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Diskutiere im Thema Einsamkeit,... im Forum ADS ADHS Erwachsene: Österreich
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  1. #51
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 49
    Es geht doch darum unter Menschen nie so wirklich nahbar zu sein.

    Die Begriffe Hobby- Notfallautist habe ich höchstwahrscheinlich erfunden.

    Und gemeint ist mit dem Satz Mut statt Demut.

    {EDIT}
    Oder um es mal anders auszudrücken... Mir wurde irgendwann mal mit augenscheinlicher Reife folgender Satz eingetrichtert: "Ich kann, wenn ich will, was ich muss." - heute weiß ich das ist Blödsinn, "Ich muss, wenn ich kann, was ich will."

    Und da das die wenigsten so sehen bleibt mir doch nur das unnahbare einsam und in Demut zu ertragen oder mit Begriffen wie Hobbyautismus eine Ausrede für mich selbst zu entwickeln.

    Humor hilft immer am besten wenn es um diese Dinge geht.
    Geändert von duff (10.03.2012 um 22:29 Uhr)

  2. #52
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Einsamkeit,...

    Mit dieser Art von Humor, wenngleich es auch nicht böse von dir gemeint ist,
    verletzt du viele Menschen hier. Hier sind auch Autisten unter uns, die beide Diagnosen haben.
    Ich selbst bin mit einer Autistin verheiratet.
    Sie betrachtet mitnichten ihre Diagnose als Hobby, wenn du verstehst.
    Und in dieser Richtung empfindet sie keinen, aber auch keinerlei Humor.

    LG --hirnbeiß--

  3. #53
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 49
    Der Humor bezieht sich auf mich selbst. Außerdem entzieht er dem Wort Autismus seine falsche Brisanz.

    Ich habe ABSOLUT kein Problem mit autismus. Versteh das nicht falsch! Deine Frau ist ganz sicher mehr als ein Wort.

    Und für mich ist jeder Autist ein Mensch. Und das Wort benutze ich in keinem abwertenden Kontext. Im Gegenteil - Mut statt Demut, wie ich geschrieben habe.

  4. #54
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 199

    AW: Einsamkeit,...

    Die Begriffe Hobby -oder Notfallautist sind bestimmt nicht böse gemeint. Aber das was damit gemeint ist kann ich gut verstehen. Ich frage mich auch immer , wie können die anderen soviel Nähe ertragen und warum kann ich es nicht? Warum brauche ich mehr Ruhephasen, warum ist es einfach so anstrengend? Und gerade weil es so anstrengend ist, zieht man sich oft zurück obwohl diese Begegnungen ja auch schön sind und man manchmal Kraft daraus schöpft. Irgendwie ein Teufelskreis.

    Laura

  5. #55
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 114

    AW: Einsamkeit,...

    Hi Noid,

    nur nicht für den Glauben.
    Geil - halt mal deine 5 hin. *patsch*

    So nach dem mir das genau so geht wie Dir beschäftige ich mit dem Thema. Ich will es zerlegen.

    Einsamkeit
    Der Aphoristiker Alfred Polgar schuf den Satz "Wenn dich alles verlassen hat, kommt das Alleinsein. Wenn du alles verlassen hast, kommt die Einsamkeit."

    Ich empfinde das nicht so. Ich denke das ist umgekehrt.
    "Wenn dich alles verlassen hat, kommt die Einsamkeit. Wenn du alles verlassen hast, kommt das Alleinsein." So ist das richtig,
    Alfred erzählt Quatsch.
    Wenn ich das mal so als Klugscheißerei in die Welt setzen darf.

    Weil, erst wenn das Bedürfnis zur Gesellschaft vorhanden ist,
    aber keine angemessene vorhanden ist, dann bin ich einsam.
    Wenn ich von nichts und niemand was will, dann will ich alleine sein.
    Ich habe kein Bedürfnis nach Gesellschaft. Ohne dem unerfüllten
    Bedürfnis nach Gesellschaft bin ich nicht einsam, sondern bin
    zufrieden mit mir und alleine. Das unerfüllte Bedürfnis nach
    angemessener Gesellschaft definiere ich als Einsamkeit.
    Es ist kann durchaus zufriedenstellend sein Mutter Seelen alleine
    sein Ding durchzuziehen. Einsam bin ich dabei nicht. Im Gegenteil
    es geht mir gut dabei.


