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Diskutiere im Thema "Starthilfe" für einen Tages/Wochenplan im Forum ADS ADHS: Coaching
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  1. #91
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: "Starthilfe" für einen Tages/Wochenplan

    Hej Mondherz

    so richtig weit kann man das nicht nennen , eben, weil die Zielsetzung erst mal wichtig ist, und ein Ziel kann man überprprüfen, ein Ziel kann erreicht werden ...und genau da setzt bei mir das große aber ein... ein Ziel kann auch nicht erreicht werden, und es dann noch schriftlich haben versagt zu haben ....

    ...da merke ich , das ich meine Einstellung , meine Gedankenabläufe ändern muß , ich sehe meistens was alles nicht gelaufen ist, liegen geblieben , unerledigt ...schnell sind dann die Gedanken da, bekomme ich es überhaupt geregelt ??? ... und da ein Stop rein zu bringen, zu sehen die kleinen Schritte, die Teilerfolge die erreicht wurden , ich sehe die kaum , oder nehme sie nicht wahr ... da hat es mir geholfen, jemand an meinen Schritten teilhaben zu lassen ...und da staun ich dann , wie sie das wahrnimmt , von wegen was sich schon verändert hätte ... da dachte ich anfangs, ach was, jetzt will sie nur nett zu mir sein ... wo ich merke, das ich eigentlich schon fast nicht mehr mit was positivem rechne , oder es anzweifle ...

    deshalb bin ich da so auf die Gedanken gekommen, ob es nicht erst wichtiger ist , Ziele zu formulieren, die erreichbar sind, und meine Gedanken die ich so habe auf den Prüfstand zu stellen, ob die wirklich so noch stimmen ...jemand hat das mal verglichen , das das ist wie mit der Softwäre die wird ja auch upgedatet , angepaßt den neuen Umständen , so ist es auch wichtig seine Gedankenwelt , das neu zu überprüfen immer wieder, das manches sich verändert hat und den jetztigen Umständen angepaßt werden muß ...

    ...also , das ist nicht auf meiner Miste gewachsen , das ist jetzt so im Laufe der Therapie /Begleitung herausgekommen , alleine , würde ich sicher noch mehr auf der Stelle treten ....

    so habe ich den Fokus etwas verändert , nicht mehr so sehr auf den Tages- / Wochenplan ...und intressanterweise klappt es auch bsser mit den Dingen die anliegen ...wobei es da noch viel Potential zum Verbessern gibt

  2. #92
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: "Starthilfe" für einen Tages/Wochenplan

    Das Erstellen und Einhalten eines Wochenplans habe ich erstmal zur Seite gelegt. Für mich ist das momentan noch zu unrealistisch.

    Zum Einen fällt es mir schwer, herauszufinden, was ich denn in einer Woche machen möchte und auch muss. Und zum Anderen hapert es noch an der Umsetzung, d.h. am Einhalten des Plans. Und wenn ich den Plan nicht einhalten kann, dann passiert genau das, was Dori beschreibt: Man scheitert, man bekommt es mal wieder nicht hin und fühlt sich als absoluter Versager. Und das macht es schwer, in Zukunft wieder etwas zu wagen,

    Ich habe mal irgendwo gelesen, dass ein Ziel wahrscheinlich zu umfangreich, zu viel war, wenn man es nicht erreicht hat. Für mich war diese Sichtweise neu. Ich habe es immer auf mich und meine Unfähigkeit geschoben, wenn ich ein Ziel nicht erreicht habe. Ich habe mir darüber Gedanken gemacht, ob vielleicht das Ziel und die veranschlagte Zeit unrealistisch waren. Und außerdem habe ich versucht, so zu sein wie alle anderen. D.h. deren Ziele und Zeitvorgaben zu erfüllen. Aber ich bin nicht wie alle anderen.

    Mir fällt es auch sehr schwer, Ziele zu definieren. Und je länger ich in die Zukunft planen muss und je komplexer das "Projekt" ist, desto schwerer fällt mir das.

