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Diskutiere im Thema Suche, was ist eingebildet, was ist Realität im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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  1. #11
    Octoroo

    Gast

    AW: Suche, was ist eingebildet, was ist Realität

    Ich bekomme Ergotherapie ab Freitag, das ist DIE Therapie die ich brauche: Alltagsaufgaben.
    Es stresst mich so dass es mir echt weh tut.
    Durch MPH verhalte ich mich nicht (mehr) impulsiv. Sondern halte ich Ohren zu und wuensche mir, dass es schnell vorbei ist.
    Bin sehr schnell total ueberfordert wenn mehrere kleine Dinge (fuer mich grosse Dinge) zeitnah anstehen oder wenn ich staendig von einer Sache aufs andere umschalten muss.
    Das "umschalten" ist qualvoll. Sich drauf einstellen, etwas zu tun bzw. es tun. Dann binnen Sekunde das "unvorhersehbare".
    Das ist nicht sooo ADHS Typisch. ADHSler werden doch Eigenschaften wie "Flexibilitaet" oder "Wendigkeit" zugeschrieben. Ich hingegen bin da sowas von starr.

    Ich zerlege (nur im Alltag, also Zuhause) ALLES in Teilschritte um arbeite die Schritte sequentiel ab.
    Reihenfolge egal. Na, nicht ganz, nur weiss ich nicht, welche Reihenfolge sinnvoll ist (ich lebe hier und jetzt ^^).
    Mein Alltag nehme ich als ne Perlenkette wahr, und somit ist der Tag saumaessig lang und anstrengend.
    Nein, es sind 2 Perlenketten. Ich muss ja zwischen 2 Ketten "hin - und her" schalten.
    Wie lange soll das so weitergehen, mein Leben ist NUR Stress allerhoechste Guete.
    Habe alles, aber dafuer STRESS ohne Ende.

    Aber das ist nur das ein Symptom.
    Ansonsten bin ich sowas von ADHS typisch.

    Wenn ichs ganz genau wissen will, muesste ich nach Freiburg fahren, AS Spezialambulanz...

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Suche, was ist eingebildet, was ist Realität

    Wenn ichs ganz genau wissen will, muesste ich nach Freiburg fahren, AS Spezialambulanz...
    Ich bin überzeugt, dass das der einzig richtige Weg ist, wenn du wirklich Klarheit benötigst.

    Auch ich habe mich die letzte Zeit stark mit dem Thema Austismus-Spektrum beschäftigt und bin mittlerweile fast sicher, dass ich mich da mit meinen chronischen Kontaktschwierigkeiten verorten kann, aber eben nur fast, auch wenn dieses "fast" Rückmeldungen bezüglich unverständlicher oder unklarer oder verstellter Mimik einschließt oder auch die Unfähigkeit, über die Sprache eine persönliche Ebene mit dem Gesprächspartner aufzubauen.

    Ich habe für mich festgestellt, dass meine Probleme gerade in der sozialen Interaktion liegen, ich werde versuchen diese Probleme anzugehen, bzw. vielleicht sogar zu lösen. Da "normale" Therapien und Bewerbungstrainings und die Behandlung mit MPH bislang nur teilweise gewirkt haben (ich habe 4-5 Versuche gestartet), nehme ich für mich jetzt Unterstützungsmaßnahmen in Anspruch, die für Menschen aus dem autistischen Spektrum entwickelt worden. Ich habe für mich beschlossen, dass ich mir damit keinen Stempel aufdrücke, wenn ich von derartigen Maßnahmen, Bewerbungsstrategien, Selbstmanagement, als nicht getester Austist Gebrauch mache.

    Ich habe mich für einen derartigen Workshop angemeldet und bin (auch nicht diagnostiziert) ausdrücklich nicht ausgeschlossen worden.

    Zum einen denke ich, dass ich den Rahmen nicht sprenge, d.h. die Maßnahmen störe, da ich tatsächlich diese Interaktionsschwierigkeiten habe, zum anderen kann der Veranstalter auch entscheiden, wie er mit mir umgeht.

    Ich denke, um es zusammenzufassen, dass ich von dem Spezialangebot profitiere bzw. für mich auch klären kann, ob ich in das Spektrum gehöre oder nicht.

    Letztlich, und das habe ich ja auch schon mal geschrieben, geht es mir tatsächlich darum, die Probleme zu lösen, mit denen ich seit 10 Jahren (seit 10 Jahren dümple ich nur von einer Unsicherheit zur nächsten und finde keinen Zugang zum Arbeitsmarkt) konfrontiert bin, ohne eine wirksame Lösung zu finden.

    Und in diesem Zusammenhang fahre ich die gesagt die Diagnostik, um Klarheit zu bekommen und um Unterstützung zu bekommen.

