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Diskutiere im Thema "Starthilfe" für einen Tages/Wochenplan im Forum ADS ADHS: Coaching
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  1. #101
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: "Starthilfe" für einen Tages/Wochenplan

    Hallo zusammen


    Danke für die mühen die ihr euch gemacht habt so ausführlich zu schreiben

    Fliegenpilz schreibt:
    Ich versuche nicht mehr gegen mich zu arbeiten. Ich quäle mich nicht mehr selber und mache mich fertig, wenn ich was nicht geschafft habe. Das ist alles verlorene Zeit und Energie. Wenn ich mir überlege, wieviel Wut und Trauer und damit Energie ich schon in Niederlagen gesteckt habe...
    Mittlerweile setze ich mich hin und überlege mir, warum ich diese Aufgabe nicht oder wieder erst kurz vor knapp erledigt habe. Ganz neutral und nicht abwertend. Und dann schaue ich, wie ich dieses Problem, das mich beim Erledigen gehindert hat, das nächste Mal umgehen kann.
    @ Fliegenpilz :das finde ich eine gute Motivation, stimmt, da geht viel zuviel Energie verloren , wie klappt das denn , bzw wie lange machst du denn schon das mittlerweile ? Haste da schon mehr Erfolge verbuchen können ?

    @ howie...ja, das unklare formulieren, da habert e sbei mir am meisten..sich da festzulegen ...da hänge ich noch bisle fest ...

    @sorryforthat... das Pferd von hinten aufzäumen, hab ich ne zeitlang gemacht, da mach ich dann leider doch oft Dinge die unwichtig sind und die wichtigen , schiebe und schiebe ich ...

    @verpeilt...ja , das in kleinere Schritte teilen ,das es wirklich machbar ist, integrierbar in den Tag...da mach ich noch zu große Schritte, die dann oft liegen bleiben ...

    @zoppotrump..das Notizheft, hej klasse Idee, probier ich aus

    @ Rina Oka es nicht mehr to do nennen..gut ...das löst eher Fluchtgedanken aus...anderes Wort dafür finden..Danke für die Idee ...

  2. #102
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: "Starthilfe" für einen Tages/Wochenplan

    @ Dori: Ich weiß nicht genau, seit wann ich das so mache. Angefange habe ich damit vor ca. 3 Jahren. Allerdings nicht so wirklich bewusst. Damals wusste ich noch nichts von ADHS. Ich habe mit einer Gruppe Mädels Flylady angefangen, das ist so eine Art Haushaltsputzprogramm. Und da habe ich langsam gelernt, Pausen einzubauen, Aufgaben in kleine Teile runterzubrechen, nicht alles aufeinmal zu machen, meinen Perfektionismus über Bord geworfen...

    Meiner Meinung nach hängt das alles irgendwie zusammen. Bei mir zumindest.

    Sehr schwer fällt mir das Aufhören. Also das bewusste Unterbrechen einer Tätigkeit. Auch wenn es echt unangenehme Sachen sind. Wenn ich einmal angefangen habe, dann will ich das auch zu Ende bringen. Mir war gar nicht bewusst, dass ein Teil meiner Probleme davon kommt.
    Ich kenne nur die Alles-oder-nichts-Einstellung. D.h. entweder putze ich ein Zimmer komplett oder eben gar nicht. Nur zu saugen konnte ich nicht. Ich wollte immer alles aufeinmal machen. Und dadurch war das in meinem Hirn immer schon so ein Mount Everest, den ich gesehen habe und der hat mir Angst gemacht. So habe ich dann das Wohnung putzen ewig aufgeschoben bis es eben gar nicht mehr ging, weil irgendjemand in meine Wohnung wollte. Da habe ich dann stundenlang bis nachts aufgeräumt und geputzt.

    Man kann das vielleicht als Umprogrammieren bezeichnen, was ich gemacht habe. Ich habe bewusst nach einem gewissen Zeitintervall aufgehört (meistens 15 Minuten). In diesem Intervall mache ich nur das, was auf dem Plan steht. Wenn ich den Küchentisch aufräumen will, dann darf ich nicht die Spüle sauber machen.

    Auch in der Arbeit mache ich das seit ca. 9 Monaten bewusst so. Aufgaben anfangen und dann wieder aufhören, wenn die Zeit rum ist. Auch wenn ich gerade in Fahrt bin.

