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Diskutiere im Thema Suche Arzt für Diagnose (in Westthüringen und Süd- und Osthessen) im Forum ADS ADHS Erwachsene: Ärzte und Kliniken
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 29

    Suche Arzt für Diagnose (in Westthüringen und Süd- und Osthessen)

    Ich habe schon seit Kindertagen Probleme im Alltag. Größere und Kleinere. Kleinere, die auf Außenstehende groß wirken. Und Große, die in den Augen Außenstehender nichtig sind.
    Das erste mal beim Psychologen war ich vor 2 Jahren. Damals wegen Depressionen/ heftigen Stimmungsschwankungen und starken Ängsten. (Hauptsächlich vor Menschen, Tieren, Naturkatastrophen, Medizinern, der Höhe, der Zukunft, Wirtschaftskrisen, usw usw... sagen wir mal, ich bin von Natur aus eine ängstliche Person.) Wirklich geholfen haben diese Gespräche nicht. Die gute Frau schickte mich weiter in eine psychiatrische Tagesklinik. Bis ich dort in Behandlung kam dauerte es natürlich eine ganze Weile. Ich verbrachte dort vier Monate. Allerdings hatte die Behandlung kaum Erfolg.

    Zwischendurch lernte ich meinen jetzigen Freund kennen, der mich von Anfang an darauf aufmerksam machte, dass ich ADHS oder ADS haben könnte. Naja wirklich vorstellen konnte ich mir das nicht. Aber ein Gegenargument hatte ich auch nicht. Die Klinik, in der ich war, hatte mir ja nicht mal eine richtige Diagnose gestellt.
    Trotzdem. (Achtung Ironie!!!) ADHSler sind die hyperaktiven kleinen Kinder, die nicht auf ihre Eltern hören.
    Und ich war kein hyperaktives, ungehorsames Kind, ganz im Gegenteil. Wenn ihr jemanden nach mir fragt, würde er vermutlich behaupten, ich sei ruhig und nett. Letzteres ist Blödsinn.

    Im Januar war ich bei einem Psychologen, der eigentlich nur überprüfen sollte, ob ich mit meinem psychischen Zustand arbeitsfähig bin.
    Und der äußerte sofort seinen ADHS Verdacht!
    Das hat mich schon etwas stutzig gemacht...

    Deshalb möchte ich jetzt, dass ich auf ADHS getestet werde. Mir fällt einfach kein anderes Krankheitsbild ein, das auf mich passen würde. Wenn es AD(H)S ist, dann kann mir vielleicht geholfen werden. Wenn es das nicht ist, dann kann ich es wenigstens ausschließen.

    Um nochmal meine Probleme im Alltag bzw. mit dem ganzen Leben zu beschreiben, hier sind sie... so ausführlich erklärt, wie ich kann:

    Als Kind war ich immer sehr verträumt und vergesslich. Auch extrem Phantasievoll und nach Angaben meiner Lehrer sogar sprachbegabt. Allerdings auch faul... und damit meine ich SO RICHTIG FAUL und leicht ablenkbar. Der Satz: "Du könntest sooooooooooo viel besser sein!" begleitet mich praktisch schon mein ganzes Leben. Aber träumen ist soooo schön!

    Ich schloss die Realschule also mit Ergebnissen ab, die (angeblich) weit unter meinem Können lagen. Danach begann ich ein Fachabitur, das ich aber abbrechen sollte, wie so vieles im Leben.

    Während des Älterwerdens entwickelte ich eine immer stärkere Abneigung gegen Menschen. Und eine immer größere Sympathie für mich selbst.
    Ich hasse mich – aber gleichzeitig halte ich mich für die Krone der Schöpfung. Ich weiß nicht wie das funktioniert und ich weiß, dass es sich komisch liest. Aber es ist nun mal so.
    Wenn ich neue Menschen kennen lerne, bin ich meistens total genervt von ihnen, obwohl sie nur „Hallo“ gesagt haben. Ich habe außerdem ein großes Problem damit, Ratschläge zu befolgen oder Dinge zu tun, die mir jemand sagt. Und als der Respekt vergeben wurde, hab ich gerade jemanden ausgelacht. Ich kann keine Leute bedienen. Wenn ich jemanden die Tür aufhalte, möchte ich sie ihm am liebsten ins Gesicht knallen.
    Ich weiß, das ist nicht normal… aber ich sage das ja nicht, weils mir gefällt sondern weils so ist. Also weiter im Text.

