Link zur Klinikhomepage: Klinik fr Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Ein paar meiner Diagnosen:
- ADS
- Depression (durch ADS ausgelöst)
- eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung
usw.

Ich war 3 Monate stationär in der Klinik, weil ich mir dort eine intensive Therapie gegen ADS und Depression erhoft habe.

Vor dem Aufenthalt war ich schon seit 2 Monaten krankgeschrieben und völlig ausgebrannt.

Folgende Therapieangebote habe ich genutzt:
Einzeltherapie (tiefenpsychologisch)
Interaktionsgruppe
Körpertherapie (Kampfkunst, Körperwahrnehmung)
Immagination
Werktherapie
Gymnastik

In der Freizeit habe ich mich dann entweder zurückgezogen, war zu Hause, habe mich mit Mitpatienten unterhalten, was mit einzelnen unternommen, Tischtennis gespielt usw. Mit wenigen Mitpatienten bin ich angeeckt, wenn ich mal Aufgaben nicht gemacht bzw. vergessen habe und usw.

EIn Hauptgrund für den Besuch in der Klinik war die angebliche spezialisierung auf AD(H)S, weil die Oberärztin Spezialistin dafür ist.

Ich hätte nur vorher gerne gewusst, dass diese Spezialistin die Psychoanalytische Theorien vertritt:

Aus Sicht einiger Entwicklungspsychologen und Psychoanalytiker wird es für unwahrscheinlich gehalten, dass die entsprechenden Symptome auf einem angeborenen Stoffwechseldefekt basieren. Vielmehr müssten frühkindliche lebensgeschichtliche Faktoren als ursächlich angesehen werden.

ADHS steht mit einem veränderten Stoffwechsel im Gehirn in Verbindung. Dieser veränderte Stoffwechsel müsse jedoch keine ursächliche Erklärung für das Verhalten der Kinder darstellen. Ebenso gut könne man annehmen, dass sich das plastische menschliche Gehirn bei ADHS-Kindern so entwickelt hat, weil sie bestimmte Erfahrungen machten. Diese ebenfalls in der Psychologie vertretene These sieht den Grund des Verhaltens eher in den Erfahrungen des Kindes als in der Vererbung.
Aus tiefenpsychologischer Sicht sind die Eltern und Erzieher also integraler Bestandteil des Phänomens und die Störungen im Verhalten der Kinder nur Manifestationen der Verhaltensprobleme ihrer Bezugspersonen.
Ebenso wird hyperaktives Verhalten als Kompensation von Ängsten und Konflikten oder als manische Abwehr depressiver Ängste und der Selbst-Objekt-Abgrenzung verstanden.[59]


Die haben versucht irgendwas in meiner Vergangenheit zu finden, was mich traumatisiert haben könnte oder ähnliches. Viel war da nicht zu finden und ddann meinten die, dass ich mich nicht öffnen würde. Ich habe gesagt, dass ich alles versuche, weil ich die Therapie ja nicht umsonst machen möchte etc.

AUßerdem waren die Familie/ Eltern sowieso an allem schuld und deren Feindbild, was die mir und den anderen Mitpatienten im Prinzip einreden/ aufbinden wollten. Ich habe das nicht mit mir machen lassen. Klar sind da Mitpatienten gewesen, die schlechte Erfahrungen mit ihren Eltern gesammelt haben und schlecht behandelt wurden. Mein Fall ist das nicht, aber die haben auch versucht mir das Wort im Mund umzudrehen.

Die Tiefenpsychologie ist meiner Meinung nach für einen Patienten, der am AD(H)S leidet nicht unbedingt das Richtige.

Außerdem habe ich die oft schon drum gebeten, dass ich doch wenigstens irgendein Konzentrationstraining usw. machen kann. Versprochen haben die mir einiges, aber passiert ist wenig