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Diskutiere im Thema Russel A. Barkley auf deutsch! "Das große Handbuch für Erwachsene mit ADHS" im Forum ADS ADHS Bücher
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #31
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Russel A. Barkley auf deutsch! "Das große Handbuch für Erwachsene mit ADHS"

    Celine schreibt:
    Seite 19: "ADHS führt in mehr Bereichen zu größeren Beeinträchtigungen als die meisten anderen psychischen Störungen, die wir im ambulanten Bereich beobachten." Das klingt für mich sehr deprimierend, ......dann Seite 23: "ADHS ist keine Entweder-Oder-Katagorie wie z. B. eine Schwangerschaft; vielmehr handelt es sich um eine Größe wie die menschliche Intelligenz oder Körpergröße." Danach müsste es ja wohl nicht allen oder vielleicht sogar nur Wenigen so schlimm ergehen, wie es vorher aussah - oder wie meint er das wohl?
    Er nimmt Durchschnittswerte. Anders könnte man das ja sonst auch nicht vergleichen. Barkley hat eine Menge Studien gemacht und daher hat er die Zahlen. Aber ganz klar, den "Durchschnitts-ADHSler" gibt es nicht. Wichtig finde ich solche Feststellungen für das öffentliche Bild von ADHS insbesondere für die Gesundheitspolitik. Er macht damit deutlich, dass es sehr wichtig ist, die Erkrankung ADHS ernst zu nehmen. Dass es keine Modeerkrankung ist und dass die Betroffenen ernste und oftmals sehr große Probleme in unterschiedlichen Bereichen des Lebens haben.

    Das heißt dann aber auch, dass es ADHSler gibt, deren Beeinträchtigungen weniger ausgeprägt sind. Und manche haben eben sehr starke Beeinträchtigungen. Und so passt das dann auch mit dem anderen Satz zusammen, finde ich.
    Deprimierend ist diese Ansicht auf den ersten Blick sicher. Ich habe das Buch gerade nicht zur Hand. In einem Vortrag erwähnt er kurz nach dieser Feststellung, dass ADHS eine psychische Erkrankung ist, die sehr gut auf die Behandlung anspricht. Ich glaube sogar, dass es die psychische Störung ist, die man am Besten behandeln kann. (Bin mir da aber nicht so sicher, ob das wirklich so ist.)

    Ja, diese Ansicht ist sehr schockierend und es kann weh tun, wenn man das liest.
    Allerdings kann ich für mich sagen, dass mir diese "Schocktherapie" sehr geholfen hat und mir gezeigt hat, dass meine Probleme nicht unerheblich sind, dass die nicht einfach so weggehen, wie ich mir ab und an gerne mal einrede, und dass ich was tun muss, wenn sich mein Leben ändern soll.


    .......... und Seite 270: "Mit der richtigen Behandlung können Kinder und Erwachsene trotz ihrer ADHS Erfüllung finden und ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft sein". Meint er etwa, dass das ohne Behandlung nicht möglich sein kann?
    Da weiß ich nicht, ob damit die medikamentöse Behandlung gemeint ist. Muss ich nachschauen.

    Leider kann ich mich jetzt gerade nicht mehr damit beschäftigen, sonst ist mein Zeitmanagement im Eimer, aber ich brauche Zeit und Ruhe, um mich richtig konzentrieren zu können.
    Zeitmanagement Ist das was zu essen?

  2. #32
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Russel A. Barkley auf deutsch! "Das große Handbuch für Erwachsene mit ADHS"

    Zeitmanagement Ist das was zu essen?


    Liebe Fliegenpilz,

    es ist schön, wenn man die Gedanken so austauschen kann, weil man immer wieder neue Erkenntnisse gewinnt.

    Eigentlich wollte ich erst das Buch weiterlesen. Ich sollte lieber zwischendurch nicht mehr ins Forum sehen. Jetzt möchte ich aber doch noch schnell was dazu schreiben:


    Er nimmt Durchschnittswerte. Anders könnte man das ja sonst auch nicht vergleichen.

