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Diskutiere im Thema Christian Meyer Bewußtseinsübungen im Forum ADS ADHS: Coaching
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  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 68

    AW: Christian Meyer Bewußtseinsübungen

    @ Michi
    ja da geb ich dir recht, für mich leider nicht umsetzbar grrrrrrrrr
    Betreuung brauch ich nicht für Kinder sondern für 4 Hunde und eine Vertretung als Betreuung für die alte Dame, die leicht Dement ist , bei der ich wohne und als Haushaltshilfe angestellt bin. Da sie noch - laut krankenkasse - zu fit für eine Pflegestufe ist (sie kann leider noch alleine auf die Toilette gehen und auch alleine Essen grrrr usw.) muss eine Ersatzbetreuung selbst bezahlt und versichert werden. Das kann sich weder der Sohn noch die alte Dame leisten ufffffffffffffffff.

    @ Maofatale: ja die Übungen sind ähnlich und ich merke auch das ich damit besser im Leben zurecht komme. Nicht immer aber immer öfters lach

  2. #22
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 382

    AW: Christian Meyer Bewußtseinsübungen

    Hallo!

    Achtsamkeit oder das Erkennen der inneren Beobachterin.


    Alles begann mit einem Persönlichkeitstraining auch Tantratraining genannt.
    und der dynamischen Meditation:

    Ich stand mit erhobenen Armen körperlich völlig ausgepumpt da
    und kämpfte dagegen an, bloß nicht die Arme zu senken.
    Ich spürte meine erhobenen Arme, die leicht zitterten,
    der Atem, der sich langsam beruhigte,
    die kräftigen Atemzüge, das Ein- und Aus.

    Plötzlich nahm ich einen Schweißtropfen wahr,
    der sich am Haaransatz am Hals bildetete und meine Wirbelsäule hinabrann
    bis zum Po und weiter.....

    Es war ein außergewöhnliches Erlebnis.
    Denn in diesem Zeitraum existierte nichts anderes als der Schweisstropfen
    und wie er hinabrann und wie sich das anfühlte.....

    Ich beobachtete ihn und irgendwie war ich auch der Schweißtropfen.....

    Heute weiß ich, dass ich vollkommene Achtsamkeit erlebt habe.
    Eins-Sein.
    Und damals erkannte ich die innere Beobachterin zum ersten Mal als das, was sie ist.
    Wurde mir ihrer bewusst über das Geschehen hinaus.
    Nicht dass ich Eins-Sein nicht schon erlebt hatte....
    Ich kann mich an viele Momente in Kindheit und Jugend erinnern,
    aber ich war mir dessen nicht bewusst, was ich da erlebt habe.
    Ich habe der inneren Beobachterin nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt.
    Sie war da und wieder weg. So war das eben.
    Ich habe wohl unbewusst Achtsamkeitsübungen gemacht.

    Ich übe neben der Achtsamkeitsmeditation auch Yoga,
    obwohl das nicht zwei unterschiedliche Dinge sind.... lächel

    Sitzen auf dem Meditationskissen ist auch nur eine Asana
    die allererste.....

    Es ist ein Erlebensunterschied, ob ich mit oder ohne Medikinet übe.
    Ich komme besser in den Körper, bin mehr mit mir verbunden,
    spüre mich besser ----- oder anders eben.
    Ohne bin ich weiter von mir weg.
    Und es ist mühsamer..
    Montag habe ich mit Medikinet geübt und es war so wunderbar.....
    So sollte es immer sein......
    Mit Medikinet erreiche ich eher obigen Zustand....
    Und ich fühle mich gerne so...

    Warum soll ich es mir schwieriger machen, wenn es auch einfacher geht.
    Nicht dass ich durch Medikinet nicht mehr üben bräuchte
    nein.... das ist es nicht.
    das Erleben ist nur anders...

    Aber es geht auch ohne.....
    Im Retreat verzichte ich oft bewusst auf die Einnahme von Medikinet,
    meist gegen Ende des Retreats
    und Stille, Schweigen, Gemeinschaft, regelmäßiges Üben
    geordnete Tagesabläufe.....
    lassen mich ebenfalls Momente vollkommener Achtsamkeit erleben.

    Interessanter Weise immer dann, wenn ich es nicht mehr erwarte, weil ja kaum möglich..... ohne .

    Hilft mir also das Medikinet oder sind es die Umstände
    im Außen wie im Innen.....
    die die Tür öffnen.

    Was ich erlebt habe ist:
    Wenn ich wirklich nichts erwarte, dann geschieht es.

