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Diskutiere im Thema HILFE! Freund hat die Diagnose Asperger erhalten. Was tun? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 375

    AW: HILFE! Freund hat die Diagnose Asperger erhalten. Was tun?

    @Octoroo:

    Ich finde es wirklich wunderschön, dass dein Mann so hinter dir steht!

    Ich wünschte, ich könnte auch so gut damit umgehen.

    Mein Exfreund hatte auch so mehrere Eigenschaften, die ich sehr süss fand.
    Ich bin ja ein sehr emotionaler Typ & ich weine oft als Ausdruck meiner Gefühle.. Wenn ich sehr glücklich
    bin, sehr bewegt bin, sehr mitfühlen bin, sehr traurig bin, sehr zufrieden bin.. & für ihn heisst weinen = traurig &
    dann hat er mich immer schräg von der Seite beäugt, kein Ton gesagt & über meinen Arm gestreichelt.

    Ich werde nochmal das "Gespräch" zu ihm suchen.
    Vielleicht kommen wir 2 verkorksten ja doch auch iwie miteinander klar.
    Vielleicht war die Trennung einer meiner impulsiven, unüberlegten Handlungen..

  2. #22
    Octoroo

    Gast

    AW: HILFE! Freund hat die Diagnose Asperger erhalten. Was tun?

    Ach, mein Mann tut sich auch manchmal so schwer und da mache ich dann auch den Rueckzug, bei uns flogen die FETZEN das sage ich Dir, und das war echt unlustig.

    Also Heute zum Bsp. hat er mich aber ertappt: Ich, typische nervige ADHS-lerin quatscht dazwischen ^^
    Daraufhin sagte mein Mann:
    Du bist aber echt ein Vogel ! Dir darf man ja niemals unterbrechen und du unterbrichst mich ja staendig waehrend ich mich mit unser Tochter unterhalte -.-
    Ooops.......


    Vielleicht war die Trennung einer meiner impulsiven, unüberlegten Handlungen..
    Jupp.
    Sowas kennen wir doch alle

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 375

    AW: HILFE! Freund hat die Diagnose Asperger erhalten. Was tun?

    Octoroo schreibt:
    Ach, mein Mann tut sich auch manchmal so schwer und da mache ich dann auch den Rueckzug, bei uns flogen die FETZEN das sage ich Dir, und das war echt unlustig.

    Also Heute zum Bsp. hat er mich aber ertappt: Ich, typische nervige ADHS-lerin quatscht dazwischen ^^
    Daraufhin sagte mein Mann:

    Ooops.......




    Jupp.
    Sowas kennen wir doch alle
    Dieses ständige dazwischenquatschen.. Echt nervig!
    Aber es ist immer soo wichtig & manchmal habe ich Angst, dass ich es vergesse, wenn ich es nicht schnell sage.

    So, ich versuche es nochmal mit ihm & er mit mir.
    Ich hoffe, wir können gegenseitig von uns lernen.

  4. #24
    Octoroo

    Gast

    AW: HILFE! Freund hat die Diagnose Asperger erhalten. Was tun?

    Schoen, dass du motiviert bist an der Beziehung zu arbeiten.
    Mir wurde, seitdem ich 40mg nehme, auch bewusst, dass er nur gegen die Wand reden musste und an mir nicht rangekommen ist.
    Das hatte er immer gemaengelt. Zugegeben, er hatte es mir auch nicht immer leicht gemacht aber ich habe auch sehr beharrlich an seine Macke hart rumgehakt.

    Tja, und dass ich im Alltag ne Zumutung bin, hatte ich niemals mitberuecksicht
    Ich bemuehe mich, empathie bewusst zu steuern. Habe gemerkt, dass dies nie automatisch geschah. Seitdem ich mein Verhalten steuere und aendere, sieht die Sache hier ganz anders aus. Aber echt verdammt anstrengend.

    Boa, wie ist der denn zu der Diagnose gekommen - wenn ich fragen darf ?

    Bin so baff. Zuerst ADHS (konnte es mir aber selber denken....), dann AS Verdacht, ich denke, dass ich es wirklich habe. Das wuerde sehr vieles erklaeren.

  5. #25
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: HILFE! Freund hat die Diagnose Asperger erhalten. Was tun?

    Liebe lia,
    ich bin recht neu hier im Forum und stöbere noch in alten threads rum, was mich denn hier interessiert und so.

    Diese geschichte, die kommentare und ihre entwicklung hat mich bewegt, und ich möchte meine gedanken dazu mitteilen.

