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Diskutiere im Thema Wie geht Ihr mit Familie um? im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 21

    Wie geht Ihr mit Familie um?

    Hatte grad ein ganz krasses und schlimmes Gespräch mit meiner Mutter.

    Ich fragte sie, ob sie nicht dran glaube, dass ich ADS hätte...sie meinte dann, ich hätte ja bei
    der Diagnose die Familie nicht involviert...ich wurde bei der Diagnose nicht explizit darauf hingewiesen,
    dass ich mit meiner Familie gehen soll...

    Und aus diesem Grunde bezweiflet sie, dass ich ADS habe...
    Als ich ihr die Symptome aufzählte, fragte sie, ob ich denn nichts mache...und daran arbeite...
    Ich gehe seit 6 Jahren in die Psychotherapie...

    Sie hätten auch sehr gelitten, ja das glaube ich...und ich hatte wieder das Gefühl, es gehe einfach um sie...
    Wie es aber in mir aussieht...interessierte sie sich nicht...sie war die Arme...ihr Mann hat sie nicht unterstützt
    und ihre ältere Tochter hat alle tyranisiert...

    Dann zweifelte sie noch meine Arbeit an...ich massiere und hätte spüren müssen, dass ich zu stark drücke...
    Warum es die anderen spüren und ich nicht...

    Und ich habe ihr Vorwürfe gemacht...sie mir...ich wurde laut...
    Fazit...ich habe gesagt, dass ich im Moment keinen Kontakt mehr zu ihr möchte...

    Da hat sie aufgelegt. Wollte ihr noch sagen, dass wir uns einfach nicht gut tun.
    Und ich fühle mich wieder mal völlig beschissen und habe das Gefühl alles Falsch zu machen.

    Kennt Ihr auch solche Situationen...?
    Wenn ja, wie geht Ihr damit um?

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 146

    AW: Wie geht Ihr mit Familie um?

    Liebe cloverleaf,

    ja, ich kenne solche Situationen. Das ist echt ein Scheiß-Gefühl.

    Aber ich denke, es entsteht ja, weil deine Mutter gerade dieses Gefühl verursacht.
    Mag sein, dass sie gelitten haben, aber das hast du auch. Du hast dir ADS ja nicht ausgesucht.

    Was deine Arbeit betrifft, das habe ich nicht ganz verstanden:

    Dann zweifelte sie noch meine Arbeit an...ich massiere und hätte spüren müssen, dass ich zu stark drücke...
    Warum es die anderen spüren und ich nicht...
    Woher weiß sie, was die anderen spüren und was du nicht spürst?

    Ich finde es übrigens eine Sauerei, die Herkunftsfamilie bei der Diagnose praktisch "zwingend" miteinzubeziehen - auch wenn das bei dir offenbar nicht der Fall war. Aber so behält ja die Ursprungsfamilie die Macht über dich.

    Deshalb würde ich o aus dem Bauch heraus auch sagen, dass du vielleicht erstmal nicht den Kontakt suchst. Zumal das zwischen euch ja "hochgekocht" ist und ihr euch vielleicht erstmal beruhigen solltet.

    Liebe Grüße
    Jekaterina

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Wie geht Ihr mit Familie um?

    Vielen Dank für Deine Worte...

    Nein, ich habe nicht gelitten...ich habe alle tyraniesiert...und bin gerne Aussenseiter in der Schule gewesen...
    Ihre Begründung...ich vedrehe alles...und sei viel nicht so gewesen wie ich schilderte...mag ja sein...aber
    viel war so...

    Und die Familie müsse mit einbezogen werden...hat sie mir übrigens die ganzen letzten 6 Jahre nie gesagt.


    Betreffend Arbeit:
    Ich bin Masseurin...und das jetzt seit über 4 Jahren...und bilde mich laufend weiter...(übrigens, die Arbeitsstelle, die
    ich bisher am längsten mache...und auch selbstständig...)
    Wenn ihre Physio nicht kann kommt sie zu mir...aber ich sei zu stark und das habe sie mir immer wieder gesagt...und beim
    letzten Mal hätte es ihr wieder wahnsinnig weh getan...ich fragte sie dann, warum sie mir das nicht gesagt hat...na ja...ich
    wisse es ja und und solle es spüren...ich schreibe ja eh alles auf, warum ich denn das nicht wisse...ich weiss es, aber wenn
    es immer noch zu fest sei, soll sie es mir sagen...das verstehe sie nicht...bei der anderen gehe das immer tiptop...ich sagte ihr
    dann, dass ich sie nicht mehr nehme...ihre Antwort...ich habe mir auch gedacht, dass ich nicht mehr komme...
    usw....

