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Diskutiere im Thema Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi im Forum ADS ADHS Allgemeines
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 172

    Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    Positive Seiten der ADHS- Mythos oder Realität?

    Diesen Text hat Rossi gerade veröffentlicht...

  2. #2
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.737

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    hm

    ich weiß nicht so recht, was ich dazu sagen soll

    aber ich glaube auch nicht, dass er in seiner Praxis eine repräsentativen Überblick über Adhs hat. er schildert aus seiner Sicht, aus der Sicht eines Psychotherapeuten, der Adhsler behandelt. Vermutlich nur Patienten mit einem hohen Leidensdruck. Daher kann ich seine Patienten als "Definitionsbasis" nicht ganz ernst nehmen.das ist nicht repräsentativ (ja ich weiß, ich bin redundant)

    Eine Verharmlosung ? ich weiß nicht

    die positiven Seiten empfinde ich eher als so eine Art "Trstpflaster". wenn positives und negatives 2 Seiten einer Waage wären, dann habe ich eher das Gefühl dass im positven eine Katze oder eine Maus liegen im negativen ein Elefant und ein Rhinozeros . Schöner Trost
    ich fühle mich bei der Aufzählung der positiven Seiten immer etwas veräppelt. so als würde mich mein Mann verlassen und eine Freundin tröstet mich mit "denk dran, wieviel weniger du putzen musst " oder so. Ich las niemals einen Artikel über die positiven Seiten, der sich so anhörte wie das, was Rossi hier darstellt. ich hatte auch nie den Eindruck, Adhs würde damit verharmlost oder relativiert oder gar der Leidensdruck abgesprochen .ich jedenfalls hab das nicht so empfunden

    für mich war es immer mehr ein Trost, keine Verharmlosung. Schwacher Trost. man kann es besser annehmen, wenn es eben nicht nur, sondern auch (wesentlich geringer) gute Seiten bedeutet.
    Niemand hat je geschrieben (hoffe ich jedenfalls) dass die positiven Seiten die negativen ausgleichen, oder ? es war einfach schön, auch mal zu lesen, dass es wenigstens auch ein paar kleine gute Seiten gibt. Dass Adhsler Gemeinschaften nicht nur stören und "bremsen" sondern auch ein bisschen bereichern können.
    in BÜchern über Adhs ist bestenfalls mal 1,2 Seiten über die positiven Aspekte zu lesen, umgeben von gefühlten 350 Seiten von Einschränkungen und "Handicaps" und Schwierigkeiten.

    die positiven Seiten sind die "Trostschoki" nicht der "Schadensersatz", wenn man Adhs hat. Mein Selbstbild als Adhsler ist doch im Alltag gerpägt von schusseligen Fehlern die ich mache und Chaos, welches ich verbreite und lieben Menschen, die ich verärgere. wenn ich dann lese, dass das Leben mit mir zwar nicht einfach ist, aber ich eben aber mehr bin als ein "Klotz am Bein", dann baut mich das auf.

    Das mit dem Akademikern finde ich besonders vermessen. er widerspricht Häufigkeiten, erwähnt aber keine gesicherten Zahlen. Sondern anscheinend sein subjektiver eindruck aus seiner Praxis, wenn ich das verstehe. und: er klingt sehr emotional. so als sei einem schon vor langer Zeit der Kragen geplatzt.


    ich verstehe schon die Intention von Herr Rossi und fände seine Plädyoer toll, wenn ich den gleichen Eindruck hätte.
    Aber ich teile numal seine Wahrnehmung nicht, dass sie verharmlosend wirken (sollen).
    vermutlich lese ich aber auch andere Literatur als er. nur : worin ist der Unterschied ? lese ich Literatur als Betroffene und er als FAchperson und daher kommt die unterschiedliche Wahrnehmung ?