    Du hast den thread eröffnet mit einer liste von dingen, die eue beziehung schon immer belastet haben - das ist okay, weil deine frage dahinter steht, ob das noch weiterhin sinn macht.
    Du hast später erst beschrieben, das dich auch vieles an ihm fasziniert.
    Mir gefällt nicht, wie ihr auseinander geht und wieder zusammen findet. Es fühlt sich nicht gut an. Aber es ist eure geschichte, und es geschieht, wie es geschieht, ich kann mir nicht anmaßen, das zu werten.

    Aber ich denke, dass du dir selbst bewusst bist, dass dieses hin und her etwas ist, was belastet und sehr viel unruhe und schmerz mit sich bringt. Ihr müsst über kurz oder lang eine belastbare entscheidung für oder gegen ein leben miteinander finden. Es ist immer schwierig, sowas auf lebenslang versprechen zu können, aber dieses hin und her ist der berühmte schrecken ohne ende.

    Ich möchte aber unbedingt noch auf deine eröffnung hier zurückkommen.
    Die diagnose deines freundes hat dich offenkundig sehr erschreckt.
    Ihr habt an dieser stelle aber eine große chance, die ihr wahrnehmen solltet.
    Wenn ihr beide gegenseitig und jeder für sich eure diagnosen annehmen könnt, dann eröffnet sich auch eine möglichkeit, die damit verbundenen schwierigkeiten anzusprechen.

    Mir selbst ging es nun 40 jahre lang so, dass ich immer und immer wieder an meinen eigenen ansprüchen gescheitert bin, und das eben einfach selbst nicht verstehen konnte. Als erklärung blieb da meist nichts anderes übrig, als festzustellen, dass ich offenbar "nicht genug will", denn dass ich "kann, wenn ich will" habe ich ja schon oft genug bestätigt ... Und letzlich ist dann mein versagen eben eine folge meines miesen charakters.

    Wie soll man das und andere sonderheiten jemandem erklären, wenn man sie selbst nicht versteht? Und wenn man sich abgrundtief dafür schämt? Bis hin zur selbstverachtung?

    Die diagnose bietet die chance, eine sprache zu finden, um euch eure verschiedenheit zu erklären.

    Wenn euch beiden wirklich etwas aneinander liegt, müsst ihr beide anerkennen, dass ihr diese arbeit füreinander aufbringen müsst. Vielleicht war diese arbeit vor der diagnose einfach nicht möglich.

    Wenn ihr beide seht, dass diese arbeit für den erhalt eurer beziehung notwendig ist und ihr beide bereit seid, sie zu leisten, dann sehe ich sehr gute chancen für eine sehr fruchtbare, lange (vielleicht lebenslange?) beziehung.

    Ihr könnt jede kleine verschiedenheit überwinden, solange ihr diese arbeit zu leisten bereit seid.
    Ihr werdet schon an einer der nächstbesten kleinen schwierigkeiten alles fundamental in frage gestellt sehen, wenn ihr nicht beide dazu bereit seid und es bei eurem partner nicht anerkennt, dass er an dieser stelle tatsächlich mitarbeitet.

    Vielleicht ist gerade für den asperger der gedanke sehr begreiflich, dass er eine arbeit leisten muss, weil ihm die beziehung wichtig ist, dass es etwas konkretes ist, worum er selbst kämpfen muss.

    Es klingt nach einem sehr unromantischen gedanken, aber glaube mir: Zu erleben, dass ein partner diese arbeit auf sich nimmt, weil ihm die beziehung wichtig ist, kann ein ungeheuer großes (Liebes-)geschenk sein, und du wärest ein großes bescheuertes schaf, wenn du das nicht erkennen und anerkennen würdest.

    Der weg zählt dabei mehr als das ziel. Es geht nur langsam voran, dinge bleiben schwierig, verständnis wächst nur langsam, akzeptanz des "anderssein" mag oft wichtiger sein als das erreichen von verständnis.

    Das umgekehrte gilt leider auch. Du musst dich fragen, ob du von deiner seite diese arbeit leisten willst. Und du must sehen, ob dein partner bereit ist, sie zu leisten. Wenn nicht, solltest du ein ende mit schrecken dem schrecken ohne ende vorziehen und den schlusspunkt ernsthaft und unwiederruflich setzen.

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 375

    AW: HILFE! Freund hat die Diagnose Asperger erhalten. Was tun?

