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  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 25

    Coaching-Wildwuchs?

    hallo

    Bin ich die einzige, die findet, dass sich mittlerweile fast jeder ADHS-Coach nennen kann? Mal so überspitzt gesagt ein Bauarbeiter mit nem Kurs in ADHS-Coaching. Ist jetzt schon ein bisschen übertrieben gesagt, aber ich hab mal ein bisschen gegoogelt und hab so viele verschiedene Anbieter gesehen, bei denen mir die Ausbildung irgendwie zweifelhaft vorkommt. Nicht eigentlich die Ausbildung an und für sich, sondern eher die Tatsache, dass die so ziemlich jeden nehmen, egal aus welchem Berufsfeld. Und es scheint ein ziemlicher Trend zu sein - ich meine recht lukrativ- Vor allem in Bezug auf Kinder... all die verzweifelten Eltern, die nur das Beste für ihre Kids wollen und alles dafür bezahlen würden (ist auch verständlich)

    Was haltet Ihr davon?

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Coaching-Wildwuchs?

    Sehe ich genauso. Ist aber nicht nur bei ADHS so, sondern generell die ganze "Heil-Schiene".
    Lukrativ ist es vor allem für die, die diese "Coaches" "ausbilden". Ich glaube viele von denen glauben wirklich sie sind gut ausgebildet, und können (das finde ich am Schrägsten und Schlimmsten) gerade durch ihre meist eigenen Defizite aus diversen psychiatrischen Krankheitsbildern besonders gut helfen und verstehen.

  3. #3
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 967

    AW: Coaching-Wildwuchs?

    Ich denke, dass große Problem ist, dass die Berufsbezeichnung nicht geschützt ist und deswegen sich jeder Coach nennen kann wer will..

  4. #4
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Coaching-Wildwuchs?

    Nicht nur die, die glauben durch ihre eigenen Defizit besonders gut helfen zu können. Hab auch viele gesehen die ein ADHS Kind haben und somit scheinbar denken, sie hätten die richtige Basis und das Verständnis um zu helfen. Im Sinne von: Ich bin gelernte Pflegeassistentin/Sozialarbeiterin/Hebamme (was auch immer), mein Kind hat ADHS und ich hab viel gelesen und nen Kurs gemacht, ich kenn mich aus!

  5. #5
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 26

    AW: Coaching-Wildwuchs?

    Ich hab ja mal sowas ähnliches mitgemacht, das nannte sich aber pädagogisches Programm. Diejenigen, die das gemacht haben, schienen bisher die meiste Ahnung bzgl. ADHS und Begleitsymptomen von allen Therapeuten (die mir bisher begegnet sind...) gehabt zu haben. Vorteil ist wohl auch, daß die nicht beschränkt auf Behandlungen sind, die von irgendeiner Krankenkasse als nachweislich wirksam betrachtet werden. Aber ich denke, es ist ähnlich wie bei Psychotherapeuten, manche haben Ahnung und andere nicht. Man muß sich halt für den richtigen entscheiden. Ist halt nur der Trick, wie man rausfindet wer gut ist. Namensnennungen sind ja hier nicht erwünscht, das macht das Zurückgreifen auf Erfahrung von anderen schwierig.

  6. #6


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 6.169

    AW: Coaching-Wildwuchs?

    Daher ist es wichtig darauf zu achten, welche Ausbildung die Leute haben.

    In der Schweiz gibt es einen, auch von Fachpersonen anerkannten, Ausbildungslehrgang zum zertifizierten ADHS-Coach und Verhaltenstrainder.

    Vom icp, Institut für christliche Psychologie, Therapie und Pädagogik.

    Auch wenn es ein christliches Institut ist, ist dieser Lehrgang "weltlich"

  7. #7
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 123

    AW: Coaching-Wildwuchs?

    Liebe Rhana

    Ich stimme Dir in allen Deinen Punkten zu.

    Es ist schon inflationär, wer sich Coach nennt und nennen kann.

    Die Chance, die darin natürlich liegt, ist, dass es überhaupt eine Auswahl und ein Angebot gibt, d.h. man kann ggf. einen Coach finden, der zu einem passt.

    Andererseits sind viele dieser Angebote natürlich kostenpflichtig.

    Oder man sucht Psychotherapeuten/Psychologen und erarbeitet sich mit diesen zusammen eine Strategie/Bausteine, dies ist sinnvoll, wenn man sich in der ADHS-Thematik selbst schon gut auskennt. Wenn es ein/e gute/r Psychologe/-in ist, dann kennt er/sie auch seine/ihre Grenzen und zeigt diese dem Klienten auch auf.

    Therapie ist sehr viel im Wesentlichen, dass man sich Skills/Methoden aneignet, diese auspobiert und dann reflektiert und optimiert.
    Gute Therapeuten erkennt man darin, dass diese einem genau helfen, genau die auf sich selbst passenden Skills/Methoden zu finden, zu trainieren und weiterzuentwickeln.

    Ein System der Qualitätssicherung zu haben, ist es natürlich von Vorteil;
    Aber ebenso eine extrem wichtige Rolle spielt eine langjährige therapeutische Arbeit, Gespür für Themen, Gespür für Klienten, das Gespür, wo Ansatzpunkte sein können etc.

    Gruß

    Microskulpt

  8. #8
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Coaching-Wildwuchs?

    Mein Psychiater hat leider so gar keine Ahnung, was er mit mir eigentlich anfangen soll. Der ist es gewohnt, auf psychische Probleme einzugehen, wovon ich eigentlich nicht viele habe

    Ein Coaching wäre da schon besser geeignet. Aber ich seh den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Muss mich da beraten lassen.

  9. #9
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 123

    AW: Coaching-Wildwuchs?

    Liebe Rhana

    selbst wenn der Psychiater zu wenig Fachwissen in Bezug auf AD(H)S hat (denn die meisten Psychiater haben eine sehr breite Ausbildung)
    kann er Dir helfen, wenn Du ihm Deine Art von Schwierigkeiten schilderst. Es müssen keine Probleme sein, sondern es kann auch Deine AD(H)S-geprägte Art und Schnelligkeit im Denken und Handeln sein, das eruptive, etc. beispielsweise.

    Vielleicht kannst Du auch etwas an den Gesprächen ändern.

    Anstatt, ihm zu schildern und von ihm einen Rat zu erwarten, eine gemeinsame Erarbeitung vom Methoden und Skills angehen.

    Vielleicht selbst Ziele entwickeln, was Du an Dir verändern willst.

    Oder was Deine Vision ist.

    Oder eine Bewertung: Was hat mit beim Wald vor lauter Bäumen-Entscheidungen geholfen und was nicht?
    Wie kann man Entscheidungen und Themen visualisieren um dann sicherer zu entscheiden?

    Vielleicht kannst du mit ihm Achtsamkeitsübungen in die Gespräche einbauen?

    Versuch es doch einfach mal.

    Microskulpt

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