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Diskutiere im Thema Diagnostik/Ergebnis/Psychiaterwechsel etc. im Forum ADS ADHS Erwachsene: Österreich
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 39

    Diagnostik/Ergebnis/Psychiaterwechsel etc.

    Hallo,
    ich weiß garnicht wo ich anfangen soll, pfffffff.
    Ich habe schon seit Jahren den Verdacht, dass ich ADS habe. Ich bin super verplant, kann nie was zu Ende bringen, bin krass ungeordnet, habe noch keine abgeschlossene Ausbildung mit 32 Jahren, verlege ständig meine Sachen, räume Eis in die Mikrowelle und meinen Schlüssel in den Kühlschrank, kann nicht lernen außer ich stehe krass unter Druck, mach immer alles auf den letzten Drücker usw, kann Leuten nicht zuhören, will sie ständig unterbrechen, spreche Sätze nicht zu Ende, weil ich schon wieder an was anderes denke.... usw.

    Ich habe deshalb wegen zunehmender Probleme im Privatleben, sowie hauptsächlich in der Uni, beschlossen, eine Diagnose anzugehen.
    Das war so gegen Ende des Jahres 2014.
    Habe aber zusätzlich seit Jahren immer wiederkehrende depressive Phasen, eine generalisierte Angststörung, die immer schlimmer wurde, bis ich eine Therapie anfing und leider nach meinem Umzug nach Wien auch eine kleine, große Sozialphobie entwickelt, ich habe hier irgendwie keinen Anschluss gefunden und je einsamer ich wurde,desto mehr Angst vor Menschen habe ich entwickelt...oder andersrum

    Nach endlosen Monaten des Wartens auf einen Termin im AKH und keinem Rückruf, habe ich irgendwann dann doch mal einen Termin bekommen, aber zu diesem Zeitpunkt war meine Angst vor Menschen so groß, dass ich mich nicht hingetraut habe, habe aber auch brav abgesagt.

    Ich habe dann nachdem ich einige Termine bei meinem Psychiater hinter mich gebracht hatte, bei dem ich wegen der Depression und den Ängsten in Therapie war, auch das Thema ADS angesprochen, er hat eigentlich garnicht darauf reagiert, sondern mir nur eine Überweisung zur Diagnostik mitgegeben mit einem Hinweis für eine Klinische Psychologin, an die ich mich wenden solle, das war dann schon Anfang 2016.

    Gegen Ende des Jahres 2016, zu einem Zeitpunkt an dem es mir gerade psychisch einigermaßen ok ging, habe ich es dann auch schon geschafft einen Termin für die Diagnostik bei besagter Psychologin auszumachen. Ich hatte mir fest vorgenommen, das jetzt endlich durchzuziehen, weil ich echt Schiss habe/hatte mein Studium nicht beenden zu können. Die Diagnsotik erstreckte sich dann über den gesamten Januar 2017 und war einfach nur beschissen, ich kam überhaupt nicht mit der Psychologin klar und sie nicht mit mir und es war einfach nur furchtbar. gegen Ende der Diagnsotik gabs dann noch Probleme wegen meines Befunds, der ewig nicht bei meinem Psychiater ankam und sie wollte keinen neuen schicken, etc. . Alles in Allem war das eine wirklich furchtbare Erfahrung für mich, weil sie so herablassend war und irgendwie die ganze Chose einiges bei mir getriggert hat.

    Auf jeden Fall gings mir hinterher wieder richtig beschissen, ich habe ewig auf die Befundbesprechung warten müssen und dann war mein Psychiater scheinbar nicht mal in der Lage den Befund richtig zu lesen. Er behauptete dann, bei mir könne ADS ausgeschlossen werden, obwohl das so im Befund überhaupt nicht steht. Da steht nur, dass sie nicht mit Sicherheit sagen könne, woher meine Symptome kommen und das nicht auszuschließen sei, dass das nicht konzentrieren können und das verwirrt sein auch Symptome der Depression seien könnten. Auch meine Ängste wurden festgestellt (sach blos) und Ergebnisse, die auch in Richtung einer Borderline Persönlichkeitsstörung deuten

