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Diskutiere im Thema Hilfe muss in Reha, aber wohin? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Ärzte und Kliniken
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Erfahrungen und Empfehlungen sowie Suche nach Ärzten und Kliniken
  1. #61
    Zotti

    Gast

    AW: Hilfe muss in Reha, aber wohin?

    Hallo, (medizinische Reha?)
    also was ich da lese, na ja, ich habe das alles hinter mir, ich war in vielen Kuren auch Mutter-Kind-Kur und bin froh, dass ich
    mit dem für mich persönlich nix mehr zu tun habe. Bin ja EU-Renterin.

    Ich kenne viele Menschen mit und ohne ADS und bisher habe ich in all den Jahren noch keinen Fall gehört, das ein ADSler oder
    auch Asperger zufrieden in irgendeiner Einrichtung oder Klinik war. Vielleicht kenne ich aber auch nur die, die eben sehr sehr
    anspruchsvoll und kritisch sind.

    Bei mir stand z.B. mal in einen Klinikbericht (Mutter-Kind-Kur) "sie hat eine sehr hohe Anspruchshaltung" na ja, was heißt das denn?

    Jetzt habe ich das Problem eher mit meinen Sohn, der soll jetzt eine medizinische Reha bekommen, kennt das jemand. Also er hat die
    Schule im letzten Jahr nicht geschafft (nachholen vom Realschulabschluß) und jetzt soll er eine medizinische Reha machen. Wir haben
    da schon vier Angebote zur Auswahl. Ich werde mir die zusammen mit ihm angucken und dann überlegen, welche Fragen man das stellt.

    Also wenn ich nach ADS frage und sie davon nix halten, dann können wir es zuerstmal ausschließen. Ach ja, ich werde euch berichten
    oder vielmehr frage hier auch mal ob jemand schonmal eine medizinisch Reha gemacht hat und welche Erfahrungen er hat.

    Gruß Zotti

  2. #62
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 93

    AW: Hilfe muss in Reha, aber wohin?

    Deister-Weser Klinik, Abtlg. II, Bad Münder, jetzt nach 7 Wochen Hin- und Herprüfung durch den RV steht es fest. Ende April/Anfang Mai muss ich dorthin. War jemand die letzte Zeit dort? Hoffentlich ist es wenigstens eine gescheite Klinik, habe immer so den Hang zu "Montagsausführungen". Im Moment habe ich einfach das Gefühl, mir hat jemand einen Prügel auf den Schädel gehauen, nix mit kleiner Wunschklinik..... ein Riesenkomplex

  3. #63
    pero

    Gast

    AW: Hilfe muss in Reha, aber wohin?

    Hi Tinchen,
    nee, ich war im März da.
    Mir ist auch klar das man in 5 Wochen nicht viel erreichen kann, aber ich hätte es z.b besser gefunden wenn mehrere Entspannungstechniken angeboten würden, oder überhaupt mehr auf die individuellen Probleme eingegangen wäre. Alle Patienten wurden in Ergo und Bewegungs-Therapie verteilt. Einige konnten kaum laufen, die haben nichts davon gehabt. Ich selbst habe keine Probleme mich zu bewegen, gehe täglich spazieren. Warum muss ich dann eine Stunde ums Haus laufen wenn zeitgleich ein Ergo-Angebot läuft? Macht doch keinen Sinn, es wäre doch besser wenn mehr Individualität in der Therapie wäre. Auch bei der Gruppentherapie habe ich für mich nichts mitgenommen. (Ich hatte vorher ein Jahr ambulante Therapie bei einem sehr guten Therapeuten...)
    Genaugenommen war nichts auf ADHS ausgerichtet, nur die Medikamente und das hätte ich auch zuhause machen können. Also waren die letzten 3 (von 5) Wochen eigentlich nicht notwendig, haben NICHTS gebracht.
    Aber mir ist auch klar das mein Perfektionismus auch Teil von ADHS (bei mir) ist...

  4. #64
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: Hilfe muss in Reha, aber wohin?