  4. #4
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 860

    AW: Wie geht Ihr mit Familie um?

    ich habe es nur meinen bruder gesagt das ich adhs habe er kann damit nichts anfangen

    werde es auch niemanden sagen mein schwager hat gesagt da ging es um kinder ist halt eine modekrankheit

    da kann ich ihn nicht sagen das ich auch adhs habe



    kommt nochmal somal so ein satz dann fahre ich ihn über sein lautes maul ..

    mich kotzt das so an

  5. #5
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 501

    AW: Wie geht Ihr mit Familie um?

    Kenne ich, daher habe ich minimalen Kontakt zu meiner Familie. Alle haben mir immer den Buhmann zugeschoben, immer war ich schuld, ich war zu laut, ich war zu impulsiv und was ich nicht alles war und bin. Ich bin jedenfalls die "böse"

    Aber ehrlich gesagt können sie mir gerne mal die Füße küssen, ich bin die einzige in der Familie die durch viel Therapie an sich gearbeitet hat, vieles verstanden hat und verändert hat. Meine Familie hingegen sind immer "opfer" und spielen ihr Ego- Spielchen, Erpressungsspielchen usw...eigentlich müsste man solche Menschen bedauern, weil sie nicht voran kommen und nur verdrängen oder zu blind für sich selber sind.
    Laut meiner Familie hab ich auch kein ADS, gab es ja früher nicht und ich war nie auffällig... -ich bin ein Träumerchen, die Diagnose habe ich denen aber nie mitgeteilt und werde ich auch nicht.

    Wünsche Dir ganz viel Kraft, das Du darüber stehen kannst. Das du einfach ihre Meinung stehen lässt und Dir deinen Teil denkst. Und wenn Du doch so arg schlecht massierst, dann lass es bei ihr. Andere können es doch laut ihrer Meinung besser, soll sie andere dafür bezahlen

  6. #6
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 25
    Forum-Beiträge: 51

    AW: Wie geht Ihr mit Familie um?

    Kenne so Situationen hab den Kontakt zu meiner Mum auch 6 Monate mal abgebrochen, sie hat dann aber auch 6 Monate ihren Enkel nicht gesehen...

    Ich würde ihr an deiner Stelle einen Brief schreiben in dem du ohr von deinen Gefühlen schreibst. Auch was es bei dir auslöst wenn ihr so ein Gespräch habt. Denn wenn man einen Brief bekommt ließt man ihn einfach ohne zwischendurch was dazu zu sagen und vlt hilft es ihr dich besser zu verstehen und du sie vlt auch

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Wie geht Ihr mit Familie um?

    Vielen Dank für Eure Unterstützung und Eure Geschichten...

    Vielleicht werde ich dies mal machen, Schnattergerät...momentan nicht....sie ist kein schlechter Mensch...aber sie hat kein Verständnis für mich...und immer nur sie...und
    irgendwie übernimmt sie auch keine Eigenverantwortung...es sind immer die anderen...

    Aber warum können die Mitmenschen resp. die Familie mit dem nicht umgehen, dass es nun mal so ist dass wir ADS/ADHS haben.
    Übrigens...ich habe das Gefühl, ich habe einen Mix, kann das sein?

    Ich sage ja nicht...och ich habe ADS, ich darf mich so verhalten...aber für mich ist es eine Erklärung...und hilft mir...
    Habe zum Beispiel erst vor 14 Tagen erfahren und gelesen, das chronische Müdigkeit auch ein Symptom sein kann.
    Ich höre schon ein Leben lang...immer sagst Du, du magst nicht, du bist müde und machst nicht ab...(ich schlafe so zwischen 8 - 10 Stunden)
    als ich letzthin Ritalin das erste Mal genommen habe...fühlte ich mich wach...richtig wach...und das fand ich schon ein tolles Gefühl.

    Als ich ihr das erklären wollte, meinte sie...hast du das im Internet gelesen? (sie hält nichts, von den Informationen im Internet)

    Ich meine, das Leben ist schon anstrengend genug...mit und ohne ADS/ADHS...oder?
    Und darum auch spannend und interessant...

  8. #8
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 998

    AW: Wie geht Ihr mit Familie um?

    Hallo Cloverleaf,

    ich denke, der Wunsch von deiner Mutter verstanden zu werden führt nur zu mehr Frustrationen. Es ist eine andere Generation, jeder hat sein Leben.

    Sicher ist es gut Verletzungen aufzuarbeiten. Aber nicht mit ihr zusammen!

    Wenn sie dir nicht gut tut, solltest du den Kontakt einschränken. Verharmlose das nicht mit Sätzen wie Sie ist kein schlechter Mensch. Wenn sie dir gemeine Sachen sagt, dann ist das ein schlechtes Verhalten. Das musst du dir nicht antun.