    IonTichy schreibt:
    Liebe lia,


    Es klingt nach einem sehr unromantischen gedanken, aber glaube mir: Zu erleben, dass ein partner diese arbeit auf sich nimmt, weil ihm die beziehung wichtig ist, kann ein ungeheuer großes (Liebes-)geschenk sein, und du wärest ein großes bescheuertes schaf, wenn du das nicht erkennen und anerkennen würdest.
    Das ist wohl richtig, aber eher umgekehrt.

    Ich bin diejenige, die immer wieder das Gespräch sucht. Ich habe schon Tage meines Leben mit reden verbracht,
    obwohl ich nie Antworten bekommen habe (reden fällt ihm nicht leicht).
    Er ist der Meinung, dass er so ist, wie er ist & das er es nicht besser kann & für eine Therapie keine Zeit hat.
    Aber ich gebe mein bestes, um ihn zu verstehen.
    Wenn wieder mal so eine Situation ist, versuche ich meine eigenen Gefühle zu unterdrücken & versuche ihm zu vermitteln,
    was für eine Reaktion ich mir gewünscht hätte.

    Beispielsweise antwortet er auf alle möglichen Gefühlsausbrüche & Liebesschwüre mit "Aha" & wenn ich Jemandem mein Herz
    ausschütte & das als Antwort bekomme, ist es schwierig, nicht zu verzweifeln.

    Manche gehen fremd, weil ihnen das körperliche fehlt, ich bin fremdgegangen (nicht im wörtlichen Sinne), um
    mal Verständnis & Gespräche zu bekommen.

    Es ist eine Tortur mit ihm, aber ich habe ihn so sehr in mein Herz geschlossen, dass ich mit ihm zusammenbleiben
    möchte.
    Ich weiss ja, was er für mich empfindet & er versucht es mir auf seine Weise auch immer wieder zu zeigen.
    Früher habe ich das nur nicht gesehen & auch nicht verstanden.
    Für ihn bedeutet Liebe, füreinander Dinge zu tun, die man nicht gerne macht.
    Er fährt mich z.B. oft dahin, wo ich hin muss. Er hält mich mobil. ^^
    Für Andere ist das eine sehr nette Geste, für ihn ist es Liebe.
    Wenn man das einmal verstanden hat, ist es nicht mehr so schwer.

    So muss ich immer mal wieder meine innere Stimme abstellen, die mal tröstende Worte, liebe Worte, oder
    Liebesschwüre hören will.
    Ob ich es kann, weiss ich nicht.. Aber ich will es!

    @Octoroo
    Du hast aber auch ganz schön zu kämpfen mit deinen Diagnosen.. ;(
    Wie schaffst du es, dein Verhalten zu steuern?
    Vielleicht könnte ich meinem Freund ja mal einen Tipp von dir geben.
    ------------------------------------------------------------------------------------

    Übrigens, eins muss ich mal noch loswerden..

    Was zum Teufel schenkt man einem Aspi zu Weihnachten?!
    Ich bin schon am verzweifeln.. Mein Freund hat keine Hobbys, ausser Landwirtschaft &
    auch sonst kaum Interesse an iwas & wenn ich ihm etwas zur Körperpflege schenke, benutzt
    er es sowieso nicht, weil es nicht in sein "Schema" passt.
    Das ist soo schwierig..

  7. #27
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: HILFE! Freund hat die Diagnose Asperger erhalten. Was tun?

    lia90 schreibt:
    Das ist wohl richtig, aber eher umgekehrt.

    Ich bin diejenige, die immer wieder das Gespräch sucht. Ich habe schon Tage meines Leben mit reden verbracht,
    obwohl ich nie Antworten bekommen habe (reden fällt ihm nicht leicht).
    Er ist der Meinung, dass er so ist, wie er ist & das er es nicht besser kann & für eine Therapie keine Zeit hat.
    Aber ich gebe mein bestes, um ihn zu verstehen.

    ....

    Für ihn bedeutet Liebe, füreinander Dinge zu tun, die man nicht gerne macht.
    Er fährt mich z.B. oft dahin, wo ich hin muss. Er hält mich mobil. ^^
    Für Andere ist das eine sehr nette Geste, für ihn ist es Liebe.
    Wenn man das einmal verstanden hat, ist es nicht mehr so schwer.

    ....
    Ich weiß. Das habe ich aus deinen posts auch so rausgelesen.

    Was ich aber sagen wollte, dass die diagnose vielleicht der schlüssel, die basis für eine substantielle veränderung werden kann.
    Er ist der Meinung, dass er so ist, wie er ist & das er es nicht besser kann.
    wie sollte er auch. Wie soll man erklären, was halt so ist, und was man nicht begreift.

