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Diskutiere im Thema Muss ich der Klinik/Ärztin hinterherlaufen?? Was kann ich erwarten? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Ärzte und Kliniken
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 122

    Frage Muss ich der Klinik/Ärztin hinterherlaufen?? Was kann ich erwarten?

    Hallo ihr!

    Nachdem ich hier einiges gelesen habe, wollte ich einige Fragen und Erfahrungsberichte von meiner (noch recht kurzen) Arztgeschichte loswerden, weil ich sehr stark verunsichert - aber v.a. über die Praxis der Patientenbehandlung - geschockt bin! Im Endeffekt habe ich das Gefühl dass ich eh wieder alles selbst machen muss und die Ärzte maximal zum Rezept-verschreiben da sind. Also eine Aufgabe, auf die sie sich eigentlich nicht beschränken sollten, dessen Realität aber anscheinend auch von irgendwoher auch schon in den Köpfen der Arbeitsgeber / Prüfungsämter so angekommen ist, nicht zu Unrecht, aber leider zu unserem ungerechtfertigten Nachteil!

    Ich war Mitte 2010 das erste Mal in einer bayrischen Stadt (darf ich den Namen nennen?) in der dortigen "Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie". Nun war das einen Monat bevor ich in's Ausland bin und die waren tatsächlich so unflexibel, dass sie es nicht geschafft haben, mir bei einem anderen Doc der die Tests macht, einen Termin zu verschaffen. Leider habe ich auch nix schriftlich bekommen und am Telefon beim nächsten Rückruf (dann im Januar 2011 nach meiner Rückkehr) auch keine Aussage, erst als ich mich dann überwunden habe (mit Depris manchmal schwierig!) und die explizit gedrängt habe, haben die mir dann den richtigen Namen gegeben und wir haben den Termin gemacht. Von sich aus hat meine Ärztin da weder einen Termin gemacht bzw. die haben anscheinend keine Datenbank bzw. CRM , aber gut, anyways. Irgendwelche Dioden hab ich nicht an den Kopf bekommen *lol*, wie war das bei euch? Habe aber diverse Tests gemacht, einen fand ich so verwirrend bzw. unklar, kein Wunder dass ich da so viele Fehler gemacht habe. Aber mir wurscht, ich wurde diagnostiziert, das war aber nur ein internes Papier, was ich zwar kopiert bekommen habe später, eine ICD-Einstufung ist dort aber NICHT drauf!! Auch hat der Arzt irgendwas gesagt von wegen "Ritalin" (gibt's das überhaupt noch, v.a. für Erwachsene?) und "ihre soziale Unsicherheit ist in ihrem Alter normal" LOL, ne is klar, äh wtf? Also ich war nicht sonderlich beeindruckt von ihm! Allein schon die Aussagen "könnte", "scheinbar" und ähnliches auf dem Schreiben machen mich ärgerlich!
    Ich meine, ich gehe wirklich nie zum Arzt, ich bin das Gegenteil vom Hypochonder, von daher sollten die sich doch dann aber (zumindest nach Außen hin zum Patient) einigen bzw. festlegen können und dann auch "ist / hat" etc. schreiben?!

    Anyways, mein "Fehler" war, nicht nur meine ja definitiv und offensichtlich vorhandenen Depressionen zu thematisieren, sondern meiner Ärztin (der eigentlichen Ärztin, mit der ich Gespräche hatte), die da wohl etwas indifferent (!) war, die Depressionen als mein Hauptproblem anzugeben. Dementsprechend habe ich kein Methylphenidat bekommen, sondern bei mir (sowohl bzgl. Depris als auch Abgelenkheit etc.) völlig wirkungsloses Elontril / Bupropion, obwohl ich schon gelesen habe, dass bei meiner (leider nicht explizit erwähnten: ängstlichen) depressiven Symptomatik lt. Internet zumindest ein SSRI gegeben werden sollte? Ganz ehrlich denke ich, ich sollte es definitiv mit Methylphenidat versuchen, wenn ich so all eure tollen Erfolge lese! Auch nimmt das mein Kollege, der seit Kindesalter eine Kopfverletzung hat und dementsprechende Symptome (inkl. Rechtschreibschwäche).