    Es gibt noch genügend andere Berufskollegen, wo deine Mutter hingehen kann. Sich von dir behandeln lassen, nur um dich wieder zu kritisieren, ist schon eine fiese Nummer.

    Viele Grüße
    4. Klavierkonzert

  9. #9
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 160

    AW: Wie geht Ihr mit Familie um?

    Meine Mutter tut sich auch unheimlich schwer mit dem Thema.
    Einerseits war sie früher immer die Hobbypsychologin (die z.B. auch meinte, mein Bruder müsse "eine Art Autismus" haben), andererseits kann sie nicht glauben, dass ich ADHS habe.
    Wenn ich von meinen Problemen erzähle, gibt sie mir immer ganz tolle Ratschläge, wie man ganz einfach den Alltag organisieren kann, indem sie mir genau und in allen Einzelheiten erklärt, wie sie alles macht.
    Sie hat auch auf meine Empfehlung hin ein paar Bücher gelesen, das hilft aber auch nicht.
    Statt dessen sieht sie mehr und mehr die Defizite bei meinem Vater (der genauso verpeilt und chaotisch ist wie ich) und beklagt sich bei mir über ihn, so als ich etwas dafür könnte.
    Gelegentlich, besonders wenn ich mal viel um die Ohren habe, kommt dann so ein Kommentar wie, na du kannst ja Ritalin nehmen. Das soll wahrscheinlich ein Witz sein, kommt aber bei mir leider nicht so an.
    Wir sehen uns relativ oft, und ich finde es auch oft sehr anstrengend.
    Inzwischen versuche ich so gut wie möglich, alle schwierigen Themen zu umgehen, so dass sich unsere Gespräche immer mehr auf Kochrezepte und Gartentipps beschränken. Schade, aber so wie es aussieht, nicht zu ändern. Wir konnten eigentlich immer über alles reden, aber in den letzten Jahren wird es schwieriger.
    Ich denke, das hat auch mit ihren eigenen Enttäuschungen zu tun. Sie hat immer von einer Familie geträumt, Kinder, Haus, Garten und so war es dann auch und sie hat alles getan, damit wir eine Kindheit wie im Bilderbuch haben. Und dann spielt der Mann in dem ganzen Arrangement nicht mit und als wäre das noch nicht genug, komme ich ihr mit Defiziten. Und dass ich mich als Kind oft unverstanden gefühlt habe.
    Ich glaube, sie nimmt das persönlich. Ich habe für mich den Schluss gezogen, dass das Thema zu komplex ist, um da noch viel zu erklären. Ich bleibe die nette Tochter, die immer mal belangloses am Telefon erzählt und da ist, wenn die Eltern Hilfe brauchen und das war es. Meine Geschwister halten es ähnlich, aber wenigstens untereinander haben wir eine enge Beziehung. Ich denke, das ist für die verkorkste Ausgangsposition schon ziemlich gut.

  10. #10
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 998

    AW: Wie geht Ihr mit Familie um?

    Das ist für die Ausgangsposition sehr gut.

    Und was erwartet man denn von den eigenen Eltern, wenn man selbst bereits erwachsen ist? Einen intimen Gesprächspartner, der einen versteht und hinter einem steht?

    Na gut, eigentlich schon. Und das möchte ich auch für meine Kinder sein, wenn sie älter sind.

    Aber selbstverständlich ist es eben nicht. Da ist es doch schon nicht schlecht, wenn man mit den Eltern ein gutes Verhältnis hat in dem Sinne, dass man sich gegenseitig Koch- und Gartentipps gibt.

    Meine Frau hat mir, nachdem wir uns kennenlernten, deutlich zu verstehen gegeben, dass meine Eltern unser Privatleben nicht viel angeht. Und sie hat recht. Bis zu dem Zeitpunkt (Mitte 20) habe ich mit ihnen so ziemlich alles geteilt. Aber das ist wenn man erwachsen ist eben nicht normal, insbesondere wenn man einen Partner hat.

    Und ein Recht, Werturteile über unser Leben, unsere Berufe, unsere Partnerwahl abzugeben haben sie eben nicht. Natürlich ist es schön, vorausgesetzt dieses Urteil fällt positiv aus. Aber wenn nicht, dann ist es ihr Problem, nicht unseres.

    Meiner Mutter erzähle ich nicht, dass ich seit 13 Jahren eine ADHS-Diagnose habe. Na gut, ich mache gelegentlich Andeutungen, aber mehr so allgemeiner Art, auch auf die Gemeinsamkeiten mit meinem Vater und meinem Bruder bezogen.

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