    in dem Falle muss ich fragen: wer ist eigentlich sein Ansprechpartner ? Fachpersonen scheint mir. Aber welche? die, die Artikel schreiben ? ist seine Botschaft: schreibt nicht mehr über die positiven Seiten ? Oder Therapeuten ?was genau ist die Botschaft an sie ? die Patienten nicht mehr mit den positiven Seiten zu trösten ? oder Adhsler in der eigenen Wahrnehmung nicht zu verharmlosen ?
    ich hab das Gefühl, da will sich jemand vor allem Luft machen. Darüber, dass das Leiden seiner Patienten in bestimmten Artikel verharmlost wird ? oder über Feedbacks, die er bekommt, wenn er seinen Beruf schildert ?

    irgendwie komme ich mit dem Text nicht recht klar, muss ich sagen. mir ist die Intention nicht so recht klar (und das nicht, weil ich auf dem Schlauch sitze. schon klar: er meint, die Erwähnung der positiven Seiten wäre unfair. Gegenüber den Patienten? Warum erwähnt er diese dann nicht in der Art von "meine Patienten sind frustriert, wenn sie ...lesen/hören etc? oder: er postuliert eine Verharmlosung des Adhs durch jene Artikel. Aber woran macht er das eigentlich fest? das wird ebenfalls nicht klar. gibt es Umfragewerte ? eine Verschiebung in der öffentlichen Wahrnehmung ?
    als Folge lese ich vor allem, dass die Krankenkassen (immer diese Demagogisierung der KVs) sich die Hände reiben.

    Also: wo _genau_ sieht er das Problem ?

    nicht mißverstehen, ich vertrete nicht die Meinung, Adhs sei harmlos und die positiven Seiten würden die negativen ausgleichen oder so. Aber beim Lesen der positiven seiten oder darüber reden hatte ich eigentlich nie den Eindruck, dass jemand in diese Richtung tickt . oder dies mißverstehe. oder es für "seine" Zwecke ausnutze. Kurz : seine Wahrnehmung (Als Nichtbetroffener ? deckt sich zumindest nicht mit meiner als Betroffener. und : er behauptet nicht einmal, dass betroffene dies so empfinden. Also: wo genau ist (abgesehen von den bösen Krankenversicherungen, über die so ziemlcih jeder Medizinier herzieht) eigentlich _genau_ sein Problem ? Schutz seiner Patienten ?

  3. #3
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.737

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    mich hat eher was anderes dabei gestört: ich bin mitunter schwierig und hab ne Menge Fehler, aber ich sah auch ein paar positive Aspekte von mir. und nun kam eine Liste und da war etliches, auf das ich doch stolz oder dankbar war plötzlich gar nicht mehr meine positiven Eigenschaften, sondern "vom Adhs mit in die Ehe gebracht" (mir fällt grad keine bessere Schilderung ein). Das nahm mir irgendwie einen Teil meiner Identität und ich wußte nun überhaupt nicht mehr, wer "ich" eigentlich bin. Was bliebe denn von mir, wenn ich kein Adhs hätte ? was für ein Mensch wäre ich ? ich kann es euch bis heute nicht sagen. ich kann mir ein Leben ohne Adhs nicht vorstellen, weil dies soviel, positiv wie negativ an direkten Symptimen wie an indirekten Auswirkungen auf mein Leben nimmt, dass da eine große Leere bleibt und ich gar nicht weiß, was und ob überhaupt noch was übrig bleibt.

    kurz: mich haben die negativen Seiten des Adhs doch sehr getröstet. ich bekam eine Menge Erklärungen dafür, warum ich diese negativen Seiten habe und warum ich nicht so richtig funktioniere und das es gar nicht daran liegt, dass ich faul und träge und willenlos etc bin.
    einen umgekehrten Effekt hatten dann wirklich die positiven Seiten. und sie trafen mich viel unerwarteter. " ich hab viele Fehler, aber wenigstens bin ich nicht nachtragend." war erstmal was, das einen schalen Beigeschmack bekam, weil es ja "nur die Nebenwirkung" von Adhs sei.

    ich brauchte da schon einiges an Zeit und Überlegung und "aufstehen, Krone richten, weitermachen ", um das wegzustecken

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.715

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    Danke für den Link!