    Daher breche ich das jetzt soweit wie möglich herunter. Auch zeitlich. Ich kann einen kurzen Zeitraum überblicken. So plane ich auch nur für diesen kurzen Zeitraum. Wenn ich also vor meiner chaotischen Wohnung stehe und aufräumen möchte, dann plane ich nicht die ganze Wohnung. Ich setze mir auch keinen Zeitpunkt, wann die ganze Wohnung aufgeräumt sein soll. Ich suche mir einen Raum aus. Und dort fange ich an. Aber nicht mit dem ganzen Raum, nur mit einem Teil. Z.B. mit dem Küchentisch. Ich sage mir also (bzw. ich muss mir das aufschreiben), dass ich in den nächsten zehn Minuten den Küchentisch aufräumen möchte. Und nichts anderes! Das Ziel ist konkret definiert und der Zeitraum auch.
    Das Ziel ist nicht riesengroß und der Zeitraum ist klein. So stellt sich bei mir kein Gefühl des Überwältigseins ein. Ich muss mich dazu auch kaum überwinden.

    Dadurch, dass ich das Ziel erreichen kann, sehe ich auch schnell, was ich geschafft habe. Und so fühle ich mich nicht so sehr als Versager. Für mich ist es daher wichtig, dass ich mit einer Sache anfange, die einen großen Effekt hat, also etwas, das ich auch sehe und das mir permanent in Erinnerung ruft, was ich geschafft habe.

    Ich mache das seit einer ganzen Weile so und habe vor einigen Wochen angefangen, die Zeiträume und Aufgaben zu vergrößern. Also auch langfristige Projekte in Angriff zu nehmen.
    Von einem Wochenplan bin ich weit entfernt.
    Ich fühle mich auch sehr eingeengt, wenn ich etwas an einem bestimmten Tag machen muss. Ich lege mir lieber Zeiträume fest und entscheide dann, was ich wann machen möchte.

    Ich versuche nicht mehr gegen mich zu arbeiten. Ich quäle mich nicht mehr selber und mache mich fertig, wenn ich was nicht geschafft habe. Das ist alles verlorene Zeit und Energie. Wenn ich mir überlege, wieviel Wut und Trauer und damit Energie ich schon in Niederlagen gesteckt habe...
    Mittlerweile setze ich mich hin und überlege mir, warum ich diese Aufgabe nicht oder wieder erst kurz vor knapp erledigt habe. Ganz neutral und nicht abwertend. Und dann schaue ich, wie ich dieses Problem, das mich beim Erledigen gehindert hat, das nächste Mal umgehen kann.

  3. #93
    howie

    Gast

    AW: "Starthilfe" für einen Tages/Wochenplan

    hallo!
    hab nicht alles gelesen hier.

    lies mal das buch: die macht der disziplin da steht wirklich viel und zwar wissenschaftlich fundiertes über pläne drin.
    da steht zum beispiel drin, dass monatspläne besser sind, als tagespläne. (es gibt eine studie bei der die eine gruppe von studenten jeden tag einen tagesplan machen sollte und die andere gruppe einmal einen monatsplan (die kontrollgruppe gar keinen plan) - die mit dem monatsplan hatten bessere noten am ende.) es liegt daran, weil jeden tag so viel dazwischen kommt, was man nicht einplanen kann.

    seit es computerspiele gibt, weiß man viel mehr über die motivationspsychologie als vorher. da wird mit belohnungen und bestrafungen gearbeitet. wenn du es schaffst zwei stunden lang dein zimmer aufzuräumen, könntest du dich dafür belohnen.

    dann eben, das habe ich jetzt schon ein paar mal geschrieben, "motiviert mit methode" eine neue motivationstechnik, die so gut ist, dass zum beispiel die krankenkasse DAK kurse darin anbietet. entwickelt von gabriele oettingen. lies selber die studien, die sie zu adhs gemacht hat durch.

