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Diskutiere im Thema Klinikaufenthalt, was meint ihr? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Ärzte und Kliniken
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Erfahrungen und Empfehlungen sowie Suche nach Ärzten und Kliniken
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 18

    Klinikaufenthalt, was meint ihr?

    Hallo Zusammen,

    ich wollte mal so in die Runde fragen, welche Erfahrungen Ihr mit Klinik- / Kur- / Reha-Aufenthalten im Fall von vorliegendem AD(H)S gemacht habt.

    Zu meiner Situation: Nach längerem Verdacht wurde mir vor ca. 2 Monaten ADS diagnostiziert. Momentan werde ich gerade behutsam auf Medikinet Adult eingestellt. Bei mir liegen einige offensichtliche Begleiterkrankungen vor, wie z.B. Angststörung, chronische Kopfschmerzen, daraus resultierender Medikamentenmissbrauch. Wegen dieser Dinge bin ich beteits seit längerem bei einet Verhaltenstherpeutin in Behandlung, die sich zufällig auch mit ADS gut auskennt. In Bezug auf Diagnose, ärztliche Behandlung und Therapie bin ich also eigentlich gut versorgt.

    Was sagt ihr: Macht in diesem Fall ein Klinikaufenthalt, Kur oder Reha überhaupt sinn? Hat Euch das sehr geholfen? Was konntet ihr "mitnehmen" das durch eine ambulante Behandlung nicht gewährleistet werden kann? Gibt es eine Klinik, die man bei meinen Diagnosen besonders empfehlen kann?

    Ich plane nämlich, in nächster Zeit den Arbeitgeber zu wechseln. Das kann sich durchaus noch einige oder viele Monate hinziehen, allerdings würde ich das dann natürlich gerne noch beim alten Arbeitgeber machen, wenn ich mich überhaupt dazu entschließe...

    Vielen Dank und viele Grüße,
    Jahbah
    Geändert von Jahbah ( 9.07.2017 um 11:44 Uhr)

  2. #2
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 736

    AW: Klinikaufenthalt, was meint ihr?

    Hallo Jahbah

    ich kann Dir diesbezüglich eigentlich nur dazu raten, wenn Du es zeitlich einrichten kannst.

    Natürlich spielt da die Auswahl der Klinik auch eine Rolle.

    Bei mir wurde es ja erst sehr spät entdeckt, aber, wie Du sicherlich ja auch weißt, läuft immer irgend etwas schief im Alltag, was einen Tag für Tag

    verzweifeln lässt.

    Und nicht nur daß, dazu kommen Begleiterkrankungen, wie bei mir auch, Depressionen, Suchtverhalten, usw. da ich ja jahrelang

    überhaupt nichts davon wusste, weder medikamentös, noch verhaltenstherapeutisch behandelt worden bin.

    In immer einer größeren Sackgasse landete, war ja komplett bescheuert, dachte ich immer...

    Bis dann die Diagnose fiel, ich war jetzt schon zweimal in einer Klinik speziell für ADHS im Erwachsenenalter.

    Als ich zum ersten Mal dort ankam, dachte ich, Oh Gott, wenn das mal gut geht, die sind ja alle noch zu jung, weit gefehlt,

    innerhalb paar Stunden war ich integriert, aber noch besser, die waren ja alle wie ich irgendwie ähnlich, alles suchte, alles

    schimpfte, alles hopste auf den Sesseln rum, alles latschte Nachts durch den Fluren, und spontan dachte ich, dass

    ist hier eigentlich Deine Familie.

    Nun aber zum therapeutichen Ansatz, auch da habe ich kapiert und auch gelernt, dass ich überhaupt nicht die Einzigste

    war mit Ängsten, mit Verhaltensauffälligkeiten, usw. und das es für die Therapeuten ganz klar war, das viele diese Erkrankungen

    durch das ADHS zustande kommen, und noch besser, dass Du dort verstanden wirst, was in manch anderen Kliniken, nicht

    unbedingt der Fall ist.

    Um es kurz zu machen, wenn Du die Möglichkeit hast, es bewilligt wird, Du Dir die Zeit irgendwie nehmen kannst,

    dann versuche es, natürlich gibt es da auch Phasen, wo man genervt ist, wo man nach Hause will.

    Ich kann ja nur von mir reden, und ehrlich gesagt, wenn man mich fragen würde, ich würde wieder hin gehen, war eines meiner schönsten

    Aufenthalte in einer Klinik.

    LG Chaosfee

  3. #3
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: Klinikaufenthalt, was meint ihr?

    hmmmm! es ist eine schwierige frage. ich wollte nie in eine reha und habe einen antrag des jobcenters abgelehnt eine zu machen. als meine mutter zwei jahre später verstorben ist, da bin ich auf anraten meiner damaligen ärztin 2013 in eine reha gegangen.

    für mich war es nichts weiter als ein teurer schwimmkurs (habe dort viel geschwommen).

    es hat mir persönlich von krankheitsbild keineswegs weitergeholfen und war für mich aus dieser sicht nutzlos.

    dennoch muss ich sagen, dass es auch mal angenehm war, dass man für eine bestimmte zeit (fünf wochen - wo auch keine grenze lag) in eine andere umgebung war. die ärzte usw. haben mich nicht wirklich weitergeholfen, so dass nach den fünf wochen alles beim alten war. "schlimm" habe ich es auch empfunden, dass man menschen kennen gelernt hat, die einen sympatisch waren (ähnliche probleme wie man selbst hatte) und man danach niemals mehr gesehen hat. die ersten vier wochen habe ich als angenehm empfunden, wobei die fünfte woche langsam anstrengend wurde, da ich doch so langsam die "heimat" vermisst habe.