    Wie gesagt fand ich das anfangs sehr schwer und auch erstmal kontraproduktiv, aber mittlerweile sehe ich, dass mir mein privater und beruflicher Alltag viel leichter von der Hand geht, weil ich nicht mehr diesen Mount Everest im Kopf habe, sondern nur noch kleine Maulwurfshügel.

    Dadurch, dass ich nicht mehr alles aufeinmal mache, habe ich viel unerledigtes, das erstmal liegen bleibt. Als ich meine Wohnung auf Vordermann gebracht habe, habe ich das über mehrere Wochen getan, d.h. die Küche und auch das Wohnzimmer waren sehr lange in einem chaotischen und dreckigen Zustand. Das ist mir schwer gefallen, das zu akzeptieren und mich dafür nicht fertig zu machen.

    In der Arbeit habe ich vor ca. 9 Monaten angefangen mich bewusst mit den Dingen auseinanderzusetzen, die ich ewig aufschiebe oder erst gar nicht in Angriff nehme. Der Hauptgrund bei mir ist die Angst Fehler zu machen und ich habe Probleme damit, andere Menschen um Hilfe zu bitten oder sie was zu fragen. Das war mir gar nicht bewusst, weil ich nicht schüchtern bin. Das ist eher so eine Sache von Perfektionismus, weil ich es als Versagen ansehe, wenn ich nicht alles alleine hinbekomme.

    Im Haushalt habe ich wie gesagt vor drei Jahren angefangen. Bewusst aber erst seit Anfang des Jahres.

    Vor ca. 3 Wochen hatte ich einen "Einbruch". Da lief gar nichts mehr. Weder zuhause noch in der Arbeit. Der Grund dafür war Stress in der Arbeit und familiäre Probleme, die mich psychisch sehr belastet haben. Am Wochenende bin ich aus diesem Tief rausgekommen und habe wieder angefangen, meine Wohnung auf Vordermann zu bringen. Wieder habe ich bewusst nicht alles gemacht, sondern nur ein paar Dinge. Das Bad ist sauber. Der Müll in der Küche ist weg, die Wohnung ist gesaugt und das Wohnzimmer aufgeräumt. Den Rest mache ich nach und nach.
    Wenn ich in meine Küche schaue, könnte ich die Krise kriegen. Aber die Küche ist jetzt eben einfach noch eine zeitlang dreckig.

    Mir hat es geholfen, zu akzeptieren, dass nicht alles perfekt ist und auch nicht perfekt sein muss. Seit ich das im Büro und in der Wohnung aushalten kann, dass es nicht perfekt ist, kann ich auch mich selber besser aushalten und kann mir zugestehen, nicht perfekt sein zu müssen.

    Das klappt bis auf gelegentliche Einbrüche recht gut. Die Einbrüche haben aber keine so große Auswirkung mehr auf die Wohnung und im Büro, weil gewisse Dinge mittlerweile Routine geworden sind und einfach so laufen.

  3. #103
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: "Starthilfe" für einen Tages/Wochenplan

    Hej Fliegenpilz

    du schreibst : Ich kenne nur die Alles-oder-nichts-Einstellung. D.h. entweder putze ich ein Zimmer komplett oder eben gar nicht. Nur zu saugen konnte ich nicht. Ich wollte immer alles aufeinmal machen. Und dadurch war das in meinem Hirn immer schon so ein Mount Everest, den ich gesehen habe und der hat mir Angst gemacht. So habe ich dann das Wohnung putzen ewig aufgeschoben bis es eben gar nicht mehr ging, weil irgendjemand in meine Wohnung wollte. Da habe ich dann stundenlang bis nachts aufgeräumt und geputzt.


    wow, das könnte der Knackpunkt sein, das könnte ich genauso wie du es beschreibst unterschreiben, entweder ganz oder gar nicht...ähm wobei mehr gar nicht rauskommt und e der Berg noch mehr wächst ...