    Jetzt möchte ich auch noch kurz etwas dazu schreiben.
    Ich war letztes Jahr 5 Wochen in einer Klinik.
    Zuerst muss man klar sagen, dass so eine Klinik nicht speziell für ADHSler ist.
    Vielmehr werden da die Begleiterscheinungen behandelt werden.
    Soziales Miteinander wird gestärkt, eine Strukturierung gegeben.
    Zudem Bewegung und Meditation.
    Zumindest ist das bei Psychosomatischen Kliniken so.

    Als wichtig erachte ich ist zu erwähnen, dass die Programme einem ADHSler sehr entgegen kommen. Ich hatte sogar richtig Freude mitzuarbeiten.
    Und dabei findet sich unter den Patienten so ziemlich jede Form von Erkrankungen mit psychischem Hintergrund.
    Essstörungen, Borderline, Depressionen .... der geringste Anteil dürfte ADHS sein.

    Was bringts?
    Also mir brachte es erst einmal aus der Erschöpfung heraus zu finden.
    Viel Bewegung an der frischen Luft und Struktur von außen.
    Ich musste mich die Zeit nicht selbst strukturieren.
    Zudem habe ich gelernt, wie man sich den Tag einteilt, wenn man 24 Stunden Zeit hat und ein Klinikaufenthalt die Beschäftigung ist.

    Meine Erfahrung danach.
    Es ist alles weiter existent und ganz real dass ich mich wieder selbst strukturieren muss und ich nicht bei einer Meditationsübung entspannen kann, wenn die Jobsuche ansteht, die Forderungen von allen Seiten hereindrücken und von allen Seiten nur Verständnislosigkeit reflektiert wird.
    Verständnislosigkeit bezl. fehlender Selbständigkeit, mangelndes Selbstbewusstsein, Vergesslichkeit (Kurzzeitgedächtnis), Ungeduld usw.

    Fazit.
    Bei ADHS denke ich nutzt man den Klinikaufenthalt um körperlich wieder auf Vordermann zu kommen. Wahrscheinlich ist es egal, wie und wo die Klinik ist.
    Das Neue beflügelt und die Neugierde befähigt den ADHS'ler sich zu beteiligen und auch Freude zu haben.
    Weiter aber auch nichts.

    Ich kann mir vorstellen, wenn letztes Jahr schon irgendwer in Richtung ADHS gedacht hätte, dass die Job - Situation bei mir 'gerettet' werden hätte können.

    Aber was wäre wenn...
    Was vorbei ist ist vorbei und es geht irgendwie weiter, wenn auch anders.
    Grüße,
    Steve

    Sent with Tapatalk 2.

  5. #65
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Hilfe muss in Reha, aber wohin?

    Hallo Chaotenkopf,

    hier ging es um "Deine" Klinik

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...der-weser.html

    ... habe es nicht gelesen... hoffentlich steht da nix drin, dass dich runter zieht


    Wird schon werden.... vllt ist es ja tatsächlich schon hilfreich raus zu kommen und Abstand (im wahrsten Sinne) zu nehmen, so wie SteveD es sagt

    - - - Aktualisiert - - -

    oh... vergessen

    Liebe Grüße
    happy

  6. #66
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 93

    AW: Hilfe muss in Reha, aber wohin?

    Naja, wir schauen mal, wohin das ganze führen wird. Danke für die Antworten. Habe mir die Website schon angeschaut, auch verschiedene Erfahrungsberichte, die mich nicht wirklich glücklich machen.....Aber am Ende bleibt halt nur die Erfahrung selbst machen. Und eine Zusammenfassung bzw. Tagebuch werde ich hier bestimmt auch führen, auch wenn ich s nachreiche. Bis dahin bin ich gespannt, ob noch ein paar Ihre Erfahrungen mit dieser Klinik beschreiben.

  7. #67
    pero

    Gast

    AW: Hilfe muss in Reha, aber wohin?