    DIe inneren Einstellungen sind die größten Hindernisse.
    Diese Erkenntnis beruht auf eigenem Erleben,
    und ist kein Ergebnis von Nach-Denken.

    Im Yoga Sutra 1.30 heisst es:

    Je empfänglicher wir für Hindernisse sind,
    desto schwerer fällt es uns, Klarheit in unserem Geist zu erreichen.

    Für mich bedeutet Klarheit in meinem Geist: mit mir verbunden zu sein.


    Gruß
    Michi

  3. #23
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 382

    AW: Christian Meyer Bewußtseinsübungen

    Sonnenstrahl schreibt:
    @ Michi
    ja da geb ich dir recht, für mich leider nicht umsetzbar grrrrrrrrr
    Betreuung brauch ich nicht für Kinder sondern für 4 Hunde und eine Vertretung als Betreuung für die alte Dame, die leicht Dement ist , bei der ich wohne und als Haushaltshilfe angestellt bin. Da sie noch - laut krankenkasse - zu fit für eine Pflegestufe ist (sie kann leider noch alleine auf die Toilette gehen und auch alleine Essen grrrr usw.) muss eine Ersatzbetreuung selbst bezahlt und versichert werden. Das kann sich weder der Sohn noch die alte Dame leisten ufffffffffffffffff.


    Das mag ja alles so sein......

    und doch: Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.

    Was ist, wenn du krank bist?
    oder......?

    Das hört sich nach einer Ausbeutungssituation an.
    Gerade gestern habe ich einen Bericht im Fernsehen gesehen, wonach z.B. die Zeitungsausträger vom Mindestlohn ausgenommen sind,
    weil es die Verlage ja so schwierig haben. Ihr Lamentieren in Bonn hat dazu geführt.

    1. Besteht ein Demenzdiagnose?
    Besteht Eigengefährdung?

    Denn dann kann sich die Krankenkasse nicht herausreden!!!!!!!!

    2. Jede(r) Angestellte hat das Recht auf Urlaub/Erholung.
    Wenn der Sohn sich keinen Ersatz leisten kann, dann muss er sich eben selbst um seine Mutter kümmern.

    Glaub mir, er ist mehr auf dich angewiesen, als du auf sie oder ihn.
    Auch wenn du dort umsonst wohnst, usw.....

    Irgendwie erinnert mich deine Situation an die der unverheirateten Tochter in früherer Zeit,
    die nur für Kost und Logis sich um die Eltern kümmerte und keinen einzigen Tag frei hatte.

    So jemanden wie dich findet die Dame und auch der Sohn nicht so schnell wieder.
    Wir ADHSler neigen dazu, wenn wir an Menschen und Situationen anhaften,
    uns ausbeuten zu lassen, weil uns das "gut" tut.
    Wir uns anerkannt und gebraucht fühlen.

    Während meiner Studentenzeit habe ich 21/2 Jahre einem Mädchen umsonst 3x die Woche Nachhilfe gegeben.
    Erst bekam ich die Stunden bezahlt, aber das Mädchen brauchte mehr Hilfe
    also kam ich einmal pro Woche umsonst. Dann hatte die Mutter mal kein Geld, weil sie selbst nichts verdient hatte.
    Und ich verzichtete und und und....
    Ich mochte das Mädchen, ich fühlte mich wohl, wurde anerkannt.
    Konnte, wollte das Mädchen nicht im Stich lassen.

    Sie haben mir viel versprochen und nichts eingehalten.
    Aber deshalb habe ich es nicht getan.
    Ich denke nicht mit Groll zurück, sondern positiv.
    Ich fühle mich auch nicht ausgenutzt.
    Es war eine gute Zeit, ich möchte sie nicht missen.

    Und doch sehe ich klar, dass ich nichts änderte, nicht weil ich oder sie nicht gekonnt hätte(n),
    sondern weil ich nicht wollte, weil ich das, was ich da hatte....
    an Anerkennung, gebraucht werden n
    nicht aufgeben wollte.

    Ich halte Situation aus oder nicht, weil ich es will,
    nicht weil die Umstände es von mir verlangen.

    Gruß
    Michi

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 68

    AW: Christian Meyer Bewußtseinsübungen

    ja Michi du hast das alles sehr gut auf den punkt gebracht.

    1. Besteht ein Demenzdiagnose? Ja diagnose ist vorhanden
    Besteht Eigengefährdung? stellenweise ja wenn sie einen schlimmen tag hat

    Denn dann kann sich die Krankenkasse nicht herausreden!!!!!!!!