    Wann bin ich nicht Einsam?
    Wenn ich kein Bedürfnis nach Gesellschaft habe.
    Ansonsten in Gesellschaft die folgende Bedingungen erfüllt.

    - wenn mein gegenüber ein Mensch ist
    - wenn es persönlich ist (Auge in Auge, kein chat oder so)
    - wenn mir Respekt engegenschlägt
    - wenn sie mir wohlgesonnen ist
    - wenn mir Anerkennung zuerkannt wird
    - wenn mir mit Zuneigung begegnet wird
    - wenn ein gewisses maß an Zuverlässigkeit vorhanden ist ( Emotionell, in Handlung und Meinung )
    - wenn ein Vertrauen vorhanden ist
    - wenn ich mich austauschen kann
    - die Bedürfnisse des Gegenüber muss mit meinen ungefähr in der Wage liegen
    - wenn ein echtes Interesse besteht ( Ein zweckloses, eines das sich nur auf das gegenüber bezieht, weder finanzieller noch Projektbezogen noch sonst andere Motivation darf im Vordergrund stehen )

    Kurz
    : Wenn das Wesen des Gegenüber, meinem Charakter meinem Charisma dem meinem ähnlich ist. ( Die selbe 'Kragen Weite' hat. )

    Ich bin der Meinung das dies auf Gegenseitigkeit beruhen muss. Denn es ist durchaus möglich sich in Gesellschaft einsam zu fühlen.
    Das Geschlecht, Alter, Gesundheit nur eine sekundär ist solange alle anderen Bedingungen erfüllt sind.

    Das heist für mich:
    Ich muss meine Menschliche Gesellschaft
    respektieren, anerkennen, vertrauen. Zuneigt, zuverlässig wohlgesonnen sein und dies selbst verkörpern.

    Seines gleichen sucht sich.
    Und hier liegt mein Dilemma.


    Wenn ich jemanden treffe der einigermaßen
    auf meiner Wellenlänge ist, meinem Charisma
    entspricht, mir gewachsen, weder über noch
    unterlegen ist.
    Es eine Enttäuschung, eine unachtsame Bemerkung,
    eine Respektlose, Geste oder Körperhaltung,
    eine Ungerechtigkeit. Es fehlt mir der Schutz den die
    meisten Menschen haben. Das kommt bei mir an,
    wird emotional verarbeitet, verstärkt und als Feedback
    zurückgegeben. Damit vergraule ich denjenigen mit
    einem meiner emotionaler beschissen Impulsiven Art.
    Das ist so wenn es richtig scheiße läuft,
    dem Himmel sei dank ist das selten.
    Damit bin unzuverlässig. Mein Gegenüber das mir
    irgendwie doch am Herzen liegt, zieht sich meist nach
    so was zurück und verzeiht das nicht.
    Oder ich hab kein Bock und ziehe mich zurück
    ich verzeihe den Mist, der mir entgegen
    geschlagen ist, hab aber die Wellenlänge
    hab ich verloren.
    Bei einem Verlust über einen Impuls,
    das kratzt an meinem Selbstwertgefühl.
    Wenn ich mich nicht selbst Respektiere,
    wie soll mich dann mein Gegenüber
    respektieren. Wie kann gegenseitige
    Anerkennung einstehen, wenn vertrauen,
    und Zuneigung verloren gegangen ist.
    Wie kann ich von vorne anfangen wenn
    es jedes mal ein schmerzhafter Verlust ist
    der zeit braucht um überwunden zu werden.

