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Diskutiere im Thema nach welches Kriterien finde ich einen "guten" Arzt? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Ärzte und Kliniken
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 24

    nach welches Kriterien finde ich einen "guten" Arzt?

    Wie in einem anderen Post schon erwaehnt, nehme ich keine Medikamente, mache keine Therapy, gaaaar nix.

    Einfach weil ich mehr oder weniger das Vertrauen in "fremde" Hilfe verloren habe. Nie hab ich das Gefuehl gehabt, Therapien und Medis sind fuer mich sondern einfach nach "Schema F"

    Meinen Sohn (ADHS) haben die Medi's aggressiv gemacht, so das er sogar schon von der Schule beurlaubt worden ist. Das einzige was die Lehrer wollten war 'ne hoehere Dosis fuer ihn, er war untergewichtig, konnte nicht Schlafen, depressiv usw usw.

    Also "Loesung" war, Ernaehrungstherapie, Schlaftabletten und 'ne hoehere Dosis Methylphenidat und Verhaltenstherapie, alles vom Arzt verschrieben.

    Als er mir dann als 9 Jaehriger erzaehlt hat, es reicht, ich will sterben, das Leben hat keinen Sinn, sterben muessen wir eh irgendwann und dann kann er ja auch jetzt schon....... und wir Eltern waeren auch gluecklicher ohne ihn "das Sorgenkind", hatte ich die Schnauze voll. Neue Schule, keine Medi's, keine Schlaftabletten mehr, der Appetit kam wieder und mein Sohn konnte wieder Lachen und hat sogar ein paar Freunde gefunden.

    Er ist gluecklicher, jetzt uebergewichtig (mit einer konzentrationsspanne von 5 min), unorganisiert aber happy(!!!))
    Das war herrlich mein Kind nach Jahren mal wieder lachen zu hoeren

    O.k. das gehoert hier nicht hin, das sollte nur zur Erklaerung sein warum ich mich erstmal von Aerzten, Medi's und Therapien verabschiedet habe.

    Es geht so aber nicht weiter, ich habe depressionen, bin unorganisiert, im Job gehts bergab, beziehung leidet unter meinen Launen und meinem Sohn helfen kann ich auch nicht.

    Also wie finde ich einen Arzt der "gut" fuer mich ist.

    Ich kann nicht von Arzt zu Arzt rennen und immer wieder von vorn anfangen. Ich brauch Ergebnisse und Hilfe.

    Ein grosser Faktor warum ich erstmal meine Hausaufgaben zur Arztsuche machen muss ist, ich muss erstmal meinen Hausarzt ueberreden mir eine Ueberweisung zu schreiben (fuer jr. und mich). Das wird schon schwer genug

    Dann kostet es auch. Erstgespraech kostet um die $250 wovon mir die Krankenkasse hoechstens $ 123.65 wieder gibt (aber erstmal Vorkasse). Weitere Sitzungen kosten dann um die $210 wovon ich prozentual weniger wieder bekomme.
    Das ganze natuerlich x2 (fuer jr. und mich)
    Also, waere es nicht so prima nach 5 Sitzungen fest zu stellen, das ich "meinen" Arzt noch nicht gefunden hab und wieder von vorne anfage.

    Sorry, das es so lang geworden ist, ich dachte nur ich sollte die "Problematik" erlaeutern.

    Frage ist wie schon im Betreff, WIE finde ich einen guten Arzt?

    Danke schon mal fuer eure Antworten

    LG
    Ela
    Geändert von Sheila (15.08.2011 um 06:14 Uhr) Grund: tippfehler .. erst lesen dann posten :(

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: nach welches Kriterien finde ich einen "guten" Arzt?

    Das ist nicht ganz einfach. Ein Arzt sagte selbst mal zu mir - es ist da wie in den Sportarten, es gibt eine Bezirksliga, eine Bundesliga und eine Weltspitze.
    Letztere ist meist Professor und behandelt kaum noch, es sei denn es sind reiche Ölscheichs, die sich einfliegen lassen und ansonsten machen die eher weltweite Politik um Kontakte in der Forschungswelt herzustellen etc.

    Für den Laien ist es da sehr schwer, eine Einschätzung vorzunehmen. Ich würde als mögliche Kriterien vor allem den Lebenslauf hernehmen, was hat er bisher gemacht, wo war er überhaupt, in welchen Bereichen hat er sich spezialisiert, wie ist seine allgemeine interdisziplinäre Ausrichtung. Besitzt er auch Ahnung von verschiedenen Fachgebieten, hat er vielleicht irgendetwas geschrieben, sich in bestimmten Bereichen engagiert, war er in irgendwelchen Organisationen aktiv, leitet er Selbsthilfegruppen oder organisiert sie, hat er Lehrtätigkeiten oder ähnliches etc.
    Im Bereich ADHS würde ich - zumindest hier in Deutschland - nicht davon ausgehen, dass ein normaler Allgemeinarzt die entsprechende Qualifikation besitzt, ein ADHS angemessen zu diagnostizieren.

