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Diskutiere im Thema ADHSler als ADHS-Coach? im Forum ADS ADHS: Coaching
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  1. #121
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 18

    AW: ADHSler als ADHS-Coach?

    Gibt es hier jemanden der mit Erfolg gecoacht wurde?

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  2. #122
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: ADHSler als ADHS-Coach?

    Kommt drauf an, was du unter "Erfolg" verstehst.

    Umgang mit der Diagnose begleitet: ja
    Strategien überprüft und teilweise verändert: ja
    Unterstützung bei der Entscheidungsfindung: ja
    Begleitung durch für ADHSler schwierige Aufgaben: ja

    ADHS weg: Nein, und das kann auch kein Coaching und keine Therapie leisten. ADHS hat man oder man hat es nicht. Man kann aber (zb. mit professioneller Unterstützung) lernen, damit gut zu leben.

  3. #123
    salamander

    Gast

    AW: ADHSler als ADHS-Coach?

    ich möcht an dieser stelle nochmal was zum besten geben..., was mich, mich für die heilberufe hat
    interessieren lassen.


    Ausgangspunkt dessen war, das ich schon vor 15 Jahren Vorstände und Geschäftsführer gecoacht
    habe, so by the way, wenn es um Pressekonferenzen, öffentliche Auftritte und Strategiefindungen
    ging. Ich konnte das ziemlich gut, ohne da irgendeine Ausbildung zu haben, hat sich halt so ergeben,
    durch meinen Job. Ich hab viele Sachen gemacht, getan, gewußt, ohne mir dessen bewußt zu
    sein, hat halt für mich so funktioniert, das habe ich angeboten, ist angenommen worden, und hat
    bei denen die es umsetzten zum Erfolg geführt, in dem was sie taten. Also können mußte ich das irgend-
    wie aus mir selbst heraus. Weiß der Teufel warum.


    Danach kam mein eigener persönlicher Absturz, bei dem ich dann ganz lange niemanden fand, der mir
    helfen und mich auf die richtige Spur führen konnte. "Am Ende" hab ich dann doch die richtigen Leute
    = Therapeutin für mich gefunden, die mir half auf den Weg zurück zu mir, dem was ich kann und weiß,
    wer ich bin, zu führen, und meine baks aus nicht-art-gerechter Haltung, wie ich das nenne, ausfindig
    zu machen. Bis ich diese Thera fand, hab ich einen haufen Nieten aus dem Bereich kennengelernt, alle
    mit Titel und Diplom..., geholfen hat nix von dem was, sie meinten, was ist, sondern die Herrschaften
    lagen kapital falsch...


    Als ich sozusagen aus dem größten raus war, hab ich einige Workshops konzipiert, in denen es um,
    wie ich inzwischen weiß, auch viel um adhs ging. ich hab versucht diese konzepte bei verschiedenen
    schulen anzubieten, die ließen mich aber nix machen, weil ich einen verdammten "wisch" nicht hatte,
    ohne den darf ich sowas nicht anbieten. Da hab ich mal wieder satt ge. Machte da auch keinen
    Unterschied, dass andere diesbezgl. Konzepte sogar Auszeichnungen bekam, was jetzt die Arbeit mit
    Kindern angeht. Was man kann und weiß, muß mit einem "Wisch" belegt sein. Auf der einen Seite ver-
    ständlich, auf der anderen weniger, denn der Wisch sagt nur aus, dass eine Person einen Wissens-
    stand von X hatte, nichts darüber, ob dieses nur ins Kurzzeitgedächtnis gehämmert wurde, und jetzt
    weg ist, oder ob die Person in der Lage ist, dieses Wissen auch praktisch anzuwenden. Dat hat mich
    wieder mal rasend geärgert und wütend gemacht, wie das läuft bei uns. Aber dabei läuft es bei uns gut,
    im Vergleich gesehen, in anderen europäischen Ländern hat man unsere Möglichkeiten nicht...


    Also bin ich dem nachgegangen, auf der Spur des "Minimum"-Wish. Mit psypchologischem Berater
    Psychologische Beratung darf ich meine Konzepte umsetzen, und kann mich damit auch öffentlichen
    Schulen mit meinen Workshops anbieten. Damit hab ich den Stempel "befähigt" zu sein. Find ich jetzt
    zwar lachhaft, aber so läuft der Hase. Was sich aber auf der anderen Seite so an diesen Beratern
    tummelt, find ich jetzt wieder zum davonlaufen..., tschaka, tschaka, du brauchst nur wollen..., was ein
    Witz, jeder der mal wirklich drin hing, weiß so geht schon mal gar nichts, und mit labarabarba und nur
    wollen, noch viel weniger..., aber anscheinend wollen viele für dumm verkauft werden...


