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Diskutiere im Thema Organisierter Alltag, wie? im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 476

    AW: Organisierter Alltag, wie?

    Darina schreibt:
    Ich glaube so strickt ist es gar nicht gemeint. Also ich denke es soll schon spontan entschieden werden können ob man auf den Spielplatz geht oder doch zu Hause bleibt. Wobei es ja auch heißt, es gibt kein schlechtes Wetter nur schlechte Kleidung. Ich denke schon, dass mehr Struktur im Alltag uns allen gut tun würde. Bei uns ist jeder Tag ein "alles ist möglich" Tag und doch passiert es mir häufig, dass ich so wie prittstift mir etwas vornehme und dann der ganze Tag vertrödele und mich dann ärgere, weil ich doch eigentlich was geschafft haben wollte. Da ist es vermutlich schon gut, wenn dann feste Zeiten für "Erledigungen", Brettspiele oder Haushalt eingeplant sind.
    Sorry! Dann hatte ich das wohl falsch verstanden!

    Grundsätzlich ist ein Tages- oder Wochenplan sicher nicht verkehrt. Ich übe mich da auch seit einiger Zeit drin, auf Anraten meines Therapeuten, allerdings ist bei mir die Antriebslosigkeit zZt ein großes Problem und ich schaffe eher gar nix.

    Aber wie es bei mir dann immer so ist, hoch motiviert angefangen, extra nen Chefkalender besorgt und brav die Woche im voraus geplant. Tue ich mich aber sehr schwer damit, weil ich eher der spontane Typ bin und lieber mache wozu ich gerade Lust habe und nicht was mein Plan mir sagt. Auch neige ich dazu mir zu viel vorzunehmen und fühle mich unwohl dabei mir Pausen einzutragen (hab ich denn überhaupt schon eine "verdient"?!) Im Zweifel dann auch vergessen auf den Plan zu gucken, die Zeit verdaddelt usw. Also ist das Ganze mehr als einmal gescheitert. Und wenn ich dann abends da sitze und feststelle, dass ich eigentlich NULL vom Plan erledigt habe, dann geht das Übliche wieder los. Selbstvorwürfe und Abwertung!

    Momentan "vergesse" ich es den Plan zu machen und habe natürlich ein schlechtes Gewissen deswegen. Mein Therapeut ist drei Wochen im Urlaub und wie heißt es so schön, ist die Katze aus dem Haus tanzen.... Ich sehe mich schon in drei Wochen beim nächsten Termin wieder kleinlaut da sitzen: "Öhm...neiiiin...den Plan habe ich iwie vergessen...."

    Ach und jaaaa! "Geschummelt" habe ich auch und Haken für Erledigt gesetzt obwohl es nicht so war. Suuuuuper!

    Ich versuche es jetzt mal mit ner App. Mal schauen ob die es dann bringt.

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 158

    AW: Organisierter Alltag, wie?

    Jaaaa, bis auf den Therapeuten ist es exakt genau so bei mir. Deswegen dachte ich, ich frage bei Menschen nach, die das evtl. schon mal gemacht haben. Damit ich mir nicht wieder zu viel vornehme und dann am Ende frustriert bin, da ich nicht mal die Hälfte geschafft habe. Ich bin auch eher der Spontan-Impulsive-Typ. Ich bin für etwas Feuer und Flamme um dann zwei Stunden später "son Mist" zu sagen.
    Antriebslosigkeit ist auch mein ständiger Begleiter (außer in der Feuer-und Flamme-Phase). Na, ich versuche erst mal den Tipp mit ausmisten anzugehen und miste heute die Küche aus (vielleicht morgen auch noch, falls die Motivation weg ist eh ich fertig bin).

    Den Tages/Wochenplan muss ich aber bis Dienstag auch fertig haben. Bin also für Tipps weiterhin dankbar. Was würdet ihr in so einen Plan überhaupt hinein schreiben?

  3. #13
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Organisierter Alltag, wie?

    Das ist eben das schwierige, warum manche meinen eine Therapie bringe nichts. Sie bescheissen sich selbst. Ungeliebte Arbeiten werden nie Spass machen, da braucht man sich auch nichts vormachen, manchmal hilft eben das stupide "an Plan" halten, um trotz mangelnder Motivation etwas zu tun. Man muss nicht unbedingt für alles super motiviert sein, das ist auch nicht das Ziel und möglich.

    Vielleicht hilft es ja die Aufgaben und Aktivitäten gesamt aufzulisten, einmal die, die eh nötig sind, und einmal die, die du gern machen würdest, und dann so und so viel pro Tag einzuplanen. Welche das dann sind, wird sozusagen "vor Ort" entschieden, aber das Ziel der Menge pro Woche wird eingehalten. Du kannst auch erstmal aufschreiben was du so jeden Tag machst, dann bekommst du vielleicht ein Bild, was alles zu deinem Tag gehört, um dies in den Plan mit aufzunehmen.

    Vorschläge, auch von Therapeuten können auch persönlich modifiziert werden, manchmal muss man sie für sich auch verwerfen, aber man sollte wenigstens eine Zeit etwas ausprobieren, um sagen zu können, das es so nicht geht. Das kann einem nun mal der Therapeut und auch kein Medikament abnehmen. Veränderung ist nun mal Arbeit, darüber muss man sich klar sein.

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 476

    AW: Organisierter Alltag, wie?

    creatrice schreibt:
    Vorschläge, auch von Therapeuten können auch persönlich modifiziert werden, manchmal muss man sie für sich auch verwerfen, aber man sollte wenigstens eine Zeit etwas ausprobieren, um sagen zu können, das es so nicht geht. Das kann einem nun mal der Therapeut und auch kein Medikament abnehmen. Veränderung ist nun mal Arbeit, darüber muss man sich klar sein.
    Dem kann ich nur zustimmen, auch wenn es mir schwer fällt es zu akzeptieren.... am liebsten hätte ich gerne so'n Knopf wo "normal" drauf steht und den vergesse ich dann zu drücken...

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 158

    AW: Organisierter Alltag, wie?

    Wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass es auch stark vom Psychologen abhängt ob jemand "schummelt", weil man sich vor dem Psychologen nicht "die Blöße" geben mag. Bei dem Psychiater hatte ich oft das Gefühl, dass jeder Fehler von mir als Beleg dafür genommen wurde, dass es ohne Medikamente eh nicht klappen wird. Da hatte ich eher Hemmungen diese einzugestehen. Die jetzige Therapeutin ist super. Sie arbeitet mit mir und den Kids, geht auf mich und meine Befürchtungen ein. Da fällt es mir deutlich einfacher zuzugeben, dass die Woche doof war und wir es nicht geschafft haben, die Sachen, die besprochen wurden auch in die Tat umzusetzen.

  6. #16
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Organisierter Alltag, wie?

    Ja, das ist natürlich auch eine Sache, die absolut stimmen muss, kein Vertrauensverhältnis ist Gift für eine Therapie.

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