    Nun wollte ich euch nur meine aktuellen Probleme mit der Klinik erzählen: Als ich das letzte Mal im März/April (!) da war, wusste die Ärztin weder wer ich bin, noch was ich habe und hat dann auch noch die falsche Akte reingeholt! Ich musste nochmal komprimiert alles erzählen und hatte das Gefühl mich "rechtfertigen" zu müssen, und alles weil die Ärztin absolut unvorbereitet war!! Ich finde das eine Unverschämtheit! Klar, die haben einen riesen Workload, aber ich hab x Wochen auf den Termin gewartet bzw. SIE hat mir den zugesagt! Dann muss sie sich auch vorbereiten! Klar, sie hatte mich zwischenreingeschoben iwo anscheinend, aber na ja. Zur Klarstellung, erst damals habe ich Elontril verschrieben bekommen, dann habe ich es zwei Monate genommen, jetzt seit einer Woche nicht mehr. Warum?

    Von sich aus stellen die kein Rezept mehr aus und ich sehe es nicht ein, da jetzt betteln zu gehen, wenn doch angeblich klar nachgewiesen ist, dass ich krank bin?!
    Weil damals schon nach dem ersten Rezept musste ich erstmal anrufen und fragen , ob ich ein neues Rezept für Monat 2 kriege! wtf?? Findet ihr das normal? Soll ich mich beim Arzt nicht als Kunde o. Patient sehen? ...neuer Termin war damals auch nicht drin, weil die im Urlaub war!! Nun hat mir die damals aber dann auch einen Termin aufgedrückt, aber ganz ehrlich: Leider habe ich den m.o.w. verpeilt, war aber auch kurz vor der Abgabe einer wichtigen Seminararbeit, habe den also dann absichtlich in Hinblick auf die bisher mangelhafte Vorbereitung der Ärztin platzen lassen. Klar, irgendwie bescheuert, aber es kann doch auch nicht sein, dass man da nie einen Termin bekommt bzw. das "umbuchen" auch praktisch unmöglich ist! Selbst bei Lufthansa kann ich flexibel um eine Woche umbuchen! Aber die schaffen es nicht, das so zu organisieren, dass da irgendwie immer Spielraum bleibt! Ok, nun war die zweite Packung Elontril leer und ich hatte der Frau Doc schon einen Brief geschrieben, nachdem wir übrigens schon zwischen drin (vor Platzen des Termins) kurz miteinander telefoniert hatten!

    Damals hatte ich ihr schon gesagt, dass das Zeugs absolut nix hilft! (150mg, verzögerte Wirkung, retardiert oder so) Nun, meine Frage ist jetzt, muss ich denen weiter hinterherlaufen? Wieso schaffen die es nicht bzw. sehen es nicht ein, mir das Zeug weiter zu schicken? Ich nehme es ja gerne brav!! Ich meine kP was die davon denken, aber ich bin ein braves Schaf!! Ich tue alles was die sagen! Das Problem ist: Die sagen & tun nix! ...achso zum Brief, da habe ich "kurz" auf drei Seiten meine Symptome, Erfahrungen mit dem Medikament, Blutdruck und eine Bitte um ein Schreiben für den Notfall für die Uni / Prüfungsamt gebeten, weil ich damals befürchtete (auch jetzt noch), dass die mich plötzlich rauskicken können, weil unsere Prüfungsordnung eine absolute Grauzone mit vielen "Auslegungsstellen" ist!
    Auch wg. "Nachteilsausgleich" und so, was anscheinend ja viele Unis nicht anerkennen, der Kollege fragte schon (er ist ja sogar physisch verletzt!) nach, selbst ihm wollen sie das nicht genehmigen!! -.- Also Probleme allerorts!

