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Diskutiere im Thema Erfahrungsbericht Telefonat mit ADHS-Trainerin/Coach im Forum ADS ADHS: Coaching
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 476

    Erfahrungsbericht Telefonat mit ADHS-Trainerin/Coach

    Ich hatte soeben mein erstes Telefonat mit der ADHS-Trainerin meiner Wahl.

    Das Gespräch sollte dazu dienen, sich kennen zu lernen und den Bedarf "abzustecken".

    Nachdem ich den Termin letzte Woche eher unbedarft und spontan gemacht habe, war ich heute vor dem Gespräch total aufgeregt! Ich bin durch meine Wohnung gegeistert und hatte ein Kopfkino vom allerfeinsten!

    Dann war es endlich 10:00 Uhr und das Telefon klingelte!

    Die Dame war sehr nett. Ich hatte vorab eine E-Mail geschrieben und ich war angenehm überrascht, dass sie diese auch tatsächlich gelesen hatte. So konnten wir direkt einsteigen.

    Ich habe ihr meine Probleme nochmal im Detail geschildert und wo ich glaube, dass Unterstützung gut tun würde.

    Sie ist sehr gut darauf eingegangen und hat viele kluge Fragen gestellt und bezüglich meiner Angst und was sie mit mir macht, den Nagel auf den Kopf getroffen.

    Als Sie mir dann erklärt hat, wie und wobei sie mir helfen kann, hat mich das emotional total getroffen und ich habe, wie nicht anders zu erwarten, angefangen zu heulen.

    Was ich ganz toll fand war, dass sie mir erklärt hat warum ich mich gerade so fühle und dass es durchaus sein kann, dass die böse Angst, gemein wie sie ist, mir versuchen wird auszureden, dass ich mir Hilfe suchen soll, ob nun bei ihr, oder anderswo. Und das sie diese Erfahrung schon bei vielen Klienten mit Angst gemacht hat. Wichtig ist, sich dessen bewusst zu sein und die Angst nicht gewinnen zu lassen, denn die Angst ist ein schlechter Ratgeber.

    Wir sind nun so verblieben, dass ich mir ausrechne wie viel Training ich mir leisten kann. Sie drei verschieden Pakete im Angebot und es geht los bei 90,-€ / Monat bei einer Stunde alle vier Wochen. 14 tägig wären es 170,- € und wöchentlich 225,- €. Alle Pakete enthalten auch Unterlagen.

    Puh. Das ist ne Menge Holz. Lt. der Aussage der Trainerin übernimmt meine Krankenkasse (Barmer GEK) ihre Leistungen nicht und das "Persönliche Budget" (oder so ähnlich?!) kommt bei mir nicht in Frage, da ich zu viel verdient habe (geht das überhaupt!? und ein entsprechend "hohes" Krankengeld kriege.

    Also muss ich jetzt rechnen. Am liebsten würde ich mit dem großen Paket starten und dann im weiteren Verlauf ggfs. reduzieren.

    Falls jemand noch einen Tipp für mich hat, bezüglich der Finanzierung, immer her damit!

    FAZIT: Das Gespräch hat sich in jedem Fall gelohnt, auch wenn ich jetzt total kaputt bin und mich fühle wie nach einer 60 Stunden Woche.

    Ich geh mich jetzt erstmal ausruhen!

    LG

    Lady

  2. #2
    salamander

    Gast

    AW: Erfahrungsbericht Telefonat mit ADHS-Trainerin/Coach

    Das was Du bevorzugen würdest, erst ganz viel, um danach zu reduzieren, ist eine "ADHS"-Vorgehensweise, im hype, weil da nun endlich was geht.

    Die wohl bessere Vorgehensweise ist/wäre, es langsam anzugehen, Dir anzusehen, ob es tatsächlich das ist, was Du Dir vorstellst und "piano" einzusteigen.
    So kannst und wirst Du merken, ob das Programm Dir das bringt, was Du Dir jetzt erhoffst, und kannst, wenn Du dazu bereit bist, die Stunden aufstocken. So die finanziellen Möglichkeit vorhanden sind.

    Da ich nicht weiß, ob Du das bereits getan hast, die Anregung, Dich schlau zu machen, ob es nicht auch von der Kasse finanzierte ähnliche Programme gibt, bei einem anderen Anbieter.

    Wenig Geld in Summe gesehen ist es nicht, dass zu berappen ist, als Selbstzahler, beim Vollprogramm.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 476

    AW: Erfahrungsbericht Telefonat mit ADHS-Trainerin/Coach

    salamander schreibt:
    Das was Du bevorzugen würdest, erst ganz viel, um danach zu reduzieren, ist eine "ADHS"-Vorgehensweise, im hype, weil da nun endlich was geht.

