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Diskutiere im Thema Das Zerstörte Leben..... Ein Trugbild der eigenen Gedanken ? im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Martisse

    Gast

    Das Zerstörte Leben..... Ein Trugbild der eigenen Gedanken ?

    Hallo und guten Abend / Morgen zusammen.

    Nun da ich nicht weiß wohin ich mit diesen Zeilen hin soll, und dieser in keiner Kategorie erscheint lieber mal so.
    Aus einer Situation heraus, indem es um Themen bezüglich mich selbst und mein verkorkstes Leben geht, habe ich feststellen müssen welche Worte oder Moment meine Achillesverse ist / sind.

    Daher die Frage ob jemand, der in einer im Moment ausweglosen Situation ist, es kennt wenn einem gesagt bekommt, dass man immer die Wahl hat und mit seiner Situation in der man sich befindet zufrieden sein soll. Es ist nicht so dass ich böse Absichten denjenigen unterstelle die mir sagen ich hätte stets die Wahl.


    Und dennoch ist es zumindest aus meiner Sicht so, dass abseits jeglichen depressiven Denkens, über Jahre Situationen enstehen können, die einen dazu zwingen Pfade zu gehen die man nicht gehen will, oder wie in meinem Falle nur vorgesagt bekommt wohin es denn gehen soll.

    Mit anderen Worten ist man irgendwann gezwungen sich zu verbiegen und / oder das eine oder andere hinzunehmen bis man irgendwann darunter zusammenbricht.

    Die Konsequenzen daraus können, denke ich mal, unterschiedlich sein. Man resigniert oder wird hasserfüllter etc. etc. . Und dann ist man zusammengebrochen, weil man einfach nicht die Wahl hatte, und muss sich dann immer wieder und wieder anhören, dass man stets die Wahl hat, es an einen selber liegt, man zufrieden mit der eigenen Situation sein sollte oder oder oder...... Und eben dadurch wird man am Ende schweigsamer und schweigsamer, schluckt alles runter und wird genau deshalb resigniert(er). Und dann denkt man sich auch, dass man das GEfühl vermittelt bekommt, man solle lieber nichts sagen und alles hinnehmen.

  2. #2
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 57

    AW: Das Zerstörte Leben..... Ein Trugbild der eigenen Gedanken ?

    Hallo Martisse, du schreibst hier sehr pauschal, kann mir so gar nix darunter vorstellen, um was genau es bei dir geht.

    Allgemein gesprochen ist meine Meinung zum Thema "Eigenverantwortlichkeit" vs. "alle anderen/Umstände etc. sind schuld" so, dass IMMER beides zur berücksichtigen ist. Also für mich gibt es hier weder ausschließlich das eine oder das andere. Es gibt Situationen, wo das eine mehr als das andere wiegt, aber genau das sollte (wenn allein nicht möglich, dann in Therapie oder Beratung) so heraussortiert werden. Was in der Regel aber so nicht stattfindet, da die meisten Fachleute - aus mir absolut nicht nachvollziebaren Gründen - auf dem reinen Selbstverantwortungs-Tripp unterwegs sind. Fakt ist, dass wir sicher nicht immer die Wahl haben, allerdings manchmal, wo wir sie eigentlich hätten, das so nicht erkennen können. V.a., wenn unsere Wahrnehmung durch AD(H)S geprägt ist... Heißt für mich, immer gut hinschauen und sortieren

  3. #3
    Dodobird

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 3.589

    AW: Das Zerstörte Leben..... Ein Trugbild der eigenen Gedanken ?

    Ich finde es schwierig zu sagen ob man eine Wahl (Entscheidung für oder gegen) hat. Das kommt immer auf die Bedinungen an und darauf, ob ich die Situation wirklich einschätzen kann. Überspitzt gesagt: Ich möchte eine millionenschwere Villa haben. Ich habe nicht annähernd das Geld um sie zu erwerben. Also habe ich keine Mittel (Bedingung) um mich dafür entscheiden (Wahl 1) zu können, muss mich dagegen entscheiden (erzwungene Wahl 2). Auch bei einer Krankheit habe ich keine Wahl, ob ich sie haben will oder nicht. Die einzige Wahl, die ich habe, das ist diejenige, wie ich damit umgehe. Nehme ich die verbleibenden positiven Dinge, die mir dennoch widerfahren, wahr oder vermehrt die negativen und das/den Leid/Schmerz, die diese mit sich bringt.