    Danke für deine Ehrlichkeit, das das eben lange gedauert hat, nicht einfach war ...das hört sich zwar im ersten Moment nicht so berauschend an, aber so kann ich mich besser drauf einstellen, mit was zu rechnen ist...und es erst mal nicht so dolle ist... weil eben, die Bücher (die inzwischen fast alle im Altpapier gelandet sind ...da wird was beschrieben... aber wie der Weg da wirklich dazu aussieht, wie ein Spaziergang beschrieben...zumindest kam mir das so vor...)

    OK, so weiß ich , das na ne große Geduldsprobe ansteht...

  4. #104
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: "Starthilfe" für einen Tages/Wochenplan

    Ja, die Bücher kann man allesamt in die Tonne kloppen. Diese ganzen Ratgeber und Selbsthilfebücher.
    Leider sind auch einige der ADHS-Bücher was das angeht, echt wertlos.

    In kaum einem Buch wird beschrieben, wie man mit diesen Einbrüchen umgehen kann und wie man es schafft so lange bei der Stange zu bleiben. Das sind ja mit die Hauptprobleme bei ADHS.

    Bei Flylady wird immer von "Babysteps" also Babyschrittchen gesprochen, die man gehen soll. Ich habe mir das so vorgestellt, dass das wie beim Laufen lernen ist. Da gehört es dazu, dass man ab und an umfällt. Und manchmal tut sich ein Kleinkind beim Laufen lernen auch weh. Aber die Kinder stehen alle wieder auf. Vielleicht gibt es ein paar Tränen, aber kein Kind bleibt einfach liegen und läuft nie mehr.
    Wenn man einem Kind, das umgefallen ist und am Boden liegt, sagt, dass es ein absoluter Versager ist und dass es doch sofort anfangen soll Marathon zu laufen, dann motiviert das das Kind sicher nicht.
    Und so sehe ich das auch für mich. Es tut schon weh hinzufallen. Wenn ich mich dafür auch noch fertig mache, dann lege ich mir selber nur noch mehr Steine in den Weg. Und ich muss Schritt für Schritt gehen und nicht gleich das Rennen anfangen.

    Einfach ist das nicht.
    Aber es gibt auch recht schnelle Erfolge und Fortschritte.
    Meine Wohnung war fast schon eine Messiwohnung. Und dreckig war sie.
    Aber so schlimm wie es damals war, ist es nie wieder geworden. Bei keinem meiner Durchhänger oder Rückfälle bin ich wieder so tief gelandet. Manche Dinge haben sich so automatisiert, dass ich die einfach mache ohne großartig darüber nachzudenken.
    Und es hilft, wenn man zurückblicken kann und sehen kann, was man alles schon geschafft hat. Das ist manchmal besser als nur den Berg vor sich zu sehen.

    Achja, nochwas: GIb dir selber Zeit verschiedene Sachen auszuprobieren. Und mach dich nicht dafür fertig, wenn es nicht klappt. In einem Buch habe ich gelesen, dass man herausfinden soll, wie man tickt. Also womit man sich selber dazu bringt, die Sachen dann auch zu machen. Mir hilft z.B. ein Stundenplan, in den ich meine Aufgaben eintrage, überhaupt nicht. Zettel an der Wand dagegen klappen. Eine Uhr mit Ziffernblatt funktioniert nicht so gut wie eine Uhr mit digitaler Anzeige. Wecker und Timer helfen mir am Besten.
    Post-Its sind für mich auch eine feine Geschichte. Und Nachrichten, die ich mir auf den Spiegel im Bad schreibe, sind super!

  5. #105
    Spasslernen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.331

    AW: "Starthilfe" für einen Tages/Wochenplan

    Hey Fliegenpilz , das Lesen der Bücher sind Anregungen zur individuellen Tagesstruktur, mehr nicht - die Qual mit dieser Aus-Wahl kann hilfreich sein und ab und an ´nen

    Durchhänger ist Bestandteil meines Lebens, dann klappen meine Vorhaben nicht. Ich bin mittlerweile froh, das ich nicht immer in meinem Gedankenkarussel rumkreisel - in

    meiner Vergangenheit und in einer Zukunft nur nicht passend in meiner Gegenwart. Die To-Do-Liste gibt mir ´nen Wochenüberblick, mein Jahresplaner hängt sichtbar im