    ich mach das mal am beispielziel "mehr sport machen" vor.
    mehr sport machen ist zu vage formuliert besser man nimmt sich vor, was man genau machen will, zum beispiel abends liegestütze.
    dann muss man sich überlegen, was das neue verhalten für vorteile bringt.
    dann muss man aber auch "hindernisse" einplanen, meinetwegen "faulheit". das ist wichtig, positiv denken allein ist nicht so effektiv (wissenschaftlich nachgewiesen)
    dann - und jetzt kommts - stellt man einen "wenn, ... dann..." satz auf (auch wissenschaftlich nachgewiesen) wenn - mit ort und zeit, dann - genaue handlung

    beispiel sport
    anliegen/ziel: täglich eine halbe stunde frühsport
    allerschönstes: stärke, gesundheit
    hindernis: müdigkeit, keine lust
    wenn,... ,dann: wenn ich morgens um 9:00 aufgestanden bin, dann ziehe ich meine schuhe an und laufe eine halbe stunde


    dann noch was - zimmer aufräumen ist viel zu vage formuliert.
    dazu gehört zum beispiel blätter sortieren - das geht nicht, wenn man zum beispiel keine ordner hat.
    man muss sich schon genauer überlegen was man machen will und das gegebenen falls auch aufschreiben
    zum beispiel:
    erst mal ordner kaufen, blätter nach tagen sortieren, an denen sie gebraucht werden (wenn ich eine rechnugn am mittwoch bezahlen will, kommt die in den ordner mittwoch, dazwischen kann man sie vergessen.)

    oder:
    glasflaschen wegbringen, geschirr in die geschirrspülmaschine, geschirrspülmaschine einschalten, unwichtige blätter wegwerfen, papiermüll wegbringen,....
    also sich das ganze genau überlegen.


    eigene methode:
    länger als eine viertelstunde schaffe ich es nicht am ball zu bleiben. aber dafür gebe ich mir noten.

    geh mal zu google docs - damit lassen sich gut pläne erstellen.

    da steht dann Aufgabe: zum beispiel lernen (15 min) nächste spalte note! damit bekomme ich ein liste und sehe genau, wo ich mich verbessern muss.

    noten

    viel spaß beim üben.

  4. #94
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: "Starthilfe" für einen Tages/Wochenplan

    @Fliegenpilz
    Ich versuche nicht mehr gegen mich zu arbeiten. Ich quäle mich nicht mehr selber und mache mich fertig, wenn ich was nicht geschafft habe. Das ist alles verlorene Zeit und Energie. Wenn ich mir überlege, wieviel Wut und Trauer und damit Energie ich schon in Niederlagen gesteckt habe...
    Mittlerweile setze ich mich hin und überlege mir, warum ich diese Aufgabe nicht oder wieder erst kurz vor knapp erledigt habe. Ganz neutral und nicht abwertend. Und dann schaue ich, wie ich dieses Problem, das mich beim Erledigen gehindert hat, das nächste Mal umgehen kann.
    das finde ich schon einen großen Fortschritt , das du nicht mehr gegen dich arbeitest, gut finde ich es dieses wertneutral die Situation anaschauen , mir hilft da das Feedback von anderen, und dann oft zu sehen , das ich da viel zu hart mir selber gegenüber bin ...

    @howie
    eigene methode:
    länger als eine viertelstunde schaffe ich es nicht am ball zu bleiben. aber dafür gebe ich mir noten.
    eigene Methode, das gefällt mir , nicht versuchen etwas zu kopieren, sondern den Stil finden der paßt...und genau , Hindernisse, unvorhergesehenes einplanen..da fällt mir ein, da gibt es eine 70/30 Regel, den Tag , die Woche... nur 70 % verplanen, und die 30% unverplant lassen für Unvorhergesehenes ... weil das kommt oder Hindernisse...

    ...vage Formulierungen ... stimmt, vieles ist einfach noch zu ungenau formuliert, ...sehe schon, ohne genaue Ziele aufschreiben , wird das wohl nix...

  5. #95
    howie

    Gast

    AW: "Starthilfe" für einen Tages/Wochenplan

    naja, kopieren. ich probiere für mich selber aus, was sich bei anderen (in studien) bewährt hat.

  6. #96
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 236

    AW: "Starthilfe" für einen Tages/Wochenplan

    Ich habe schon vor meiner Diagnose viele Zettel, Listen, Pläne gehabt. In letzter Zeit konnte ich schon etwas mehr aufschreiben.