    Der Text von Piero Rossi ist neu, seine These, dass Akademiker eigentlich keine ADHS haben können, nicht, wir haben in diesem Forum schon darüber diskutiert.

    Einleuchtend ist, dass man in ADHS-Foren eine nichtrepräsentative Auswahl hat. Hier äußern sich die Gebildeten, die die so sprachgewandt sind an den Debatten teilzunehmen, und die die hartnäckig genug sind, sich nicht vom erstbesten Psychiater seinen Eigenverdacht ausreden zu lassen.

    Ich gehe auch davon aus, dass ADHS um so häufiger ist, je geringer der Intelligenzgrad ist. Und dass leider die Betroffenen mit geringer Intelligenz am Wenigsten Hilfe bekommen.

    Ich habe mit einer Psychiaterin gesprochen, die selbstverständlich einem Schüler Methylphenidat verordnen würde, wenn dieser nur dadurch das Abitur schaffen würde. Einem Jugendlichen mit schwerer geistiger Behinderung ohne aktive Sprache, der nur mit Methylphenidat schaffen würde, durch Dienste wie Spülmaschine ausräumen oder Ähnliches wenigstens etwas Bestätigung zu kriegen, würde sie es nicht verschreiben, das sei "unethisch".
    Geändert von 4.Kl.konzert (13.05.2017 um 22:16 Uhr)

  5. #5
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.737

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    oh, ja danke für den Link sorry wie unhöflich

    ich finde seine Art und Weise Adhsler zu sehen auch irritierend. ich höre da eine Unterscheidung zwischen "echten" Adhslern (in eerster Linie seine Patienten und Menschen mit ähnlicher Form von Adhs, vor allem mit hohem Leidensdruck) und nicht ganz so echten oder nicht relevanten Adhslern (, die die erst durch geänderte, "verwässerte" Definition hinzukamen oder die Akademiker oder die aus höheren Bildungskreisen oder die, die keine Psychotherapie benötigen. das ist mehr persönliche Definition , hat aber als Basis eines Artikels mit dieser Intension nichts zu suchen.

    ach, der Artikel liegt mir einfach "Quer" und das in so vieler Hinsicht.

  6. #6
    bin eine Piratin

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    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.737

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    klar, die Auswirkungen, die ein Adhs haben kann sind sicherlich auch abhängig von Intelligenz und Resilienz und gerade letzteres ist sicherlich nicht über alle Bildungschichten und Intelligenzlevel gleich verteilt. Aber unterscheidet nicht gerade jener Autor zwischen "Ashslern" und "Mnschen mit Adhs-Symptomen" ?

    ich kritisiere nicht, das ein Forum repräsentativ ist, sondern dass sein Klientel, auf welches er sich beruft nicht repräsentativ ist. er es aber dennoch "besser" wissen will als die Autoren von Fachliteratur oder auch Selbsthilfebüchern.

    er schreibt von Adhslern, meint aber eigentlich (nur)seine Patienten und vergleichbare Fälle.

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.715

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    Hier
    https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-er...an-abitur.html
    ist der Thread von damals. Ich denke wir müssen das nicht alles wieder aufwärmen. Du hattest dich damals sogar beteiligt, Moselpirat.

    Ich denke schon, dass Piero Rossis Klientel repräsentativ ist, mehr als alle ADHS-Foren sicherlich.

    Ob Mozart, Einstein oder Hermann Hesse ADHS, Asperger oder sonstwas hatten, wissen wir nicht. Ich denke aber nicht, dass diese Leute durch ihre Störung genial waren. Für sie gilt aber, dass sie zwar Außergewöhnliches geleistet haben, aber ein teils verheerendes Privatleben hatten. Ihnen keine Behandlungsbedürftigkeit zu unterstellen, weil sie gebildet waren und "groß raus" kamen, wäre schon etwas zynisch. Sie oder ihr Umfeld litten trotzdem.