    Nun ja, der Punkt ist, die Ärztin meldet sich weder schriftlich noch telefonisch, ehrlich gesagt sehe ich das nicht ein! Bin ich unverantwortlich? Ich meine, ich rufe gerne an, leider brauche ich immer über 2 Std. Fahrt bis zur Klinik pro Strecke & habe immer das Gefühl denen geht das alles sonstwo vorbei, also ich hoffe ihr versteht daher meine Demotivation! Meine Meinung ist halt, wieso nicht einfach mal das Medikament wechseln, um das auszuprobieren, braucht sie mir ja nicht "in's Blau des Auges" zu schauen oder mich zu befummeln , von daher verstehe ich es nicht!?
    Ich tue mich ehrlich gesagt schwer da anzurufen, weil ich einfach nicht weiß was die von mir erwarten oder was ich denen sagen soll? Ich will einfach nur weiter machen, aber nur dann wenn sich die Ärztin auch vorbereitet! Sonst brauche ich keine 6-8 Stunden und 40-50 EUR total pro Trip investieren!!

    Aufgrund dieses Theaters habe ich nun auch mal eine Ärztin hier in Nürnberg angeschrieben, die hat sich aber leider auch nicht gemeldet! *hmpf* Hatte auch schon ganz schlechte Erfahrungen mit einem Arzt hier, aber anyways...gut, sie sagen E-Mail ist eher unerwünscht, aber warum geben sie die dann an? Ich gebe zu, ich hätte ja auch einfach anrufen können, aber kann man verstehen dass ein depressiver ADHSler der eigentlich von 9-17 Uhr arbeitet und nicht irgendwelche Ärzte abtelefoniert, keine Kraft hat, da anzurufen? Die haben ebenso alle meine Daten, ich hab ja keine Angst vor dem Telefon, fühlt sich da keiner verantwortlich?! Ich meine wahrscheinlich haben die schon genug Patienten, aber sammal, wieso werden die dann eigentlich Arzt?!
    Ich würde dann versuchen zumindest jeden Patienten bzw. Interessenten auch im Auge zu behalten, selbst wenn dazu wahrsch. keine gesetzliche Verpflichtung besteht? -.-
    Ich mein ich ruf sicher mal die Tage an, ich hoffe nur da muss man keine 4-8 Wochen auf einen Termin warten...bereue es sehr nicht schon zu Beginn meines (zweiten) Studiums mal das Thema angegangen zu sein...

    So, ich bin gespannt, ich weiß es wird evtl. Leute geben die mich als ganz Schlimmen ansehen, aber ich frage mich einfach nur ob ich eigentlich nur dazu da bin, proaktiv (durch Hinterherlaufen) den Geldbeutel der Ärzte zu füllen, oder ob es auch Ärzte gibt, mit denen man in regelmäßigem, konstruktiven Kontakt stehen kann, wo auch ein Interesse an der Verbesserung besteht? Ich habe mir das ehrlich gesagt anders vorgestellt, v. a. da es anscheinend ja sogar Literatur zur "Problematik" der "nicht-kooperativen" Patienten gibt! Ich finde mich nicht "nicht-kooperativ", aber ich will schon irgendwie eine Zusammenarbeit sehen (dann bin ich auch proaktiv), wie soll mir denn auch sonst ein Arzt das richtige Medikament verschreiben, wenn er nichtmal weiß wer vor ihm steht?!

