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Diskutiere im Thema ADHSler als ADHS-Coach? im Forum ADS ADHS: Coaching
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  1. #11
    Zissy Stardust

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.577

    AW: ADHSler als ADHS-Coach?

    Scarlatti schreibt:
    Mir geht es weniger um die Frage, ob nur ein Betroffener einen anderen Betroffenen therapieren kann - das kann man sicherlich nicht so streng behaupten (sonst dürften konsequenterweise z.B. auch nur Vergewaltiger andere Vergewaltiger therapieren können). Es geht eher darum, ob in der Praxis ein ADHSler überhaupt die Eigenschaften mitbringt, die für das Coaching wichtig sind.
    Hintergrund meiner Frage ist, dass ich selbst darüber nachdenke mich in diesem Gebiet weiterzubilden und tätig zu werden.

    LG,

    Scarlatti
    Hallo Scarlatti !

    Hast Du bisher "nur" darüber nachgedacht, auf diesem Gebiet tätig zu werden oder hast Du vielleicht sogar schon Informationen gesammelt, wie sowas in der Realität aussehen könnte?
    (verbunden -natürlich- mit der Frage, ob Du mich an solchen Informationen vielleicht teilhaben lassen würdest....)

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 122

    AW: ADHSler als ADHS-Coach?

    Finde es super dass das Thema angesprochen wird!

    Muss wirklich auch sagen, es kommt auf die Person, auf den Charakter an. Weil ich weiß / glaube nicht dass da jeder gleich ist.
    Bin z. B. sicher anstrengend und manchmal nervig, aber gibt Leute wie meinen Kollegen die m. E. echt den ganzen Tag am Rad drehen. ^^
    Der könnte halt sowas nicht machen, aber ich will das definitiv später mal machen, in sehr begrenztem Rahmen! Dazu muss ich aber erstmal mit mir selbst im Reinen sein, weiter Lösungen erarbeitet und generell auf "festen Beinen" stehen! Ich glaube man kann trotz ADHS zu einem stabilen Leben kommen, hoff ich. ^_^ Und genau das würde ich anderen gerne erleichtern, beschleunigen. Auch zur klareren Selbstfindung, ich glaube man macht sich oft was vor, hier oder da. Hab auch immer viel zu viel anderen geholfen und kann das auch, aber wenn ich mit mir alleine im Zimmer sitze, dann bin ich oft nur fertig, aktuell noch.
    Wie gesagt, damit ist genau nicht gemeint, dass man oberneinmalklug und besserwisserisch irgendwelche "Fehler" oder "Missstände" feststellt, das machen ja eben Nicht-Betroffene! Aber was ja eigentlich ein Coach macht, ist durch eigene Erfahrung (idealerweise) Dinge erkennen oder vermuten am anderen und dann durch geschickte, offene(s) Fragen an denjenigen die Probleme herausarbeiten bzw. dem Betroffenen auch sensitiv und "liebevoll" vor Augen zu führen!!
    So würde ich es mir zumindest wünschen bzw. auch machen wollen. Ich sehe keinen Grund warum jemand sich sein Leben versauen lassen sollte!! Bzw. sich selbst versauen könnte, nur weil er das halt hat, aber eigentlich kein "Penner" (was viele Nicht-ADHSler durchaus ja sind!) ist, sondern eben nur wissen muss wohin er sich steuert. Ich glaube ADHSler müssten eigentlich strategischer vorgehen (wenn das denn geht?), weil es im "klein-klein" ja schon oft genug vor- und schief-geht! Aber wenn die großen "Leitsterne" zumindest stimmen, dann sollte das (mithilfe von Medis) trotzdem einigermaßen überstehbar sein!
    (Vielleicht schließe ich da auch über-optimistisch / vorschnell von mir auf andere, aber da "Strategie" ja auch ein "Strukturelement" ist, sollte logisch sein, warum Strategie hilft und manche ADHSler auch teilweise überorganisiert sind, Thema nicht-funktionale Überkompensation...)

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 28

    AW: ADHSler als ADHS-Coach?

    [QUOTE http://adhs-chaoten.net/images/style...quote_icon.png Scarlatti schreibt: http://adhs-chaoten.net/images/style...post-right.png
    Eine Frage, die mich mal interessiert, ist, ob ADHS-Coaches in der Regel selbst betroffen sind bzw. ob es sinnvoll ist, wenn Betroffene andere Betroffene coachen. Einerseits hätte das den klaren Vorteil, dass man sich in seinen Kunden hineinfinden kann, andererseits sind als Coach wohl Eigenschaften gefragt, die ein ADHSler eher nicht hat (z.B. Geduld, Aufmerksamkeit).

    Wie ist so die Realität in dieser Sache?

    LG,

    Scarlatti
    ][/QUOTE]


    Hallo in die Runde!

    Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass es ganz prima funktionieren kann!

    Natürlich wird letztendlich immer entscheident sein, ob zwei miteinander können (wollen). Wie so oft bei vielen Dingen.

