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Diskutiere im Thema ADS / ADHS, Asperger, ADS / ADHS und Asperger ? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
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  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 85

    AW: ADS / ADHS, Asperger, ADS / ADHS und Asperger ?

    Mein Sohn hat auch ADHS und Asperger als gesicherte Diagnose.
    Hier mal ein Link:

    Kommt dann ein ADS oder ein ADHS hinzu, so potenzieren sich die Schwierigkeiten natürlich, denn dann haben die Betroffenen zusätzlich zu den grundlegenden Verständnisschwierigkeiten auch noch Probleme mit der Aufmerksamkeit und der Impulskontrolle, so wie jeder andere AD(H)Sler auch.

    Bedenkt man dann noch, dass es durchaus zudem auch noch viele hochbegabte Menschen mit Asperger Syndrom gibt, so wird klar, dass sich die Problematik wenn alle drei Diagnosen aufeinandertreffen wiederum noch weiter verkompliziert.
    Ist jemand aber von beiden Diagnosen betroffen, so vermischen sich die Symptome beider oft so wirr, dass das Verhalten oft auch sehr widersprüchlich erscheint.
    autismus-etcetera.de - Unterschiede Asperger Syndrom - ADS

  2. #22
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: ADS / ADHS, Asperger, ADS / ADHS und Asperger ?

    Hier nochmal ein Beitrag von mir zu diesem Thema, den ich in einem ganz anderen Thread (ADHS und Dissoziation) gepostet hatte, der aber besser hier her passt.


    Von der These der Selbsregulationsstörung und der nachziehenden Dissoziationen her betrachtet, also das Pferd vom Ratten-Schwanz der Probleme her aufgezäumt, scheint es keinen Unterschied zu machen, ob die Grundstörung nun ADS oder Asperger oder beides ist.

    Vor einiger Zeit (auch hier nachzulesen), war ich mir auch noch sicher, dass man die beiden Störungen astrein von einander abgrenzen könne.

    Das stimmt vom Ergebnis her, von dem her, was diese beiden Störungen, unerkannt und unbehandelt, auslösen, nämlich Dissoziationen aufgrund von sich auflaufenden Mikrotraumatisierungen, sicher nicht.

    Aber auch was die diagnostischen Kriterien dieser beiden Störungen betrifft, also ihre Grundlagen, bin ich mich nicht mehr so sicher, ob man das so astrein trennen kann, insbesondere dann nicht, wenn bei jemanden beide Diagnosen im Raume stehen, er von beiden Störungsbildern also genügend Kriterien auf sich vereint, die eine jeweilige Diagnose rechtfertigen.

    Eine zwiespältige Sache. Einerseits glaube ich, dass man diagnostisch das eine vom anderen unterscheiden kann.

    Anderseits glaube ich nicht (mehr), dass das dann für die adäquate Therapie der beiden Störungsbilder eine wirklich entscheidende Frage sein kann.

    Es scheint mir so zu sein, dass es im Feld ADS/Hochbegabung/Hochsensibilität/Störungen aus dem autistischen Spektrum Grenzgänger gibt, die sowohl Züge des einen wie des anderen Störungsbildes tragen, die so miteinander verzweigt sind, das man sie diagnostisch zwar auseinanderhalten könnte, damit für eine entsprechende Therapie aber nichts gewonnen würde, weil die Person nunmal eine eigenständige Ganzheit ist und es keine Formel gibt, die da etwa lautete: ADS + Asperger = Mensch XY = Therapie 08/15.