    Ganz generell würde ich gerne wissen, was ihr meint was ich nun tun sollte. Ich bin nun mal AHDSler und dementsprechend werde ich nur dann einen Arzt respektieren können, wenn die es schaffen, flexibel zu sein und auf mich etwas einzugehen ("kundenorientiert"). Ich habe sonst das Gefühl ich bin im kommunistischen Parteiapparat der Bürokratisten, ich meine allein schon die verfügbaren Termine, wer schafft es denn als Normalarbeitnehmer sich so anzupassen, was machen Manager?? Ich kann ja froh sein Student zu sein! Lasst ihr euch dann ständig für jeden Termin krankschreiben bzw. streicht eure Urlaubstage langsam zusammen?! Deswegen gehe ich sonst nie zu Ärzten, weil ich immer das Gefühl habe, die Zeit dafür haben doch eigentlich nur Arbeitslose und Rentner! Ich habe fast jeden Tag Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht in der Universität (inkl. teils am Wochenende!), d. h. ich muss da ein wenig 'Mitbestimmung' bei der Terminwahl haben können...

    So far, Dank und Grüße,


    Khaos Prinz
    Geändert von Khaos Prinz (25.05.2011 um 18:50 Uhr)

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: Muss ich der Klinik/Ärztin hinterherlaufen?? Was kann ich erwarten?

    Off Topic: Der Text ist echt zu lang für mich, zum Glück habe ich eine gute Vorlesesoftware, die ich auch immer für die Uni nutze, da ich oft „nicht“ etc. überlese.

    On Topic:
    In welchem Bundesland wohnst du? Anscheinend in Bayern (nach dem Text; soll nichts gegen Bayern sein, ich mag das Bundesland). Du bist in Deutschland und nicht in Nordkorea. Benachteiligte und/oder diskriminierte Personen/Gruppen genießen besondere Privilegien (schon alleine durch das Überdach der EU). Du bist „chronisch krank“ und darfst schon dadurch nicht benachteiligt oder diskriminiert gegenüber „gesunden“ Menschen werden (BASTA - Das Bndnis fr psychisch erkrankte Menschen - gegen Diskriminierung psychisch Kranker) auch wenn das noch vielerorts Gang und Gebe ist, weil sich keiner richtig wehrt. Da sind auch die Gerichte nicht zimperlich, wenn es um die Diskriminierung von „Randgruppen“ etc. geht, da das schon gegen die Menschenrechte verstößt. Wir haben in Deutschland das AGG.
    Hier mal Uni Regensburg: Vorlesungsverzeichnis - Beratungsstellen
    Falls du eine Rechtsschutzversicherung hast, würde ich der Uni drohen, dass es richtig was vor den Bug gibt und du das auch noch öffentlich machen wirst, wenn die dich denunzieren (Seminare etc.) oder diskriminieren. Jede Uni hat einen Behindertenbeauftragten. Geh mal zu dem (Termin machen). Bei uns hat ein Fachbereich vor ein paar Jahren derartig eins gerichtlich vor den Bug bekommen (wegen Bevorteilung einiger Klausurteilnehmer mit Tipps und Hilfestellungen), die sind noch immer so klein, dass die unter dem Teppich Fahrrad fahren könnten und haben Angst vor weiteren Klagen etc.. Ich habe keine Angst meine Uni zu verklagen. Schließlich habe ich das Recht dazu und ich lasse mich nie mehr von jemand in irgendeiner Form in der Uni wegen des ADHS benachteiligen. Ich gehe dem Professor auch ganz klar sagen, dass er mir KEINEN freiwilligen "Gefallen" damit tut (wenn er meinte, dass er mit die beschlossenen Freiräume nicht gewähren muss), dass ich mehr Zeit für die Klausur habe, sondern dass es seine gottverdammte Pflicht ist und wenn er meint den Molly oder Karl-den-Übermächtigen mit mir spielen zu können, hat der Behindertenbeauftragte sofort eine Mail im Eingang mit Kopieempfänger Dekans, dem entsprechenden Professor und des Uni Präsidenten. Dann können wir uns gerne mal alle zusammensetzen und klären, ob er es denn nun tun MUSS oder DARF und das es eine Sauerei ist, die Krankheit von mir herunter zu spielen. Ich bin da echt seit einigen Wochen sehr rigoros, auch bei Vorträgen etc.. Und wer es nicht einsieht, braucht halt mal was vor den Latz. Wenn man immer ordentlich kracht macht, hat keiner mehr Lust drauf und man hat freiere Bahn zu seinem Recht und keiner stellt sich mehr quer. Das heißt natürlich nicht, dass ich wegen allem herum heule, nur sobald ich wegen der Krankheit einen Nachteil gegenüber einem Gesunden habe, werde ich zur rasenden Wildsau. Ich will keine Zensuren geschenkt haben, aber ich will Respekt und einen adäquaten Ausgleich, ohne das meine Leistungskontrollen vom Niveau her unter denen meiner Kommilitonen sind. Und ich sage auch ganz offen, dass ich ADHS habe, wer damit nicht klar kommt hat Pech und in der Uni wird nicht gemobbt wie in der Schule (vllt. hinter dem Rücken aber nicht öffentlich). Auch da wäre ich ganz schnell im Büro des Behindertenbeauftragten. Denn ich bin genauso ein Mensch wie alle anderen und nicht mehr oder weniger wert. Und es ist die Pflicht des Behindertenbeauftragten benachteiligten Studenten zu helfen, wenn diese im Recht sind. Ansonsten sollte er zurücktreten und einen den Job machen lassen, der Ahnung davon hat.