    Zimmer, das Notizbuch ist für Ideen und Anregungen - entlastet mein Gedankenfach, einige Vorhaben schätze ich von der mir zur Verfügung stehenden Zeit viel zu kurz ein, ist mir

    jetzt aufgefallen - vor meiner Arbeit alle benötigten Utensilien zusammenpacken und griffbereit auf meinen Arbeitstisch legen zum Beispiel 6 verschiedene Tablettenschachteln,

    dann alle Tablettenboxen (für sieben Wochentage) öffnen und die Pillen entsprechend verteilen, die gepackten Tablettenboxen entsprechend ablegen, die Restpillen in die

    Tablettenschachteln, diese an Ihren Platz und dann sind 30 Minuten rum und nicht 15 .. immer schnell, schnell und dann dauert dieser Spaß 45 Minuten, weil ich nicht alles,

    was ich tatsächlich brauche, in griffweite habe .. deshalb wundere ich mich nicht mehr, mittlerweile schreibe ich auf, was ich brauche, packe die Untensilien zusammen. lege sie

    griffbereit ab und kann dann mit meiner Tätigkeit beginnen und sie beenden, ich kalkuliere mir meine Zeit zu knapp und was mache ich dann mit der gewonnen Zeit

    möglichst Selbstkritik üben, weil ich noch mehr freie Zeit haben will und ich dann meine Arbeit gering schätze .. auf diese Entwicklung habe ich keinen Nerv mehr.

  6. #106
    Ist hier zuhause

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    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: "Starthilfe" für einen Tages/Wochenplan

    Fliegenpilz schreibt:
    Meine Wohnung war fast schon eine Messiwohnung. Und dreckig war sie.
    Aber so schlimm wie es damals war, ist es nie wieder geworden. Bei keinem meiner Durchhänger oder Rückfälle bin ich wieder so tief gelandet. Manche Dinge haben sich so automatisiert, dass ich die einfach mache ohne großartig darüber nachzudenken.
    Und es hilft, wenn man zurückblicken kann und sehen kann, was man alles schon geschafft hat. Das ist manchmal besser als nur den Berg vor sich zu sehen.

    !
    genau da ist oft die Stolperfalle, bei ADHS lern...bei einem Rückfall zu meinen, hat eh keinen Wert, kann das nicht, schaff das nicht, ...da wieder sich aufrappeln, weitermachen...und wie du es beschreibst , es ist doch eine positiv Entwicklung zu erkennen, ^^ genau den punkt hatten wir gestern in der therapie...das es ganz normal ist , die auf,s und ab,s , aber das es im gesamten gesehen, doch wenn auch langsam , aber aufwärtsgeht ....das freut mich, das das bei dir klappt ...und eben, das es nicht einfach ist...

    ...das es wichtig ist wegzukommen , von dem Ganz oder Gar nicht Prinzip...also entweder ich räume das Zimmer ganz auf ode gar nicht...da Zwischenschritte lernen, kleine Teilschritte, die überschaubar und machbar sind ...

    ......ähmmm meine Planungen waren / sind da noch seeehr unrealistisch ... da "umlernen"...ich bin da noch sehr auf Hauruckaktionen gepolt...oder in der Theorie hängen zu bleiben ... vor allem auch das Problem nicht nur ewig brauchen eine Tätigkeit anzufangen, sondern sie dann auch wieder aufzuhören, sie unterbrechen ... um an wichtigerem weiter zu machen ...

    @ zopptrump ...die zu knapp berechnete Zeit ... da kann ich auch ein Lied mit mehreren Strophen singen...die Dauer der Tätigkeiten, weigern sich , sich meiner Zeiteinteilung anzupassen ...

  7. #107
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: "Starthilfe" für einen Tages/Wochenplan

    Dori schreibt:
    @ Rina Oka es nicht mehr to do nennen..gut ...das löst eher Fluchtgedanken aus...anderes Wort dafür finden..Danke für die Idee ...
    Eigentlich meinte ich es andersherum - ich sage dazu immer ToDo, aber es ist eigentlich keine ToDo im klassischen Sinne

    Eine starre Vornahme (vor allem mit Zeiten, ausser es sind echte Termine) klappt bei mir überhaupt nicht, da muckt dann mein inneres Kind gegen auf und macht dann absichtlich was anderes.... Mhm, vermutlich schreibe ich deshalb auch immer so lange Listen, damit ich eine gefühlte Wahl habe. Auch wenn das nicht immer so aufgeht, wenn ich statt der wichtigen Sachen nur die unwichtigeren wähle

  8. #108
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: "Starthilfe" für einen Tages/Wochenplan

    Hej Rina Oka

    ^^ na da hat das falsch verstehen, doch mal was gutes gehabt....