    Diese Grenzgänger scheint es zu geben. Deine Frage, habe ich ADS, Asperger oder beides verstehe ich sehr gut, kein Mensch kann sein Leben leben, wenn er nie über sich Bescheid weiß, was eigentlich bei ihm Sache ist, insbesondere dann wenn man schon so viele oft hahnebücherne Diagnosen - wie Deine Narzisstische PS zum Beispiel - abbekommen hat. Aber die Frage ist glaube ich falsch gestellt. Man sollte anders herum fragen, also bin ich ein typischer ADSler oder gibt es auch ADS untypisches in mir, bin ich ein typischer Aspie, was ist untypisch für einen Aspie an mir? Ich glaube so kommt man weiter, wenn man jedenfalls nicht in diesen ENTWEDER-ODER-Kategorien und Denkmustern gefangen bleiben will, die ja zum Großteil dafür verantwortlich sind, dass die Psychiatrie heute ein dermaßiges Armutszeugnis von sich abgibt.

    Fazit: Meine neue These: Im Spannungsfeld zwischen ADS und Asperger scheint es Grenzgänger zu geben, bei denen beide Diagnosen gerechtfertigt sind, ohne dass die Person in ihrer Gesamtheit eindeutig oder überwiegend dem einen oder anderen Spektrum zuzuordnen wäre.

    Dieser Grenzbereich zwischen ADS und Asperger scheint sich insbesondere im Bereich eines extrem hypoaktiven ADS abzuspielen, also bei jemandem, der sehr ruhig, in sich gekehrt, abwesend und verträumt ist. Diese Selbstbezüglichkeit kann autistische Züge haben, die man auch als solche diagnostizieren kann, ohne dass sie echt autistisch wären, sie sind als autistisch zu diagnostizieren, aber eben als atypisch autistisch.

    Wenn jetzt noch eine Hochbegabung hinzukommt, dann wird es so sein, dass der Hochbegabte sich vor allem mit einem Interessensgebiet auseinandersetzt und hauptsächlich oder fast ausschließlich sich damit beschäftigt, auf dem eben seine Hochbegabung liegt. Auch dieses monomane Interesse für ein Spezialgebiet kann man als ein wichtiges Kriterium ansehen, das eine autistische Diagnose rechtfertigt, ohne wirklich typisch für das Spezialgebiet eines Autisten zu sein. Also auch hier wieder ein atypischer Autismus.

    Liegt beim ADSler dann noch eine Hochsensibilität vor, kann es sein, dass er sich von Aussenreizen bewusst abschirmt, grelles Sonnenlicht meidet, Geräuschkulissen in der Stadt, unter Menschen und beispielsweise lieber Nachts arbeitet, weil die Aussenwelt und damit auch er selbst zur Ruhe gekommen ist. Dieser Overload mit Aussenreizen und das bewusste sich in sich selbst zurückziehen als Reaktion darauf, kann, in der Summe mit den genannten und auch weiteren Symptomen, eine Autismus-Diagnose durchaus als gerechtfertigt erscheinen lassen, obwohl es sich auch hier um keinen typischen Autismus handelt usw.

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 10

    AW: ADS / ADHS, Asperger, ADS / ADHS und Asperger ?

    Sehr interessant das Thema(wie es sich für einen ADHsler gehört)habe ich nicht komplett alles durchgelesen in der kurzen Zeit,
    wollte nur einmal kurz einbringen,dass auch bei meinem Sohn die Aspi Diagnose (wenn man von Diagnose sprechen kann)im Raume stand,und ich die Erfahrung gemacht habe,das es manchmal nicht hilfreich ist etwas diagnostizieren zu lassen sondern einfach versuchen muss das zu kompensieren ohne das nach außen getragen wird,er könnte ein Aspi mit ADS oder umgekehrt sein.
    Zumal gerade im Feld des Asperger Autismus kaum Förderungsmöglichkeiten angeboten werden außer als "Schwerbehinderter"und nicht gesellschaftsfähig"stigmatisi ert zu werden,Sorry klingt hart,jedoch habe ich diese Erfahrung gemacht die meinem Sohn extrem geschadet hat.
    Auch denke ich das es einfach zu viele Gemeinsamkeiten gibt so dass man nicht klar abgrenzen kann ,ist es eine Form des ADS oder eine Form des Asperger Autismus?Denn auch ein Hypoaktiver kann sich so verhalten wie ein Aspi...selbst ein Hyperaktiver kann Asperger autistische Züge haben,vielleicht ist vieles auch nur eine pseudo Erscheinung durch die Lehrerfahrungen im Leben,es ist vorhanden jedoch nicht daran erkrankt...oje ich mag dieses Wort erkrankt nicht

    Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren!
    Was hat sich verbessert bei einem diagnostizierten Asperger Autisten?Welche Fördermöglichkeiten,Hilfen wurden gegeben die auf fruchtbaren Boden stießen ohne die Persönlichkeit des betroffenen zu stark zu prägen bzw.eingreifend wirken?Konnte der Betroffene sich besser entfalten und entwickeln?Hat er es seitdem "leichter"oder schwerer?

    Vielleicht kann mir ein Betroffener ja darauf Antworten!Würde mich sehr freuen!
    LG Cleo

  4. #24
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 234

    AW: ADS / ADHS, Asperger, ADS / ADHS und Asperger ?

    Ich nehme seit kurzem Medikinet Adult 20mg. Ich soll verteilt auf den Tag zwei Tabletten nehmen. Mit der Einnahme der ersten Tablette komme ich gut zurecht. Ich habe das Gefühl ich kann Außenreize besser filtern und bin gelassener. Mit der Einnahme der zweiten Tablette ändert sich das aber. Ich fühle mich dann nervöser, vor allem in Gruppen. Neben meiner ADS habe ich auch autistische Züge meiner Meinung nach, die sich dann verstärken oder mir einfach deutlicher auffallen. Es kommt mir so vor als würde meine Mimik einfrieren und auf gesagtes kann ich nicht mehr ädequat handeln. Kann das wirklich sein, dass durch das Medikament die autistischen Züge erst recht zum Vorschein kommen? Oder ist das Dopamin im meinem Hirn einfach aufgebraucht? Ich gehöre zu dem hypoaktiven ADS'lern und finde mich im gesagten von Eisilein deutlich wieder.
    Geändert von vakuum ( 8.04.2012 um 02:21 Uhr)

  5. #25
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: ADS / ADHS, Asperger, ADS / ADHS und Asperger ?

    vakuum schreibt:
    Kann das wirklich sein, dass durch das Medikament die autistischen Züge erst recht zum Vorschein kommen?
    Das kann nicht nur sein, sondern ist beim wirklichen Vorhandensein beider Störungen sogar die Regel.

    Was kann man tun, wenn durch die Verwendung von Mph die autistischen Symptome sich verstärken?

    1. Man kann es mit weniger Mph probieren.

    2. Man kann schauen, ob man mit Amphetamin, wegen seiner im allg. als sanfter erfahrenen Wirkung nicht besser zurechtkommt.

    3. Wenn die Stimulanzien prinzipiell gut wirken und man auf ihren Einsatz nicht verzichten will, muss man über eine Kombination mit Neuroleptika, die die Funktion haben, Aussenreize abzuschirmen, nachdenken.

  6. #26
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 234

    AW: ADS / ADHS, Asperger, ADS / ADHS und Asperger ?

    Vor der Einnahme von MPH nahm ich ein Neuroleptikum mit dem Wirkstoff Olanzapin ein. Damit kann ich Außenreize wirklich besser abschiermen und vor allem besser einschlafen. Allerdings fällt meine Konzentrationsfähigkeit, sowie Motivationsfähigkeit weiter ab und mein Arbeitsgedächtnis leidet noch mehr darunter. Ich werde bei meinen ADS-Spezialisten mal anfragen, ob ich neben MPH ein Neuroleptikum nehmen kann. Ich hoffe er kennt sich auch mit dem Thema Autismus aus. Bisher bekam ich das Neuroleptikum von einem anderen Arzt und ohne Einverständnis sollte ich die beiden Medikamente nicht mischen.
    Ich danke Dir für deine Beiträge Eisilein. Du bist ein echter Brain

    Von ADS betroffen zu sein und autistische zu haben, ist echt nicht einfach. Man fühlt sich wie ein Alien, das mit brechen und würgen versucht ein Mensch zu werden. Ich habe zwar kein Spezialinteresse und bin ein sehr empatischer Mensch hinsichtlich der Empfängnis davon, kann aber nicht adequat darauf reagieren. Da hab ich wie ein Brett vor dem Kopf.