    Ich gehe nur auf die Medis ein (darum geht es ja hier hauptsächlich), da ich das gleiche Problem habe und sage dir wie es bei mir ist:

    Ich habe im TV eine alte Dame gesehen, die in einem Durchsetzungsseminar war und befragt wurde, warum sie da hin geht. Mir hat der Satz "hier lernt man wenigstens mal wie man sich beim Arzt durchsetzten kann, so dass der auch mal auf mich richtig eingeht und ich auch mal das durchsetzten kann, was ich möchte und mich nicht immer vertrösten oder überreden lasse" echt die Augen geöffnet. Ich bin der Kunde, der Kunde ist König und hat freie Arztwahl in Deutschland (zum Glück). Allerdings sollte man sich als König auch königlich benehmen, das heißt: Der Arzt hat Ahnung von dem was er macht, man sollte ihn nicht als Laien etc. sehen, beschimpfen oder so tun als ob man selber Fachmann wäre. Wenn ich allerdings ein Medikament ausprobieren WILL (nicht möchte) und es keinerlei Dinge gibt, die dagegen sprechen (aus ärztlicher Sicht) und der Arzt mir wieder nur mit dem dämlichen Satz kommt „für ADHS gibt es nur MPH, Strattera und Elontril sowie Reboxitin, was aber ausläuft“, dann geht mir echt der Kragen hoch. Zu so jemanden gehe ich nie wieder. Ich habe meine Diagnose schriftlich, wenn der halt kein Geld verdienen möchte und immer nur auf drei Medikamenten rumreitet, von denen ich derzeit ebenfalls MPH nicht bekomme (will ich auch nicht), ist das seine Sache, nicht meine. Ich renne KEINEM Arzt mehr hinterher oder krieche denen in den Po bis zum Anschlag, zumal sie mich sogar 2,3 fach abrechen können. Wer es nicht mal nötig hat, sich überhaupt mal anzuhören, was ich sage, sondern immer mit Strattera/Elontril um die Ecke kommt, der ist mir meine Zeit nicht wert. Ich habe gute Erfahrungen mit Modafinil gemacht, ich kann verstehen, dass Modafinil ein heikles Gebiet ist und der Arzt es nicht verschreiben mag (Nutzen/Risiko). Allerdings gibt es ~~~~~~, was viel besser verträglich ist (Schwächer) und zudem nur einen Bruchteil vom Modafinil kostet. Lange rede kurzer Sinn: Nach der ersten Tageshälfte Uni heute habe ich das Elontril in der Apotheke geholt und war schon in der Apotheke auf 180, dass ich ein Medikament bekomme, was meine Essstörung u.U. wieder auslösen kann. Ich bin zu einer Ärztin gegangen, die zwar ADHS kannte aber kein Experte ist und habe mir ~~~~ (sorry aber ich will nicht das ein gewisser Jemand das evtl. mit Google findet) verschreiben lassen. Leider meinte sie – als ich bei rausgehen war – dass die Sprechstundenhilfe morgen einen gewissen Jemand informieren soll, dass ich nun ~~~~ bekomme anstelle Elontril. Ich halte das nicht für LEGAL, da ich keinerlei Erlaubnis zur Korrespondenz gegeben habe und die Schweigepflicht zwischen Ärzten ebenfalls herrscht und ich meine Ärztin nicht entbunden habe. Trotzdem finde ich das gut, dass ich mit ihr Reden kann und sie auch meine Argumente anhört. Leider ist mir bei vielen ADHS Spezialisten aufgefallen, dass diese echt nur die drei Medikamente „kennen“.