    Vielleicht sind die meisten Wahlmöglichkeiten in beschränkten Situationen nur diejenigen zwischen Pest und Cholera. Bist du in irgendeiner Form materiell (um dein Leben zu bestreiten) abhängig von jemandem oder einer Institution, hast du keine bedingungslose Wahlmöglichkeit. Die Wahl hierbei ist, in dieser Abhängigkeit zu bleiben (ohne Möglichkeit, wg. z.B. Krankheit…) und dir eben sagen zu lassen, was du zu tun hast, damit dir die Mittel weiterhin zukommen werden. In einem Arbeitsverhältnis ist es letztlich genauso. Das ist die Pest. ODER du wählst den Weg dagegen, möchtest unabhängig sein, dich den Vorgaben nicht beugen, dann ist es die Cholera, wenn du ohne jegliche Mittel dein Leben bestreiten möchtest.

    Also gibt es doch irgendwie eine Wahl, wenn man es ganz genau nimmt.

    Das sind nun bloß eigene Assoziationen, die mir spontan und ein wenig allgemein dazu einfallen. Ich kenne deine Bedingungen nicht. WAS ich kenne, das sind die salopp dahergeredeten Sprüche vom Großteil der Leute, die sagen, dass man immer eine Wahl hätte oder etwas eine Frage des Willens sei. Bei manchen könnte ich die Wände hochgehen, wenn sie das sagen… Mir ist gerade gestern aufgefallen, das war eine ganz unaufgeregte Unterhaltung nebenbei, also nichts Eingehendes, dass ich das mittlerweile viel gelassener nehmen kann. Manchmal streift es mich und piekst, wie ein Brotkrümel im Bett, manchmal nicht mal mehr das. Gerade gestern ist mir auch aufgefallen, dass ich den Spruch mit dem Willen hätte fehlinterpretieren können. Es sagte jemand lediglich, dass er anhand seines Willens eine bestimmte kleine Sache erreicht hat. Hätte ich das als unterschwelligen Ratschlag an mich wahrgenommen, wäre es in dem Fall ein Insektenstich gewesen… Sowas, finde ich, passiert allzu häufig, dass man aus einer Erzählung von und über jemand anderem, das zu seinem eigenen macht und es als "Ratschlag" empfindet. Möchte das nur erwähnt haben. Es gibt nämlich oft wirklich den Fall, dass das in ein "du musst" gekleidet wird und tatsächlich ein Rat GESCHLAGEN wird. Kann bei mir und meiner relativen Gelassenheit gegenüber solchen Sachen sagen, dass ich mich nicht mehr, nicht mehr verbissen, dafür rechtfertige, dass ich manches nicht kann. In mir drängt nichts mehr darauf, dass ich möchte, dass der Andere doch versteht, weswegen…

    Was mir AUCH gelungen ist, und ich befinde mich selbst in vielerlei materiellen Abhängigkeiten… Mir ist klar geworden, dass ich im Gegenzug zu dem, was ich erhalte um mein Leben zu bestreiten, viel zu geben habe. Das durch mein bloßes sein, wie ich bin. Freude, lustige Unterhaltung, Aufmerksamkeit, Offenheit, Unbedarftheit, ein sonniges Gemüt, das sen Anderen wärmt (ich lasse gezielt z.B. materiellen Ausgleich außen vor in der Auflistung). Das ist beispielsweise im Jobcenter gar nicht das, was die von mir "erkaufen", aber die lassen sich darauf ein, das zu erhalten, was ich gerne und mit Stolz geben kann OHNE mich zu verbiegen. Von mir wird, ob vom Jobcenter oder auch privat, kaum was gefordert, das ich nicht leisten kann.

