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Diskutiere im Thema Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 95

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    Tja Pepperpence... früher hatte ich mir immer solche Mühe gegeben, möglichst "rational" zu erscheinen... heute muss ich zugeben, dass ich hochemotional bin und dass dies grösstenteils meine Persönlichkeit ausmacht. Ob das in der heutigen Welt noch wettbewerbstauglich ist?

    Ich persönlich muss mit 42 anerkennen, dass ich damit gescheitert bin und mir einen neuen Weg suchen. Mein Problem ist derzeit, dass ich schon fast alle Kräfte brauche, um den Alltag auf die Reihe zu bringen (habe ja auch Familie), und mir kaum Ressourcen bleiben, um noch das Rad neu zu erfinden.

  2. #22
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 509

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    "Hochemotional" war nicht als Vorwurf gemeint! Eher als Erklärung. Ich bin ja selbst hochemotional und reagiere oft so.

  3. #23
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 95

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    Keine Sorge, ich habs nicht falsch interpretiert.

  4. #24
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 262

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    Den ganzen Tag denke ich schon darüber nach, was ich hierzu schreiben könnte, also wie ich ausdrücken könnte, was ich dazu mitteilen möchte.
    Ich weiß einfach nicht, ob ich Stärken habe, welche die selbe Ursache haben, wie meine ADHS-Symptome. Es könnte so sein, aber ich finde nicht heraus, ob es so ist oder nicht.

    Ich bin eine Person mit einem sehr inhomogenen Intelligenzprofil, soll heißen mein Handlungs-IQ liegt mehr als 30 IQ-Punkte unter dem Verbal-IQ. Man spricht hier von dissoziierter Intelligenz (ICD 10 F 74).
    Angeblich hatte ich das als Grundschülerin noch nicht, denn da ergab mein erster IQ-Test eine Hochbegabung.
    Spätestens seit ich 13 Jahre alt bin habe ich aber nun diese dissoziierte Intelligenz. (2. IQ-Test)

    Ich habe schon öfter davon gehört, dass das auch andere Leute mit ADHS betrifft. Es scheint also nicht untypisch zu sein. Sehr gern wüsste ich mehr darüber, wie das alles kommt.

    Im Buch "Shadow Syndroms" von John Ratey und Cathrine Johnson habe ich gelesen, dass alle Stärken des Gehirns mit anderweitigen Schwächen erkauft sein könnten. Ich zitiere mal:
    "[...]probably none of us is "normal"- normal in the sence of possessing a brain in which every part and system works as well as every other part and system - and all functions lie within an optimal range.[...] it is possible that genius (or simply talent) in one realm develops as a result of deficits (or weekness) in another [...]"
    Hier mein Versuch einer Übersetzung:
    "vielleicht ist keiner von uns "normal" - normal in dem Sinne, ein Gehirn zu besitzen, in dem jeder Teil und jedes Sysem gleich gut funktioniert, wie jeder andere Teil und jedes andere System - und alle Funktionen liegen innerhalb eines optimalen Rahmens. [...] es kann sein, das Genialität (oder einfach Talent) in einem Bereich sich als Ergebnis von Defiziten (oder Schwächen) in einem anderen Bereich entwickelt."

    Es ist schon denkbar, dass meine verbalen Stärken mit ADHS erkauft sind, dass also mein Gehirn diese nur entwickeln konnte, WEIL ich ADHS habe.
    So ganz kann ich nicht daran glauben, dass wirklich NICHTS dran sein soll an der These, Genie und Wahnsinn lägen nah beisammen. Sie taucht allzu oft auf.
    Ich hasse es, wenn man solche Sachen, die einen so sehr betreffen nicht so genau weiß.
    Solange man das nich so genau weiß sind die Äußerungen von Pierro Rossi für mich schlicht eine Meinung.
    Vielleicht ist es ja doch so, dass ADHS auch mit spezifischenn Stärken einhergeht.

    Die Sache, dass man diese Stärken angesichts der Defizite nich unbedingt nutzen kann, ist dann das eine. Es bedeutet aber nicht, dass sie nich vielleicht gerade durch das ADHS entstanden sein könnten.
    Ich schicke das jetzt erst einmal ab, obwohl ich vielleicht doch noch mehr dazu schreiben werde, aber ich fürchte, dass es sich sonst vielleicht löschen könnte...
    Geändert von Gianna ( 4.07.2017 um 23:15 Uhr) Grund: mehrfach Tippfehler korrigiert. Mein "T" hängt...

  5. #25
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 262

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    So, dann schreibe ich mal weiter:

    Ich weiß, dass ich mein ADHS voraussichtlich niemals loswerden können werde und dass ich folglich mit hoher Wahrscheinlichkeit niemals ein guter "Normalo" werden kann (ja, den gibt es vermulich nicht). Wenn ich meine Defizite so gut wie möglich zu kompensieren versuche kommt am Ende ein untermittelprächtiges Ergebnis trotz großer Anstrengung heraus.
    Ich weiß nicht, von wem dieses Bild noch mal kommt, aber ich verwende es mal:
    Ein Fisch wird niemals ein guter Schimpanse werden und umgekehrt.
    Wenn ich ein Fisch bin, sollte ich nich versuchen auf Bäume zu klettern, um ein erfolgreiches Leben zu führen. Umgekehrt solle der Schimpanse nicht versuchen, dauernd im Wasser zu schwimmen, um ein erfolgreiches Leben zu führen.

    Darum strebe ich danach, mein Leben so gut es geht so einzurichten, dass ich meine Stärken nutzen kann und meine Schwächen nicht allzu sehr ins Gewicht fallen, statt eben zu versuchen, als Fisch ein guter Schimpanse zu werden.

    Das mag überheblich und bescheuert klingen, aber ich glaube ich muss eine Intellektuelle sein, um meine Stärken zu nutzen, weil ich in anderen Gebieten einfach grottenschlecht bin, auch wenn sie für viele Leute sehr viel einfacher erscheinen. Weil ich es ausprobiert habe weiß ich, dass ich z.B. eine so grottenschlechte Putzfrau oder Aushilfe im Verkauf abgebe, dass ich den Job innerhalb kürzester Zeit verliere, obwohl ich mich sehr anstrenge. Dabei braucht man dafür eigentlich keine Ausbildung und als Intellektuelle kommt man von der Uni.

    Ich bin mir recht sicher, dass ich in meiner Anwaltstätigkeit und der Arbeit als Lehrerin genau da Probleme habe, wo es eben nicht so intellektuell ist, weil hier meine Defizite wieder viel mehr Einfluss haben, als meine Stärken. Aus Erfahrung weiß ich, dass ich mit Angestellten, die mir das abnehmen weit besser funktioniere.

    Mit entsprechend hohem Startkapital um von Anfang an jemanden einzustellen wäre ich vielleicht nicht so gescheitert wie jetzt. Ich kann es aber nun nicht mehr rückgängig machen. Ich habe als Einzelkämpferin angefangen und muss nun damit leben, dass das so ist.
    Wenn ich jemals eine zweite Chance bekommen sollte, bei der ich etwas aufbauen kann MIT Angestellten von Anfang an, dann werde ich sie ergreifen.

    Ich weiß wirklich, wie arrogant das klingt. Allerdings glaube ich, dass es stimmt.

    Andererseits wünschte ich auch oft, ich hätte alle Stärken einfach nicht genutzt und mich an dem orientiert, was ich am schlechtesten kann. Als gescheiterte Putzfrau im Hartz IV hätte ich weniger kaputt machen können und weniger schleches Gewissen. Man erwartete auch nicht so viel von mir.

  6. #26
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 137

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    Naja, Gianna, das Ding ist ja, dass Du laut Rossi ja als Intellektulle gar keine ADHS haben kannst. Das ist ja der Witz an dem Ding. Wahrscheinlich stellst du dich ja nur an oder hast um ein bisschen Neuroenhancement zu kriegen, ein paar Symptome gefaket. Also wirklich.

    Versteh mich bitte nicht falsch. Das ist NICHT meine Meinung, aber sehr wohl die von Herrn Rossi und einiger Vertreter der "echten, einzig wahren ADHS" hier im Forum. Die aber dann gleichzeitig in Anspruch nehmen, dass ADHS viele Ausprägungen hat, weil Spektrumsstörung. Nee, is klar. Nicht.

  7. #27
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 509

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    @ Fandorin
    Rossi streitet gar nicht ab dass es auch Akademiker mit ADHS gibt, er sagt nur dass es ungleich viel schwieriger für sie ist das erreicht zu haben was sie erreicht haben und dass Diagnosen heute sehr schnell gestellt werden. Ich habe den Eindruck Du hast den Text gar nicht fertig gelesen? Ich habe auch nicht den Eindruck dass er den Anspruch hat das "echte, einzig wahre ADHS" zu vertreten (ich übrigens auch nicht, falls der Seitenhieb auf Leute im Forum mich einschliessen sollte.

    Sorry, aber ich lese den Text etwas anders. Und so gesehen habe ich auch einiges erreicht was laut Rossi gegen eine ADH-Störung sprechen würde, ich komme aber dennoch nicht ins Zweifeln, weil ich daneben auch alle meine Fallstricke und Schwierigkeiten kenne und auch den Preis den ich für meine äusseren Erfolge gezahlt habe.

    Man muss sich nicht jeden Schuh anziehen von dem man das Gefühl hat, dass er einem hingehalten wird.
    Geändert von Pepperpence ( 5.07.2017 um 00:21 Uhr)

  8. #28
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.902

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    Da ich mit Sicherheit weiß, dass u.a. meine Wenigkeit gemeint ist...

    Liebe Fandorin:

    „Absichtlich missverstehen“ und/oder völlig falsch darstellen anderer Meinungen ist erstens unfair. Zweitens überemotional und drittens so gar nicht der Sache dienlich.

    Von “faken“ war nie die Rede, im Gegenteil.
    Von neuro-Enhancement nur im gesamtgesellschaftlichen Kontext, niemals als persönliche Anklage.Ebenso wenig von einer Unmöglichkeit, wie Du sie in Rossis Text hineininterpretierst, die aber, wie pepperpence auch schrieb, gar nicht enthalten ist!

    Meine Haltung zur ADHS,Diagnostik,undsoweiter, lässt sich beispielsweise von a bis z am roten Faden nachvollziehen. Und ich weiß, dass das auch für andere hier per Seitenhieb gleich mal mit diskreditierte Leute gilt. Seit wann bitte ist Sachlichkeit denn ein Verbrechen gegen die Mitmenschen?

    Bitte einen Schritt zurücktreten.
    Nochmal lesen.
    Nochmal durchatmen.
    Und dann urteilen.
    Dankeschön.

    Alles andere ist einfach nur simplifizierende Polemik auf Kosten einer guten Diskussion. Sollte das zuviel erwartet sein? Ich persönlich versuche immer zu helfen, zu raten und nötigenfalls eben mal “Nein“ zu sagen. Falls nun nur noch brav “Ja“ sagen erlaubt sein sollte, läuft doch was falsch!

    Zum Thema:

    Ich finde Rossis Text hochaktuell, fundiert und sachlich nachvollziehbar. Daumen hoch!
    Und Danke für's Teilen!
    Geändert von luftkopf33 ( 5.07.2017 um 00:40 Uhr)

  9. #29
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 137

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    Doch Pepperpence, ich hab den Text sogar bis zum Ende gelesen. Und darin jede Menge Polemik gefunden, auf die ich mit Polemik geantwortet habe.

    Er rät Akademikern ja, sich und ihre korrekt gestellte Diagnose mal "kritisch" zu hinterfragen. Schließlich sei man ja dazu in der Lage. Was Betroffene und Kollegen berichten, einfach so lapidar als Flunkerei und Lifestyle abzutun, also wie ich das finde ... das sag ich jetzt besser nicht.

    Wie man auf die Idee kommen kann, einer Diagnose wie ADHS mit ein bisschen Selbstreflektion beikommen zu können... ja hat der eigentlich den Schuss noch gehört?

    Ich frag mich, wer sich da die Welt macht, wie sie ihm gefällt. Bin raus hier. Sorry.

  10. #30
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 262

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    Mein Arzt sagte einmal, es sei nicht sinnvoll, eine Diagnose nicht zu stellen, weil der Mensch nicht zu 100% sondern vielleicht nur zu 90% in die jeweilige Schublade passt, denn es komme nicht auf die richtige Schublade an, sondern auf die richtige Behandlung. Seiner Ansicht nach ist es Unsinn, einem Menschen eine Diagnose und damit auch die Behandlung ganz zu verweigern, weil sie zu einem kleinen Anteil nicht ganz trifft. Das sei nicht sachgerecht, weil es Leute mit behandelbaren und behandlungsbedürftigen Problemen ohne vernünftigen Grund ohne Behandlung zurücklassen würde.

    Das Buch "Shadow Syndroms", aus dem ich oben zitiert habe, beschäftigt sich auch mit diesem Thema.

    Vielleicht sind ja viele Akademiker mit ADHS-Diagnose solche, die nicht zu 100% in die ADHS Schublade passen, aber dennoch eine behandlungsbedürftige und wie ADHS behandelbare Störung haben. Man könnte dafür natürlich jetzt auch eine neue Diagnose erfinden, sozusagen das Akademiker-ADHS oder so. Vielleicht nennt man das dann atypisches ADHS, so wie es auch atypischen Autismus gibt.
    Ob das nun irgendwem weiter helfen würde?

    So richtig verstehe ich nicht, was Pierro Rossi eigentlich meint. Er schreibt ja nicht, dass die Akademiker mit "Schein-ADHS", wie ich es jetzt der Einfachheit halber nennen will, alle keine Probleme hätten. Er sagt nur, wenn ich das richig verstanden habe, das sei dann kein ADHS, sondern das "Lebensgefühl vieler Menschen, welche ihren Platz in der Gesellschaft primär aus psychosozialen Gründen nicht gefunden haben. Und immer auf der Suche nach sich selbst sind. Und sich, oftmals den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wegen, nicht finden können."
    Die Probleme seien also "Arbeitslosigkeit, Angst vor Arbeitsplatzverlust, Existenzängste, Überlastung, Stress und Entfremdung am Arbeitsplatz, Mobbing und viele andere Aspekte" aber nicht ADHS.

    Wenn man nun durch Behandlung wie für "echtes ADHS" diese Probleme in den Griff bekommen oder wenigstens vermindern kann, wäre es dann nicht unethisch, sie zu verweigern, nur, weil es kein echtes ADHS ist?

    Oder meint Pierro Rossi, dass die ADHS-Behandlung einfach nicht hilft, wenn es kein "echtes ADHS" ist? Vielleicht sollte ich ihm mal schreiben dazu, wobei ich mir nicht so sicher bin, ob ich das vielleicht sogar irgendwann schon einmal gemacht habe. Ich glaube fast da war was....

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