    Also ich würde den Arzt wechsel, mir ist aufgefallen, dass schon bei den Medis bei vielen Ärzten rumgezickt wird. Leider erfinden mittlerweile viele Studenten/Manager ADHS, so dass die Ärzte zu Recht misstrauisch sind. Ich kenne viele die mal so MPH (Ritalin) verschrieben bekommen haben (vom Psychiater). In einigen Kliniken finden massenweise Diagnosen statt, so dass die natürlich nicht jeden mit Namen kennen, geh zu einem lokalen Psychiater, das ist persönlicher, allerdings habe ich dort auch schlechte Erfahrungen machen müssen. Es dauert meistens bis man einen guten Arzt findet, mit dem man reden kann und der wirklich zuhört und auch mal seine starren Prinzipien ändert…. Bei mir war anfangs auch nie von MPH die Rede, nur von Elontril und Strattera. Ich muss aber auch sagen, dass es einige Spezis gibt, die durch unsachgemäßen MPH gebrauch und Selbstdosierungen echt in die Bredouille gekommen sind (Entwicklung einer Abhängigkeit und Toleranzen). Wenn man eine Risikobewertung durchführen würde, ist es wohl sinnvoller mit Strattera oder Elontril anzufangen, ersteres kostet sehr viel Geld. Elontril ist auch eine amphetaminähnliche Substanz, allerdings mit anderer Wirkung als MPH. Ich war damals auch „heiß“ auf MPH und dachte damit flutscht nun alles… es erleichtert dir vieles im Alltag und in der Uni, aber du wirst trotzdem nicht intelligenter oder ein Albert Einstein, will sagen es verbessert nur die Konzentration um es auf deine Uniprobleme zu beziehen. Außerdem hilft MPH längst nicht jedem, bei mir war es sogar Kontraproduktiv. Allerdings muss jeder selber sehen, wie die Medikamente helfen, das kann man nicht konkretisieren. So haben viele negative Erfahrungen mit den Medis die mir helfen… .

    Edit
    Als ich noch keine Diagnose hatte, war ich auch oft bei einem Arzt, der bekannt dafür ist, das er massenweise Atteste für Studis ausstellt ohne rumzureden. Jetzt werde ich es nicht mehr tun (sollte ~~~~~~ so wie Moda mein Ego stärken und mir mein tatsächliches Wissen bewusst machen), denn es bringt nichts außer Scherein, Flucht und Selbstzweifel. Dieses Semester darf ich deswegen die doppelte Klausurzahl schreiben, weil ich damals so feige und ängstlich war. Und es wird nicht wieder zum Arzt gerannt, wenn was daneben geht ist es halt so. Das passiert - Verkettung unglücklicher Umstände. Man kann im Leben nicht immer vor Herausforderungen davonrennen (okay jetzt rede ich groß, aber ohne die richtigen Medis wäre ich auch wieder auf der Flucht). Gestern hatte ich eine Klausur. Es hieß zum dritten mal nicht (wie es vor Moda war): Ich falle eh durch ,sondern ich habe gelernt und die anderen wissen noch weniger und ich werde mir beweisen, dass ich der Beste bin (Moda verstärkt aber erheblich die Einschätzung ins Positive).