    Das war alles nicht immer so. Ich kenne es, mich zu verbiegen und darunter zusammenzubrechen. Und manchmal MUSS ich auch heute noch versuchen, mich zu verbiegen um leider wieder einen Zusammenbruch erleben. In diesen Ereignissen verhafte ich aber nicht mehr. Sobald sie vorbei sind, lege ich sie zu den Akten meines Lebens, drehe mich um und lasse mir wieder die Sonne ins Gesicht scheinen. DAS hat bei mir aber 40 Jahre gedauert und brauchte einige heftige Ereignisse um eine gewisse Haltung bzgl. des Lebens und seinem Lauf grundsätzlich von dunkel auf hell zu wandeln.

  4. #4
    Dodobird

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 3.589

    AW: Das Zerstörte Leben..... Ein Trugbild der eigenen Gedanken ?

    samo schreibt:
    Fakt ist, dass wir sicher nicht immer die Wahl haben, allerdings manchmal, wo wir sie eigentlich hätten, das so nicht erkennen können. Heißt für mich, immer gut hinschauen und sortieren
    Genau darum geht es in erster Linie (Schritt 1). Hatte es in meiner Ausführung zwar erwähnt, war aber nur kurz und ich bin dann gleich zu eingehend dargelegten Beispielen (Schritt 2) gesprungen.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 1

    AW: Das Zerstörte Leben..... Ein Trugbild der eigenen Gedanken ?

    Guten Morgen.

    Mein erster Beitrag hier, als Angehörige. Das Thema ist indessen grundphilosophisch, also zu jedermann angehörig.
    Ein Evergreen im Basiskatalog der menschlichen Existenzfragen.

    In der Tat scheint es so, als hätten wir an jedem Knotenpunkt, an jeder Weggabelung, die Wahl. Ob wir heiraten oder Kinder kriegen, da kann man die Wahl und die Entscheidung bündeln, sie fühlt sich fest an, robust, verbrieft.
    Aber unser Leben besteht aus tausenden klitzekleinen Entscheidungen, aus Abbiegemanöver auf einer hoch verästelten Straße, die man nur deshalb Bahn nennt, weil der Gedanke an festen Bahnen (zum Starten und erfolgreich (!) auffahren) so schön ist.
    De facto, und das wird von Älteren bestätigt, erscheint das Leben bestenfalls im Nachhinein als Wegverlauf. Weil eben im Nachhinein alle Nichtwahlen wegberechnet werden können.

    Die Idee der Wahl ist m. A. n. stimmig, solange ich ihr nicht das brenzlige Attribütchen "frei" zuordne. Frei sind wir nie, weder in den winzigen Tagesschritten, noch den grooßen Lebensscheidelagen. Leute, die auf diese "freien Wahl" pochen, sind entweder missionarisch als Verhaltenscoach aktiv, oder unwissend, oder bewusst beides, also Schlaumeier.

    Um es zu konkretisieren und vom Off topic wegzukommen: ich lebe mit dem größten Chaoten aller Zeiten zusammen (sollte ich da falsch liegen, lohnte das Anmelden hier erst recht). Mein Mann schafft in zehn Minuten ein Chaos, für dessen Beseitigung ich einen Tag brauche. Immer wieder. Immer wieder. Immer wieder.
    In den letzten 20 Jahren, in denen ich mit ihm lebe, habe ich mir so oft die Frage gestellt "Warum hat er an der Stelle X nicht Y getan?" so oft gestellt, dass man mit den Fragezeichen ein Mal den Globus umrunden könnte.
    Aber er hat nicht. Er hat eine geöffnete Schublade nicht wieder geschlossen. Obwohl die Wahl aufs Schließen nach allen Regeln des Lernens irgendwann hätte fallen müssen. Nach meinem Urteil. Nach seinem nicht, und möglicherweise hat er gar nienimmer geurteilt, sondern war einfach schon "weiter" als die Schublade noch offen war.

    Wahlen Treffen ist nur zum Teil anerziehbar oder andressierbar. Das Meiste geschieht blitzschnell, unterbewusst, vor allem in der allgemeinen Hektik, Reizüberflutung etc. Das gilt für alle. Für manche weniger.
    Und nur wer halbwegs, von außen nur, wie ich, mitbekommt, wie die Anflutungen der Adhs-ler so von sich gehen, kann auch nur entfernt einsehen, dass das kein Platz für Wahlen ist. Noch weniger, als sonst.