    2. Jede(r) Angestellte hat das Recht auf Urlaub/Erholung.
    Wenn der Sohn sich keinen Ersatz leisten kann, dann muss er sich eben selbst um seine Mutter kümmern. ja da sollte ich mal mit ihm drüber reden

    Glaub mir, er ist mehr auf dich angewiesen, als du auf sie oder ihn.
    Auch wenn du dort umsonst wohnst, usw..... ja das sag ich mir auch immer wieder, trotzdem hab ich angst zu gehen

    Irgendwie erinnert mich deine Situation an die der unverheirateten Tochter in früherer Zeit,
    die nur für Kost und Logis sich um die Eltern kümmerte und keinen einzigen Tag frei hatte. hätt ich nicht besser ausdrücken können

    So jemanden wie dich findet die Dame und auch der Sohn nicht so schnell wieder.
    Wir ADHSler neigen dazu, wenn wir an Menschen und Situationen anhaften,
    uns ausbeuten zu lassen, weil uns das "gut" tut.
    Wir uns anerkannt und gebraucht fühlen.
    ja das gefühl hab ich auch dann öfters grrrrrrrrrrrrrrrrrr



    früher als ich noch freunde hatte wär ich schon längst weg gewesen, heute wo ich total allein dastehe bin ich gebeutelt vor angst ufffffffffffffff und das hindert mich daran, gewisse schritte zu tun. ich werde das mal mit meinem therapeuten besprechen sobald die test-phasen durch sind und es an die therapie geht.

    aber es tut gut zu lesen das es andere auch so sehen wie ich, auch wenn ich es zur zeit noch nicht ändern kann/will aus angst. ich hab schon immer gedacht ich sei zu empfindlich und würde das aus einer falschen sicht sehen.

  5. #25
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.453

    AW: Christian Meyer Bewußtseinsübungen

    Es tut mich gut zu lesen dass ich damit nicht allein bin... Zu gutmütig bin ich manchmal auch und mache mich deswegen manchmal auch Selbstvorwürfen.

    Nun, mit der Zeit, weil es manchmal zu viel war, habe ich schon gelernt mich zu wehren... Es geht, auch wenn es nicht einfach ist. Ich hatte es mehr aus Not gelernt, weil ich nicht mehr aushalten konnte.

  6. #26
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Christian Meyer Bewußtseinsübungen

    Sonnenstrahl schreibt:
    ja Michi du hast das alles sehr gut auf den punkt gebracht.

    1. Besteht ein Demenzdiagnose? Ja diagnose ist vorhanden
    Besteht Eigengefährdung? stellenweise ja wenn sie einen schlimmen tag hat

    Denn dann kann sich die Krankenkasse nicht herausreden!!!!!!!!

    2. Jede(r) Angestellte hat das Recht auf Urlaub/Erholung.
    Wenn der Sohn sich keinen Ersatz leisten kann, dann muss er sich eben selbst um seine Mutter kümmern. ja da sollte ich mal mit ihm drüber reden

    Glaub mir, er ist mehr auf dich angewiesen, als du auf sie oder ihn.
    Auch wenn du dort umsonst wohnst, usw..... ja das sag ich mir auch immer wieder, trotzdem hab ich angst zu gehen

    Irgendwie erinnert mich deine Situation an die der unverheirateten Tochter in früherer Zeit,
    die nur für Kost und Logis sich um die Eltern kümmerte und keinen einzigen Tag frei hatte. hätt ich nicht besser ausdrücken können

    So jemanden wie dich findet die Dame und auch der Sohn nicht so schnell wieder.
    Wir ADHSler neigen dazu, wenn wir an Menschen und Situationen anhaften,
    uns ausbeuten zu lassen, weil uns das "gut" tut.
    Wir uns anerkannt und gebraucht fühlen.
    ja das gefühl hab ich auch dann öfters grrrrrrrrrrrrrrrrrr



    früher als ich noch freunde hatte wär ich schon längst weg gewesen, heute wo ich total allein dastehe bin ich gebeutelt vor angst ufffffffffffffff und das hindert mich daran, gewisse schritte zu tun. ich werde das mal mit meinem therapeuten besprechen sobald die test-phasen durch sind und es an die therapie geht.

    aber es tut gut zu lesen das es andere auch so sehen wie ich, auch wenn ich es zur zeit noch nicht ändern kann/will aus angst. ich hab schon immer gedacht ich sei zu empfindlich und würde das aus einer falschen sicht sehen.

    liebe Sonnenstrahl,

    vllt hilft dir das ja weiter: seit ich meine Diagnose habe und vor allem seit ich MPH nehme, fällt mir innerliche/emotionale Abgrenzung in solchen Fällen weitaus leichter! ich bekam ein besseres Gespür dafür, meine Energie nicht mehr dort einzusetzen, wo ich "emotional ausgebeutet" werde, sondern kann inzwischen differenzieren, wo ich mich reinhängen möchte.

    beispiel:

    - einer meiner besten Freundinnen geht es in ihrer Ehe sehr sehr schlecht (also die Ehe endet gerade - sie ist dabei die Verliererin) - ich unterstütze sie sehr sehr gerne und wenn sie es gerade braucht auch sehr viel. ich weiß, dass ich ihr auch sehr wichtig bin und sie dasselbe für mich täte (und auch schonmal in ähnlicher weise tat).