    Wenn es so ist, dann fände ich das eigentlich nicht so schlimm, aber meiner Meinung nach, müsste das noch etwas deutlicher werden, um Missverständnisse zu vermeiden. Was mich am Stil stört, könnte allerdings auch daran liegen, dass es sich um eine Übersetzung handelt.


    Er macht damit deutlich, dass es sehr wichtig ist, die Erkrankung ADHS ernst zu nehmen. Dass es keine Modeerkrankung ist und dass die Betroffenen ernste und oftmals sehr große Probleme in unterschiedlichen Bereichen des Lebens haben.

    Wichtig finde ich solche Feststellungen für das öffentliche Bild von ADHS insbesondere für die Gesundheitspolitik.
    Das finde ich alles ebenfalls ganz besonders wichtig.


    Ich habe jahrelang mit „Ignoranten“ kämpfen müssen, die ein ganz bestimmtes Bild vom AD(H)S hatten. Sobald es Abweichungen davon gab, zweifelten sie die Diagnose an (dabei ging es früher zwar nicht um mich, aber ich fand das extrem belastend).

    Gerade darum sollten die Ergebnisse der AD(H)S-Forschung möglichst nicht angreifbar sein und sehr präzise sowie differenziert dargestellt werden.

    Die Öffentlichkeit würde doch noch mehr zweifeln, wenn ein ADHS-Bild entsteht, welches nur oder hauptsächlich besagt, dass dieses Syndrom in mehr Bereichen zu größeren Beeinträchtigungen führt als bei den meisten anderen psychischen Störungen, die im ambulanten Bereich beobachtet werden.
    Bestimmt haben die meisten auch schon jemanden kennengelernt, der vielleicht nur „leicht“ vom AD(H)S betroffen ist. Dann würden sie wieder alles infrage stellen.

    Manche weniger Betroffenen würden ihr eigenes AD(H)S weiterhin anzweifeln.

    Es muss deutlich werden, wie groß die Unterschiede sind, dass es sehr schwere Formen und auch ein AD(H)S mit nur wenigen Symptomen oder weniger schweren Ausprägungen gibt.
    Auch die Hypoaktiven gehen in der öffentlichen Wahrnehmung oft unter, dabei können sie (müssen aber nicht) noch schwerer betroffen sein, als manche Hyperaktiven.


    Sogar von einem schwach ausgeprägten oder gut kompensierten AD(H)S ist man beeinträchtigt und auch dies sollte die Öffentlichkeit verstehen, zumal ich glaube, dass davon weitaus mehr betroffen sind, als die drei bis fünf Prozent an AD(H)S-Erkrankten.


    Meine eigenen Beeinträchtigungen waren die meiste Zeit meines Lebens eher wenig ausgeprägt und störend, da ich wohl viel kompensieren konnte und unter günstigen Bedingungen lebte. Doch auch ich wollte ernst genommen werden, wenn mir gerade etwas schwer fiel. Mir hat niemand geglaubt, dass ich ein AD(H)S habe. Ich hatte den Eindruck, die anderen nahmen an, dass ich mich nur vor etwas „drücken“ wollte, weil ich es dann später doch gut oder sehr gut geschafft hatte. Dass ich dadurch bei der Arbeit viel mehr Stress hatte, konnten sie sich wohl nicht vorstellen, zumal ich dabei meist immer noch sehr fröhlich war.
    Doch schon bevor man erkrankt, sollte man ernst genommen werden, und auch in anderen Fällen, wenn es sich nicht um ein AD(H)S handelt.


    Deshalb ist es mir auch wichtig, dass auch die weniger Betroffenen und Hypoaktiven in der öffentlichen Wahrnehmung nicht untergehen.
    Darum fehlt mir etwas in dem Buch.


    Natürlich ist so ein Buch für diejenigen mit einem Leidensdruck noch viel wichtiger.
    Und das, was du geschrieben hast, kann ich sehr gut verstehen:
    Allerdings kann ich für mich sagen, dass mir diese "Schocktherapie" sehr geholfen hat und mir gezeigt hat, dass meine Probleme nicht unerheblich sind, dass die nicht einfach so weggehen, wie ich mir ab und an gerne mal einrede, und dass ich was tun muss, wenn sich mein Leben ändern soll.
    Es ist sehr gut, dass du das erkannt hast. Es wäre ganz falsch, wenn man seine Probleme verdrängt. Man muss aktiv etwas dagegen tun und manchmal ist vielleicht auch eine "Schocktherapie" hilfreich, um endlich wach zu werden.



    Für diesen Fall ist das Buch wohl dann genau das Richtige.

    Danke für den Gedankenaustausch und jetzt sehe ich vorläufig besser nicht mehr in das Forum, erledige mal alles andere, was wichtig ist, und werde dann das Buch weiterlesen.

    L.G.

    Celine
    Geändert von Celine (28.03.2012 um 00:29 Uhr) Grund: Fehler

  3. #33
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 172

    Idee AW: Russel A. Barkley auf deutsch! "Das große Handbuch für Erwachsene mit ADHS"

    @letzter Beitrag von Fliegenpilz:

    Super Beitrag, kann das nur Vollstens unterstreichen- exakt genau diese Gedanken sind mir auch beim Lesen des Buches gekommen...
    Geändert von Addler86 (28.03.2012 um 17:49 Uhr) Grund: Bezug auf Beitrag vergessen

  4. #34
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 473

    AW: Russel A. Barkley auf deutsch! "Das große Handbuch für Erwachsene mit ADHS"

    Danke! Guter Tipp!

    Gerade bei amazon bestellt!

  5. #35
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Russel A. Barkley auf deutsch! "Das große Handbuch für Erwachsene mit ADHS"

    Celine schreibt:
    Die Hypoaktiven kommen in diesem Buch zum Beispiel zu kurz. Barkley vermutet sogar, dass bis zu 50 Prozent der Personen, die überwiegend dem unaufmerksamen Typus zugeordnet werden, möglicherweise gar kein ADHS haben.
    Die Kritik ist nicht ganz unbegründet.

    Das ganze liegt an der neurobiologischen Sichtweise Barkleys auf ADHS. Er nimmt an, dass das Kernsymptom von ADHS die Impulsivität sei, dass die Impulsivität, das was er an anderer Stelle als Inhibition Deficit Disorder bezeichnet, das Symptom sei, an dem sich ADHS von anderen Störungen ganz klar abgrenzen ließe.

    Bei den anderen beiden Grundsymptomen - Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsdefizit - sei dies nicht so. Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen - so Barkley könnten auch bei anderen psychischen Störungen auftreten. Impulsivität von den Kindesbeinen an sei aber ein eindeutiges Identifizierungskriterium für ADHS.

    Jetzt glaubt er bei einem Teil der ADS-Diagnostizierten, also jenen 50 % an Hypoaktiven, die hier im Raume stehen, zweierlei ausgemacht zu haben. Zum einen, dass diese zwar an innerer Unruhe, primär aber an Unaufmerksamkeit litten, eine Impulsstörung aber nicht oder nur sehr schwach vorhanden sei. Zum anderen glaubt er festgestellt zu haben, dass diese Gruppe auf Stimulanzien sehr schwach und unzureichend reagiere. Diese Gruppe bezeichnet Barkley als SCT, als Sluggish Cognitiv Tempo.

    Dass jene Gruppe bei Barkley zu kurz kommt, diese Kritik scheint mir auch gerechtfertigt zu sein.

    Barkley gibt aber in diesem Buch zur Erklärung dessen zu, dass er einfach (noch) nicht weiß, ob es sich beim SCT nicht einfach doch um einen ADHS-Subtyp handelt oder ob es tatsächlich - wie er eher vermutet - eine vollkommen eigenständige Aufmerksamkeitsstörung ist, die neben ADHS gleichberechtigt existiert.