    Als Depressiv würde ich mich nicht bezeichnen. Ich bin am Tag genauso oft depressiv, wie ich euphorisch bin. Etwas dazwischen gibt es nicht. Entweder oben oder unten.
    Ich habe heftige Stimmungsschwanken, ohne dafür einen bestimmten Grund zu haben. Und das nicht erst seit vorgestern.

    Ich fange hunderte von Dingen an. Am Anfang bin ich in dem was ich mache, immer sehr gut. Nur habe ich dann ab einem gewissen Punkt immer das Gefühl das es nicht weiter geht und breche die Tätigkeit wieder ab. Oder ich langweile mich einfach. Oder ich habe schon eine komplett neue Idee im Kopf die natürlich JETZT SOFORT umgesetzt werden muss.
    Um es zu verdeutlichen: Ich beginne Bücher, seitdem ich ein kleines Mädchen bin. Und beim beginnen bleibt es dann auch.

    Wenn etwas nicht so läuft, wie ich es mir vorgestellt habe, mich jemand kritisiert oder ich eine ungeliebte Tätigkeit machen muss, fange ich an zu brodeln. Ich gehe ziemlich schnell in die Luft. Als ich noch ein Kind war, ist bei den Mathematikhausaufgaben regelmäßig der Füller durch das Zimmer geflogen und meine Mitschüler angeschrien, wenn es mir zu viel wurde. Letzteres kam allerdings nicht sehr oft vor. Ich bin ziemlich schüchtern und nach außen hin ruhig. Muss ja keiner wissen, dass ich in meinem Kopf Partys feiere

    Ich habe definitiv ein Konzentrationsproblem. Um das festzustellen brauche ich keinen Arzt. Wenn ich rechne dann läuft das ungefähr so:


    1. 6x7= 42
    2. 5x5=25
    3. 3x (ääääh) 9 (Mein Bauch knurrt) = Dahinten steht ein Buch von H.P. Lovecraft. Geil! Oh da fällt mir ein, ich muss nachher noch ein Telefonat erledigen. Oh und da ist ein Fleck auf meiner Hose. Der ist grün. Wann habe ich denn grüne Farbe auf meine Hose bekommen? Oh ich sollte dringend mal wieder was malen, ich habe doch da letztens Aquarellfarben im Sonderangebot gesehen, als ich mit XXX in… Oh XXX hat doch nächste Woche Geburtstag… Wo war ich gerade? Ach ja: 3x9 = äääääh.


    Und so geht es mir mit vielen anderen Dingen auch.

    Außerdem habe ich ständig was zu spielen in den Händen, wippe mit dem Bein, kritzel meine Weltherrschaftspläne auf ein Blatt Papier…

    Vielleicht kann mir ja der ein oder andere sagen ob das nach AD(H)S klingt?

    Oh und natürlich das wichtigste: Kennt jemand einen guten Arzt in Westthüringen, Osthessen oder Südhessen? Jemand, der sich damit auskennt und das testet?
    Damit wäre mir sehr geholfen.
    Danke im Voraus!

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 81

    AW: Suche Arzt für Diagnose (in Westthüringen und Süd- und Osthessen)

    Huhu Zuckermurch,

    Kann dich völlig verstehen...war auch schon in Tageskliniken usw...
    Evtl. kenne ich eine Anlaufstelle in Mittelhessen wo du zu mindest eine Diagnose bekommen kannst. Falls das nicht zu weit ist...meld dich einfach mal bei Mir

    Liebe Grüße,

    Marcel

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Suche Arzt für Diagnose (in Westthüringen und Süd- und Osthessen)

    Ich habe inzwischen eine Klnik gefunden und dort einen Termin für die Diagnostik...
    Trotzdem danke, für die Antwort!

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