    Wenn man nun sagt, es gäbe keine freie Wahl, wird das Reden übers Wählen in Gänze in Zäune gesetzt.
    Nach meiner Erfahrung sind Zäune das Letzte, was Adhs-ler (in diesem Zusammenhang!) wahrnehmen.

    Mit besten Grüßen,

    Sim

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 238

    AW: Das Zerstörte Leben..... Ein Trugbild der eigenen Gedanken ?

    Ich finde auch, dass man immer eine Wahl verschiedener Möglichkeiten hat. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass man nicht zwangsläufig die Wahl zwischen Möglichkeiten hat, die einen zufrieden machen oder die man gut bewerkstelligen kann, also muss man sich für das kleinere Übel entscheiden.

    Natürlich hattest du die Wahl, ob du dich in eine Richtung zwingen lässt oder denjenigen die Stirn bietest, die dir ihren Weg diktieren, aber ob die Möglichkeiten, die du als Alternativen hattest, besser gewessen wären? Du wirst deine Gründe haben, warum du dich in eine Richtung hast nötigen lassen. Ich vermute, dass deine Auswahlmöglichkeiten für dein Empfinden noch schlechter waren.

    Aber... bist du sicher, dass du jetzt gar keine positiveren Varianten mehr hast? Positiver heißt nicht unbedingt angenehmer. Wenn man einmal in einer misserablen Lage ist, in der man nur noch depressiv werden kann, hilft nur noch kämpfen und kämpfen ist nie angenehm. Kämpfen ist für mein Empfinden sogar richtig, richtig beschissen. Es ist mit einem hohen Kraftaufwand und Risiken verbunden, die wir nur schwer abschätzen können.
    Ich denke, diese Wahl hat man immer - zu kämpfen, wenn man in einer Sackgasse eingeengt wird. Aber dazu muss man stark sein, sonst wird man nur immer schwächer. Die Wahl zu kämpfen hat man auch als der absolute Schwächling noch, aber hat man dann auch noch eine Chance?

    Ich glaube nicht, wenn man allein ist. Aber es gibt viele soziale Einrichtungen, die dir helfen können, wenn es für dich extrem aussichtslos aussieht. Wende dich an eine. Hole dir Hilfe und schon werden deine Chancen auf Zufriedenheit bringende Möglichkeiten besser.
    Viel Erfolg dabei.


    PS: Trenne dich von denjenigen, der dir dein Selbstwertgefühl immer wieder weiter minimieren, indem sie dir vorwerfen, dass du die falschen Entscheidungen triffst. Wenn du dich körperlich nicht trennen kannst, weil es eine Person ist, der du aus irgendwelchen Gründen immer wieder begegnen musst (ein Vorgesetzter oder ein Sozialhelfer, keine Ahnung, ob man die sich aussuchen kann), dann trenne dich emotional. Die Meinung, jeder habe immer die Wahl, ist seine Meinung. Du musst diese Meinung nicht annehmen, wenn du es nicht kannst.
    Auch alles, was wir hier schreiben ist unsere Meinung. Niemand kennt deine Situation, niemand weiß, ob du mit den Händen an eine Tastatur gefesselt, überwacht wirst, ob du auch ja nicht das falsche schreibst. Du kennst dich und deine Situation. Nimm dir das für dich an, bei dem du ein gutes Gefühl hast. Wenn du tiefe Abneigung bei irgendwas spürst, dann nimm es dir nicht an und mach dich nicht kaputt dadurch, dass du den Ansichten und Anforderungen anderer nicht gerecht wirst.
    Geändert von Blaustern (10.07.2016 um 13:50 Uhr)

  7. #7
    MeinerEiner

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 1.128

    AW: Das Zerstörte Leben..... Ein Trugbild der eigenen Gedanken ?

    Ich gehöre auch zu den Menschen die glauben dass man immer eine Wahl hat. Eine Wahl haben bedeutet allerdings nicht, das eine der vorhandenen Optionen einen Idealzustand herstellt oder etwas ist, das man wirklich gut findet. Manchmal hat man nur die Wahl zwischen verschiedenen mehr oder weniger schlechten Alternativen, dann gilt es die am wenigsten schlechte zu wählen.

