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Diskutiere im Thema Psychotherapeut, Psychologe oder Neurologe? Diagnose vorhanden im Forum ADS ADHS Erwachsene: Ärzte und Kliniken
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  1. #1
    rob


    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 88

    Psychotherapeut, Psychologe oder Neurologe? Diagnose vorhanden

    Hey ,

    habe die Diagnos ADHS seit einer Woche.
    Mein Neurologe hat die Diagnose Akzeptiert, allerdings die empfohlene Therapie mit Medikinet strikt abgelehnt, daher haben sich unsere Wege nach einem erfolglosen Jahr getrennt .

    Die Psychotherapeutin bei der die Diagnose durchgeführt wurde hat mir nun eine Liste mit Arztempfehlungen mitgegeben.
    Darunter sind Psychotherapeuten, Psychologen und Neurologen im Raum Dresden.

    Ich frag mich jetzt welcher dieser Arzttypen am ehesten passen würde?
    Habe halt in meinem Leben bisher so ziemlich keine Erfahrungen mit Ärzten machen müssen (außer die o.g ) das will ich mir ein zweites mal ersparen.
    Geändert von rob (30.09.2015 um 13:40 Uhr)

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 96

    AW: Psychotherapeut, Psychologe oder Neurologe? Diagnose vorhanden

    Hallo rob,

    also Neurologen sind jene Ärzte, die eben auch die Medis bei Adhs verschreiben (dürfen).

    Psychotherapie kann zum Beispiel Verhaltenstherapie sein und ist bei Adhs in jedem Fall nützlich!

    Ich meine, dass sich die Bereiche von Psychologen und Psychotherapeuten überschneiden, es sich aber bei den Psychologen eher um "Gesprächstherapie" handelt.


    Gruß Wuselig
    Geändert von Wuselig (30.09.2015 um 13:58 Uhr)

  3. #3
    rob


    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Psychotherapeut, Psychologe oder Neurologe? Diagnose vorhanden

    Hm interessant.

    Also die Psychotherapeutin, welche die Diagnose stellte, meinte das weitere Maßnahmen nur Sinn machen wenn ich vorher auf Medikinet eingestellt werde.
    Da meine Aufnahmefähigkeit sonst einfach viel zu gering sei (mir fällt es eben schwer gesprochenes schnell und sicher zu begreifen, Arbeisgedächtnis=0 :/ ).

    Das würde bedeuten ich komme vorerst nicht um einen Neurologen herum?

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.867

    AW: Psychotherapeut, Psychologe oder Neurologe? Diagnose vorhanden

    Wegen der Medikamente kannst du dich an Psychiater, ärztliche Psychotherapeuten und Neurologen wenden. Die haben Medizin studiert und dürfen Medikamente verschreiben. Psychologen und psychologische Psychotherapeuten haben Psychologie studiert und dürfen daher keine Medikamente verschreiben.

    Reine Psychologen, die keine Zusatzausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten gemacht habe, dürfen in aller Regel Psychotherapie nicht über die Krankenkasse abrechnen (da gibt es aber auch Ausnahmen, wenn zu wenige Psychotherapeuten in der Region sind). Jeder psychologische Psychotherapeut ist auch Psychologe (zumindest bei Erwachsenen, bei Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten ist das anders), da die die Voraussetzung für eine Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten ein abgeschlossenes Psychologiestudium ist.

    Bei den ärztlichen und den psychologischen Psychotherapeuten gibt es drei mögliche Therapieformen, die von der Krankenkasse bezahlt werden: Verhaltenstherapie, tiefenpsychologische Therapie und psychoanalytische Therapie. Für die meisten ADHSler ist eine Verhaltenstherapie sinnvoll, aber das muss man immer im Einzelfall entscheiden, welche Probleme gerade bearbeitet werden sollen. Die ärztlichen und psychologischen Psychotherapeuten spezialisieren sich normalerweise auf eine Therapierichtung. Bei der Suche eines Therapeuten ist es daher sinnvoll, wenn man sich als ADHSler erstmal nicht an die Psychoanalytiker wendet, da die der Diagnose ADHS eher kritisch gegenüber stehen. Für Sachsen kannst du auf der Seite: Arztsuche KVS nach Psychotherapeuten, Psychiatern und Neurologen suchen. In der Ergebnisliste kannst du die einzelnen Personen anschauen und da steht dann auch, ob Psychoanalyse, Verhaltenstherapie oder Tiefenpsychologie angeboten wird. Bei den Psychotherapeuten und den Psychiatern würde ich mich zuerst man nur an die wenden, die Verhaltenstherapie anbieten. Da ist die Chance höher, dass du an jemanden gerätst, der ADHS nicht leugnet.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 96

    AW: Psychotherapeut, Psychologe oder Neurologe? Diagnose vorhanden

    Noch besser (und ausführlicher) hätte man es wohl kaum ausdrücken können.

    Die Sache mit dem Bewusstsein für Adhs als Syndrom ist eine große...
    Da kann man meiner Erfahrung nach schon fast eher auf Glück setzen...
    Aber da hat sich inzwischen (Gott sei Dank) viel getan.

