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Diskutiere im Thema Coaching-Honorar-Übernahme nach §35A SGB-VII möglich ? im Forum ADS ADHS: Coaching
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 9

    Frage Coaching-Honorar-Übernahme nach §35A SGB-VII möglich ?

    Hallo zusammen,

    bitte entschuldigt den etwas "hochtrabenden" Titel des Beitrages doch ich benötige mehr oder weniger dringend eine Information von Euch :

    Wäre ein ADHS-Coaching für ein Kind / Jugendlichen ggf. auch über §35a SGB VIII (Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche) zu beantragen ?
    Wer kennt sich mit so etwas aus und könnte hier oder per PN darüber berichten ?

    Zum Hintergrund meiner Frage :

    Ich arbeite nebenberuflich auch als Psychologischer Berater / Personal Coach. In dieser Eigenschaft betreue ich ich seit kurzem eine Familie, welche am absoluten Existenzminimum lebt. Selbst mein Sozial-Honorar kann sich diese Familie nicht leisten. (Alleinerziehende Mutter 3 Kinder im Alter von 15, 13 und 10 Jahren)
    Die Mutter und der 13 jährige Sohn haben eine ADHS Diagnose. Aufgrund der massiven Schulprobleme des Sohnes (Schwänzen, Leistungsverweigerung, soziales und emotionales Fehlverhalten) ist das Jugenamt bereits mit im Boot und leistet zur Zeit auch gute Arbeit (Familienhelfer gestellt, schulische Intergrationshilfe läuft nach den Osterferien an)

    Neben diesen Maßnahmen wird von mir aktuell ein ADHS-Coaching für den Sohn durchgeführt. Laut Auskunft des Jugendamtes wäre eine Honorarübernahme durch das Amt nicht möglich, obwohl es das Coaching durchaus positiv bewertet...

    Daher hier nochmal meine Frage :
    Wer kennt ähnlich gelagerte Fälle, bei denen jedoch die Kostenübernahme entweder im Rahmen des Persönlichen Budgets erfolgte oder bei denen eine Kostenübernahme im Rahmen des §35a geregelt wurde ?

    Hilfreich wären vor Allem Hinweise zur entsprechenden Vorgehensweise, Ansprechpartner, Schriftsätze, Gerichtsurteile, etc.

    Vielen Dank und liebe Grüße,

    Thomas

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 1.160

    AW: Coaching-Honorar-Übernahme nach §35A SGB-VII möglich ?

    Meine gesetzliche Betreuerin will jetzt auch mit mir zusammen Coaching übers "persönliche Budget" (PB) beantragen, sie hat wohl erfahren, dass das sehr sehr lange dauern soll, weil die Ämter sowas übers PB nicht gern bewilligen. Sie hat schon den "Berliner Assistenzverein" gefragt, die machen aber PB nur für körperlich und geistig schwer behinderte und kennen sich damit nicht aus.

    Ich brauch das aber dringend, sehr dringend !

    Und ich bin 55.

    Infos darüber würden mich auch sehr interessieren.....


    Liebe Grüße Anni

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Coaching-Honorar-Übernahme nach §35A SGB-VII möglich ?

    Hi Hofnarr,

    wie wäre es denn mit Ausnahmegenehmigung(EInzelfall entschiedung) über die Krankenkasse, weil keine kassenzugelassenen Kinder-Jugend-Psychotherapeuten verfügbar sind?

    § 35a SGB VIII sagt mir mein Bauchgefühl kommt da wohl er nicht in Betracht, das ist dann der Integrationshelfer, Therapeutische Tagesgruppe, etc..

    Spontan fällt mir dazu nichts ein.

    @ Anni: Coach müsste über PB gehen, alllerdings müsstest du dann alle deine Hilfestellungen über das persönliche Budget selbst finanzieren und managen, ist sich deine Betreuerin dessen bewusst?

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Coaching-Honorar-Übernahme nach §35A SGB-VII möglich ?

    Hallo Trine,
    hallo zusammen,

    das mit der Ausnahmegenehmigung über die GKV ginge nur, wenn ich schon den Heilpraktiker für Psychotherapie hätte. Derzeitig bin ich aber noch in der Vorbereitung zur Prüfung, welche ich (hoffentlich) im Oktober bestehen werde. Die Krankenkassen würden auch dann nur die PT bezahlen. Wäre aber egal, denn die Inhalte der PT bestimme dann ja ich - und wenn ich Caoching als Therapieinhalt setze wäre es "regelkonform".