    Ich glaube es macht Sinn sich offen darauf einzulassen und sich in der Klinik nicht zu verstellen. Das hat bei mir dazu geführt das ADHS sehr schnell ein Thema war...

    LG
    pero

  8. #68
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 676

    AW: Hilfe muss in Reha, aber wohin?

    Ihr könnt mir auch mal umgekehrt helfen :-)

    Ich bin gerade sehr konkret damit beauftragt, eine Wunsch-Klinik für ADHSler zu basteln. Heute zunächst den Mutter-Kind-Bereich, aber eigentlich bin ich für die Erwachsenen zuständig.

    Wenn es eine Wunsch-Klinik für ADHS gäbe, wie sollte die aussehen bzw. was sollte angeboten werden ?

    1. Als Mutter-Kind-Reha / Kur über 3 Wochen =20 bzw 21 Tage
    2. Als Erwachsenen-Reha über 5 Wochen (da Kostenträger Rentenversicherer)

    Ich selber kenne mich besser im Bereich Erwachsenen ADHS aus. Habe heute mal wieder die ADHS-Gruppe bei uns in Bevensen gemacht. Da bin ich ja sonst raus. Hat Spass gemacht :-)

    Ich finde es schwer, für 13-18 jährige ADHSler was anzubieten. Die wollen einfach häufig nicht.

    Für die Mutter-Kind-Reha schwebt mir vor, dass es an das Elterntraining von Corrie Neuhaus angelehnt ist. Und zusätzlich eine sehr gute ärztliche Beratung bzw. auch eine Art "Lotsenfunktion" mit Infos zur weiteren Lebensweggestaltung (Schulbegleitung, Integrationshilfen etc) bieten kann.

    Formal wird es so sein, dass die Kids eine Kinderbetreuung und auch angebote haben. Aber eben die Mütter eine Mischung von Erholung im Sinne von Frühsport, Bäder, Entspannungsverfahren / Massage und eben gezielte Infos / Austausch haben sollen.

    Über den konkreten Umfang und Inhalt zerbreche ich mir gerade den Kopf :-)
    In 3 Wochen kann man wenig machen (speziell in schwierigeren Fällen). Aber mehr zahlen die Kassen halt derzeit nicht.

    Für die Erwachsenen schwebt mir eine Integration in den Psychosomatik-Bereich vor. Hier soll es vor allem um Schlaf, Erschöpfung / Burnout / Trauma / Dissoziation gehen.
    Auch hier wieder ein gutes Sportangebot (der Sportraum ist um Klassen besser als bei uns in Bad Bevensen). Daneben aber auch physikalische Therapie / Kreativtherapie. Vielleicht auch Musikangebote (wenn es klappt und ich hier ein Forenmitglied in die Klinik ködere :-) ). Inhaltlich möchte ich dann aber eben verhaltenstherapeutisch orientiert nach Ari Tuckman die Exekutivfunktionen stärken bzw. eher eine "schlaue Therapie" im Sinne der Verringerung der Folgestörungen und weniger eine direkte "Therapie" der ADHS-Konstitution anstreben. Also eine Mischung aus "Neuhaus und Winkler" (mit eingen Emoflex-Anleihen).

    Was hilft / half und was nicht ?

    Danke für jeden Tip (auch per pm)
    Martin

  9. #69
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Hilfe muss in Reha, aber wohin?

    Reha hab ich noch nicht gemacht. Was ich aber aus den SHG mitgenommen habe, ist das den meisten eine gute Psychoedukation fehlt. In der ärztlichen Praxis ist dafür zu wenig Zeit, niedergelassene Psychotherapeuten haben haeufig nicht genug Kenntnis zu ADHS. Dem entsprechend sind viele Eltern sich nicht bewusst, dass Kids sie durch ihr Verhalten in der Regel nicht ärgern wollen, sondern häufig ADHS bedingt nicht wirklich anders können. Da fehlt häufig das Verständnis. Insofern fände ich eine Einführung in das PPP-Training sehr sinnvoll. EIne Freundin von mir ist KJP im Bereich VT und berichtet immer wieder davon, dass häufig die Eltern sehr wenig Ahnung/Vorstellung von den Problemen ihre Kinder haben und mit unadäquat hohen Strafen reagieren, was in der Regel kontraproduktiv ist.

