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Diskutiere im Thema keinen Therapieansatz im Forum ADS ADHS: Coaching
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  1. #11
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.563

    AW: keinen Therapieansatz

    Ja, sicher wirklich so... Muss man so viel Geld bezahlen um etwas zu hören was unsere Umfeld schon gratis und unausgefordert sagt? (So war meine Gedanken nach eine Spruch von eine Therapeutin, ein andere Spruch als bei dich, aber nicht viel besser).

    Um dass wie macht man es, ist der ADS-Coach zuständig.

  2. #12
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 591

    AW: keinen Therapieansatz

    Yasemin schrieb: Alice schrieb hier, dass ADHS nicht im Psy- Studium unterrichtet wird
    Korrektur: In meinem Psychologiestudium (das liegt schon länger zurück).

    Aber: Alle Psychologen, die als Psychotherapeuten arbeiten wollen, machen eine mehrjährige Ausbildung zum "psychologischen Psychotherapeuten" (PP) ähnlich der Facharztausbildung, hinterher hast du eine staatliche Approbation für den Heilberuf.

    Die haben Mediziner dank Staatsexamen schon mit Abschluss des Studiums, während der Psychologe halt kein Staatsexamen, sondern Diplom oder heute Master hat. Die Studienabschlüsse schenken sich im "Rang" (damit meine ich jetzt natürlich nicht den Inhalt) nicht viel, aber es sind andere rechtliche Implikationen verbunden. D.h. wir holen quasi das Staatsexamen am Ende der "Facharzt"ausbildung nach, anschließend können wir uns auch ins Arztregister eintragen lassen.

    So, und in dieser drei- bis fünfjährigen Ausbildung kommt man heute in aller Regel auch mit ADHS in Kontakt (wenn auch nicht unbedingt so ausführlich, wie ich es sinnvoll fände).

    In der Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten (KJP) ist ADHS ausführlicher mit im Curriculum (die KJP-Variante kann man entweder mit Psychologie-Studium oder mit Sozialpädagogik machen).

    Beide Ausbildungen sind sehr umfangreich (4200 Stunden Theorie, Praxis, Vertiefung), da geht keiner daraus hervor und kann nichts. Sie ist seit 2000 verbindlich, alle, die seitdem ihre Approbation erworben haben, haben die Ausbildung dafür machen müssen.

  3. #13
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 591

    AW: keinen Therapieansatz

    Yasemin schrieb: Ich weiß, dass es zu wenige Therapieplätze gibt. Aber bei einem Therapeuten zu bleiben, nur weil man keinen anderen gefunden hat, halte ich für eine sehr schlechte Idee.
    Doppelte Zustimmung.

    Und ja, nicht alle Kollegen haben's drauf. Das ist so wie in jedem Beruf. Seit der Ausbildung sollte es sich deutlich gebessert haben.

    Für die Therpeutensuche: Zentrales ADHS-Netz googlen. Da stehen Ärzte drin (Diagnostik/medikamentöse Therapie) , evtl. Aber auch Psychotherapeuten, oder man kann über diese spezialisierten Ärzte an Adressen kommen von Psychotherapeuten, die mit ADHS vertraut sind.
    Geändert von alice_s ( 9.12.2017 um 23:00 Uhr)

  4. #14
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 231

    AW: keinen Therapieansatz

    Trotzdem wird sowohl in der Kjpp als auch in der Erwachsenenpsychiatrie Ads/Adhs weiterhin oft gar nicht diagnostiziert (entweder falsch diagnostiziert, gar nicht erst danach geschaut- insbesondere bei Komorbiditäten), falsch bzw. nicht behandelt...
    Falls du andere Erfahrungen gemacht hast gerne, bzw auch gerne über pn...

    Aber es hat sich zum Glück einiges verändert in den letzten Jahren..

  5. #15
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 591

    AW: keinen Therapieansatz

    @sportysandy:

    Habe ich richtig verstanden, dass du Familie hast, Jugendamt und Familientherapeutin bereits mit im Spiel sind?