    Ich hatte seit meiner richtigen Medikation (die ICH mir in Absprache mit einem Arzt gemacht habe der leider verstorben ist):
    3 x Ausgezeichnet und 3x sehr gut, davor war ich immer im Zweier und Dreier Bereich. Ich WILL nicht protzen (davon habe ich auch nichts, ich MUSS hier KEINEM etwas beweisen), es soll nur aufzeigen, dass eine richtige Einstellung das Leben sehr ins positive verändert.

    Ich gehe stolz durch die Stadt, ich fühle mich erstmal gleichwertig und nicht als ein minderwertiges etwas, ich rede gegen Argumentationen die ich als falsch empfinde. Ich machen ganz gut mit in Modulen, wo ich keinen kenne und habe keine Angst was falsches zu sagen. ==> Vielleicht sollten sich mal einige Ärzte echt Gedanken machen, denn alle Medis die ich von den Spezialisten mit der Aussage "kann bis zu 16 Wochen dauern" bekommen haben, haben mir nichts gebracht. ES KAM KEINER AUF MICH ZU UND HAT MICH INFORMIERT, DASS ES NOCH WEITERE ALTERNATIVEN GIBT. Ich habe nachher einfach selber nach Alternativen in Fachbüchern geforscht und habe das dann mit einem Arzt, dessen Wortschatz mehr als nur MPH, Elontril und Strattera kannte, besprochen und einen Einnahme-plan erstellt . Ich bin sogar fast unter Strattera durchgedreht, aber der Arzt meinte trotzdem weiter nehmen... .

    Wenn ich noch einmal einen Arzt treffe, der mir diese drei Medikamente aufzählt und meint, dass es mehr nicht gibt, obwohl mir die drei nichts bringen und gar nicht auf meine Äußerungen und Wünsche eingeht, werde ich direkt aufstehen, mich freundlich für das nette Gespräch bedanken und gehen. Klar, die Medis sind erste und zweite Wahl, aber was nicht hilft, hilft auch zukünftig nichts. Anfangs ausprobieren macht jeder Arzt, da bei diesen drei Mitteln viele Erfahrungswerte vorliegen, nur wenn es nichts bringt, sollte man auch ehrlich bleiben und nicht so tun, als ob es keine weiteren Reservemedikamente gibt...

    Sorry aber ich bekomme - wenn ich dran denke was für ein Spiel einige Ärzte mit mir gespielt haben - Wut. Natürlich dauert es bei Medis bis sie Anfangen zu wirken, aber i-wann ist einfach der Zeitpunkt wo es einfach reicht und man sich verascht fühlt. Mir ging es mit Moda auch anfangs nicht so super, aber nun wirkt es wohl entgütig, ich und der Arzt haben dem Medi sechs Wochen Zeit gegeben und es wurde klar gestellt, dass wenn sich in der Zeit i-was rapide verschlechtert und nach der Zeit keine merkliche Besserung eintritt (Risiko/Nutzen) wird das Medi sofort abgesetzt.

    Das Einzige was ich noch immer nicht WILL sind Sozialkontakte, Partnerschaften oder Beziehungen (stört mich aber innerlich), das hat sich durch meine Medikation sogar noch mehr verschlechtert ...

    Lass dir auf jeden Fall von einem kompetenten Arzt einen Nachteilsausgleich anfertigen, der kann Gold wert sein.

    Das musste alles mal raus, sorry
    Geändert von bricklayer (27.05.2011 um 01:40 Uhr)

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