    ...gefühlte Wahl ... nicht nur gefühlt, die Liste wird irgendwie ganz von allein länger ...seufz ...

    unwichtige Dinge..seufz...dies wichtig, das wichtig alles wichtig... da wär ich ja schon froh, das gezielter in wichtig und unwichtig einzuteilen... da "scheint" alles wichtig zu sein ... bin da grad dran das ABC System zu lernen ...

    A = wichtig, unbedingt erledigen,kann sonst Konsequenzen haben (zb Mahngebühren )

    B = wichtig, aber muß nicht sofort erledigt werden, aber es im Timer festhalten, bevor es eine A Aufgabe wird

    C = unwichtig, kann muß aber nicht getan werden ...

    P= das hab ich noch dazu genommen..kann gleich in den Papierkorb, gar nicht erst irgendwo stapeln, was an Papierzeug oder anderm nicht mehr benötigt wird...

  9. #109
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: "Starthilfe" für einen Tages/Wochenplan

    Jaja, die Sache mit den Prioritäten ...

    Eigentlich denke ich, dass ich sie schon gut setzen kann. Nur stosse ich auf folgendes Problem : ich erledige zu wenig ToDos und so sammeln sie sich an und auf einmal werden unwichtige ToDos auch wichtig z.B. Abwasch, kann ich zwar problemlos mal um ein Tag schieben, aber irgendwann muss er gemacht werden.

    Ich habe mir öfters die Prioritäten farblich hervor - die höchste ist Magenta, grün sind die Sachen, die zwar nicht unbedingt heute, aber irgendwann gemacht werden müssen und dann noch ein paar andere Abstufungen die ich nach Lust und Laune verwende.

    Dabei habe ich festgestellt, dass ich die Prioritäten auch oft ignoriere bzw. benutze ich sie nur bei einer größeren Planung. Für meine TagesTodo unterscheide ich dann mehr zwischen : (unbedingt heute zu erledigen), (wäre gut, wenn ich das heute noch mache) und (optional, nur wenn ich Zeit und Lust habe)

    Das Problem bleiben weiterhin die Aufschiebeaufgaben...

  10. #110
    Spasslernen

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    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.331

    AW: "Starthilfe" für einen Tages/Wochenplan

    Zeit haben ist für mich kein Faktor, mittlerweile schätze ich meine .. aus meiner Sicht notwendige "Gebrauchszeit" vor meiner Tätigkeit und vergleiche Sie mit meiner tatsächlichen

    Verbrauchszeit bislang nehme ich mir zuviel vor, mit anderen Worten, ich lasse mir zu wenig Zeit, schätze meine Arbeitsleistung .. möglichst viel .. in kurzer Zeit noch nicht

    angepaßt ein. Entweder sammele ich mein Geschirr über drei Tage, dann benötige ich etwa 45 Minuten für den gesammten Ablauf, Spülwasser klar machen, Geschirr abwaschen

    und Bestecke, abtropfen lassen, abtrocknen und wegstellen und die Spüle säubern. paßt mittlerweile und danach lege ich bewußt eine Pause ein und konzentriere mich auf

    meine nachfolgende Tätigkeit. einmal pro Woche reinige ich die Küche gründlich, das reicht tatsächlich aus - früher habe ich 4-5 Tage gesammelt, dann Spülwasser eingelassen,

    Geschirr und Bestecke abgewaschen, in der Zeit des abtropfens noch schnell die Küche gereinigt, dann noch das Wohnzimmer, dann abgetrocknet, denn weggestellt,

    dann noch das Schlafzimmer und den Flur gereinigt, das Bad, das WC, dazwischen Papierkram weggelegt .. ich habe keine Pausen eingelegt, bewußt und war danach fertig .. auf

    diese Entwicklung habe ich selbst keinen Nerv mehr. Jeden Tag, außer Sonntag, drei bis fünf verschiedene Tätigkeiten reichen mir voll und ganz.

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