    Mir hat die Diagnose depression eine sprache/ ausdrucksmöglichkeit gegeben, vieles besser ansprechen zu können, was bei mir schiefläuft. Zu wissen, dass man damit nicht alleine ist, dass man andere menschen kennenlernt, die ähnliche probleme haben.

    Da blieben aber immer noch eine menge absurder dinge in meinem leben, die sich da weiterhin wiedersetzten. Die ich weiterhin nicht verstand, und die mich von anderen depressiven unterschied.Die diagnose ads hat diese lücke geschlossen, und mein verständnis dafür fühlt sich jetzt sehr viel vollständiger, schlüssiger an.
    Ich habe jetzt eine sprache, um meine schwierigkeiten zu erklären. zumindest, wenn jemand bereit ist, sich darauf einzulassen. ich werde immer noch ganz schnell sprachlos, wenn jemand das ads in zweifel zieht.

    Es bringt natürlich nichts, ihn da unter druck zu setzen. Ultimative forderungen bringen gar nix. Du musst ihn mehr dazu einladen, aber eben auch klarmachen, das es wichtig für dich ist.
    Befasst er sich denn mit der diagnose? Lass ihm zeit dazu. Aber du darfst schon sagen, dass du daran anteil nehmen möchtest.

    Du kannst um eine solche entwicklung werben, bitten, einladen.
    Und du solltest dafür auch genug zeit lassen.

    Vielleicht hilft auch eine paartherapie mit einem wohlwollenden unabhängigen dritten.

    Wenn aber nichts geschieht, dann wirst du wohl feststellen, dass dir das nicht genügt. Und du solltest eine konsequenz daraus ziehen.

  8. #28
    Octoroo

    Gast

    AW: HILFE! Freund hat die Diagnose Asperger erhalten. Was tun?

    lia90 schreibt:
    @Octoroo
    Du hast aber auch ganz schön zu kämpfen mit deinen Diagnosen.. ;(
    Wie schaffst du es, dein Verhalten zu steuern?
    Vielleicht könnte ich meinem Freund ja mal einen Tipp von dir geben.

    Ja, es ist alles voll anstrengend !
    Tag taeglich sich steuern und sich disziplinieren muessen ...
    Lebenlang musste ich mich disziplinieren, mit ach und krach konnte ich alles kompensieren, naja, mehr oder weniger (Abschluesse geschafft und beruflich funktionsfaehig, auch wenn Sozialverhalten manchmal kritisch war, muss ich zugestehen)

    Nun ja, jetzt wo ich MPH habe und nicht mehr so impulsiv bin, stehen andere Probleme an, da ich im Gegensatz zu frueher ja nicht alleine bin.

    Wegen Verhaltenssteuerung:

    1. Es beginnt bei mir mit der "Umschaltung" (DAS ist schonmal fuer mich der schwersten Schritt ueberhaupt !), bzw. mich mit Kraft und Disziplin aus meiner Situation loszuloesen (strenge Monotasking ohne Flexibilitaet und alles andere herum nehme ich schlecht wahr).

    2. Dann im "Kopf" verarbeiten, was meine Mitmenschen jetzt brauchen koennte (Trost etc.....) - auch, wenn leider, diese Emotionen bei mir nicht vorhanden ist, da ich das alles pragmatisch sehe und ich ja weiss, dass es nix tragisches ist. Ich habe wenig Empathie, wenn ich im Stress bin bzw. ich andersweitig beschaeftigt bin.
    Bei mir laufen Dinge wie "miteinander sein und fuehlen (ja, da kann ich fuehlen !) und "beschaeftig sein, etwas tun etc.." voellig abgehakt und getrennt ab.

    Naja dann sensibel auf die Personen zuwenden.......geschieht mir leicht, wenn ich aus der vorherige Situation gut rausgekommen bin.
    Wenn nicht, dann muss ich ruhig bleiben und gezielt steuern, um meine Mitmenschhen nicht zu verletzen (Barsch sein)

    Meine *Hausaufgabe* von der Therapeutin:

    Ich soll, waehrend ich etwas tue was mich stresst (Waesche, Kueche, Teller wegraeumen etc....), bewusst und von mir aus aktiv aus der Situation rausgehen (ohne dass man mich gerufen hat^^)
    .
    Dann auf meine Mitmenschen zugehen.....beobachten......ve rsuchen zu fuehlen, was meine Mitmenschen hier und jetzt denken oder brauchen koennte.

