschaft, Hilfe suchen und annehmen können als meine Ressourcen , wenn das mal kein positves Feedback ist.

    Und sie hat damals auch bereits meine "Bewegungsimpulse" wahrgenommen, diese aber auf ängstliche Anspannung zurückgeführt.

    Ich komme weiter und das ist auch ein gutes Gefühl, jetzt möchte ich das Gefühl einfach mal auskosten und nicht wieder hängen an selbstzerstörerischen Hätte-Wenn-Gedanken, bißchen mehr Selbstvertrauen und mir nicht wieder irgendwelchen Mist einreden und einreden lassen, Diagnose läuft und gut ist.

  7. #7
    Octoroo

    Gast

    AW: Suche, was ist eingebildet, was ist Realität

    @Tyrion

    Bitte korrigiere mich, wenn ich daneben liegen sollte:

    Ich habe mir einen groben Ueberblick ueber AS gemacht und meine Meinung bzw. Ansicht ist, dass AS eine schwerst ausgepraegt Form von ADHS und von ADS ist !
    Bei AS ist das IQ nicht vermindert, es sind keine geistig Behinderte.
    AS ist eine exektive Dysfunktion.
    Ich habe mir die Symptome gelesen, und es trifft echt zu 100% auf mich zu. Zuzueglich kommt bei mir eben auch noch die Impulsivitaet und die Hyperaktivitaet dazu.

    Also mein Psychiater der mir das ADHS diagnostiztiert hat, sagt, dass ich nur ADHS haette. Weder Autismus noch Disso.
    Er ist aber auch der Meinung, dass meine ADHS ganz ganz boese ist.
    Das wuerde unsere Symptome logisch erklaeren.
    Wieso wir Serielltasker sind. Wieso wir stereotypisch handeln und wahrnehmen.

    Zwei Zitate aus Wiki:

    Ihnen eignet das gleiche repetitive Moment wie den Stereotypien der Körperbewegungen oder die Ritualisierung bestimmter Handlungsabläufe. Ihr Ziel ist es, den neuronalen Apparat durch Reduktion von Komplexität und Konzentration auf weniges zu entlasten und damit in der Energiebilanz des Gehirns günstiger zu operieren.[14][1




    AD(H)S
    AD(H)S ist vom Asperger-Syndrom nur schwierig zu unterscheiden, wenn die Aufmerksamkeitsdefizitstörung ohne begleitende Impulsivität und Hyperaktivität auftritt und zusätzlich durch sie entstandene soziale Defizite vorliegen. Es ist deshalb im konkreten Fall zu untersuchen, ob die Ablenkung von innen heraus (Autismus) oder durch Außenreize (AD(H)S) erfolgt.

    Ich bin nicht nur ablenkbar, sondern EXTREEEMST vertraeumt, schon immer gewesen.
    Das wegdriften etc.
    Wenn man Beides hat, dann hat man m. E. ganz automatisch auch AS.

    Oder wieso haben die Aspies hier ADHS als "Komorbiditaet" ?

    Ich habe uebriges erst vor kurzem erfahren, dass es 4 Typen von Aufmerksamkeit gibt.

    Das erste, also das Hyperfokussieren - Konzentration im engeren Sinn, scheint bei mir intakt zu sein weil ich das auch ohne MPH schon immer gekonnt habe.
    Die 2te, die Vigilanz, ist bei mir nur bedingt vorhanden.
    Dann gibts noch die "geteilte Aufmerksamkeit" (devided attention) und das "Umschalten".
    Die letzen 2 Punkte ist bei mir defizitaer, aber ueblest.

    DAS erklaert meine Symptome und die darausresultierende Probleme im Alltag (Alltagsbewaeltigung ist mein Hauptproblem. Soziale Interaktion ist grenzwertig, ich habe kompensieren gelernt).
    Diese Symptome ist auch sofort aufgetaucht, mit meiner Lebensveraenderung.

    Ich denke, dass bei den ADHSler die ersten 2 Punkte am haeufigsten defizitaer ist (Ablenkbarkeit, Ausdauer).
    Deswegen haben wie weniger Probleme mit Kueche oder Waesche oder Telefon hin - und her. Und kennen es eben gegenteilig von mir, machen Waesche und koennen telefonieren.
    Ich hingegen mache den Rueckzug, fuer sowas, was mir ohnehin schon sauschwer faellt, brauche ich meine absolute Ruhe.
    Ich brauche auch meine Zeit fuer den Rueckzug.
    Auch wenn ich gerne und gluecklich in einer Beziehung lebe, bin ich froh, dass mein Mann um 6:00 aus dem Haus geht und um 21:00 schlaeft.
    Ich brauche das gewisse Portion von "in sich gekehrt sein".

    Ich fuehle mich erloest zu wissen woran ich bin.
    Mit oder ohne AS Stempel, mein Psychiater ist strikt der Meinung dass es bei mir alles ADHS bedingt ist (ADHS ist als erstes da gewesen).
    Er hat zudem gesagt, dass die Traeumereien zur Krankheit gehoert.
    Wenn aber meine Therapeutin endlich den Test bekommt, werde ich es machen.

    Also kurz gefasst: fuer mich is AS eine Auspraegungsform von ADHS (mit oder ohne Hyperaktivitaet)
    Das wuerde die "autistischen Characterzuege" nach aussen hin erklaeren.

  8. #8
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 661

    AW: Suche, was ist eingebildet, was ist Realität

    Hallo Octoroo!