    - eine andere, die ich eigentlich kaum kenne, trat auch wegen ihrer Beziehungsprobleme (die ich total irrsinnig finde) an mich heran, wollte Unterstützung/hilfe. ich habe in kürzester zeit herausgefunden, wie einseitig das ist. extrem einseitig. ich persönlich bin ihr so unwichtig wie ein kaputter Schuh. und habe mich sehr schnell davon distanziert. ohne deswegen gleich mal wieder mit riesengewissensbissen dazustehen.



    früher hätte ich da ehrlich gesagt ein Riesen problem gehabt.

  7. #27
    pi pa po

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    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Christian Meyer Bewußtseinsübungen

    mj71 schreibt:
    Es tut mich gut zu lesen dass ich damit nicht allein bin... Zu gutmütig bin ich manchmal auch und mache mich deswegen manchmal auch Selbstvorwürfen.

    Nun, mit der Zeit, weil es manchmal zu viel war, habe ich schon gelernt mich zu wehren... Es geht, auch wenn es nicht einfach ist. Ich hatte es mehr aus Not gelernt, weil ich nicht mehr aushalten konnte.
    deine erwähnte Gutmütigkeit möchte ich auch noch in mein eben geschriebenes Beispiel einbringen:

    bei der dame vom 2. Beispiel war ich auch erst sehr gutmütig und dachte mir: mensch, der geht es nicht so gut, ich kann sie sicher ein bisschen auffangen. habe da versucht, mich wirklich darum zu kümmern. es ist nun also nicht so, dass ich direkt Gleichgültigkeit bekomme, die Gutmütigkeit ist nach wie vor DA. und das ist auch gut so. aber ich "konnte" irgendwann bemerken, dass meine Gutmütigkeit hier ausgenutzt wird und kehrte da freundlich aber bestimmt den rücken zu.

    ich bin sehr froh, das nun zu können. bleibt mehr Energie für mich und für die, denen ich sie gerne abgebe, weil ich dort nicht ausgenutzt werde.

  8. #28
    Wer bin ich?

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    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 232

    AW: Christian Meyer Bewußtseinsübungen

    Puh....

    Hab das Thema gelesen und bin neugierig geworden.
    Da hab ich auf youtube das Video von ihm gefunden.
    https://www.youtube.com/watch?v=lhOWwRTPxgI

    Ich hab´s ganze 5 Minuten ausgehalten, jetzt Panik innerlich.
    Komplett auf Unruhe und Strom, am zittern, Ängste, mein Tinitus macht mit gerade die Hölle und fühle mich einfach schrecklich.

    Ich denke ich sollte sowas meiden wirklich

    Egal ob Pmr, Imagination und eben jetzt das hier ich denke sowas sollte ich echt meiden
    Warum auch immer sowas bei mir aus gelöst wird, ich weiß es nicht.

  9. #29
    pi pa po

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    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Christian Meyer Bewußtseinsübungen

    Sami schreibt:
    Puh....

    Hab das Thema gelesen und bin neugierig geworden.
    Da hab ich auf youtube das Video von ihm gefunden.
    https://www.youtube.com/watch?v=lhOWwRTPxgI

    Ich hab´s ganze 5 Minuten ausgehalten, jetzt Panik innerlich.
    Komplett auf Unruhe und Strom, am zittern, Ängste, mein Tinitus macht mit gerade die Hölle und fühle mich einfach schrecklich.

    Ich denke ich sollte sowas meiden wirklich

    Egal ob Pmr, Imagination und eben jetzt das hier ich denke sowas sollte ich echt meiden
    Warum auch immer sowas bei mir aus gelöst wird, ich weiß es nicht.

    ich werde bei Meditation oder so nem Krempel auch extrem unruhig und dreh fast durch.

  10. #30
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 382

    AW: Christian Meyer Bewußtseinsübungen

    @ sami
    @ maofatale


    Ein herzliches Hallo!