    Ganz besonders wichtig würde ich die Menge seiner Erfahrung als Kriterium ansehen. Im Falle von ADHS ist es leider so, dass die diagnostischen Möglichkeiten milde gesprochen ziemlich mies sind. Ich denke ein Arzt, der sich nur stumpf an die Vorgaben hält ohne nachzudenken kann auch viel Unsinn diagnostizieren. Deswegen ist es wichtig, dass er bereits langjährige Erfahrung im direkten Umgang mit Patienten besitzt. Es ist einfach notwendig, dass er sein Urteil nicht nur an der Punktzahl eines Fragebogens aufhängt, sondern auch genügend Patienten kennengelernt hat um sich ein persönliches Bild zu machen, ob du in das Schema fällst, dass er schon öfters beobachtet hat. Er muss genügend Erfahrung besitzen, welche Symptomatik er welchem Krankheitsbild zuordnen kann und auch darüber nachdenken können, welche anderen Sachen in Frage kommen können um deine Problematik zu erklären. Also Punkt Nummer 1: Wie lange schon ist er tätig in diesem Fachbereich?
    Punkt Nummer 2: Meinungen von Patienten einholen wenn du die Möglichkeit hast. Das ist noch viel wichtiger als alles andere, wenn du jemanden findest, der sehr viel auf ihn hält und dem gut geholfen werden konnte, ist es wahrscheinlich, dass er das auch bei dir können wird.

    Die Meinungen gehen da stark auseinander aber ich bin der Ansicht, dass ein Psychiater die richtige Wahl für soetwas darstellt, hierzulande sind Psychiater Ärzte mit medizinischer Ausbildung, die eine Spezialisierung in der Therapie psychischer Erkrankungen haben. Im Gegensatz dazu steht die Psychotherapie als vorwiegend verhaltensbasierter Ansatz. Das ist im Endeffekt eine Frage der Philosophie und im Endeffekt ist es weder eine rein verhaltensbasierte, noch eine rein medizinische Ursache, die zu den Problemen führt. Das sollte dein Arzt natürlich auch verstanden haben. Ansonsten stehst du vor dem Problem, dass der Psychiater meint, er müsse dir nur den richtigen Medikamentencocktail verabreichen damit du "geheilt" wirst, während der Psychotherapeut eher meint, du müsstest dich einfach nur anders verhalten. Beides wird keine zufriedenstellende Herangehensweise darstellen, wenn es zu einseitig und starr geschieht. Da muss dann die Balance irgendwie gefunden werden und das ist nicht so einfach glaube ich.

    Ich denke, dir kann da nur ausführliche Recherche helfen um über die genannten Hinweise Rückschlüsse über den Arzt zu erhalten. Letztendlich muss ein sehr guter Arzt auch nicht zwingend in irgendeiner großen allseits bekannten Klinik sitzen, sondern das kann auch der im Dorf nebenan sein, so ist es zumindest bei mir. Die sind dann nicht so ganz einfach zu finden weil sie nicht mehr im Internet Werbung machen, wie das bei den großen Kliniken der Fall ist. Schau dich um, welche Ärzte mit diesem Fachbereich es bei dir in der Nähe gibt und informiere dich, was sie machen. Sie sollten jedoch gezielt auch die Behandlung von ADHS (im Erwachsenenalter) als Spezialisierung haben. Ich glaube ein Problem, das in anderen Ländern noch viel mehr als in Deutschland vorhanden ist, ist dass ADHS zu einer Modediagnose verkommt und unter Medizinern verramscht wird. Dir sollte demnach wichtig sein, dass eine Spezialisierung vorhanden ist und nicht nur jemand, der es macht, weil es gerade "en vogue" ist. Neulich noch habe ich eine Amerikanerin mit Diagnose Depression und ADHS getroffen und die meinte zu mir "ADD is not even REAL, you know. Everyone can get the diagnosis in the US if you want to". Das ist schade wenn das wirklich so sein sollte. Umso wichtiger, dass man wirklich jemanden findet der speziell davon Ahnung hat.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 248

    AW: nach welches Kriterien finde ich einen "guten" Arzt?

    ....da ja viele damals um 1700 ausgewandert sind,
    weil sie in Europa nix auf die Reihe gekriegt haben, promiskuitiv veranlagt und sich oft unangemessen gegen die herrschende Klasse gewandt haben( impulsiv oppositionelles Verhalten)
    ist es vielleicht gar nicht so unwarscheinlich das

    6% der europäischen Adhs Genträger den 99% Genstamm aller weissen Amerikaner bilden.
    EVERYONE can get the diagnose in America because everyone has it
    Ich habe soeben George Bush rehabilitiert und Kerry Jewis

    lg atta

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