    Ich bin zwar nicht Tyrionm, möchte Dir aber doch gern meine Meinung zu diesem Thema sagen:

    Octoroo schreibt:
    Ich habe mir einen groben Ueberblick ueber AS gemacht und meine Meinung bzw. Ansicht ist, dass AS eine schwerst ausgepraegt Form von ADHS und von ADS ist !
    Seh ich anders. Es ist zwar möglich, dass AS und AD(H)S bei einzelnen Menschen gleichzeitig vorkommen, es ist aber nicht zwingend. Es gibt sicher Aspies (bzw. Autisten allgemein), die kein ADS haben, wie es ADS'ler (mit oder ohne "H") gibt, die keine Autisten entsprechend der ICD10 Definition sind. Ich z.B. hatte ursprünglich eine ADS-Diagnose und bekam zunächst Atomoxetin. Als dieses nicht anschlug probierte der Arzt MPH aus. Unter MPH hatte ich dann Stress-Symptome erster Güte, bis zum merkbaren Bluthochdruck, ein Messgerät brauchte man schon garnicht mehr ansetzen. Ich war dann irgendwann nicht mehr zu diesem Arzt hingegangen, bekam nat. somit auch kein MPH mehr, bin ich nicht böse drum.

    [quote]Bei AS ist das IQ nicht vermindert, es sind keine geistig Behinderte.[quote] Gerade die Diagnose "Frühkindlicher Autismus wird sehr oft in Verbindung mit der Diagnose geistige Behinderung gegeben, wobei ich allerdings von Fällen weiß, wo sich letztere als falsch erwiesen hat, eine mir bekannte Person (also Diagnose Frühkindlicher Autismus in Verbindung mit geistiger Behinderung) hat z.B. ein Studium an der Uni erfolgreich absolviert.

    Also mein Psychiater der mir das ADHS diagnostiztiert hat, sagt, dass ich nur ADHS haette. Weder Autismus noch Disso.
    Er ist aber auch der Meinung, dass meine ADHS ganz ganz boese ist.
    Was meint der denn mit "böse"?

    Oder wieso haben die Aspies hier ADHS als "Komorbiditaet" ?
    Na es kommt darauf an, was stärker in Erscheinung tritt. Der Autismus (dann gilt ADHS als Komorbidität) oder die AD(H)S.

    Also kurz gefasst: fuer mich is AS eine Auspraegungsform von ADHS (mit oder ohne Hyperaktivitaet)
    Das wuerde die "autistischen Characterzuege" nach aussen hin erklaeren.
    Wie gesagt, seh ich nicht ganz so. AS und AD(H)S haben zum Teil identische Symptome.

  9. #9
    Octoroo

    Gast

    AW: Suche, was ist eingebildet, was ist Realität

    @icke WES

    Na, damit meinte er, dass meine Auspraegung stark ist und ich meine Dosis keinesfalls runterfahren sollte, er hat die sogar die Dosis wieder erhoeht.

    Hm ja, auch die Psychologin war damit eh nicht einverstanden, sie sagte, dass es da doch Unterschiede gibt und dass die Symptome bei mir nahezu gleich ist wie bei den AS.

    Irgendwie weiss keiner so recht bescheid. Was solls, wichtiger ist, dass ich meine Behandlungen bekomme ^^

    Stress aller Guete klingt ja uebel.
    Leider ist das bei mir Tagesordnung, zumindest am WE, wenn alle da sind.
    Also das "Hin - und Her" haut mich um.
    Aber den Stress hatte ich bevor ich MPH genommen habe.

    *******
    Bin grad per Zufall auf einer Inetseite gestossen, wo es stand, wie ASler den Alltag wahrnimmt:

    Ganz ganz genau wie ich sie wahrnehme, das ist schon krass, und wuerde meine akuten Probleme erklaeren.
    Den AS-Zuege habe ich im Alltag, daheim.
    Da sind die Probleme.
    Bzw. es ist irre kraftzerrend, und ein "normaler" kanns nicht nachvollziehen.
    Die Regeln "da Draussen" beherrsche ich, aber nicht die Regeln da Drinne. Ich weiss es einfach nicht.
    Ich kanns nur so tun, wie ich es kann.
    Geändert von Octoroo (17.12.2012 um 00:28 Uhr) Grund: Nachtrag

  10. #10
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 661

    AW: Suche, was ist eingebildet, was ist Realität

    Octoroo schreibt:
    Hm ja, auch die Psychologin war damit eh nicht einverstanden, sie sagte, dass es da doch Unterschiede gibt und dass die Symptome bei mir nahezu gleich ist wie bei den AS.
    Du kannst Dir natürlich auch noch mal eine zweite Meinung, also bei euinem anderen Psychiater einholen.
    Irgendwie weiss keiner so recht bescheid. Was solls, wichtiger ist, dass ich meine Behandlungen bekomme ^^
    Das ist schlecht, weil dann bekommst Du irgendeine Behandlung, aber nicht unbedingt die, die Dir hilft.


    Stress aller Guete klingt ja uebel.
    Leider ist das bei mir Tagesordnung, zumindest am WE, wenn alle da sind.
    Also das "Hin - und Her" haut mich um.
    Aber den Stress hatte ich bevor ich MPH genommen habe.
    Stress hatte ich unter MPH nicht mehr oder weniger als sonst auch. Nur ich hatte mich gefühlt als sei ich unter Permanentstress, einen Blutderuck z.B., den ich schon ohne Messgerät in der Brust gefühlt hatte. Das Messgerät wär wahrscheinlich explodiert.

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