    Wenn die und dein Arzt es für wichtig halten, dass du eine Einzeltherapie im Zusammenhang mit deinem ADHS und den Folgen machst, zum besser verstehen und besser klarkommen, dann würde ich denen erstmal glauben. Vor allem: Vielleicht könnte dir einer von denen auch helfen bei der Suche nach einem geeigneten Therapeuten? Es könnte sich lohnen, mal zu fragen. Du hast ja selbst schon einiges versucht und hattest bis jetzt Pech dabei.

    Ich wünsche dir viel Glück und gib nicht auf, weil du an eine geraten bist, die es sich nicht vorstellen kann mit dir. Manchmal ist es echt eine Geduldssache, aber wenn du einen Therapeuten findest, mit dem es passt (auch für dich), kann dir eine Therapie wirklich viel bringen.

  6. #16
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 347

    AW: keinen Therapieansatz

    sportysandy schreibt:
    Und das Jugendamt hat vorgeschriebe eine Therapie zu machen. Weil die Familienthapeutin auch mit bei dem Arzt war der die Diagnose gestellt.

    könntest Du DAS bitte genauer erklären?

    das Jugendamt schreib t keineTherapie wegen ADHS vor.

    als was wollen die warum von Dir?

  7. #17
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 591

    AW: keinen Therapieansatz

    Howard schreibt:
    Trotzdem wird sowohl in der Kjpp als auch in der Erwachsenenpsychiatrie Ads/Adhs weiterhin oft gar nicht diagnostiziert (entweder falsch diagnostiziert, gar nicht erst danach geschaut- insbesondere bei Komorbiditäten), falsch bzw. nicht behandelt...
    Falls du andere Erfahrungen gemacht hast gerne, bzw auch gerne über pn...

    Aber es hat sich zum Glück einiges verändert in den letzten Jahren..
    Da hast du sicher recht.
    Ich mache da ständig Erfahrungen, weil ich PP bin Also fast, kurz vor der Approbation. Rate mal, bei wie vielen Patienten ich das initiiert habe, Diagnostik gemacht habe etc... Das waren durch mein Vorwissen doch so ein paar mehr als bei den Kollegen. Ein ADHS-Screening mache ich standardmäßig mit in der Probatorik, neben all den anderen.

    Das gute für sportysandy ist ja, dass sie schon mit der Diagnose kommt, es muss keiner mehr draufkommen, der sich vielleicht nicht so gut auskennt damit.

    Das schlechte ist, dass es keine Diagnose ist, auf die alle Psychotherapeuten scharf sind... Leider wird da wohl deutlich unterschieden, vor allem in unterversorgeten Gebieten, wo sich die Therapeuten die Patienten quasi aussuchen können.

    Und je nach Gegend ist die psychotherapeutische Versorgung ein Trauerspiel, Wartezeiten, die ihrerseits geeignet sind zu Verschärfung von Folgeproblemen (jeglicher Art, die Depression einer Mutter bringt ja durchaus Folgen für ihre Kinder mit sich, der Agoraphobikner kann dann zwischenzeitlich so schlecht werden, dass er seinen Job verliert, weil er das Huas nicht mehr verlassen kann, etc., etc.), Chronifizierung und Erhöhung von Suizidraten beitragen.

    Da könnt ihr euch vorstellen, welche anderen Diagnosen und Umständen Patienten "unbeliebt" sind: Borderline und andere Persönlichkeitsstörungen, Psychosen, schwere Depressionen, Zwänge, chronifizierte Störungen, viele Komorbiditäten, unklare Suizidalität (nicht absprachefähig --> da hätte ich aber auch meine Probleme, und im Zweifelsfall heißt es dann auch Einweisung, ganz klar, im besten Fall einvernehmlich), Süchte, Intelligenzminderung, etc.

    Ich finde es ein Unding, dass so diskriminiert wird, und das das möglich ist hat auch mit einer grandiosen Fehlplanung der KVen zu tun bezüglich Bedarf und Versorgung. Aber das ist ein wirklich sehr komplexes Thema, über das ich mich viel zu viel aufrege.