  6. #6
    rob


    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Psychotherapeut, Psychologe oder Neurologe? Diagnose vorhanden

    Habe morgen einen Termin bei einer Psychiaterin, wobei ich mir gerade garnicht mehr 100% sicher bin, kann auch sein das es eine Psychologin ist .
    Habe bei einer Institutimbulanz sehr Zeitnah einen Termin bekommen, die haben irgendwie mehrerer Ärzte, bin mir aber recht sicher das die Schwester meinte ich bekäme einen Termin bei einer Psychiaterin.
    Hoffe die lässt mich nicht wieder ablaufen, nach meiner Diagnose und allem was ich bisher gelesen habe möchte ich unbedingt mph ausprobieren. Wenn es nicht hilft ist es ja auch kein Problem und mir ist auch klar das Medis nur ein Teil des Puzzles sind.
    Aber halt allemal besser als ein "Coctail" aus Venlafaxin + neuroleptiker und Benzos , was mir mein Neurologe andrehen wollte...
    Werde dann sicher berichten was raus gekommen ist...

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 405

    AW: Psychotherapeut, Psychologe oder Neurologe? Diagnose vorhanden

    Die Institutsambulanz hat schon mal den Vorteil, dass sie per Definition "interdisziplinär" ist.

    D.h. dort wird auf jeden Fall (!) ein Arzt einer der genannten Fachrichtungen zur Verfügung stehen, der in jedem Fall Rezepte ausstellen kann. Ebenso aber in der Regel auch Psychologen / psychologische Psychotherapeuten, Ergotherapeuten, Sozialarbeiter etc. - je nach individuellem Bedarf.


    Was die reguläre ambulante Versorgung betrifft, hat Fliegenpilz ja alles ganz hervorragend erklärt .


    Ich kann mich nur nochmal anschließen:

    Wichtig sollte zuallererst sein, dass die aufgesuchte Person Erfahrung mit ADHS hat! Die genaue Fachrichtung wäre mir ziemlich Schnuppe, wenn die Chemie stimmt.

    Und als Kassenpatient macht es natürlich Sinn, sich eine Praxis mit "Kassensitz" zu suchen. Gerade bei den psychologischen Psychotherapeuten gibt es häufiger auch Privatpraxen (zu denen könnte man wie angedeutet im Ausnahmefall im Rahmen der sog. Kostenerstattung mit Genehmigung der Kasse zwar auch gehen, aber das wäre ein anderes Thema).

    Wenn du - wie von Fliegenpilz vorgeschlagen - die Arztsuche der "KV" = "Kassenärztlichen Vereinigung" deines Bundeslands nutzt (wo auch die psychologischen Psychotherapeuten gelistet sind!), werden dir - im Gegensatz z.B. zum Telefonbuch - garantiert nur "Kassenpraxen" angezeigt.



    PS:

    Bei den Facharztbezeichnungen wird man häufig "Facharzt für Neurologie UND Psychiatrie" finden. Das heißt dann, dass der Arzt auf beiden Gebieten spezialisiert ist, was für ADHS von Vorteil ist, da es eher in das ärztliche Tätigkeitsfeld des Psychiaters fällt. Es gibt auch "reine" Neurologen, die wenig mit psychiatrischen Krankheitsbildern am Hut haben, sondern hauptsächlich bei den "klassischen" neurologischen Erkrankungen (Schlaganfall, MS, Parkinson, periphäre Nerven etc.) tätig sind.

    Am Besten beim ersten Anruf bei der Praxis nachfragen, ob man mit seinem Störungsbild dort "richtig" ist!


    In der GKV soll die Erstverordnung von Methylphenidat bei Erwachsenen durch einen der folgenden Ärzte erfolgen: "Fachärztin/Facharzt für Nervenheilkunde, für Neurologie und / oder Psychiatrie oder für Psychiatrie und Psychotherapie, Fachärztin/Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie, ärztliche Psychotherapeuten"

    ( siehe: https://www.g-ba.de/downloads/83-691...2015-09-02.pdf Punkt 44, Seite 18 )
    Geändert von /dev/random (10.11.2015 um 00:40 Uhr)

  8. #8
    rob


    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Psychotherapeut, Psychologe oder Neurologe? Diagnose vorhanden

    Hatte heute einen Termin bei einer Psychiaterin der Institutsambulanz.
    Vorweg, habe kein Rezept für mph bekommen, da sie sich erst einmal in das noch nicht so lange auf dem Markt befindliche Medikinet einlesen muss.

    Die "Chemie" hat aber gestimmt, denk ich.
    Sie hat wirklich versucht mich zu Verstehen, war mir sehr sympathisch.
    Allerdings hat sie die Diagnose schon ein wenig angezweifelt. Ich war halt bei vielen Tests nur knapp Auffällig.
    Sie nannte andere mögliche Ursachen, zb. agitierte depression, dagegen spricht mmn sicher das ich eben schon im Kindesalter diverse Probleme hatte.
    Was mir auch missfiel waren aussagen wie "adhs und Studium/Schule gut/sehr gut abgeschlossen..., das passt doch nicht...?". Sie bestand aber nicht auf diese Aussage was mir wieder gefiel...
    Und sie Verteidigte, zumindest teilweise, das vorgehen meines ehemaligen Neurologens.
    Sie hätte mich auf jeden Fall liebend gerne wieder auf Venlafaxin eingestellt, aber sie hat halt deutlich gemerkt das ich das nicht möchte :/.

    Ansonsten fand ich es aber schon sehr Angenehm und da noch alles offen blieb habe ich noch Hoffnung.
    Bin auf den, hoffentlich sehr zeitnahen, nächsten Termin gespannt...

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