    Ich mache mir für fast jeden Tag eine To-Do-Liste. Am Abend ist davon häufig die Hälfte erledigt, oder auch weniger. Was noch zu tun ist, kommt auf die nächste To-Do-Liste.
    Ich habe versucht, im Kalender End- und Zwischentermine für mittelere bis größere Aufgaben einzutragen, wofür ich mir Zettel und Listen mit den einzelnen Schritten der Aufgaben gemacht habe. Leider kann ich meine selbst gesetzten Termine fast nie einhalten - vielleicht wäre da eine Kontrollperson gut?

    Seit ein paar Monaten benutze ich eine Pinnwand für Termine, einfachere Aufgaben, die Wochenübersicht und den Kalender. Wichtige Aufgaben bekommen einen Termin bzw. kommen in Teilschritten auf die To- Do-Liste.
    Außerdem habe ich verschiedene Listen auf dem Computer- Desktop eingerichtet, die ich aber nicht immer benutze. Die Listen heißen bei mir "Studienarbeiten und Referate", "Uni", "Behörden und Ärzte...", "Einkaufen", "Wochenende und putzen". Hier kann ich die Aufgaben in Einzelschritte unterteilen. Häufig mache ich das auf einem Blatt Papier, wenn eine Liste auf dem Desktop nicht passt. Da bin ich noch nicht einheitlich.

    Ganz wichtig ist für mich die Unterteilung mittlerer, größerer und schwieriger Arbeiten in kleinere Schritte. Das fällt mir noch recht schwer und bei der Umsetzung hapert es noch.
    Ich finde es wichtig Arbeitsziele zu setzen und bei der Bearbeitung daran zu denken - fällt mir auch noch schwer.
    Wie ich an den Arbeiten etwas Positives finden kann und was ich bei Blockaden und Überforderung tun kann, weiß ich leider nicht.


    Ich habe vor, meine Wochenübersicht von der Anfertigung etwas zu verbessern:

    -bisher: für jeden Tag gibt es eine Hauptspalte; die Tageszeitachse geht von oben nach unten
    - neu: bei jedem Tag gibt es 3 Unterspalten: links feste Termine, Mitte frei zum ausfüllen, rechts von anderen oder mir gesetzte Zwischen- und Abgabetermine von Arbeiten
    - wenn ich einen festen Termin habe, streiche ich für diesen Zeitraum die mittlere und rechte Spalte
    - direkt neben die Wochenübersicht kommen Zettel mit den Aufgaben und Arbeiten, die zu erledigen sind, bei größeren Aufgaben mit sehr grober Zeitschätzung.
    - Zettel für Zwischen- und Endterminen von Aufgaben, die in die rechte Spalte eines Tages kommen
    - für schwerere und größere Zettel gibt es extra Zettel mit Unterteilung der Arbeit in Einzelschritte, möglichst mit Arbeitsziel
    -> nun kann ich in die Wochenübersicht die Aufgaben eintragen (bei auswischbarer Wochenübersicht), die Aufgabenzettel einkleben (wenn Aufgabenzettel Klebezettel sind) oder die Aufgabe anpinnen (wenn die Wochenübersicht auf Korkwand gepinnt ist); genauso kann ich Zwischen- und Endtermine eintragen
    -> bei Zeitverzug können die Aufgaben und Teilschritte besser angepasst werden als bei einem starren Wochenplan
    -> ich plane nie die gesamte Woche durch, sondern meistens 2-3 Tage und für 7 Tage nur ganz grobe Anhaltspunkte
    - Die gröbsten Anhaltspunkte kommen auf die Monatsübersicht
    - Die Hauptaufgaben sollte auf die verschiedenen Listen mit den Einzelschritten verweisen

  7. #97
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: "Starthilfe" für einen Tages/Wochenplan

    Hej verpeilt

    hast du das alleine geschafft , dir das so einzuteilen ,klasse ? das sieht ja sehr gut durchdacht schon aus ...