    Die wohl bessere Vorgehensweise ist/wäre, es langsam anzugehen, Dir anzusehen, ob es tatsächlich das ist, was Du Dir vorstellst und "piano" einzusteigen.
    So kannst und wirst Du merken, ob das Programm Dir das bringt, was Du Dir jetzt erhoffst, und kannst, wenn Du dazu bereit bist, die Stunden aufstocken. So die finanziellen Möglichkeit vorhanden sind.

    Da ich nicht weiß, ob Du das bereits getan hast, die Anregung, Dich schlau zu machen, ob es nicht auch von der Kasse finanzierte ähnliche Programme gibt, bei einem anderen Anbieter.

    Wenig Geld in Summe gesehen ist es nicht, dass zu berappen ist, als Selbstzahler, beim Vollprogramm.
    Vielen Dank für diese Anmerkungen! Das was Du über die ADHS-Vorgehensweise schreibst hatte ich mir zwischenzeitlich auch schon überlegt.

    Werde auch mal bei meiner Krankenkasse nach Alternativen fragen.

    LG

    Lady

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Erfahrungsbericht Telefonat mit ADHS-Trainerin/Coach

    Ich kann mich dem Rat von Salamander nur anschließen.

    Die Frau kann Dir viel erzählen von wegen, Dein Krankengeld ist zu hoch usw.

    Bei solchen Aussagen hab ich schon tolle Geschichten erlebt, vielleicht hat sie dem Grunde nach sogar recht, aber manchmal gibt es Hintertürchen und andere Wege, die nicht so sehr an den Geldbeutel gehen.

    Auf einen Vertrag, ohne vorheriges Probetraining würde ich mich wohl auf keinen Fall einlassen.

    Ich hatte mir auch mal so eine Trainerin bestellt und die Geschichte ging total in die Hose. Es wäre ein schöner Ärger gewesen, hätte ich mit ihr gleich ein ganzes Paket vereinbart. So war es eine nicht so ganz tolle Erfahrung und die Sache war damit erledigt.

  5. #5
    salamander

    Gast

    AW: Erfahrungsbericht Telefonat mit ADHS-Trainerin/Coach

    was ich mich auch ein bisserl stutzig macht, in Bezug auf das, was zur Angst besagt wurde.


    Angst ist ansich weder was negatives noch was positives.
    Angst ist als solches lediglich ein Gefühl, das einen auf etwas aufmerksam macht.
    Da ist irgendwas, was nicht so ist, wie es dem Gefühl nach sein sollte.
    Auch bei ADHSler ist Angst erstmal ein Aufmerksam-Macher.
    Die nächste Stufe der Angst geht dann in Richtung Panik,
    was aber noch keine echte Panik ist,
    dafür ein sicheres Indiz, hier geht's um's eingemachte,
    um wirklich wichtiges,
    um etwas, was unter Umständen tatsächlich bedrohlich sein kann - egal in welcher Weise,
    und danach kommt erst die handlungsunfähig machende Panik,
    die auf allen Seins-Ebenen blockiert,
    und die ist dann wirklich gefährlich.


    Angst ansich ist aus meiner Sicht kein schlechter Ratgeber,
    statt dessen ein sehr wichtiger Aufmerksam-Macher,
    den jeder Mensch braucht.


    Das mit dem zum hohen persönlichen Budget habe ich glatt überlesen,
    Waldsteini danke!
    Diese Aussage spricht nicht unbedingt für die Trainerin.
    Es gibt Programme von Krankenkassen und Therapeutenverbänden,
    von denen wissen meist die ADHS Ärzte,
    wo spezielle ADHS-Trainings-Module angeboten werden,
    das zahlt die Krankenkasse.
    Ebenso gibt es Therapien für ADHSler die die Krankenkasse übernehmen,
    nichts davon ist an das persönliche Budget einer Person gekoppelt,
    eines wie das andere sind Therapien,
    die ganz regulär bei der Krankenkasse beantragt werden,
    die jedem in der Hinsicht bedürftigen Krankenkassenmitglied,
    nach Bewilligung, offen stehen.


    Das mit dem persönlichen Budget, stößt mir gewaltig auf, und macht mich sehr mißtrauisch.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 476

    AW: Erfahrungsbericht Telefonat mit ADHS-Trainerin/Coach

    Oha! Jetzt kam es aber doch noch dicke!

    Und wieder bedanke ich mich für die kritischen Töne von Euch!

    Bezüglich der Angst hast Du natürlich Recht Salamander! Angst im gesunden Maße ist nicht negativ und soll aus den von Dir genannten Gründen auch sein.

    Bei mir handelt es sich jedoch um eine ausgeprägte Angststörung inkl. Panikattacken, Agoraphobie und sozialer Phobie.

    Und in dem Zusammenhang haben wir auch darüber gesprochen und dann macht das, was sie gesagt hat, für mich durchaus einen Sinn.