    Der kleine HP bringt einen nicht in Schwierigkeiten, wenn mach mit kranken Menschen arbeitet, der
    psych. Berater schon, denn der schließt das ausdrücklich aus. Der Link, den ich hier gepostet hab,
    umfaßt beides, was ich ansich nicht schlecht find. Aber ich find schon, das alleine bringt's echt nicht,
    da muß man sich schon eine Menge Wissen zusätzlich aneigenen, um wirklich eine gute Arbei an-
    bieten zu können, sonst wird das nix.


    Wobei natürlich an dieser Stelle auch erwähnt werden muß, Coach kann sich in Deutschland jeder
    nennen, das ist keine geschütze Berufsbezeichnung, kann also jeder hergehen, und sich als solcher
    anbieten, wenn er als Selbständiger arbeitet. In Österreich ist das z.B. Verboten, um sich Coach zu
    nennen, braucht man dort ein abgeschlossenes Studium. Die sind dort viel, viel restrikiver. Hat Vor-
    und Nachteile.


    Nachtrag: Ich hab weder den einen noch den anderen, ich bin aber am überlegen, ob mir das was
    bringt, wenn ich mir den "Wisch" erwerbe.
    Geändert von salamander (31.10.2013 um 12:42 Uhr)

  4. #124
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: ADHSler als ADHS-Coach?

    @Salamander

    "Studium" ist leicht übertrieben - die 6 Semester der Fachschule verteilen sich auf Blockseminare. Aber man braucht tatsächlich den Nachweis einer soliden Grundausbildung auf pädagogischem und/oder psychologischen Gebiet, da gibts Stundenlisten, die man erfüllen muss. Die Nachteile der Regelung liegen eher im Detail, so tut man sich zb schwer, ausländische Qualifikationen angerechnet zu bekommen, wenn es sich nicht um ein abgeschlossenes Studium an einer Uni oder FH handelt. Aber Kirchturmdenken findet man wohl in allen Ländern.

    Der Idealfall liegt wohl irgendwo dazwischen. Ich finde es aber auf jeden Fall sinnvoll, dass man sich die Anstrengung einer Grundausbildung antun muss, bevor man auf hilfesuchende Menschen losgelassen wird. Das deutsche Heilpraktikergesetz hat da durchaus was für sich, ein strengeres Gesetz und geeignete Kurse für die Berater täten es aber auch. Als Lebens- und Sozialberater nach österreichischem Recht sind mir übrigens Heilbehandlungen ausdrücklich verboten, ich darf nur beraten, coachen, ggf. Kurse geben. Da ADHS keine Grippe ist, die man heilen kann, hab ich aber kein Problem mit dem Heilverbot. Mit dem eigenen So-sein besser Klarkommen ist keine Heilbehandlung, und das ist erlaubt. Das Gute daran: du wirst auf keiner österreichischen Coachingseite lesen, dass Herr oder Frau Wunderwuzzi dein ADHS heilen können. So Jemanden könnte man nämlich wegen Kurpfuscherei anzeigen.

    So viel ich weiss, gibt es auch in der Schweiz Vorschriften, ziemlich strenge sogar.

    lg
    lola

  5. #125
    salamander

    Gast

    AW: ADHSler als ADHS-Coach?

    @ lola, ja ich hab mir das angesehen, wie es drüben läuft, weil ich ja nach einem neuen lebens-
    mittelpunkt für mich suche. in tirol lebt sich's besser als in bayern, die lage ist auch gut, sofort in
    italien, sofort in bayern, alles da was man so braucht, für ein schönes leben..., die mentalität mir
    vertraut, durch arbeiten dort...


    im zuge dessen hab ich den psych. berater den es bei uns gibt, mit dem lebens- und sozialberater
    drüben verglichen, und wie die möglichkeit da in österreich aussehen. und entdeckt, na, da gilt
    das unsre wieder nix..., blöd, aber der berater bei euch, kostet auch mehr als bei uns.. logisch,
    da zeitintensiver... dafür ist bei euch wieder trainer wieder eine ungeschützte berufsbezeichnung,
    aber der grad zur kurpfuscherei ist ein schmaler. muß ma höllisch aufpassen, egal wie man's macht.


    was ich kritisch fand beim berater, ist die schwammige grenze bei kranken, bei uns..., steht man
    ja irgendwie immer mit einem bein im knast, der kl. hp schließt das aus... mit psych. kranken würd
    ich z.b. nicht arbeiten wollen, das ist mental sehr anstrengend, für mich zumindest, aber meine
    seminare, die würd ich halt schon gern anbieten... da würde mir z.b. der berater reichen, und die
    sachen die ich ausgearbeitet habe, finden im echten leben statt, mit psych. hintergrund. begeistert
    hat das, die einen und die anderen, meine thera war ganz aus dem häuschen, aber wie gesagt, bei
    mir das thema mit dem "wisch". für mich wäre diese sache nur das 2. oder 3. standbein, sozusagen
    der butterjob für's brot, aus spaß an der freude.