    so wie du die Wochenübersicht einteilen möchtest, da habe ich meinen Timer "zweigeteilt links, Uhrzeittermine, rechts to do Dinge und auf der anderen Seite, Dinge die anstehen, wennich diese Woche nicht dazu komme, übertrage ich sie in die nächste..so geht nicht mehr ganz so viel verloren ...puuuh...

    habe selbt auch zig Sachen schon ausprobiert...der Erfolg war nicht so rosig... jetzt lerne ich das in einer ADHS therapie... da bekommen wir wöchentlich Hausaufgaben..und derzeit lernen wir einen Timer zu führen...seufz... vor allem sollen wir damit täglich arbeiten...OK , macht ja Sinn, sonst nützt ja der beste Timer nix...

    wir haben die Aufgabe erst mal 3 Monate es so einzuhalten , wie wir es lernen ...und dann esrst mit experimentieren anfangen..hmm, ich habe da immer sehr schnell rumexperimentiert...war wahrscheinlich nicht gut...so binich gespannt...wie sich das entwickelt..bis jetzt sind schon die ersten kleinen erfolge sichtbar...

    ...habe wieder einen Wochenplan erstellt, wo ich alle Fixtermine eingetragen habe..so habe ich jetzt immer wieder Mehrfachbelegungen vermieden..oder gesehen, das ich an manchen Tagen erst gar keine Termine mehr reinnehmen kann...

    ...bin da noch am lernen...wie du sagst..in kleinen Schritten...

  8. #98
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 222

    AW: "Starthilfe" für einen Tages/Wochenplan

    Meine Pläne fallen meist zu optimistisch aus. ich schaffe nie das was drauf steht, am ende fühle ich mich schlecht und plane gar nicht mehr. das einzige was ich noch mache ist eine to-do-liste, aber nur wenn sich schon einiges angesammelt hat.

    Eine motivierende Idee: sich mal am Abend aufzuschreiben, was man ohne plan alles gemacht hat am Tag. Und zwar alles. Das sieht man mal, dass man durchaus Dinge erledigt - vielleicht nicht die dringlichsten, aber man war nicht so faul, wie man sich fühlt. möglicherweise kann man dadurch auch lernen die benötigte zeit besser abzuschätzen.

    das ist mal wieder das pferd von hinten aufzäumen...aber ich habe die erfahrung durch einsicht für der einzige weg ist mein verhalten zu verändern.
    "mach dir nen plan!" für`n adhs`ler ist ne ähnliche ansage wie "hör mal zu!" bei nem schwerhörigen.
    Geändert von sorryforthat (19.05.2012 um 16:44 Uhr)

  9. #99
    Spasslernen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.331

    AW: "Starthilfe" für einen Tages/Wochenplan

    Mittlerweile habe ich regelmäßig ´nen Notizheft mit, da schreibe ich mir meine Ideen stichwortartig auf und bin dann bei meiner Tagestätigkeit nicht zusätzlich abgelenkt.
    Momentan reicht mir mein Wochenplan, danach beabsichtige ich zwei Wochen mit to-do´s zu füllen .. Hausarbeit sind wöchentlich 2 Stunden, im Garten arbeite ich 4 Stunden
    pro Woche, den Rest fülle ich mit Schriftverkehr, Ordner auf den neuesten Stand bringen, und Altpapiere aussortieren, CD´s und Bücher planvoll ablegen, Bewerbungen schreiben
    2 x pro Woche im Berufsinformationszentrum bis die Telefonanlage komplett erneuert ist .. bis zum 31.05.12 erst mal das Zimmer wieder übersichtlich gestalten

    mit Spaß.

  10. #100
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: "Starthilfe" für einen Tages/Wochenplan

    Wieder ein Thema, zum dem ich ewig erzählen könnte

    Ich habe schon ewig an mein Planungssystem gefeilt und bin natürlich noch lange nicht fertig damit... ich arbeite mit Sammel-, Erinnerungs- , Kontext- und Projektlisten, dann für die eigentlich Planung Wochenplan, Liste mit Aufgaben die demnächst erledigt werden müssen und TagesToDo.