    Eine weitere Idee war, mich und meine Leistungen für den Jungen als Intergrationshelfer mit dem Jugendamt abzurechnen. Das ginge, weil der Begriff "Integrationshelfer" eine nicht geschützte Berufgsbezeichnung ist und man offiziell dafür keine Ausbildung benötigt. Eine einfacher 3-6Wochenkurs bei einem Trägerverein reicht oft aus. Als ausgebildeter Coach und Psychologischer Berater würde ich die Qualifikation in jedem Falle haben. Das Jugendamt hat hier aber schon abgewinkt, da es nur mit Integrationshelfern bestimmter Träger zusammenarbeitet und mit diesen feste Verträge hat.

    Nach meinem Verständis müsste der §35a doch greifen, da ein Coaching die Kriterien des des Gesetzes erfüllen würde.

    Ich denke, ich werde zusammen mit der Mutter einfach mal einen Antrag stellen und dann weiter sehen. Es wäre nur schön wenn mir hier doch noch jemand seine Erfahrungen mit dem §35a oder dem Persönlichen Budget mitteilen könnte.

    LG, Thomas

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Coaching-Honorar-Übernahme nach §35A SGB-VII möglich ?

    Hi Hoffnarr,

    schwieriges Thema, es liefe, wenn Du Heilpraktikerin wärst, unter §§ 13 SGB V Satz 2 u. 3 allerdings unternehmen die Krankenkassen auch alles mögliche das zu verhindern, sie suchen dann auch einen Therapeuten, es geht nur mit einem Rechtsanwalt, der Druck macht, keine Therapeuten verfügbar.

    Du könntest des über eine Härtefallregelung versuchen, also das keine 4- 12 Monate mehr verstreichen müssten.

    Auch als Psychologische BeraterIn/ Coach könntest Du einspringen,wenn Du nachweisen kannst, dass es der Familie besser geht, und den Betroffenen.

    Du brauchst dafür
    - schriftliche Genehmigung der Familie
    - ein Attest vom Kinderarzt und Überweisung vom Hausarzt, Psychiater...an Psychotherapie....

    - Du musst in einem Verband eintreten Psychologischer Hp Verband, um nachzuweisen, dass Du es ernst betreibst und Du proffessionelle Fortbildungen machst. (Der Verband kostet natürl Geld, ist aber sinnvoll) (Siehe Geistheiler urteil)

    - Nachweise, dass Therapeuten Euch wirklich abgewiesen haben. Eventl. Zeugen.

    - Manchmal suchen Krankenkassen einen ungeeigneten Psychiater heraus ( in meinem Fall ein 66 Jähriger Therap. wo meine Frau nicht hingehen wollte)

    - Also das Dein Klient nicht mit dem Therap. umgehen konnte und diesen ablehnt, nach 2 Sitzungen.

    Besprich das mit nem Anwalt für Sozialrecht, es wird dennoch nicht einfach, und Du wirst auf Zahlungen warten müssen. 100 und Tausende von Euro kommen erst nach dem Prozeß. Das wirst Du wohl einklagen müssen bez die Familie was auch eine Belastung der Familie ist. Das macht in der Regel keine Familie mit. Leider na ja

    LG Timo

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Coaching-Honorar-Übernahme nach §35A SGB-VII möglich ?

    Nein, das geht leider nicht zulasten der GKV.

    PS. Genau das (unter anderem) versuchte ich heute vor einer Woche in Nürnberg herauszufinden. Dorthin hatte die Firma Medice eingeladen und als "Topexpertin" eine Referentin angekündigt, die in der Selbsthilfe (ADHS Deutschland) ehrenamtlich tätig ist. Leider hörte ich zwar viel Allgemeines, aber eher nicht viel Konkretes. Nach meinem Eindruck hatte die Referentin (immerhin Juristin!) keine ausreichenden Kenntnisse der Materie - zwar einen guten Überblick, aber auf Nachfrage wenig nachvollziehbares Detailwissen. Betroffenheit ist halt noch keine Qualifikation... Das wundert mich umso mehr, als es sich um eine ganze Veranstaltungsreihe handeln soll. Keine Ahnung, warum eine Firma für so etwas viel Geld ausgibt...

    LG
    Niko

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