    Das haerteste daran ist, den Sprung zu machen.
    Es gibt bei mir keine "Abtoenungen" wie "Waesche zusammenlegen, wegraeumen und EMOTIONAL presaent zu sein.

    Kannst du sowas nachvollziehen ?
    Es klingt krank. So krank, dass ich darueber hier wenig schreiben moechte.
    Aber ich habe keine Psychose oder sonst was.
    Ich sehe, wenn ueberhaupt, Details, habe aber kein Ueberblick.
    Ueberfordert mit viele kleine Dinge -erst REecht, wenn es aufeinmal sind.

    ******

    Was wir (mein Mann und ich) machen, eine "neue" *kranke* Sitte die bei uns eingefuehrt wurde:

    Kommunizieren via Zettel schreiben !!!!!!!!!!!!

    Jeden Abend bevor ich schlafen gehe, stelle ich ihn konkrete FRagen, was genau heute da sein muss (ob der Rasierklingen braucht, was er als Nachspeise essen moechte etc.........)
    Er geht dann tatsaechlich drauf ein und schreibt eine Antwort drauf.

    Naja, Dinge wie "ich moechte Salat essen" oder "Wir brauchen wieder mal Olivenoel" von meinem Mann geht leider bei mir unter.
    Ich will nicht, dass er sich ueber mich aergern muss und meine "Antwort" darauf will ich ihn auch ersparen.

    Tja, und wenn er am Vortag was tolles gemacht hat (weil ich leider, laut seiner Aussage, nicht von mir belohnt oder anerkannt fuehlt.....obwohl ich das registriere, aber ich es nicht zeigen kann, wegen nicht vorhandene emotionale Presaenz), schreibe ich was nettes und was ganz liebes.

    .......ich bin so froh, dass er mir die ganze Zeit verziehen hat und bereit ist, das ganze mitzumachen..........


    P.S.: zwischen uns herrscht Kommunikationsstoerung. Wir hatten einmal ein Paargespraech mit einer sehr gute Psychologin aus der SPZ (die hat meine ADHS erkannt.)
    Sie sagte ganz klar: "Kommunikationsstoerung". Sie beide scheinen sehr viel fuereiannder uebrig zu haben.

    Mein Mann hatte der Psychologin gesagt, wie es in ihn ausschaut etc.
    Und, dass er mir das tat taeglich gesagt haette.

    Als die Psycho mit fragte, ob ich mir darueber klar gewesen waere, war meine antwort: "Ach echt ? Uh. Ok, das wusste ich ja nie bzw. hoere ich es zum ersten Mal"

    Mein Mann aber soll 1000 mal erzaehlt haben.

  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 399

    AW: HILFE! Freund hat die Diagnose Asperger erhalten. Was tun?

    lia90 schreibt:
    Manche gehen fremd, weil ihnen das körperliche fehlt, ich bin fremdgegangen (nicht im wörtlichen Sinne), um
    mal Verständnis & Gespräche zu bekommen.
    ... ich glaube das hat nichts mit fremdgehen zu tun. emotionen ausleben ist für emotionale menschen befreiend. einem anderen zu liebe darauf zu verzichten ist selbstverstümmelung. dein ansatzpunkt ist m.a. in die richtige richtung gedacht. dein freund kann mit gefühlsduselei genau so viel anfangen wie du mit gebrauchsanweisungen (alles nur fakten). ich glaube dein freund wird sich sehr entlastet fühlen, wenn er aus der verpflichtung entlassen wird emotionen zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren. emotionale ausbrüche zu akzepieren ist schon eine tolle leistung und wenn du versuchst regieanweisung zu geben (ausbruch ... bitte nimm mich einfach mal in die arme) ist es ein großer liebesbeweis ... es zu tun, weil du es gerade brauchst ... auch wenn es für ihn vielleicht im moment eher lästig ist. das tut euch beiden vielleicht eher gut ... als deine erklärungsversuche, mit dem dringenden wunsch auf verstehen ... was eine uberforderung sein kann und dann ins leere führt .... und dann seit ihr beide unglücklich.

    Was zum Teufel schenkt man einem Aspi zu Weihnachten?!
    .... frag ihn ... mein mann weiß meistens, was er will ... und wenn er weiß, das er das bekommt, freut er sich die ganze zeit darauf. weihnachten bekomme ich das . und wenn es soweit ist, ist echte freude da. für mich nicht wirklich zu verstehen aber ich akzeptiere es .

  10. #30
    Octoroo

    Gast

    AW: HILFE! Freund hat die Diagnose Asperger erhalten. Was tun?

    Ich mag dein Profilbild @ Lichtstrahl.

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