    Alle die in nachfolgenden genannten Pläne erstelle ich handschriftlich und shreddere sie genussvoll nach Erledigung. Das Aufschreiben bringt mir viel, dass ich die Aufgaben auch richtig 'wahrnehme'

    Wochenplan

    Ich hatte lange probiert mir Aufgaben auf die Woche zu verteilen, aber es klappte nie. Deshalb mache ich es jetzt so, dass auf meine Wochenplan keine ToDos mehr auftauchen, ausser sie sind für ein Termin wichtig oder müssen unbedingt an diesen Tag gemacht werden.
    Mein Wochenplan hat fünf Kategorien - Wocheübersicht Mo-So, Next, Einkauf/Besorgungen, Verbrauch und MainGoals.

    In die Wocheübersicht schreibe ich mir alle Termin rein und Aufgaben, die an einem Tag unbedingt erledigt werden müssen. Außerdem schreibe ich mir unter jedem Tag das Datum - ganz wichtig, weil ich sonst nie weiß, welches Datum wir haben. Weiterhin bekomme ich ein besseres Gefühl für das Verstreichen der Tage. Ist ein Termin erledigt, streiche ich ihn dick und fett durch. Termine, die aus irgendwelchen Gründen ausfielen(sicht von selbst erledigten, streiche ich durch.

    Dann in der Kategorie Next kommen mind. die Termine der nächsten Woche, oft sogar noch weiter vorraus.. damit mich kein Termin, wo ich noch etwas vorbereiten muss, 'überraschen' kann. Auch waren dann Montagstermine immer in der Gefahr, dass ich sie vergaß, weil ich den Wochenplan oft erst im Verlauf des Montags neu mache (statt Sonntag, wie ich mir eigentlich vornahm).

    Unter Einkauf/Besorgungen kommt alles, was ich einkaufen oder sonst wie besorgen (ohne Termin z.B. Rezept vom Arzt) muss. Wenn mir irgendwas auffällt, dass etwas fehlt, dann schreibe ich es gleich dort rein. Manchmal notiere ich mir noch, wie dringend es ist - so sehe ich immer zu, eine Packung Vorrat zu haben und holen mir was neues, wenn ich diese anfange. Ebenso notiere ich mir dort Sonderangebote der aktuellen Woche. Manche Sachen schleppe ich dann übermehere Wochenpläne mit...

    Unter Verbrauch kommen Lebensmittel, die bald verbraucht werden müssen z.B. Gemüse, Eier, Milch... das vergesse ich nämlich gerne..

    Weil ich immer noch etwas Platz hat auf meinen Wochenplan (also nehme dazu DinA5 Seite) hatte, nahm ich noch die Kategorie MainGoals hinzu. Da will Aufgaben reinschreiben, die ich in der aktuellen Woche unbedingt erledigen will bzw. muss. Aber noch nehme ich die nicht so richtig an. Diese Kategorie probiere ich gerade aus und scheine sie auch gern zu ignorieren

    Tagesplan

    Da ich gerade arbeitslos bin, bin ich gezwungen mir selber eine Tagesstruktur aufzubauen. Das fällt mir schwer und ich versuch mir dafür Rituale anzutrainieren. Manche von ihnen funktionieren gut, andere wieder weniger und werden dann irgendwann von mir modifiziert oder verworfen.

    Zwei davon sind mich einmal morgens vor 'Arbeitsbeginn' an die Planung des aktuellen Tages und abends zum 'Feierabend' an die Planung des nächsten Tages zu setzen. Ich sehe diese dabei mehr als eine Art Achtsamkeitsübung an - das ich mir bewußt werde, was ich schaffen kann, will und möchte.
    Den Tagesplan schreibe ich auf einen extra Zettel und empfinden das Schreddern diesens als Belohnung für einen vergangenen Tag an. Erledigte ToDos werden dick und fett abgestriechen. Dann probiere ich gerade die Variante, diese ToDo-Liste in ein Forum zu schreiben und merke, dass das nachträglich formatieren (Sachen erledigt ) etwas ist, dass mich wieder auf die Tagesplanung besinnt... aber eigentlich bin ich nicht so begeistert davon, meine ToDos online zu stellen, da ich eigentlich nicht soviel preisgeben möchte über mich.. aber es hilft.. vermutlich einfach dadurch, weil nun andere sehen, wieviel ich wirklich schaffe.