  6. #36
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Russel A. Barkley auf deutsch! "Das große Handbuch für Erwachsene mit ADHS"

    Tja, und ich habe da Barkley auch wieder ganz anders verstanden...nämlich dass es da schon bei ADHS im Kern um das Aufmerksamkeitsdefizit geht, aber nicht irgendeine unspezifische Konzentrationsschwierigkeit vorliegt, die man eben auch bei vielen psychischen Störungen hat, sondern die, wo es um die langfristige Verfolgung und Planung von Zielen geht. Und genau diese wird immer unterbrochen von den Impulsen, von denen der ADHSler sich schneller beherrschen lässt als die Stinos.

    LG Amn

  7. #37
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 125

    AW: Russel A. Barkley auf deutsch! "Das große Handbuch für Erwachsene mit ADHS"

    Guten Morgen allerseits

    ich stimme Eiselein zu bei:
    Das ganze liegt an der neurobiologischen Sichtweise Barkleys auf ADHS. Er nimmt an, dass das Kernsymptom von ADHS die Impulsivität sei, dass die Impulsivität, das was er an anderer Stelle als Inhibition Deficit Disorder bezeichnet, das Symptom sei, an dem sich ADHS von anderen Störungen ganz klar abgrenzen ließe.
    ich bin mit Lesen nun bei Schritt 4 angelangt.
    mir ist auch aufgefallen, dass Barkley sehr oft auf die Impulsivität zu sprechen kommt.
    da bei mir persöndlich die Impulskontrolle ein riesen Thema ist, entspricht mir das Buch natürlich & ich kann profitieren
    ich habe jedoch nicht bedacht, dass es nicht jedem so geht wie mir. (ich bin mit "H")

    je mehr ich vom Buch lese, desto mehr beschleicht mich das Gefühl der totalitären Ansicht von Barkley. ob das positiv oder negativ ist, kann ich so nicht beurteilen.
    ich kann mir jedoch vorstellen, dass ein Autor auch eine präzise Meinung haben muss (fast etwas pedantisch). nur so wischi-waschi-methoden bringt ja auch nix, oder?

    glücklicherweise gibt es viele Bücher über ADHS & Choaching, so dass jeder das passende finden kann.

    zudem glaube ich, dass auch Barkley "nur ein Mensch" ist. auch er sieht vieles subjektiv bzw. hat seinen eigenen Focus. jeder Mensch hat blinde Flecken & somit nie eine 100% objektive Haltung.
    das bedeutet für mich, ich vertraue nicht jedem Wort/Satz blind.

    ich picke mir die für mich nützlichen Tipps raus & das womit ich selber nicht einverstanden bin, lasse ich weg

    ich freue mich für alle, die ihre Lebenssituation verbessern können, egal mit welchem Buch.
    wir haben AD(H)S, dafür können wir nichts, aber wir können versuchen unsere Situation zu verbessern & Lebenswerter zu gestalten.

    in diesem Sinne, ein schönes Wochenende

    Grüsse aus der Schweiz
    W.Nuss

  8. #38
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 346

    AW: Russel A. Barkley auf deutsch! "Das große Handbuch für Erwachsene mit ADHS"

    Hier gibts ne Buchrezension von Dipl.Psych Piero Rossi aus der Schweiz.

    Der ist eigentlich neben Martin Winkler einer unserer bewährtesten "Pioniere" unter den Deutsch sprachigen Fachleuten - daher bin ich besonders hellhörig, wenn er sich vergleichsweise überraschend kritisch zu dem Buch von Barkley äußert...

    Können die Leser der deutschen Übersetzung des Barkley-Buches dazu mal was sagen? - Noch besser: kennt jemand beide Versionen?

    Ich tippe mal auf Eiselein...