  7. #27
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: ADS / ADHS, Asperger, ADS / ADHS und Asperger ?

    vakuum schreibt:
    Vor der Einnahme von MPH nahm ich ein Neuroleptikum mit dem Wirkstoff Olanzapin ein. Damit kann ich Außenreize wirklich besser abschiermen und vor allem besser einschlafen. Allerdings fällt meine Konzentrationsfähigkeit, sowie Motivationsfähigkeit weiter ab und mein Arbeitsgedächtnis leidet noch mehr darunter.
    Das ist leider eine ganz typische Neuroleptika-Wirkung.

    Was kann man da tun?

    1. Muss man eine Weile rumprobieren, welches NL geeignet ist. Wenn man es beispielsweise tagsüber einnehmen kann, ohne müde dabei zu werden, ist man mit dem NL auf der richtigen Spur. Ein bestimmtes NL zu empfehlen, ist nicht ratsam, da ja jeder auf Medis unterschiedlich reagiert.

    2. Ist es natürlich von der Dosis abhängig. Hier gilt die Faustformel, dass wir das NL in wesentlich geringeren Dosierungen brauchen, als Menschen mit einer Psychose, für die die NL normalerweise da sind.

    3. Die Kombination mit Stimulanzien. Das muss man natürlich auch herausfinden. Das muss sich in einer gesunden Balance abspielen. Schnell ist man in der Falle, dass man die Stimulanzien erhöht, nicht wegen eines therapeutischen Nutzens, sondern um gegen die unerwünschten Nebenwirkungen des NL anzukämpfen. Dann lieber NL reduzieren.

  8. #28
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 85

    AW: ADS / ADHS, Asperger, ADS / ADHS und Asperger ?

    Mein Sohn ist ein hyperaktiver Asperger mit Hochbegabung. Er nimmt RitalinLA30, Medikinet 10mg unretard und Strattera schon auf die Enddosis 40mg eingestellt.
    Vor der Asperger Diagnose, hatte er Atypischen Autismus.
    Er hatte auch mal ein atypisches Neuroleptikum Risperidon, er wurde davon allerdings depressiv davon und hatte Parkinsonsyndrome. Nach 3 Wochen Einnahme habe ich es bei ihm abgesetzt. Auch bekam er mal Dipiperon, 2 Tage lang war es sedierend, danach wurde er noch hyperaktiver davon.

  9. #29
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 59

    AW: ADS / ADHS, Asperger, ADS / ADHS und Asperger ?

    AS-Diagnose habe ich, aber ich denke, wenn ich über ADHS lese, dass jemand auch über mich schreibt. Bei mir wechselt das sich immer irgendwie ab, ganz komisch zu beschreiben...

  10. #30
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 661

    AW: ADS / ADHS, Asperger, ADS / ADHS und Asperger ?

    Plüschi schreibt:
    AS-Diagnose habe ich, aber ich denke, wenn ich über ADHS lese, dass jemand auch über mich schreibt. Bei mir wechselt das sich immer irgendwie ab, ganz komisch zu beschreiben...
    Dann wird das wohl so sein, dass Du Beides hast, also AS und AD(H)S, das ist garnicht so selten. Da bleibt dann eigentlich nur die Frage, was stärker bei Dir ausgeprägt ist, aber das kann nur der Fachmann, sprich auf AS und ADHS spezialisierte Psychiater feststellen und falls nötig eine Behandlung einleiten / Therapie empfehlen.

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