    Rituale, die noch nicht bei mir funktionieren, schreibe ich auch auf diese TagesToDo drauf und streiche sie durch, wenn sie erledigt sind.

    Leider sind dann immer noch etwas viel Punkte auf der List.. wobei es in der Hinsicht vielleicht nicht nur eine ToDo-Liste ist, sondern auch etwas als Done-Liste betrachtet werden kann... also das Hauptzweck eigentlich ist, dass ich abends sehe, was ich geschafft habe.
    Nun, auf jeden Fall versuche ich, wichtige/unbedingt zu erledigene ToDos und optionale (müssen nicht unbedingt heute erledigt werden) zu trennen.


    Methoden, um anzufangen

    Für Aufgaben, die ich stark aufschiebe, reicht eine gute Planung nicht aus. Dafür brauche ich dann weitere Tricks.

    a) kleine ToDo's

    Das hört sich vielleicht kontraproduktiv an, soviele ToDos auf einer Liste zu schreiben (sind oft über 10 Stück), aber dahinter steckt dann noch Methode, um mich zum anfangen zu bringen. Ich merke, dass ich bestimmte Aufgabe ewig vor mir herschiebe z.B. Diplomarbeit oder Bewerbungen schreiben. Das schlimme dabei ist außerdem noch, dass ich auch alles anderen Aufgaben anfange vor mich her zu schieben, wenn ich mir für eine Tag eine Aufschiebeaufgabe vor genommen habe. Deshalb versuche ich immer, mehrere kleinere ToDos auf meinen Tagesplan stehen zu haben. Die kann ich dann machen, wenn ich stark am Aufschieben bin, um ein ersters Erfolgserlebnis zu bekommen und um dann doch die Aufschiebeaufgaben anfangen zu können.


    b) möglichst in kleine Teilschritte/Teilaufgaben zerlegen

    Gerade bei Aufschiebeaufgaben versuche ich diese in möglichst vielen kleine Teilaufgaben zu zerlegen, wo hoffentlich dann ein paar darunter sind, wo man nicht gut drauf sein muss, um diese machen zu können. Oft sind dass z.B. Aufgaben wie Arbeitsplatz freiräumen, Sachen abheften. Manchmal hilft es dann, wenn diese mache und ich sie mir als unabhängig von der restlichen Aufgabe erledigbares ToDo abharken kann. Allerdings klappt es bei mir - als hartnäckige Aufschieberin - nicht immer.


    c) Viertelstunden(VS)-Technik

    Es wird ja immer empfohlen, bei großen komplexen Aufgaben sich immer eine bestimmte Zeit vorzunehmen z.B. 2h, dann eine kurze Pause zu machen und dann die nächste Zeiteinheit.
    Das klappte bei mir nie, bis mir dann eine mal vorschlug, dass mir vermutlich nur das Zeitintervall zu groß war. Und siehe da, wenn ich es auf einer Viertelstunde reduziere, geht es auf einmal. Eine Viertelstunde ein Aufschiebeaufgabe zu machen klingt nicht so schlimm wie eine Stunde, kuriosweise klappt auch besser, wenn ich mir 4VS vor nehme, statt 1h... obwohl es ja die gleiche Zeit ist.

    Oft benutze ich diese Technik auch im Rückblick, um mir positv anzurechnen, dass ich wenigstens etwas für eine Aufschiebeaufgabe gemacht habe, auch wenn es nur wenig war und/oder zu keinem Erfolg führte. Zum Beispiel beim programmieren kann es passieren, dass man irgendwelchen dummen Fehler macht (einfach nur ein Tippfehler) und den ewig sucht, weil es dann das Programm an einer komplett anderen Stelle verrückt spielt.

    Dabei ist es nur wichtig, eine komplette VS zu machen und es ist egal, wieviel Stunden Pause dazwischen liegen. Also wenn ich mir 4 VS vornehme und mache 2 VS nach dem aufstehen, 1 VS nach dem Mittag und 1VS vor dem Schlafengehen, ist das vollkommen okay.

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