    Außerdem wäre eine Einheit "Waschzettellesen" sinnvoll, weil häufig Medikamente von Patienten verweigert werden aufgrund der Deklaration der Nebenwirkungen. Das es sich dabei vorwiegend um einen Haftungsausschluss des Herstellers handelt, wissen die wenigsten. Und ich kenne niemanden, dem das jemals vom Arzt oder Apotheker so erklärt wurde. Im Gegenteil mischen sich häufig die Apotheken ungefragt mit Kommentaren wie "weniger ist immer mehr bei solchen Medikamenten!"(Venlafaxin) oder "Das ist ja ein BtM. Sind Sie sich sicher, dass sie das nehmen wollen?" Und dann erfolgt ein unqualifizierter Sermon über Abhängigkeitserkrankungen, was ich sowohl bei MPH-Verordnungen als auch von Morphin-Verordnungen bei chronischen Schmerzpatienten kenne, mit dem Ergebnis, dass dadurch das Vertauen zum behandelnden Arzt gestört wird.

    Ich persönlich kann weder Qigong, noch autogenem Training oder progressiver Muskelentspannung nach Jacobsen was abgewinnen. Aber was für mich wirklich super war, waren die Achtsamkeitsübungen, zumal die meiner Aufmerksamkeitsspanne wirklich entsprechen.

    WIchtig fände ich auch, Hilfestellungen für zu Hause zu vermitteln, sei es konkrte Ansprechpartner zu benennen, die einen Jobcoach vermittlen, Empfehlung von Ergotherapie zur Förderung der Konzentration und Bewältigung von Alltagsaufgaben und dafür zu sorgen, dass das auch im Rehaentlassbericht steht, weil sonst die niedergelassenen Psychiater nicht auf die Idee kommen, einem Erwachsenen von sich aus Ergo zu verordnen. Unter Umständen nutzt auch der Hinweis auf die Existenz von sozialpsachatrischen Pflegediensten, die eine Menge abfangen können.

    Bei Eltern und Kindern sollten vielleicht auch die Hilfsmöglichkeiten durch die Jugendämter vorgestellt werden, von SPFH über Hilfe zur Erziehung, Tagesgruppen, Wochengruppen oä, da ist die Hemmschwelle, diese Hilfe in Anspruch zu nehmen, häufig sehr hoch. Die Jugendämter werden immer noch mit Kinderklaubehörden gleichgesetzt. Dass sie zur Hilfe verpflichtet sind, und die Eltern ein Wunsch und Wahlrecht bezüglich der Hilfe haben, wird meistens verschwiegen.
    Geändert von Trine (17.04.2013 um 13:17 Uhr) Grund: Choas vom Handy sortiert und Gedanken ausformuliert

  10. #70
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 93

    AW: Hilfe muss in Reha, aber wohin?

    Na für mich kommt diese Klinik dann wohl frühestens in 4 Jahren in Betracht. Das einzigste, was ich aus 2 x Mutter-Kind-Kur beitragen kann und noch übelst in Erinnerung habe:

    Ein viel zu großer, überfüllter, lautstarker (wg. zu vieler Kinder) Speisesaal. Nichts ist schlimmer, als im größten Tumult und Radau auch noch essen zu müssen.

    Ich mag große Kliniken halt nicht, aber in meinem Fall nutzt mir das jetzt relativ wenig. Was nutzt die beste Klinik, wenn sie der Rentenversicherungsträger ablehnt.

    Laut meiner Recherche wird mir das in dieser Klinik mit dem Speisesaal auch passieren, aber da ich allein in Reha gehe, wird mein MP3 Player mein bester Begleiter werden, wenn mir das dort einfach zu laut ist. Entspannungsmusik auf die Ohren und Ruh iss.

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