    Das "schwerste Geschütz" der Angst (meine nenne ich übrigens "liebevoll" Thekla) ist m.E. nach die Vermeidung.So viel habe ich schon gelernt. Was nicht heißt, dass ich nicht tagtäglich in die Falle tappe und mich in Vermeidung übe, ob nun bewusst oder manchmal auch ganz unbewusst. Und was man der Trainerin zu Gute halten muss, sie sagte ja auch ... "dass die böse Angst, gemein wie sie ist, mir versuchen wird auszureden, dass ich mir Hilfe suchen soll, ob nun bei ihr, oder anderswo".

    Und bezüglich der finanziellen Geschichte verlasse ich mich mal auf Euren Rat und suche erstmal nach Alternativen, ob nun für sie oder anderswo.

    Also nochmal: Vielen Dank!

    LG

    Lady

  7. #7
    salamander

    Gast

    AW: Erfahrungsbericht Telefonat mit ADHS-Trainerin/Coach

    Wenn die Angststörung so massiv ist, hhhmmmm, würde ich mich eher nach einem Coach/Therapeuten mit Krankenkassenzulassung umsehen.
    Das könnte sich sonst blöd ausgehen und die Sache noch verschlimmern.
    Trainer ist bei uns keine geschützte Berufsbezeichnung, ich glaub Coach ebenso wenig, da können sich "alle möglichen Leute" austoben in dem Feld.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 476

    AW: Erfahrungsbericht Telefonat mit ADHS-Trainerin/Coach

    Einen Therapeuten habe ich schon. Ob es tatsächlich der Richtige ist? Habe momentan Zweifel und werde meinen nächsten Termin am Freitag dazu nutzen, um das in einem Gespräch raus zu finden.

    Und schwarze Schafe gibt es überall! So naiv bin ich dann auch nicht.

    Stehe ja mit meiner Diagnose und entsprechenden Bemühungen noch relativ weit am Anfang.

    Nun gilt es eben die Spreu vom Weizen zu trennen und da bin ich gerade kräftig dabei.

    Die Trainerin konnte mir außerdem eine Psychiaterin in meinem Wohnort nennen, die Ihres Wissens nach ADHS-Erfahrung hat. Allein das war schon eine Hilfe, denn danach suche ich zZt. händeringend. Meine jetzige verschreibt mir zwar das Medikinet, weil die Klinik, in der ich war, so im Bericht geschrieben hat. Ansonsten kannste die Dame aber in die Tonne treten. Zum Thema ADHS und alternative Medikationen und /oder Änderung der Dosierung bekam ich von ihr folgende Antwort:

    "Also ich halte da ja persönlich gar nix von und habe da auch keine Erfahrung. Rufen Sie doch in der Klinik an!"

    Ich natürlich erst mal keine Worte gefunden und mich noch, blöd wie ich bin, brav bedankt.

    Und zuhause dachte ich dann nur noch..BLÖDE KUH!

  9. #9


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.172

    AW: Erfahrungsbericht Telefonat mit ADHS-Trainerin/Coach

    Nach der Art und Weise wie du das Gespräch beschreibst, denke ich dass es eine gute Trainerin ist.

    Allerdings gibt mir dieser Satz von dir zu Denken:
    LadyChuckoo schreibt:
    Bei mir handelt es sich jedoch um eine ausgeprägte Angststörung inkl. Panikattacken, Agoraphobie und sozialer Phobie.
    Das gehört in meinen Augen auf jeden Fall in die Hände einer erfahrenen medizinischen Fachperson.

    LadyChuckoo schreibt:
    Die Trainerin konnte mir außerdem eine Psychiaterin in meinem Wohnort nennen, die Ihres Wissens nach ADHS-Erfahrung hat. Allein das war schon eine Hilfe, denn danach suche ich zZt. händeringend
    Das zeigt wieder, dass die Trainerin ihre Grenzen wohl kennt und das ist sehr wichtig.

    Vielleicht schaust du erst einmal, wie ihr im persönlichen direkten Gespräch mit einander auskommt. Und dann für den ersten Monat alle 2 Wochen und nachher je nach dem.
    Ich gehe davon aus, dass du dich jeden Monat neu entscheiden kannst, welches Paket du nehmen willst.

    Liebe Grüsse
    Pucki

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 476

    AW: Erfahrungsbericht Telefonat mit ADHS-Trainerin/Coach

    Vielen Dank Pucki!

    Ich habe ja eine Fachperson, meinen Therapeuten. Der macht Verhaltens- und Psychotherapie und ist diplomierter Psychologe und erscheint mir sehr professionell. Allerdings muss ich mit ihm jetzt nochmal wegen der ADHS sprechen, da habe ich momentan etwas Zweifel, ob er da (genug) Erfahrung hat.

    LG

    Lady

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