    Ich war dann ziemlich fertig hinterher, weil ich das Gefühl hatte, weder die Psychologin noch der Psychiater hören mich und verstehen auch nur annähernd was meine Probleme sind, ich habe mich total ungerecht und schlecht behandelt gefühlt. Auch weil ich ehrlich gesagt gehofft hatte, dass ich im Sommersemester endlich ordentlich durchstarten könne, wenn ich nur endlich meine Diagnsoe habe und die richtige Hilfe bekomme. Irgendwie hat mich das Alles so mitgenommen, dass ich in ein riesen Loch gefallen bin und ich bin wieder voll in die Depression gerutscht. Ich sollte dann die Dosis meiner AD erhöhen (Ixel -Wirkstoff Milnacipran /SNRI) und ein Neuroleptikum gegen meine Ängste nehmen. Das NL habe ich nicht genommen, aber die Dosis meiner AD erhöht, worauf es mir nur noch beschissener ging.

    Nach der ganzen Sache war mir klar, dass ich nicht merh zu meinem alten Psychiater gehen möchte/kann, da der sich ja noch nicht mal die Mühe gemacht hatte, meinen Befund richtig zu lesen und einzuordnen und mit mir darüber zu sprechen. Ich war dann so verzweifelt und unglücklich, und ich wusste garnicht mehr weiter, habe dann aber mit Unterstützung meines Freundes nach einem neuen Psychiater geschaut und bin auf Dr. Zechner gestoßen Stefan Zechner - Facharzt für Psychatrie und psychotherapeutische Medizin , der ja auf seiner Homepage angibt selbst Betroffener zu sein.
    Einen Termin hatte ich auch schon und ich muss sagen, ich bin etwas zwiegespalten was ihn angeht und seine Vorgehensweise. Aber ich fühlte mich auf jeden Fall verstanden. Und er hat ein paar Dinge zu mir gesagt, die mir geholfen haben wieder aus meinem Loch zu kommen. Er hat mir irgendwie die Erlaubnis gegeben, im Moment nicht funktionieren zu müssen und ich glaube das hat wesentlich dazu beigetragen, dass ich es wieder aus meiner Angstdepressionsspirale geschafft habe. Zuvor hatte ich das Gefühl ich zerreiße unter dem vermeintlichen Druck und der eigenen Infunktionalität, ich fand mich einfach selbst so scheiße...das wurde viel besser nach dem Termin, weil ich seither einfach viel mehr auf mich und meine Bedürfnisse geachtet habe und mich endlich mal wieder entspannen konnte, kopftechnisch.

    Ich würde gerne wissen, ob jemensch Erfahrung mit Ihm hat (Darf ich das hier fragen? Darf sich hier überhaupt richtig über die Ärzte ausgetauscht werden? Ich bin mir unsicher, was erlaubt ist und was nicht?)

    Ich hoffe, es kommt so ungefähr rüber was los war bzw. ist bei mir und ich weiß eigentlich garnicht warum ich das ausgerechnet jetzt schreibe, aber ich glaube es musste mal raus. Aber da ist eigentlich noch viel mehr...aber fürs Erste ist mal gut :-)

    Liebe Grüße und ich würde mich freuen, wenn irgendjemensch was dazu schreibt.
    Danke und liebe Grüße
    Vanille

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 19

    AW: Diagnostik/Ergebnis/Psychiaterwechsel etc.

    Hallo!

    Leider habe ich keine Erfahrungen mit deinem Arzt gesammelt, da ich nicht in Wien wohne, kann dir aber kurz etwas von meinen Erfahrungen berichten:

    Ich habe das Glück, einen Psychiater gefunden zu haben, der auf AD(H)S spezialisiert ist, mir wirklich zugehört hat und mich unterstützt.
    Die Erfahrungen bei den Psychologen allerdings war katastrophal. Ich wurde bevormundet, mein ADS wurde belächelt ("Das hat ja quasi jeder"), generelles Unverständnis, die Psychologin hat meine Persönlichkeit in Frage gestellt, hat schon nach den ersten Minuten Diagnosen gestellt und Dinge behauptet, die ganz und garnicht zutreffen...aber meine Probleme wurden nicht pder unzureichend behandelt.
    Ein anderer Psychologe wollte davon auch quasi nichts wissen.
    Ich muss mich auch gerade wieder neu orienterien, aber wenigstens habe ich einen guten Psychiater!