    Es gibt ja ganz viele erfundene Gestalten in der Literatur, denen ihre Autoren ADHS-Symptomatiken gegeben haben. Rico (von den Rico, Oskar und ...-Büchern) ist intelligenzgemindert ("tiefbegabt") und aufmerksamkeitsgestört. Hat mir sehr gefallen. Er wird vom Autor nicht denunziert, es wird alles aus seiner Sicht geschildert.
    Geändert von 4.Kl.konzert (13.05.2017 um 23:03 Uhr)

  8. #8
    bin eine Piratin

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    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.737

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    oh, was diese Aufzählung von Promis mit Adhs betrifft, bin ich noch am ehesten mit Herrn Rossi einig. Dass es ein paar Ausnahmen gibt, die vielleicht oder vielleicht auch nicht gerade oder trotz ihres Adhs berühmt, reich und vielleicht sogar glücklich wurden ist tatsächlich ein Punkt, bei dem ich den Artikel von Herrn Rossi noch am ehesten nachvollziehen kann. das kann das Bild von Adhs wirklich verzerren und gerade bei denen, bei denen es keine ordentliche Diagnose gibt, finde ich es sehr verzerrend, zumal Diagnostiziertes und ein vager Verdacht zusammengewürfelt werden. es sind die Ausnahmen. und sie verzerren allein schon deswegen das Bild, weil nicht vielleicht sie trotz Adhs berühmt wurden, sondern eben auch, weil sie wegen ihres Ansehens vermutlich sehr viel eher toleriert wurden und mit ganz anderen Schwierigkeiten als unsereiner zu kämpfen hatte. es sind "ausgesiebte" Adhsler, kein Querschnitt


    und das werfe ich eigentlich Herrn Rossi vor: er maßt sich an, für alle Adhsler zu sprechen, indem er nur seine Patienten und ähnliche Adhsler als "echte" adhsler ansieht und denen, mit denen er nicht arbeitet und von denen er eigentlich auch nichts weiß, dennoch indirekt den Adhs-Status in Frage stellt. das ist anmaßend

    Beispiel; mein erster Adhs-diagnosebesuch war bei einem Psychiater und Psychotherapeuten. er sah meine Biographischen Daten (nicht aber einen Test) und seine korrekte Antwort wäre gewesen; "egal ob sie adhs haben oder nicht, ich arbeite mit Adhslern mit Therapiebedarf und auffälliger biografie und sie gehören damit nicht zu meinen potentiellen Patienten. Akzeptabel wäre auch gewesen ein: die gehören nicht zu den Adhskern, so wie ich persönlich Adhs definieren würde, wenn ich könnte und sind daher hier falsch". Eine falsche antwort ist: sie haben eindeutig kein Adhs.
    ich stimme ihm völlig zu, dass ich bei ihm völlig falsch bin. aber er sollte sich dann besser kein Urteil über mein Adhs erlauben. denn ich will ja nicht wissen, ob ich nach seiner persönlichen Meinung Adhs habe, sondern nach Lehrmeinung. und nicht eine "gefühlte" oder geratene Diagnose, sondern aufgrund eines Tests

    und genaus erwarte ich von Herrn Rossi, dass er, wenn er von den Adhsern spricht nicht seine persönliche Definition zugrunde legt, sondern entweder die vorherrschende /offizielle. oder er spricht nur von seinen Patienten. Aber er sollte sich eine Meinung über Menschen, mit denen er gar nicht arbeitet und auch nichts zu tun hat einfach verkneifen.schon gar nicht, ihnen einfach ihr Adhs abzusprechen.

  9. #9
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.109

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    Vielen Dank für den Link.
    Er bestätigt was viele von uns zumindest ahnen wenn nicht wissen
    eben so viele ausblenden, trotz der schmerzlichen eigenen Erfahrungen.

    ADS ist eben alles andere als eine Gabe.
    Dennoch hat es auch viele positive Seiten,
    nur die wären ohne die Störung mindestens genauso ausgeprägt.
    Ist meine persönliche Meinung.

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Gelöscht....

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

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    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 59

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    Man sollte als erstes mal jedem seine Sicht zugestehen! Wenn Hr. Rossi meint, dies so zu formulieren, dann soll er es tun.

    ADHS ist nicht gleich ADHS !