    Ich vermute, hier hat (neben der nicht vergleichbaren Situation in den USA, also ohne Krankenversicherung = irgendwie "funktionieren" müssen um seinen Lebensunterhalt irgendwie zu bestreiten...) auch die Qualität der deutschen Übersetzung entscheidenden Einfluss darauf, wie manche Aussagen beim (mitteleuropäischen) Leser ankommen ?!

    Pille schlucken und Mund halten – zu Barkley’s neuem Buch über ADHS bei Erwachsenen « ADHS-Spektrum: Neues und Altes aus der ADHS-Welt

  9. #39
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Russel A. Barkley auf deutsch! "Das große Handbuch für Erwachsene mit ADHS"

    Dipl.-Psych. Piero Rossi meinte an einer Stelle, dass Bücher dieser Art auch krank machen können.
    Genau das habe ich auch beim Lesen der deutschen Ausgabe gedacht:


    Er schreibt:
    …..Ich habe erwachsene ADHS-Patienten kennengelernt, welche nach der Lektüre von ähnlichen ADHS-Ratgeberbüchern für Erwachsene aus eben diesen Gründen depressive Reaktionen entwickelten. “Alles an mir ist verkehrt, einfach alles!”, “Ich bin einfach nur unfähig!” oder: “Das schaffe ich nie!”
    Auch diese Gedanken sind mir beim Lesen gekommen:


    „Vielleicht hat ihn die Tatsache, dass er als weltweit anerkannter ADHS-Experte seinem eigenen, von der ADHS betroffenen Bruder nicht helfen konnte, dermassen verletzt, dass er bis heute Emotionales rund um die ADHS und rund um das Schicksal der von ihr Betroffenen rationalisiert. Ob das eine Erklärung seiner irritierenden Vergleiche sein könnte?“

    Ich hatte ja schon einmal geschrieben, dass ich Widersprüche in dem Buch fand und kann auch das Folgende nur bestätigen:


    …….dass er wider besseren Wissens unwirksame Empfehlungen abgibt.

    Und auch das hier scheint Dipl.-Psych. Piero Rossi richtig einzuschätzen:


    Zudem: Dass neun von zehn erwachsenen ADHS-Patienten auf ADHS-Medikamente positiv ansprechen sollen, halte ich für falsch. Aus meiner Erfahrung vermag ungefähr die Hälfte der erwachsenen ADHS-Betroffenen von Medikamenten zu profitieren.

    Was ich ebenfalls vermisste:

    „So wichtig Informationen aus der Wissenschaft auch sind, die Leser/-innen sollten der Redlichkeit halber wenigstens in einem Absatz (oder einem Methoden-Kapitel) erfahren können, wie die Forscher zu ihren Erkenntnissen kamen, wie sie die von ihnen gewählte Forschungsmethode begründen (es gibt verschiedene Forschungsmethoden) und dabei auch erfahren können, dass Forschung weder wahr noch neutral ist.“

    Jetzt möchte ich nicht zu viel schreiben, aber der Buchrezension von Dipl.Psych Piero Rossi kann ich in fast allen Punkten zustimmen. Wenn ich so gut schreiben könnte, hätte sie von mir sein können.
    Allein an der Übersetzung kann die Kritik in all den Punkten wohl nicht gelegen haben.

  10. #40
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Russel A. Barkley auf deutsch! "Das große Handbuch für Erwachsene mit ADHS"

    Damit es bei all meiner Kritik keine Missverständnisse gibt:
    Ich finde das, was Fliegenpilz geschrieben hatte, natürlich ganz besonders wichtig
    ......Er macht damit deutlich, dass es sehr wichtig ist, die Erkrankung ADHS ernst zu nehmen. Dass es keine Modeerkrankung ist und dass die Betroffenen ernste und oftmals sehr große Probleme in unterschiedlichen Bereichen des Lebens haben.
    Damit hat er natürlich recht und die Medikamente sollten auf jeden Fall verordnet werden, denn für denjenigen, dem sie helfen, sind sie ganz besonders wichtig.

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