    Nicht die Meditation macht euch unruhig, versetzt euch in Panik!!!!!

    Die Unruhe, die Panik, das ist alles in uns.....
    Die Meditation oder andere Techniken helfen uns, unsere Gefühle, Gedanken, Reaktionsmuster wahrzunehmen,
    uns ihrer bewusst zu werden.

    Allerdings wird darauf hingewiesen, dass psychische Stabilität Voraussetzung ist,
    um diese allein oder im nicht therapeutischen Kontext zu üben.
    Denn nur im therapeutischen Kontext kann der Therapeut eingreifen und unterstützend einwirken,
    dass dieses Erleben nicht überwältigend wird.
    Außerdem werden im MBSR Techniken gelehrt und geübt,
    díe einen dabei unterstützen mit schwierigen Gefühlen und Gedanken umzugehen,
    damit man nicht mitgerissen wird.

    Denn darum geht es ja gerade......
    nicht mehr mitgerissen zu werden
    innehalten zu können
    zurückzutreten.

    Und dabei mit dem Erleben verbunden zu bleiben!!!!!!
    Also sich einerseits vom Erleben abzugrenzen, sich andererseits jedoch nicht vom Erleben abzuspalten.
    Anfangs nur für ein paar Sekunden, dann immer länger....

    Nur so kommen wir unseren schwierigen Gefühlen, Gedanken, Mustern auf die Spur:
    Nur so verlieren sie ihren Schrecken:
    Indem wir in der Lage sind, sie anzusehen, sie zu erleben, darin zu verweilen.

    ((Nach 21/2 Jahren nähere ich mich nun langsam dem Verweilen....
    für mich sehr schwierig.....
    ich will da nicht hin.....
    nähere mich dem Verweilen nur langsam, in kleinen Schritten,
    immer nur dann wenn ich bereit bin.
    Mich dazu zwingen oder kopfüber hineinspringen,
    wie das so meine Art ist,
    ist nicht günstig.
    Auch das habe ich gelernt.

    Denn es war diese Risikobereitschaft, dieses Tun ohne Vor-Denken, ohne Vor-Fühlen,
    die dazu geführt haben und dazu führen,
    dass ich manches nie wieder versucht habe.
    Nicht das Versagen wie ich bisher dachte.

    Ist mir gerade klar geworden.
    Gerade jetzt. (Während ich diese Ergänzung geschrieben habe!)))


    Es ist ein mühsamer und auch manchmal schmerzvoller Übunsgweg.

    Aber
    Ich erfahre Unterstützung und Hilfe.
    Letztlich jedoch lerne ich, dass ich den Weg allein gehe, aber nicht ohne Begleitung.

    Therapeuten, die achstamkeitsbasiert und körpertherapeutisch arbeiten gibt es leider nicht viele
    und die meisten haben keine Krankenkassenzulassung.

    Ich habe die letzten Jahre für diesen Weg viel Geld ausgegeben.
    Doch ich habe in dieser Zeit viel über mich gelernt,
    sehe vieles klarer....
    oder entdecke, wo das Fenster wieder beschlagen ist.

    Für was hätte ich das Geld sonst ausgegeben?
    Für Urlaub, einen neuen Kühlschrank und gewiss für ein teueres Auto.

    Diese Dinge vermisse ich jedoch nicht wirklich.


    Gruß
    Michi

    p.s.

    Nur der Erwachte driftet nicht ab!
    Ich möchte lernen, mich darüber zu freuen,
    dass ich aufwache, das Wegdriften bemerke,
    innehalte, das Wegdriften unterbreche.

    Von Augenblick zu Augenblick habe ich die Chance dazu.
    Immer wieder.

    Immer wieder aufblicken.

    Und nicht mein Wegdriften, das Fortgerissenwerden, das Abgelenktwerden
    bejammern, beurteilen, verurteilen.

    Dies tue ich, weil ich von der Vorstellung fortgerissen wurde/werde,
    dass ich das Leben unter Kontrolle hätte,
    ich Sicherheit erlangen würde,
    wenn ich nicht mehr abdrifte, abgelenkt, fortgerissen werde.

    Dieser Vorstellung folgt die Ent-Täuschung:
    Wenn ich nicht mehr abdriften würde,
    nie mehr....
    wäre das Leben immer noch unsicher.

    Aber ich würde mit dem, was geschieht, in Kontakt sein
    und dadurch wäre das, was geschieht,
    nicht schrecklich.

    Es dürfte sein, wie es ist.

    Ich dürfte sein, wie ich bin.
    Geändert von 'Michi (26.07.2014 um 15:01 Uhr)

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