    Jeder Mensch ist anders, ebenso ist jeder ADHSler anders. Es gibt viele Symptome, die bei sehr vielen identisch sind, bei vielen ähnlich und bei einigen gar nicht vorkommend.

    Das ADHS mit wenig Intelligenz einhergeht, finde ich einfach nur frech !

    ADHS ist bei Hartz4 Empfänger, wie beim Mittelstand oder auch den Millionären sowie Millardären zu finden. Also überall bei Menschen.

    Es ist mal zu verdeutlichen, das die Personen mit ADHS, die es schaffen in ihren speziellen Bereich Fuß zu fassen, auch überdurchschnittliches erreichen werden oder es erreicht haben!

    Dabei ist Intelligenz ein Aspekt, der völlig unwichtig ist, wenn die ADHS Symptome in voller Anzahl und Stärke einem alle Wege verbauen, dazu noch komorbide Erkrankungen es weiter erschweren und man am Ende mit einem IQ größer 150 auf der Straße sitzt oder nichts erreicht.

    Wer sein Leben so im Griff hat und in seinen Routinen drin steckt, der kann ein normales Leben führen.

    Wenn jedoch mal etwas geschieht, wie ein Unfall, Scheidung oder der Tod einer engen Bezugsperson, so kann das Leben dieser Person mit ADHS binnen Tagen sich selbst komplett zerlegen. Es gäbe noch andere Ereignisse, diese nur als Beispiel.

    Jeder ist individuell! Jeder ist einzigartig!

    Der eine kann seine Symptome in Stärken umwandeln ... dem anderen blockieren sie alles.

    Ich finde es vor allem als Therapeut ziemlich vermessen, eine Art Norm zu beschreiben, nach der alles zu sein hat.

    Ob Hr. Rossi das Klientel hat, um diese Aussagen zu stützen, bezweifle ich stark! Sehr stark!

    Ob es Menschen aus früheren Zeiten waren, die wohl mit großer Wahrscheinlichkeit ADHS hatten oder Menschen aus der Gegenwart, ADHSler haben das Potential, wenn sie in ihrem Bereich sind, um Grenzen mal eben zu sprengen und Neues zu erschaffen. Egal ob als Unternehmer oder Angestellter oder Freiberufler. Selbst als Handwerker!

    Aber eben nicht jeder und überall. In den USA ist vieles einfacher und vor allem in dem großen iT Bereich im Silicon Valley sitzen sehr viele Menschen mit ADHS und ohne Abschluss und leisten grosse Arbeit !

    Doch in Deutschland muss man die einzelnen Schulformen absolvieren , studieren und erst danach kann man in seinem Bereich der größte werden. Aber da muss man durch, durch die Stunden von sinnlosem Gerede, von Lehrern die weder Bock oder Ahnung haben und und ...

    ADHS hat Vorteile und Nachteile.

    Wer sein Leben im Griff hat, immer genug Freunde und Bekannte hatte, nie Tiefschläge erfahren hat, immer gesund war, der wird ggf. von positivem Berichten können, sofern ihm überhaupt bewusst ist, das er ADHS hat.

    Wer ist denn von den erfolgreichen zum Arzt aus Spaß gegangen, weil er mal wissen wollte, ob er ggf. ADHS hat ? Wohl eher keiner.

    Man geht doch zum Arzt, wenn etwas kneift, zwickt und nicht rund läuft. Oder? Damit es wieder rund läuft, diagnostiziert der Arzt das Problem und versucht es zu beheben. Damit man wieder am Leben wie gewohnt teilhaben kann.

    Ob jemand es persönlich nun als Last oder Gabe sieht, sollte man doch jedem selbst überlassen.

    Ein Therapeut sollte dem Patienten helfen und für ihn da sein und nicht für sich selbst. Er sollte wissen, das jeder Mensch anders ist und anders sein kann und er sollte jedem Menschen dabei helfen, wieder so zu werden, das er er selbst ist und es bleibt, anstatt eine Norm zu kreieren, die krankheitsbedingt schon zum negativen und scheitern neigt anstatt den Patienten positiv einzustimmen.












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