    Die Menschen, die mir zu meiner unkontrollierten Chaos-Zeit aktiv helfen konnten, waren bzw. sind selbst betroffen - und - ich war offen dafür und wollte hart und aktiv an mir arbeiten, um meine persönlichen Ziele zu erreichen. Unter anderem mich endlich innen drin wohl zu fühlen!!!

    Es gibt durchaus ADHSler mit großer Geduld und ausdauernder Aufmerksamkeit.
    Keiner ist perfekt - und ehrlich gesagt - das wäre ja auch langweilig. Die Bereitschaft dazu zu lernen sollte auf beiden Seiten vorhanden sein und genutzt werden.

    Ich denke vielmehr, dass es ausschlaggebender ist, welche Grund/Basisvoraussetzungen ein Mensch mitbringt....um beispielsweise Lehrer, Psychologe, Arzt, Therapeut, Berater, Trainer etc etc zu werden. Dinge, die man in keiner Ausbildung lernen kann.

    Sommerliche Grüße
    Helferlein

    P.S. @Khaos Prinz - Ja, auch ein ADHSler kann ein ausgeglichenes, stabiles Leben führen! Sich innen drin eine wunderbare Balance aufbauen und halten lernen. Ein klasse Gefühl!
    Denn ADHS alleine ist kein Grund, einen dazu abzustempeln ein ewig verpeilter Herumhänger/Verlierer zu sein.

    [COLOR=#000000 ! important][/COLOR]
    Geändert von Helferlein ( 2.08.2011 um 16:17 Uhr)

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.160

    AW: ADHSler als ADHS-Coach?

    Hier in Berlin gibt es eine Anwältin, die selber ADHS hat, die professionell coaching macht.

    LG Anni

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: ADHSler als ADHS-Coach?

    Scarlatti schreibt:
    Eine Frage, die mich mal interessiert, ist, ob ADHS-Coaches in der Regel selbst betroffen sind bzw. ob es sinnvoll ist, wenn Betroffene andere Betroffene coachen. Einerseits hätte das den klaren Vorteil, dass man sich in seinen Kunden hineinfinden kann, andererseits sind als Coach wohl Eigenschaften gefragt, die ein ADHSler eher nicht hat (z.B. Geduld, Aufmerksamkeit).

    Wie ist so die Realität in dieser Sache?

    LG,

    Scarlatti

    Hallo,

    na ja, nicht umsonst sind viele ADHS'ler in sozialen Berufen. Anscheinend können sie sowas besonders gut!

    Ich kann andere z.B. wunderbar coachen und habe sowas ähnliches auch beruflich erfolgreich hingekriegt. Nur bei mir selbst kann ich es nicht umsetzen...noch nicht.

    Hier haben wir schon mal drüber geredet...


    Übrigens ist mein Arzt, der meine ADS diagnostiziert hat und mich behandelt, auch selbst davon betroffen. Es ist der einzige Mensch, der mich versteht... Ach hätte ich doch einen solchen Coach...

    Spezi

  6. #16
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: ADHSler als ADHS-Coach?

    Schade, dass ich den Thread erst jetzt entdecke.

    Als ich erstmals den Verdacht auf ADS hatte wandte ich mich direkt an eine Selbsthilfegruppe und bekam sofort eine Coacherin genannt. Als Selbstbetroffene war diese sofort bereit, mir zu helfen und einen Erstbesuch zu machen.

    Bei mir hat es nicht funktioniert. Ich war völlig angestrengt von der Frau, ihre endlosen Ausführungen und ihre Aufgeregtheit waren für mich nur schwer auszuhalten. Allerdings liegt bei mir auch eher eine Handlungslähmung vor, das ganz große Chaos ist noch nicht ausgebrochen. Besonders schlimm fand ich ihre Art, Probleme mit dem Mülleimer aus der Welt schaffen zu wollen.

    Wir haben uns zügig im Guten getrennt. Meiner Meinung nach hat sie doch sehr viel von sich und allgemein von ADHS erzählt. Als ich mich auf ihre gestalttherapeutischen Ideen und die Moderationskärtchen nicht einlassen wollte, bekam ich endlose Geschichten über ADHS erzählt und wie notwendig und wichtig ihre Maßnahmen jetzt sind usw.

    Muss gestehen, ich war über ihr Verschwinden nicht traurig.

    LG
    Waldsteinie

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 13

    AW: ADHSler als ADHS-Coach?

    Hallo!
    Ich habe in meiner Vorstellung gerade einiges zu mir geschrieben und dass ich im therapie-nahen Bereich arbeite. Ich habe selbst die Besonderheit ADS (von Krankheit und Störung mag ich gar nicht sprechen!).

    Ein großer Teil meiner Fähigkeiten, anderen menschen wirklich weiter helfen zu können, beruht auf meinen eigenen Erfahrungen als Betroffener.

    Allerdings habe ich selbst mehrjährige intensive Therapien durchlaufen müssen, ehe ich mich von den Beeinträchtigungen der Vergangenheit weitgehend lösen konnte.

    Und so habe ich auch meine Bewältigungsstrategien für mein ADS entwickelt. Ich habe auch erkannt, dass AD(H)S sich massiv verschlimmern kann, wenn die Bezugspersonen in der Kindheit unangemessen mit dem Betroffenen umgegangen sind. Daher achte ich besonders auf die tiefenpsychologischen Zusammenhänge.

    Deshalb kann ich die Frage bejahen: Jemand, der zwar die Besonderheit AD(H)S hat, aber hinreichend Klarheit mit sich selbst gewonnen hat und gute Bewältigungsstrategien entwickelt hat, der kann meiner Meinung nach sogar viel besser anderen hlefen, als jemand, der alles nur aus dem Schulbuch weiß.

    Schau mal in die ICD-10 betr. ADHS. Was da steht, ist fast lächerlich, so schwammig ist die Abgrenzung, was ADHS ist und was nicht.

    Ich will gerade eine neue Gruppe für Menschen mit der Besonderheit AD(H)S eröffnen (Schwarzwald-Baar / Tuttlingen / Rottweil). Es sollen nur Menschen mit der Diagnose teilnehmen sowie deren wichtigste Bezugspersonen, wenn die Teilnehmer das wünschen.

    Ich glaube, dass ich seit mehreren Jahren hier in anderen psychologischen Themen eine sehr gute Arbeit mache. Meine Klienten bestätigen mir dies.

    Liebevolle Grüße
    Ümpfel

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 48

    AW: ADHSler als ADHS-Coach?

    Hello

    Einen Coach " mit ADHS " finde ich selbst auch sehr viel besser, da das Verständnis einfach ein anderes ist.
    Es bedarf weniger Erklärungen seiner Selbst und der Coach weiß eben, wovon er / sie spricht .
    Das spürt man als Klient auch sehr deutlich.
    Auch das Phänomen, dass Adhs´ler bestens geeignet sind andere zu coachen kann ich nur bestätigen. Eben aus der Sicht, dass ein besonderes Verständnis nicht nur erforderlich ist , es ist auch vorhanden !
    Ich möchte nicht behaupten, dass Psychologen, etc , die selbst nicht davon betroffen sind, als Coach weniger geeignet sind.
    Dennoch ist es das Gefühl - wie es ist - , - wie man fühlt - , wie man denkt - , etc . all das was Adhs ausmacht eben ein Gefühl, welches der Nicht - Adhs´ler nicht fühlen kann ! Er kann es vielleicht nachempfinden, er kann Gedankensprünge vielleicht nachvollziehen, aber er kann eben nicht " so sehen " , wie ein Adhs´ler.

    lg crazzy

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 48

    AW: ADHSler als ADHS-Coach?

    Hello

    Einen Coach " mit ADHS " finde ich selbst auch sehr viel besser, da das Verständnis einfach ein anderes ist.
    Es bedarf weniger Erklärungen seiner Selbst und der Coach weiß eben, wovon er / sie spricht .
    Das spürt man als Klient auch sehr deutlich.
    Auch das Phänomen, dass Adhs´ler bestens geeignet sind andere zu coachen kann ich nur bestätigen. Eben aus der Sicht, dass ein besonderes Verständnis nicht nur erforderlich ist , es ist auch vorhanden !
    Ich möchte nicht behaupten, dass Psychologen, etc , die selbst nicht davon betroffen sind, als Coach weniger geeignet sind.
    Dennoch ist es das Gefühl - wie es ist - , - wie man fühlt - , wie man denkt - , etc . all das was Adhs ausmacht eben ein Gefühl, welches der Nicht - Adhs´ler nicht fühlen kann ! Er kann es vielleicht nachempfinden, er kann Gedankensprünge vielleicht nachvollziehen, aber er kann eben nicht " so sehen " , wie ein Adhs´ler.



    lg crazzy

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 266

    AW: ADHSler als ADHS-Coach?

    Ich arbeite selbst beraterisch und ich habe einen sehr guten Zugang zu anderen Betroffenen. Kein Wunder Ich bin immer erschreckt, wenn ich mich mit Nicht-Betroffenen Betreuern koordinieren muss und die überhaupt keine Ahnung haben was die Kids alles leisten können und sie am liebsten in Watter packen. Außerdem sind viele Nicht-Betroffene m.e. viel zu sehr auf die Hemmnisse fokusiert und erkennen nicht, dass AD(H)S auch mit vielen positiven Persönlichkeitsmerkmalen besetzt ist und man vieles kanalisieren kann.

    Tatsache ist, dass ich mit meinen ADHS Kids und auch mit den paar Tourette & ADHS Kids meist sofort einen guten Draht habe. Ich bin ja selbst ein gutes Beispiel für sie. Und sie wissen, ich verstehe sie, wir sprechen die gleiche Sprache. Und ich gehe nicht aufgesetzt locker mit ihren Auffälligkeiten um, ich sprech das klar an und kann auch mit ihnen darüber lachen.

    Ich werde sicher auch noch einige Weiterbildungen in diesem Bereich machen. Ich will mich gerne noch im Bereich Entspannungstraining weiterbilden.

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