    Ich finde es immer noch schwer, um Unterstützung zu bitten, da ich sehr weit gekommen bin in meinem Leben, sicherlich auch sehr gut funktioniere (inkl. Freundschaften und Beziehung), weit besser als andere, aber auf der anderen Seite bereits auch schon sehr sehr lange vor mich hinwurschtle, das betrifft Arbeit, bereitet Probleme in der Partnerschaft und in Freundschaften. Ich habe das Glück, Menschen gefunden zu haben, die mit meiner sozialen Beeinträchtigung offenbar gut umgehen können. Dafür bin ich dankbar und glücklich, wenn ich jetzt noch das passende Arbeitsumfeld finde, wäre das perfekt.
    Geändert von xyberlin (18.12.2012 um 19:30 Uhr)

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Suche, was ist eingebildet, was ist Realität

    Ich habe dieses Jahr einige Dinge in Bewegung gebracht, vorallem meine Probleme bei sozialen Interaktionen herauskristallisiert.

    Gerade diese Probleme in der Interaktion, wie auch immer die Symptomatik, die dahinter steht, heißt, sehe ich mittlerweile als Grund dafür, dass ich seit Jahren vor mich hinrudere ohne entscheidende Schritte im Sinne einer echten Heilung oder im Sinne einer echten Verhaltensänderung oder zumindest in einer echten Veränderung meiner Einstellung, die notwendig wäre, da mit ich eine Umgebung finden kann, wo ich mich wohlfühle und wo ich meine Stärken, die ich zweifelslos auch besitze, einsetzen kann.

    Ich habe im neuen Jahr Gespräche organisiert, von denen ich mir einiges an Unterstützung und Klärung erhoffe oder erwarte.

    In dieser Erwartung bin ich dermaßen ungeduldig, ungeduldig, aber auch irgendwie befreit, weil ich möglicherweise der Lösung einen Schritt näher gekommen bin und dann kommen gleichzeitig die alten Zweifel wieder oder ich setze noch mehr in Bewegung und verpulvere Energie.

    Schon merkwürdig, wieviel Energie ich habe, um mich mit mir auseinanderzusetzen.

    Meine Frage, ich habe eine neue Idee, wie sinnvoll sie ist, genau das frage ich, ich habe einen Fragebogen gefunden zur Einschätzung von Asperger Autismus. Ich möchte diesen Fragebogen unabhängig von der Diagnostik meiner Tante vorlegen, die mir den Floh mit dem Autismus ins Ohr gesetzt hat. das ersetzt immer noch keine Diagnostik, nur im Moment drehe ich und drehe ich und versinke in der Vergangenheit, vielleicht bekomme ich damit eine weitere Einschätzung, vielleicht eine Einschätzung, die ich meiner Neurologin vorlegen kann, die jeden ADS Verdacht ablehnt, sie ist da sehr unprofessionell, und gleich wieder in die bekannte Richtung Depression geht.

    Nur ich bin nicht depressiv, möglicherweise ängstlich oder zwanghaft und meinetwegen auch sozial nicht angepasst oder narzistisch, vielleicht auch traumatisiert, aber meine bisherigen Therapien haben angeschlagen, Das habe ich bei einem Besuch meiner Geburtsstadt deutlich wahrgenommen, wo ich das Grab meiner Mutter und den Friedhof, der mit traumatischen Erinnerungen verbunden ist bzw. war. Der Besuch der Stätte war für mich ohne größere innere Zerwürfnisse und Grübeleien und alten aufkommenden Bildern möglich.

  4. #14
    Octoroo

    Gast

    AW: Suche, was ist eingebildet, was ist Realität

    xyberlin schreibt:
    Ich habe für mich festgestellt, dass meine Probleme gerade in der sozialen Interaktion liegen, ich werde versuchen diese Probleme anzugehen, bzw. vielleicht sogar zu lösen.
    Was alles zaehlt zu "sozialen Interaktionen" ?
    Mein Sozialverhalten war oft grenzwertig (naja, frueher war ich ziemlich unfreundlich zu meine Kunden, ich weiss, dass es ein faux-pas war ) - aber ich habs geschafft, es zu kompensieren. Also angemessen mit Kollegen und Kunden umzugehen. Gekuendigt wurde ich noch nie, als ich noch im Beruf war.
    (Wurde aber ein paar Mal zum Chefetage bestellt )

    Mein Problem liegt aktuell in der Unfaehigkeit zum Familienleben. Mehrere Dinge halt.
    Kinder, Haushalt, dann Beziehung.
    Ich bin geneigt, die Beziehung aufzugeben, dann haette ich eine Sache weniger worueber ich mich sorgen muesste.
    Klingt gefuehlslos, ich weiss, aber ich muss mich am Leben und gesund erhalten, wenn ich meine Kinder grossziehen will.