    Lass dich nicht unterkriegen! Man muss aufpassen, dass man sich nicht zu viel einbildet, aber es sind auch sehr viele Psychologen und Psychiater unfassbar ignorant. Vielleicht fragst du den Psychiater, ob er eine/n Psychologen/in kennt, der/die auf AD(H)S spezialisiert ist. Dann hast du vielleicht mehr Erfolg.

    Viel Glück noch!
    Lg Dr.Pharm

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 50

    AW: Diagnostik/Ergebnis/Psychiaterwechsel etc.

    Hallo
    ich guschae immer auf solchen vergleichsseiten nach.

    schlecht ist er auf jedenfall nicht.

    Link gelöscht, Links zu Arztdaten nur auf Seiten, deren Inhalt die Ärzte selbst freigegeben haben (Schutz der Persönlichkeit)
    Geändert von traenenclown ( 4.05.2017 um 23:47 Uhr)

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 69

    AW: Diagnostik/Ergebnis/Psychiaterwechsel etc.

    Hallo Vanille,

    ...das wurde viel besser nach dem Termin, weil ich seither einfach viel mehr auf mich und meine Bedürfnisse geachtet habe und mich endlich mal wieder entspannen konnte, kopftechnisch.
    Das ist super! An deiner Stelle würde ich auf jeden Fall auch weiter zu diesem Arzt gehen und erstmal nicht so sehr darauf achten was andere (eventuell) über den Arzt sagen. Allerdings ist es auch wichtig das man bei der Sache bleibt und auch eine (oder mehrere) Chance(n) gibt. Es ist (und das nicht nur bei psychologischen/neurologischen) Erkrankungen nicht unnormal das es einem zwischenzeitlich auch mal wieder schlechter geht, das eine Behandlung unangenehm ist oder man sich nicht immer zu 100% versteht.

    Das bringt mich direkt hierzu:
    Da steht nur, dass sie nicht mit Sicherheit sagen könne, woher meine Symptome kommen und das nicht auszuschließen sei, dass das nicht konzentrieren können und das verwirrt sein auch Symptome der Depression seien könnten. Auch meine Ängste wurden festgestellt (sach blos) und Ergebnisse, die auch in Richtung einer Borderline Persönlichkeitsstörung deuten

    Ich war dann ziemlich fertig hinterher, weil ich das Gefühl hatte, weder die Psychologin noch der Psychiater hören mich und verstehen auch nur annähernd was meine Probleme sind, ich habe mich total ungerecht und schlecht behandelt gefühlt.
    Warum würde dir diese Diagnose nicht "gefallen", bzw. warum möchtest du dich nicht auf die Vermutung einlassen und eine Therapie in die Richtung einschlagen? Grundsätzlich würde ich davon ausgehen das ein Arzt eine bessere Diagnose stellt als ein Laie und selbst Ärzte dürfen sich aus gutem Grund nicht selbst diagnostizieren.

    Was hätten sie außerdem davon dir sozusagen "mit Absicht" eine falsche Diagnose zu stellen? Die Tatsache das ein Arzt gegen den Diagnose-Wunsch des Patienten geht kann auch ein Zeichen dafür sein das er nach gutem Gewissen handelt. Und nicht danach ob er einen Patienten als Einnahmequelle dazu gewinnt oder nicht.

    Auch Folgendes...
    Ich sollte dann die Dosis meiner AD erhöhen (Ixel -Wirkstoff Milnacipran /SNRI) und ein Neuroleptikum gegen meine Ängste nehmen. Das NL habe ich nicht genommen, aber die Dosis meiner AD erhöht, worauf es mir nur noch beschissener ging.
    ... sieht für mich nicht so aus als würdest du von deiner Seite aus kooperieren.
    Wenn man einem Arzt nicht vertraut ist das natürlich ein Problem. Und das sollte dann auch thematisiert werden (mit dem Arzt).

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 24

    AW: Diagnostik/Ergebnis/Psychiaterwechsel etc.

    Hallo Vanille!

    Geht es dir inzwischen denn schon besser?

    Welchen Eindruck hat denn der neue Dr. auf dich inzwischen gemacht bzw.
    Weshalb bist du "etwas zwiegespalten was ihn angeht und seine Vorgehensweise"?

    Mein Eindruck ist, dass er teilweise etwas, sagen wir mal, seltsam wirkt.?

    LG,
    Yumi

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