    Bringen tun's in dem Fall nur die berufspolitischen Bemühungen, und da mahlen die Mühlen langsam wenn überhaupt, weil verschiedene Verbände mit unterschiedlichen Interessen aufeinandertreffen, bei denen Einigungen und sinnvolle Lösungen schwer zu erreichen sind (Kostenträger vs. Leistungserbringer, Mediziner vs. Psychotherapeuten etc.).

    Wichtig ist, den Patienten Ausdauer und Zuversicht zu vermitteln bei der Suche nach einem Therapieplatz, wenn irgend möglich auch Wartezeiten und Wege in Kauf nehmen (aber sag das mal einem recht beeinträchtigen Menschen!) zur Not zur Überbrückung teilstationär oder stationär gehen, andere Hilfsmaßnahmen ergreifen etc.
    Geändert von alice_s (10.12.2017 um 11:24 Uhr)

  8. #18
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 231

    AW: keinen Therapieansatz

    @alice
    Ein Teil deiner Vorschläge überrascht mich ein wenig:

    Es ist doch so:
    Psychotherapie macht doch fast ausschließlich nur dann Sinn, wenn man das selber möchte, bzw. wenn man bereit dafür ist, ansonsten sorry jetzt für meine Wortwahl, kann man es komplett vergessen!
    Ich werde mich jetzt nicht darüber weiter aufregen, wie Psychiatrie aber auch Psychotherapie adslerm in der Gegenwart und insbesondete der Vergangenheit geschadet hat, auch wenn ich durch diese Aussage gerade stark wieder dran errinert werde!

    Ich halte es immer noch für extrem schädlic, nur weil viele Ärzte, Psychologen, Jugendamtsmitarbeiter, Familienhelfer, Pädagogen etc. keine Ahnung von ads haben, den belasteten ads-müttern erstmal ne Psychotherapie empfehlen - auch wenn ich das mitunter selber tue -
    aber ganz ehrlich: wenn, egal wer einer verzweifelten ads-patientin/adhs-mutter erstmal psychotherapie empfiehlt, noch vor coaching, familientherapie, psychoedukation über ads und medikamentöser Therapie, dann hat die betroffene Person sich meiner Meinung nach am ehesten noch nicht gut genug mit ads auseinander gesetzt!

  9. #19
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 591

    AW: keinen Therapieansatz

    auf welche Vorschläge beziehst du dich?

    Psychotherapie macht doch fast ausschließlich nur dann Sinn, wenn man das selber möchte, bzw. wenn man bereit dafür ist, ansonsten sorry jetzt für meine Wortwahl, kann man es komplett vergessen!
    Grundsätzlich ja, mit Ausnahmen. Aber du schreibst ja auch "fast ausschließlich"

    wenn, egal wer einer verzweifelten ads-patientin/adhs-mutter erstmal psychotherapie empfiehlt, noch vor coaching, familientherapie, psychoedukation über ads und medikamentöser Therapie, dann hat die betroffene Person sich meiner Meinung nach am ehesten noch nicht gut genug mit ads auseinander gesetzt!
    Das sehe ich auch so. Ich hatte aber den Eindruck, dass bei sportysandy schon viel läuft und nicht unspezifisch. Kann sein ich täusche mich, deshalb hab ich sie ja nochmal gefragt.

    Und bei allem Verständnis für belastete ADHS-Mütter, bin ich ja selbst, bestimmte Maßnahmen sind in bestimmten Situationen notwendig, um schädliche Folgen zu mindern oder zu vermeiden. Bei schwieirgen ADHS geprägten Verhältnissen immer mit Medikation für alle Betroffenen und coaching etc. Das meine ich ganz sachlich, da ist kein Urteil dabei. Moralisieren hat noch niemandem geholfen. Wegschauen aber auch nicht.
    Geändert von alice_s (10.12.2017 um 11:26 Uhr)

  10. #20
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 231

    AW: keinen Therapieansatz

    Sorry, habe nicht gesehen, dass du schon geantwortet hast - kann mit den aussagen des letzten aussagen wiederdeutlich mehr anfangen...

    Letztendlich müssen aber auch wir Ärzte/Psychologen/Therapeuten mitberücksichtigen, dass wir uns leider manchmal mitschuldig machen indem wir einigen Patienten reflexartig Psychotherapie empfehlen...

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