    Zu dem kommt das die Kontaktfreudigkeit mit
    zunehmenden Alter abnimmt. Ich bin weniger
    aufgeschlossen. Dann ist es doch auch so,
    das mit zunehmenden alter der Bekanntenkreis
    bereits erschlossen ist, es ist schwer in einen
    aufzuschließen. Zumindest wenn der Kontakt
    tiefer gehen soll. Was ich mir wünsche, und mir
    auch danach ist das es mir doch nicht so nah
    gehen soll. Bzw ich schnell das Intresse verliere.

    Aber super ist, AD(H)Slern wird nachgesagt,
    das sie steh auf Männchen sind. Ich denke
    das trifft auf mich zu. Außerdem fängt für mich
    jeden Tag neu an. Meist ist der Mist vom Vortag
    verziehen aber nicht vergessen, und es geht
    fast von vorne los. Bleibt das mir meist derjenige
    irgendwie doch auf den Keks geht, und ich ihn
    irgendwie doch noch um mich haben will.


    Toll das ist mir klar, in der Theorie.
    Und was mach ich damit ich dazu komme wonach mir ist?
    Wenn das was ich will, im Widerspruch zu einander steht?


    Viele liebe Grüße
    vom Holzkopf

  6. #56
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 316

    AW: Einsamkeit,...

    @ Pinocchio:

    Danke für diesen interessanten Gedankengang den du hier niedergeschrieben hast. In manchen Dingen kann ich von meiner Seite aus nicht so ganz zustimmen, aber egal. Der Rest spricht mir aus der Seele.

    Ich bin nicht mehr einsam wie beschrieben und wie im Thread Titel, sondern mittlerweile habe ich die Reife gewonnen zu wissen das ich eigentlich "Menschen" nicht besonders mag. Das ist jetzt nicht zu verallgemeinern, aber es gibt keine Menschen in meinem Umfeld (Wortwörtlich) die mich interessieren oder an denen ich etwas zu schätzen weiß.

    Und wenn ich mal Kontakt zu ner Person, wer auch immer, habe dann meist in 9 von 10 Fällen nur weil es um etwas geht. Entweder braucht die Person etwas von mir, oder ich bringe etwas, aber ein Treffen in einem Lokal oder Park kommt nicht zustande. Einerseits von meiner Seite aus, auf der anderen Seite haben die Personen scheinbar kein Interesse, denn sonst würden sie mich ja mal fragen (was nie vorkommt, aber nicht nur am fehlenden Geld liegt).

    Scheinbar bin ich für die Menschen die mich kennen nicht interessant genug, oder ich habe die letzten Jahre einfach zuviel gesudert, was ihnen am Nerv ging. Und vielleicht haben sie einfach auch Angst wenn sich Kontakt wieder einstellen würde es wieder so sein würde. Verständlich irgendwie. Auf der anderen Seite gibt es keine Personen die mich dazu veranlassen Kontakt aufzunehmen. Und neue Personen, die mich interessieren würden und ich sie auch, lerne ich nicht kennen da ich mich zu Hause einigel. Zu Hause fühle ich mich einfach am wohlsten, es ist auch immer ein innerer Kampf wenn ich die Wohnung verlassen muss wenn ich Einkaufen oder so muss. Daheim habe ich einfach alles was mich interessiert, X-Box, TV, Net, Essen. Viel mehr brauche ich nicht. Ist schon Org, ich bin 34 Jahre (Geistig schon ein Greis), bin in Invalidätspension, die hoffentlich auch nächstes Jahr wieder bewilligt wird,... An Arbeiten ist für mich nicht mehr zu denken. Das ist nicht Faulheit oder so, sondern meine Unfähigkeit neue zwischenmenschliche Beziehungen einzugehen (Pausen, etc.) und (das soll nicht überheblich klingen) ich kann einfach nicht die Arbeiten zu denen ich durch meine Vergangenheit nur mehr tauglich bin verrichten. Es ist mir einfach zu stupide.

    So, muss Schluss machen, aber ich schau bald wieder öfter hier rein, da ich die Menschen mit denen ich hier kommuniziere zu schätzen weis.

    Greetz Noid --> eigentlich neuer Name: Curt

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