    Ich glaube in dem Moment in dem ich aufhöre zu glauben ich hätte eine Wahl würde ich in eine Depression verfallen, die ich mir gar nicht vorstellen möchte.
    Und genau da liegt auch oft das Problem denke ich: Wenn man glaubt keine Wahl zu haben macht das depressiv, denn dann ist man hilflos und fremdbestimmt.
    Andererseits kann man dadurch leicht anderen die Schuld geben, denn man hat ja nichts entschieden, also ist man auch nicht verantwortlich.
    Das ist ein Teufelskreis aus dem man nur schwer wieder raus kommt.

    Ich bin der Meinung ich bin für mich selbst verantwortlich, ich treffe meine eigenen Entscheidungen und ich habe immer eine Wahl.
    Manchmal habe ich nur die Wahl zwischen Dingen, die ich alle nicht will, aber es ist immerhin meine Entscheidung. Die Konsequenzen liegen in meiner Verantwortung.

    Mit seiner/ihrer derzeitigen Situation muss allerdings niemand zufrieden sein.
    Die Frage ist eher wie man damit umgeht und warum man unzufrieden ist? Unzufriedenheit kann ein guter Antrieb sein etwas zu verändern und zu kämpfen damit es besser wird.
    Unzufriedenheit kann aber auch in einer Negativspirale enden indem man immer mehr Dinge findet mit denen man unzufrieden ist und noch unzufriedener wird.
    Das ist wieder eine Wahl die man hat und eine Entscheidung die zu treffen ist.

    Daneben gibt es noch eine Unzufriedenheit die aus einer unrealistischen Erwartungshaltung stammt.
    Dagegen hilft realistische Ziele setzen, wirklich mal schauen was in absehbarer realistisch erreichbar ist und wie das zu schaffen ist. Das "wie" ist dann meistens etwas unangenehmes, aber für ein schönes Ziel lohnt sich das.
    Unrealistische Erwartungshaltungen und Ziele gehen zu lassen tut weh, aber es lohnt sich.

  8. #8
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.060

    AW: Das Zerstörte Leben..... Ein Trugbild der eigenen Gedanken ?

    Ich denke auch dass man die Wahl hat. Aber um sich für den einen oder den anderen Weg zu entscheiden, muss man die Optionen kennen.
    Ich denke das ist eines unserer Handicaps. Wir sehen meistens nur Schwarz und Weiss und selbst da haben wir oft nur Zugriff auf eins.
    Anders gesagt wir haben zwar die Wahl aber nicht die Möglichkeit sie zu nutzen.

  9. #9
    Chaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 5.295

    AW: Das Zerstörte Leben..... Ein Trugbild der eigenen Gedanken ?

    Lieber Martisse,

    schau mal auf meine Signatur!

    Du bist nicht allein!

    Richtiger Mist ist, wenn wir in der Sch.... verharren oder uns immer wieder neu hineinbegeben. Das ist bei PTBS oft der Fall.

    Doch dazu gibt es Hilfe, damit uns die Sonne wieder scheinen kann. Also, daß du heute neu lernen kannst, wieder die Wahl zu haben.

    Dazu fällt mir gerade das Gelassenheitsgebet ein:

    Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.



    Liebe Grüße
    deine Patty

  10. #10
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Das Zerstörte Leben..... Ein Trugbild der eigenen Gedanken ?

    Man hat immer eine Wahl... Und wenn es nur die Wahl ist, mit welcher Einstellung man die Dinge betrachtet. Manchmal kann ein Wechsel des Blickwinkels schon viel bewirken. Aber das ist selbstverständlich jetzt seeeeeehr leicht gesagt und das schafft man manchmal auch einfach nicht allein. Und das soll auch nicht heißen, dass man sich seinem Schicksal ergibt und sich somit dauerhaft schlecht fühlt. Aber manchmal macht man sich zu allem Übel, das rund um einen herum passiert auch noch selbst zusätzlich Druck, zieht sich selbst runter etc.. Und genau da kann man ansetzen.

    Aber wie gesagt, das sage ich jetzt so leicht und weiß aber, dass das verdammt schwer sein kann. Was widerum meinen persönlichen Ehrgeiz wecken würde..

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