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Diskutiere im Thema ADHS, Medikamentöse Behandlung, Umzug = Diagnose nochmal machen? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Ärzte und Kliniken
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 50

    ADHS, Medikamentöse Behandlung, Umzug = Diagnose nochmal machen?

    Hi,

    ich habe 2003 mit 16 oder 17 Jahren meine Diagnose ADHS in einer Klinik stationär bekommen. Ich kam wegen dort eigentlich vorurteilsbegründet mit der Diagnose Cannabisinduzierte Psychose und Entwicklungsstörung etc. rein. Es stand aber schon nach einem Tag der Verdacht ADHS im Raum. Ich musste sämtliche Tests machen, meine Eltern wuden interviewt, MRT vom Gehirn gemacht, Blut abgenommen bekommen (bestimmt auch Schilddrüsenwerte gemacht wworden, hat mich damals nicht so interessiert,, kein Plan), 2 Wochen lang haben die mich dort beobachten können. Ich habe dann zum Schluss einen Wisch bekommen mit der Diagnose ADHS. Ich bin jetzt seit 10 Jahren durchgängig beim selben Arzt in Behandlung.

    So jetzt zu meiner Frage: Ich habe vor nach Berlin zu ziehen. Das ist etwas weiter weg (etwas ist gut, komme aus Bayern) und muss dann natürlich den Arzt wechseln. Bzw. erstmal einen finden. Wie ist das jetzt, glaubt ihr ich muss das ganze Diagnose Zeugs nochmal machen? Mein Arzt ist natürlich bereit sämtliche Unterlagen zur Verfügung zu stellen (denk ich jetzt mal). Gibt es hier jemanden der auch schon seinen Arzt gewechselt hat und musste die Diagnose dort wieder gestellt werden.

    P.S. Ich habe auch einen Schwerbehindertenausweis wegen ADHS daher ist die Frage eigentlich ein wenig unsinnig, aber trotzdem würde ich gerne die Erfahrungen hören und wie des so üblich ist. Vielen Dank schonmal an alle die mir weiterhelfen meine (übertriebene) Unsicherheit zu verringern.


    LG, Verpeilter Junge

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: ADHS, Medikamentöse Behandlung, Umzug = Diagnose nochmal machen?

    Du brauchst keine neue Diagnose zu durchlaufen. Such dir einen guten Arzt am neuen Wohnort(gibt im unteren Forenteil Bereiche dazu), bring ihm eine Kopie deiner Diagnosen und Behandlung mit und gib ihm die Kontaktdaten deines alten Arztes.

    Ich möchte dir empfehlen, dir auch von der stationären Behandlung eine Kopie deiner Patientenakte schicken zu lassen. Denn das ist - bis auf sehr spezielle Fälle - grundsätzlich ein Recht des Patienten. Du kannst dir - egal ob stationär oder ambulante Behandlung - von allen Untersuchungen, Diagnosen, Behandlungsunterlagen Kopien geben lassen. Meist kostest das zwar eine kleine Gebühr fürs Kopieren, ist aber sonst unproblematisch. Wenn du Kopien dieser Dinge hast, wird es bei allen neuen Behandlungen/Ärzten viel einfacher deine vorige Patientengeschichte abzuklären und überflüssige, nervige, zeitraubende, teure Doppeluntersuchungen zu vermeiden.

    Und dir selbst nimmt es - denke ich mal - auch die Reste von 'übertriebener' Unsicherheit wenn du nicht das Gefühl haben musst als Patient selbst dem neuen Profi alles möglichst fachlich richtig erklären bzw. ihn davon gar erst noch überzeugen zu müssen, dass das was du sagst stimmen könnte.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 50

    AW: ADHS, Medikamentöse Behandlung, Umzug = Diagnose nochmal machen?

    @ auri


    Danke, du beruhigst mich sehr, obwohl dieser SB-Ausweis das hätte eigentlich auch tun sollen.

    Ja, vor allem wenn ich aufgeregt bin kann ich erst Recht nicht auf vorhandenes Wissen zugreifen und etwas überzeugend erklären (ist mir vor Gericht schon passiert, sehr unangenehm, mach ich ab jetzt nur noch mit Anwalt ).

    Das mit den Patienakten ist halt so ne Sache. Ich habe damals (2003) einen Wisch bekommen auf dem die Diagnose ADHS steht und noch einen Wisch auf dem steht das ich in dieser Klinik von soundsovielten bis soundsovielten in stationärer Behandlung war. Ich war damals viel zu Jung um zu Verstehen das man alles schriftlich braucht. Werde es aber trotzdem mal versuchen auch wenn ich glaube das es unwahrscheinlich ist das da noch was existiert. Aber danke für den Tipp!



    LG, Verpeilter Junge

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: ADHS, Medikamentöse Behandlung, Umzug = Diagnose nochmal machen?

    Diese Unterlagen müssen 10 Jahre aufbewahrt werden, d.h. wenn du noch vor Jahresende eine Mail oder einen Brief mit Bitte um Kopie deiner Patientenakte losschickst, hast du sehr gute Aussichten, diese Kopie tatsächlich zu bekommen!

    Hat bei mir sogar bei älteren Unterlagen geklappt, weil nicht in allen Praxen und Krankenhäusern die Archive bereits modernisiert sind, ältere Akten als teils unter erheblichem Aufwand erstmal rausgesucht und dann ggf. geschreddert werden müssten, statt das per Mausklick zu versuchen.

    Vermutlich brauchst du aber für deine Zwecke garnicht die ganze Akte, sondern nur den abschließenden Bericht, der nach dem stationären Aufenthalt ja an deinen behandelnden Arzt gegangen sein dürfte. D.h. der Arzt bei dem du seit 10 Jahren durchgängig in Behandlung bist, dürfte alle Unterlagen haben die du und deine zukünftigen Behandler benötigen könnten!

    Und falls du finanziell knappsen musst, lässt du diese Unterlagen von den neuen Ärzten ggf. selbst anfordern, denn dann werden die ggf. nötigen Kopien/Faxe nicht auf deine Kosten gemacht.

    Nur eben falls du tatsächlich Interesse an der Patientenakte von damals hast, solltest du noch in diesem Monat aktiv werden. Denn hierbei ist die Aufbewahrungsfrist ja fast abgelaufen.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 50

    AW: ADHS, Medikamentöse Behandlung, Umzug = Diagnose nochmal machen?

    Hey,

    wirklich Klasse von dir. Bin jetzt viel gelassener (wahrscheinlich auch realistischer als meine Schwarzmalerei, naja schwarz weiß denken halt).

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