    Ob das an ADHS liegt, keine Ahnung.
    Asperger sagen in andere Forum, dass die allein schon mit Partner und ein Hund am Limit sind.

    xyberlin schreibt:
    Nur ich bin nicht depressiv, möglicherweise ängstlich oder zwanghaft und meinetwegen auch sozial nicht angepasst oder narzistisch, vielleicht auch traumatisiert,
    Mein Psychiater sagt, ich sei furchtlos und sei frei von soziale Phobie.
    Depressiv bin ich nicht, aber halt total ueberfordert.
    Sehr schnell ueberfordert.

    Egal mit oder ohne Stempel, will ich eine Loesung finden, weil es geht so nicht weiter, ich will mein Partner nicht kapputmachen.
    Ich brauche Freiraum, Ruhezone, Entlastung .......das alltaegliche dasein ist einfach mega anstrengend ....was ist das bloss ?
    Ich also kann gut schlafen, und depressive schlafen doch nicht. ? (Okay, ich habe auch von Depressiven gehoert, die nur schlafen wollen)
    Geändert von Octoroo (31.12.2012 um 01:35 Uhr)

  5. #15
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Suche, was ist eingebildet, was ist Realität

    Ich brauche - wenn ich überfordert bin - auch die Zerlegung in Kleinstschritte. Ich bin dann auch nicht mehr flexibel und wehe beim Kochen fragt mich jemand etwas ... dann bruelle ich auch nur noch, ohne es zu merken. Kochen selbst fährt mich aber wieder runter und danach geht es meistens wieder. Es hat nach der Diagnose fast 9 Monate gebraucht, bis dieser Zustand vorbei war.

  6. #16
    Octoroo

    Gast

    AW: Suche, was ist eingebildet, was ist Realität

    Laesst du Dich auf AS testen ?
    Meine AS-Freundin ihr Mann ist AS, und hat den selben Beruf wie du ;-)
    Den kuemmerts nicht, dass der Kuehlschrank leer ist etc.
    Der sitzt Daheim nur rum. Macht aber wohl seine Arbeit gut.

    Die machen Daheim alles "getrennt" .........

    Naja, ich kann nur durch Zerlegen in Teilschritte und sequentieren....da ich eben nichts nebenher machen kann.

    Meine neue Ergotherapeutin (bisher war nur ein intensives Vorgespraech.......) sagte zu mir, das Problem sei, dass ich nicht parallel denken koenne.
    Das hat sie auf dem Punkt gebracht. Sie sagte, dass sie es sich vorstellen kann wie schwer der alltag sein kann, wenn man parallel nicht denken kann. Sie kann parallel denken, drum ist es ihr so einleuchtend, sofort ueberfordert zu sein.
    Geändert von Octoroo (31.12.2012 um 01:58 Uhr)

  7. #17
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Suche, was ist eingebildet, was ist Realität

    Nee, für mich selbst sehe ich keine Anhaltspunkte für AS. Wenn ich nicht uberlastet bin und ausreichend MPH und Trevilor habe, brauche ich diese Kleinstschritte nicht.

  8. #18
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Suche, was ist eingebildet, was ist Realität

    Sorry, muss noch Wäsche hochholen und dann dringend ins Bett. Bis näc!hstes Jahr! Guten Rutsch

  9. #19
    Octoroo

    Gast

    AW: Suche, was ist eingebildet, was ist Realität

    Krass....bist du Multitasker ?
    Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es ist, Dinge ohne die Teilschritte zu erledigen.

    Ok, muss leider ins Bett, vorher noch baden.

    Um 8 oder so werde ich ja wieder geweckt

    Dir auch guten Rutsch*, ohne ausrutschen ;-)

  10. #20
    Scherzkeks

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 293

    AW: Suche, was ist eingebildet, was ist Realität

    ich hab ein ähnliches problem ich habe ADHS diagnostiziert bekommen
    aber seit ich MPH nehme und ruhiger bin und die aufmerksamkeit vorhanden ist

    hab ich probleme die ich als kind schon hatte und mit den jahren nicht mehr so aufgefallen sind da ich mich einfach angepasst habe und strategien entwickelt habe das ich durchsleben komme
    die auf asperger hin deuten das jetzt mit mph alles anders ist und mich rumwirft ist schon häftig

    aber mein neurologe schiebt alles auf die persönlichkeit anstatt mich ausgiebig zu testen meine adhs diagnose hatte ich in 10 minuten mit 3 fragebögen und kurze fragen beantworten

    kann auch sein das ich nie ADHS hatte ich bin mir da echt nicht mehr sicher und mach mich verrückter als ich eh schon bin
    Geändert von shadowgolf (31.12.2012 um 11:17 Uhr)

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