  6. #126
    Simply me

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    AW: ADHSler als ADHS-Coach?

    Ich hätte mit einer 2-3 jährigen Ausbildung kein Problem, wenn ich wüsste, das es die richtige ist. Aber grad bei einem Beruf der keine geregelte Ausbildung hat, kann es einem doch leicht passieren das es heißt: Ja, schön für sie, aber das nutzt Ihnen für diesen Job gar nichts. Quasi umsonst gebüffelt.

    Gestern war ich auf der Seite einer Coaching Praxis, einfach mal aus Interesse, was die dort so für Qualifikationen hatten. Gut, die Chefs waren Dipl. Psych´s usw, aber eine von den Mitarbeiterinnen war sogar unter anderem Schauspielerin(/Präsentationstrainerin/Coach). Ich mein, wie geht das? Weil sie in einem Praxisverbund arbeitet?

  7. #127
    salamander

    Gast

    AW: ADHSler als ADHS-Coach?

    ne, siehe oben. coach ist keine geschütze berufsbezeichnung. in der Schauspielausbildung geht es um ähnliche
    themen, die mit denen du auch im coaching vertraut sein muß. da ist sehr viel psychologie mit von der partie, da
    es um die darstellung von rollen und damit persönlichkeitstypen geht. dazu mußt zu so einiges wissen und lernen.


    das wirst du mehrfach finden, dass schauspieler auch als coach arbeiten, es paßt zusammen und ergänzt sich.
    der begriff des coaching ist bei uns kaugummi - ein schauspieler kann dich super coachen, aber das hat dann
    mit dem was du adhs-techn. willst, nichts zu tun.


    und wie gesagt, als caoch arbeitest du nicht mit kranken menschen. das ist ja wieder eine andere abteilung. geh
    mal dem thema und seinen unterscheidungen ein bißchen intensiver nach...


    lg
    salamander

  8. #128
    Simply me

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    AW: ADHSler als ADHS-Coach?

    Ich weiß das der Coach nicht geschützt ist, muß er auch nicht sein. Aber das machts so schwierig, die "richtigen" Qualifikationen zu erwerben, weil nirgends draufsteht "ADHS Coach Grundkurs/Fortgeschrittenenkurs" und dir sagt: Hier bist du auf dem richtigen Weg. Im Grunde musst du Kurse besuchen und hoffen, das es die richtigen sind.

  9. #129
    salamander

    Gast

    AW: ADHSler als ADHS-Coach?

    ja, so ist es oft im leben.

  10. #130
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: ADHSler als ADHS-Coach?

    Sieht so aus, als ob das mit dem Heilverbot bei den Beratern in beiden Ländern ähnlich gelagert ist. Mir wurde das so erklärt:

    - als Berater kannst du einem Menschen helfen, besser zurecht zu kommen, die Lebensqualität zu verbessern usw.. Soll heissen, dass ich zb Haushaltstrainings anbieten könnte für Menschen, die schwer in die Gänge kommen - solange ich nicht den Anspruch erhebe, die zugrundeliegende Störung zu heilen. Die Depression bleibt also Sache des Arztes/Therapeuten, aber das Mobilisierungstraining in Richtung Tagesstruktur und Selbstorganisation kann auch Jemand machen, der kein Arzt ist. So kommen auch die unterschiedlichen Qualifikationen in Gemeinschaftspraxen zustande.

    Es ist aber tatsächlich eine Gratwanderung, weil es immer wieder Überlappungen gibt. Nur bekommt der Psychotherapeut eben keine Probleme, wenn er nebenher auch coacht. Umgekehrt geht das aber nicht. Spätestens bei der Planung des Angebots der Praxis merkst du, wie viele Unterschiede es gibt. Heilbehandlung, Lebensberatung, Unterricht, usw. usf.
    Und für alles gelten andere Gesetze.

    Das ist jetzt eher off topic, aber vielleicht für potentielle Kunden doch interessant, die Unterschiede in den verschiedenen Angeboten der multimodalen Therapie und Versorgung zu sehen.

    Mir scheint, dass da ziemliche Verwirrung herrscht angesichts der vielen Angebote.

    Ach ja, Coaching kann in D-land bei entsprechend schwerer Beeinträchtigung sogar finanziert werden, aber nicht über die normale Kassenabrechnung. In Österreich gibts das nicht.

    lg
    lola

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