Seite 2 von 2 Erste 12
Zeige Ergebnis 11 bis 13 von 13

Diskutiere im Thema Häufigkeit von ADHS in Deutschland und bei Ehepartner ? im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Häufigkeit von ADHS in Deutschland und bei Ehepartner ?

    Wenn ich mich in unserer Familie und unserem Bekanntenkreis umsehe, finde ich viele
    "Verdachts-AD(H)S'ler" und diagnostizierte AD(H)S'ler. Die diagnostizierten sind durchweg "Kinder", die "verdächtigen" Erwachsene....Manchmal habe ich den Verdacht, es gibt bestimmt genau so viele von der Einen wie von der anderen Art. Früher gab es dafür halt
    keine Bezeichnung - entweder man hat sein Leben irgendwie auf die Reihe bekommen oder halt nicht. Auch besonders erfolgreiche Menschen haben AD(H)S, gell?
    Wenn man inzwischen viel über AD(H)S gelesen hat und sich die Menschen in seinem Umfeld anschaut und dann genauer hinsieht, kann man schon ins Grübeln kommen, gehört er auf die Seite "Normalo" oder "Feinstoffiger" (Ausdruck ist mir grad so eingefallen, hoffe er passt?)

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Häufigkeit von ADHS in Deutschland und bei Ehepartner ?

    Ich habe deinen Beitrag erst jetzt gelesen und Lust, einmal meine Gedanken dazu aufzuschreiben.
    Da wir uns am Besten mit anderen Menschen, die ebenfalls AD(H)S haben, verstehen, und AD(H)S vererbt werden kann, kommt es in Familien und Freundeskreisen gehäuft vor.
    Ich habe die Vermutung, das alle meine früheren und heutigen Freundschaften auch betroffen sind. Bei deren Kindern und einigen Erwachsenen wurde es auch diagnostiziert. In meiner Familie haben wir es sowieso. Wenn man keinen Leidensdruck dadurch hat, geht man außerdem damit auch nicht zum Arzt und manche wollen es auch nicht wahrhaben.

    Was ist normal? Ich denke, man kann mit AD(H)S krank oder gesund sein und Menschen ohne AD(H)S können auch jede Menge psychische Erkrankungen haben.
    Viele Menschen ohne AD(H)S kommen mir vor, als ob sie "Scheuklappen" haben und es fällt den meisten wohl schwer, differenziert zu denken. Darum frage ich auch oft: Wer hat eigendlich den Nachteil?

    Es gibt ja auch große Abstufungen. Man kann unterschiedlich stark betroffen sein.

    Letztendlich können schlimme Erfahrungen sicher ein "leichtes AD(H)S" verschlimmern und ein schweres AD(H)S kann mit der richtigen Umgebung ganz sicher teilweise kompensiert werden und sich daher wesentlich bessern. Also, die Gene sind es wohl nicht alleine.
    Sind nicht oft auch die "normalen Menschen" daran beteiligt, dass es uns AD(H)S-Menschen manchmal schlecht geht? Mir kommen viele von ihnen oft so vor, als ob sie nicht die "Normalen" sind und gerade viele Menschen mit AD(H)S sind für mich sehr wertvolle, mitfühlende, gerechte, vielseitig denkende und oft auch tolerante Mitmenschen. Viele große Leistungen der Menschheitsgeschichte waren ohne Menschen mit AD(H)S nicht möglich.

    Bei allen Nachteilen, die wir haben können, sollten wir uns immer wieder die Vorteile deutlich machen und sie nicht als selbstverständlich ansehen. Leider spürt man meist nur, was einen belastet aber es gibt auch so viel Grund zur Freude! Mir ist bewusst, dass tröstet einen erst, wenn das Schlimmste wieder überstanden ist, aber dann sollten wir unser Leben doppelt genießen und alle anderen mit unserer guten Stimmung anstecken! Können wir nicht, wenn es uns gut geht, oft fröhlicher als die anderen Menschen sein?

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Häufigkeit von ADHS in Deutschland und bei Ehepartner ?

    Hallo Celine,

    du hast das schön beschrieben.

    Bei mir scheint der Stress mit drei Kindern, davon zwei kleine mit 4 und 1em Jahr und beide mit sehr anstrengendem ADHS Verhalten meine ADHS Symptome verstärkt zu haben. Ich habe die letzten Jahre ja auch keine Zeit mehr für mich allein gehabt, wo ich mal hätte abschalten können und neue Kraft tanken.

    Vorher hatte ich mich zwar immer schon anders gefühlt, aber eigentlich nicht so, das ich gedacht habe, etwas stimmt nicht mit mir.

    Auch die letzten vergangenen 10 Jahre habe ich mich wegen meiner ADHS, von der ich damals noch nichts wusste, nicht schlecht gefühlt.

    Aber meinen Mann hat es wohl belastet, das ich oft aus der Haut gefahren bin und mich über vieles und jeden aufgeregt habe.
    Ich habe das aber nicht so mitgekriegt bzw. empfunden, das mein Verhalten meinen Mann doch etwas mehr belastet hat.
    (Wie auch, wenn ich Dampf abgelassen habe, dann gings mir ja danach wieder bestens.)

    Durch unsere Tochter ist die ganze ADHS Geschichte eben herausgekommen. Dadurch versteht nun mein Mann (und auch ich) mein Verhalten und wodurch es wohl beeinflusst wird (Stress, zu viele Reize, die auf mich einprasseln).

    Wir müssen jetzt nur noch herausfinden, wie wir unsere Tochter bzw Töchter helfen können, mit ihrer ADHS zurecht zu kommen, das es eben nicht eine Belastung ist, sondern eben, wie du so schön beschrieben hast, etwas positives sein kann.


    Liebe Grüße!!!

Seite 2 von 2 Erste 12

Ähnliche Themen

  1. ADHS-Coaching in Deutschland
    Von Sunshine im Forum ADS ADHS: Coaching
    Antworten: 43
    Letzter Beitrag: 11.10.2011, 18:00

Stichworte

Thema: Häufigkeit von ADHS in Deutschland und bei Ehepartner ? im Forum ADS ADHS Allgemeines bei ADHS bei Erwachsenen Forum
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum