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Diskutiere im Thema Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #91
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 256

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    Mindfisher schreibt:

    Mit dem, was du schreibst, bestätigst du mich in dem, was auch ich fühle. Das ist genau der Grund, warum ich hier im Forum bin. Niemand sonst ist in der Lage, nachzuvollziehen, was in mir abgeht. Und genau dementsprechend werde ich auch dauernd, im besten Fall nur missverstanden, und im unangenehmeren Fall gedemütigt und verletzt.
    Ja, genau so geht es mir auch

  2. #92
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.902

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    Büsi schreibt:
    Es ist nur Hr. Rossi hat bei mir exakt den wunden Punkt getroffen. Gemäss seiner Definition habe ich kein ADS. Dann kommt da noch ein Burnout dazu, noch so eine Modediagnose.

    Ich hatte schon massive Probleme in der Kindheit, nur von den meisten wusste ich lange gar nichts. In den letzten 5 Jahren kommt immer mal wieder ein Scheibchen von meiner Mutter. Das die Halsoperation mit 6 Jahren dazu da war einen Krampf zu lösen. Die Ursache war psychisch, ich dachte bis vor kurzem, es wäre eine körperliche Ursache. Irgendwas wurde aufgrund meiner Verträumtheit auch getestet, sie weiss nur nicht mehr was da rauskam und ob sie überhaupt einen schriftlichen Bericht dazu erhalten hat.

    Ganz viel hat meine Mutter in der Kindheit abgefangen. Ich hatte einfach Glück das sie dazu in der Lage war. Ich sehe jetzt, da ich selber Mutter bin, dass dies echt einiges an Energie braucht. So gut wie sie habe ich das drum herum nicht im Griff. Es ist nicht immer alles picobello Aufgeräumt, Kochen gehört auch nicht zu meinen Stärken. Verhungern tut mein Kind trotzdem nicht, es gibt auch genug Gesundes.

    Es ist halt so, gemäss dem Text von Hr. Rossi habe ich kein ADS und somit auch keine Berechtigung hier im Forum die Diagnose als Erwachsene zu haben.

    Nur, dank genau dem Forum habe ich es geschafft, mir wieder professionelle Hilfe zu organisieren. Es hilft mir echt und auch beim Treffen mit all den Chaoten fühlte ich mich so wohl wie schon lange nicht mehr.
    Wenn das ALLE so wunderbar erklären könnten, wäre unser Forum um wenigstens einen Konflikt...äh...„ärmer“, liebe Büsi!

    Ich kann Deine Ängste, die schier übermenschliche Anstrengung, den verzweifelten Fassadenbau et cetera sehr gut nachvollziehen. Sogar zum Teil aus eigener Erfahrung. Nur leider weniger erfolgreich.

    So ausgedrückt gäbe es keinen Anlass, zu streiten. Sieht man übrigens gerade jetzt im Forum! Es gibt einen Thread mit dem Thema „ICH finde MEIN ADHS gut, weil...“

    Und? Gibt's Streit? *mit grooßen Öhrchen konzentriert lausch*

    Nö. Is ja geil, wie kommt das denn????

    Schon der Titel macht's!

    Am subjektiven Erleben stört sich niemand, könnte sich auch schwerlich jemand stören - auch und ERSTRECHT nicht solche UNNACHGIEBIGEN Hardliner, wie meine werte Plüschigkeit!

    Wieso? Weil's persönlich ist.
    Weil der Eingangstext nicht, krampfhaft um äußerliche Sachlichkeit bemüht, schon ein halbes Dutzend ebenso bekannter wie absurder Klischees bedient.

    Und wer diese per Dekret zum sachlichen Faktum erhobenen,gefälligst unwidersprochen als unfehlbar zu akzeptierenden Mythen nicht schlucken kann oder will wird automatisch zur persona non grata, die zumindest EIN Problem NICHT hat, nämlich ADHS!

    Das ist es, was mich persönlich und immer wieder auf's Neue stört und mittlerweile einfach nur noch nervt, frustriert und völlig hilflos macht!

    Liebe Büsi, Du zumindest hast ein ganz reales Problem weniger, als Du glaubst, zu haben und bitte nimm mir den irgendwie merkwürdig wirkenden Lehrerhabitus grad nicht übel!

    Soweit ich das überblicken kann ist bei Hrn. Rossi eigentlich nie von einer Unmöglichkeit die Rede, sondern von einer Unwahrscheinlichkeit mit Betonung auf einem sehr stützenden, strukturierenden Umfeld, welches Du offensichtlich hattest.

    Somit bestätigst auch Du, wie zuvor @Gianna, im Grunde Herrn Rossis Aussagen.

    Auch gäbe es - das kommt jetzt von mir - ja immerhin die theoretische Möglichkeit, dass die ADHS ausmachenden Defizite im Einzelfall ein paar wenige, für die akademische Leistungsfähigkeit aber ABSOLUT NOTWENDIGE Bereiche nun AUSGERECHNET gerade weniger stark oder gar nicht betreffen.

    Da die Wissenschaftler in ihren think tanks und Co bekanntlich noch immer darüber streiten, was ADHS eigentlich IST und was dann folglich dazugehört und was eben nicht, plädiere ich dafür, diese theoretische Möglichkeit bis auf weiteres offenzuhalten, statt „uns“ um jeden Preis schon im Vorwege einzumauern!

    Hier hat der wunderbare Spruch „Vorsorge ist besser als...xyz“ zur Abwechslung mal keine Gültigkeit! Nein, hier gilt vielmehr:

    „Haste das falsche Loch zugemauert, haste hinterher dafür dann doppelte Arbeit!

    Schrubschrabschriebte der ekelhafte Hardliner.
    Geändert von luftkopf33 (21.07.2017 um 10:36 Uhr)

  3. #93
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 556

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    Mir gegenüber hat Cordula Neuhaus mal den Kommentar zu Piero Rossi geäußert: "Was ist denn mit dem Piero Rossi los?"

    Ich kann mir vorstellen, dass die verhärtete und möglicherweise verbitterte (so wirkt es) Sichtweise von Piero Rossi, die sich in den letzten Jahren doch sehr eben verhärtet hat bzw. verbissen geworden ist, möglicherweise auch mit der persönlichen Gesamtsituation von Piero Rossi zu tun hat.

    Die (postulierten) positiven Seiten von ADHS kann jeder im Internet nachlesen, da beteilige ich mich jetzt nicht weiter dran.

    Herr Rossi ist übrigens mittlerweile angemeldet bei adhs-chaoten als PieRossi (seit Juli 2017 oder so) und möchte möglicherweise auch etwas hier dazu sagen.

  4. #94
    Eti


    fliegFederflieg

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 847

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    @Nightshadow
    Für mich persönlich bringt deinen geschriebenen Beitrag nicht wirklich was zum eigentlichen Thema.
    Du erstellst Gerüchte die weder relevant noch nachprüfbar sind.

    Das Thema finde ich sehr wichtig.
    Wenn ich auswählen könnte zwischen ADHS Beschwerden haben oder nicht haben können….
    Ich würde sie gerne hergeben.
    Und auf die Vorzüge verzichten, wenn ich welche erkennen könnte.
    Ich kann sie wirklich nicht sehen.

    Was ich in meinem Leben bereits "gelernt habe" & "anwenden kann",
    die erlangte Zähheit durch "immer wieder aufzustehen lernen", empfinde ich tatsächlich als sehr hilfreich.

    Mildert die Grundbeschwerden und hat mich eine Ecke auf der Welt finden lassen, wo ich im Moment recht gut Leben kann.
    Ich versuche meine Beschwerden so gut wie möglich irgendwie im Alltag einzubetten.
    Das gelingt mir mal mehr und mal weniger.

    "Lernen" in irgendeiner Form kann jeder Mensch. Dafür braucht er nicht unbedingt ADHS.
    Darum kann ich auch das nicht als Vorteil von ADHS sehen.

  5. #95
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 556

    AW: Positive Seiten der ADHS- von Pierre Rossi

    Ich habe insgesamt eine bisher nun nicht wirklich lineare Biographie und viel, sehr viel Leid durch mein ADHS erfahren müssen. Dennoch sehe und erkenne ich Stärken an mir, die ich auf ADHS zurückführe.

    Das Thema Evolution und ADHS fassen folgende Sätze des deutschlandweit führenden Genetikers (und auch einer der weltweit führenden Genetiker) zu ADHS Prof. Klaus-Peter Lesch von der Psychiatrie der Uniklinik Würzburg zusammen:”…Früher vermuteten die Forscher, einige wenige Gene würden ADHS auslösen; doch das trifft, wenn überhaupt, nur auf ganz wenige Familien zu. Für die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung gilt: Vermutlich sind es 500 bis 1000 Gene, die einen – jeweils minimalen – Einfluss auf das Temperament und die Konzentrationsfähigkeit des Menschen haben. Diese sind mithin auch keine Krankheitsgene, vielmehr gehören sie zur natürlichen Ausstattung des Menschen. “ADHS ist ein Extrem einer Persönlichkeitsvariante, das zunächst einmal gar keinen Krankheitswert besitzt”, bestätigt auch Klaus-Peter Lesch. Diese milden Ausprägungsformen von ADHS seien in einem Fünftel der Bevölkerung vorhanden und hätten sich im Laufe der Evolution des Homo sapiens immer wieder als vorteilhaft durchgesetzt. Lesch: “Der hohe Energiepegel, der Enthusiasmus, sich mit einer Sache auseinanderzusetzen, die große Kreativität, die Fähigkeit zum Querdenken und der Gerechtigkeitssinn – all das sind Ressourcen, die für unsere Gesellschaft wichtig sind.” zu finden in dem Artikel des ADHS-Gegners Jörg Blech im Spiegel: MEDIZIN: Psychopille & Pausenbrot - DER SPIEGEL 26/2013
    Der evolutive Vorteil von ADHS-Genen ist im Ausmaß abhängig von den Umweltbedingungen. So gibt es Länder, Ethnien und Kulturen, die ADHS-Gene und ADHS evolutiv begünstigen (während andere es entsprechend benachteiligen). So erklären sich auch die in Wahrheit weltweit deutlich unterschiedlichen Prävalenzen von ADHS, die macherorts wahrscheinlich ein Mehrfaches der bis zu 10% in Deutschland erreichen. Zusätzlich zum Faktor evolutive Selektion kommt dann bei den ADHS-Prävalenzen noch der Faktor geographische Isolation hinzu, so auch betrffend wahrscheinlich die Inseln bzw. Inselgruppen Island, Kreta und Japan .
    Dass die Umweltbedingungen des 21. Jahrhunderts ADHS verstärkt von der Latenz in den sichtbaren Bereich rücken, versteht sich ebenfalls.
    So viel zur Evolutionären Anthropologie der ADHS.

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