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.651

    AW: Klinikaufenthalt, was meint ihr?

    Jahbah schreibt:
    Nach längerem Verdacht wurde mir vor ca. 2 Monaten ADS diagnostiziert. Momentan werde ich gerade behutsam auf Medikinet Adult eingestellt. Bei mir liegen einige offensichtliche Begleiterkrankungen vor, wie z.B. Angststörung, chronische Kopfschmerzen, daraus resultierender Medikamentenmissbrauch. Wegen dieser Dinge bin ich beteits seit längerem bei einet Verhaltenstherpeutin in Behandlung, die sich zufällig auch mit ADS gut auskennt. In Bezug auf Diagnose, ärztliche Behandlung und Therapie bin ich also eigentlich gut versorgt.
    Verstehe ich jetzt nicht- wenn du ambulant, wie du selbst sagst, gut versorgt bist, wozu denn dann ein Klinikaufenthalt?

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 1.241

    AW: Klinikaufenthalt, was meint ihr?

    Ich denke auch, wenn du ambulant gut versorgt bist, ist ein Klinikaufenthalt eigentlich nicht nötig.

    Selbst hatte ich vor Jahren mal eine medizinische Reha und die hat mir überhaupt nichts gebracht, außer ich habe nette Leute kennengelernt und das war es dann
    auch schon.
    Du solltest dir auf jeden Fall überlegen, welchen Nutzen so ein Klinikaufenthalt dir bringt, besonders wenn du in einer Klinik bist, wo sich niemand so richtig mit
    ADHS auskennt.

  6. #6
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Klinikaufenthalt, was meint ihr?

    Hallo Jahba,

    Ich hab schon einige Klinikaufenthalte hinter mir. Ich denke nicht, dass jemand dir da ab- oder zuraten kann außer dir selbst. Meine Erfahrungen waren eher schlecht, was aber daran liegt, dass ich mir immer selbst im Weg stand und das ist ja bei Ad(h)s nicht so ungewöhnlich. Wenn du eine gute Klinik findest undan kompetente Ärzte und Therapeuten gerätst kann eigentlich nicht viel schief gehen. Aber ich fand es auch, wie andere hier schwierig, Menschen zu treffen mit denen ich mich gut verstanden habe aber die ich danach nie wieder gesehen habe. Es kann wirklich super sein aber auch mächtig schief laufen
    Ich wünsche dir trotzdem viel Glück bei der Suche

    Liebe Grüße

  7. #7
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Klinikaufenthalt, was meint ihr?

    4.Kl.konzert schreibt:
    Verstehe ich jetzt nicht- wenn du ambulant, wie du selbst sagst, gut versorgt bist, wozu denn dann ein Klinikaufenthalt?
    Na, das war ja eigentlich meine Frage an die Erfahrenen. Ob es Aspekte gibt, andere Therapie-Ansätze, zusätzliche "Angebote", der intensivere Kontakt mit anderen betroffenen, etc., die ambulant so eher nicht vorhanden sind, aber jemandem hier weitergeholfen haben. Vielleicht hab ich mich nicht präzise genug ausgedrückt. Ich stehe halt noch ganz am Anfang meiner "Orientierung", und die Überlegung war, ob z.B. eine Reha auch ergänzend zur ambulanten Therapie Sinn machen kann, gerade auch bezüglich der Komorbiditäten. Ich könnte mir z.B. rein theoretisch vorstellen, dass in einer Einrichtung, die regelmäßig AD(H)S-Patienten mit chronischen Kopfschmerzen "behandelt", Kenntnisse vorhanden sind, die meine Ärztin so vielleicht nicht hat...

    Aber wie gesagt, ich stehe ja noch ganz am Anfang und hab deshalb wenig Ahnung, sorry, deshalb frag ich ja...

    Vielen Dank jedenfalls schon mal für Eure Eindrücke!

    Liebe Grüße,
    Jahbah

  8. #8
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Klinikaufenthalt, was meint ihr?

    Murmel schreibt:
    Ich denke auch, wenn du ambulant gut versorgt bist, ist ein Klinikaufenthalt eigentlich nicht nötig.

    Selbst hatte ich vor Jahren mal eine medizinische Reha und die hat mir überhaupt nichts gebracht, außer ich habe nette Leute kennengelernt und das war es dann
    auch schon.
    Du solltest dir auf jeden Fall überlegen, welchen Nutzen so ein Klinikaufenthalt dir bringt, besonders wenn du in einer Klinik bist, wo sich niemand so richtig mit
    ADHS auskennt.
    Danke für Deine Antwort! Nee, klar, einfach irgendeine Klinik, das bringt mir nix. Wenn überhaupt käm für mich nur eine Einrichtung in Frage, die da spezialisiert ist. Am besten sogar noch im Zusammenhang mit meinen Komorbiditäten. Bin hier im Forum schon über ein paar "Empfehlungen" gestolpert... Aber auch da muss ich erst mal ausloten, ob es überhaupt Sinn macht, mich drum zu kümmern.

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.086

    AW: Klinikaufenthalt, was meint ihr?

    ich habe eine Reha in einer Fachklinik für ADHS gemacht (Bad Münder), das ist jetzt 4 Jahre her und war ein Flop, ein totaler.

    Zum Jahreswechsel dieses Jahr war ich ein Bad Bramstedt im Klinikbereich und es war das Beste, was ich machen konnte.

    Es hängt sehr von der Klinik ab.

  10. #10
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: Klinikaufenthalt, was meint ihr?

    Elwirrwarr schreibt:
    .....Bad Bramstedt im Klinikbereich und es war das Beste, was ich machen konnte....
    lag es an den Programmen (Ärzte) oder den Umfeld (Patienten) oder?

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