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Diskutiere im Thema Wo ist mein Platz in der Gesellschaft? im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 6

    Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?

    EIn liebes Hallo in die Runde der mitstreitenden und -kämpfenden AD(H)Sler

    Ich bin noch ganz frisch hier, kenne das Forum jedoch schon länger und mir fehlt mittlerweile einfach der ein oder andere Ansprechpartner im Leben.
    Vielleicht könnt ihr mir ja etwas Mut machen oder mir Ratschläge geben.

    Ich werde im Sommer 27. Die Diagnose AD(H)S (mit dem H war sich mein Arzt heute nicht sicher, er tippt drauf) besteht seit meinem 8. Lebensjahr. Die ersten Symptome zeigten sich bereits im Säuglingsalter (Schreikind, Überreaktionen auf Reizüberflutung, Überstreckungsmuster...)
    Zum Glück habe ich eine traumhafte Löwenmutter, die noch heute immer an meiner Seite ist und die mir immer den Rücken freigehalten hat und mit mir von Arzt zu Therapeut und zurück lief. Leider ist das (glücklicherweise, meine arme Mutter ) irgendwann vorbei gewesen und ich muss jetzt selber zusehen, wo ich bleibe.

    Ich bin so gut wie mit dem Bachelorstudium fertig. Das hat 5(!!!) Jahre gedauert und ist bis heute eine mittelschwere Katastrophe. Ich habe massivste Schwierigkeiten in einfach ALLEM. Die Menschenmassen auf dem Campus, in der Bahn, in der Mensa, in den Seminarräumen (wir sind eine sehr große Uni, 20k Studenten). Die Geräusche, das Stillsitzen, das 1,5-stündige Zuhören, die Seminargrößen (50 Leute Minimum). Ich bin im Laufe der Zeit so gut wie nie zu irgendeiner Veranstaltung gegangen, weil es weder mir noch dem Dozenten etwas brachte, wenn ich dort saß und Löcher in die Luft starrte oder geistesabwesend auf dem Block Kunstwerke malte. Zusätzlich habe ich den Anschluss verpasst. Nicht mal unbedingt, weil ich zu schüchtern bin oder mich niemand mögen würde, sondern weil es mir schlichtweg zu anstrengend geworden ist, den Mund aufzumachen. Ich fühle mich unter derartigen Ansammlungen von Menschen wie ein zusammengequetschtes Stück Alufolie und habe dementsprechend eine schlimme Ablehnung gegen alles, was mit Universität zu tun hat, entwickelt.
    Ich ging und gehe also nicht hin, gut. Resultat war, dass ich 5 Jahre lang alleine herumrödelte und wie es mein Naturell so zuließ, hab ich, wie schon zu Schulzeiten, alles auf den letzten Drücker gemacht. Die Noten sehen auch entsprechend aus. Alles, was besser ist als 3 oder 4, habe ich unkonventionellen Dozenten zu verdanken, die von klassischen hausarbeiten absahen und mich meine eigenen Ideen entwickeln ließen. In der Schule lief es bis zur Oberstufe gut und plätscherte mit guten Noten vor sich hin (dumm bin ich laut einem IQ-Test vom Psychologen sowas von nicht). Im Abi war es schon grenzwertig. Ich habe ab der 8. Klasse eine Waldorfschule besucht, da dort besser auf meine Bedürfnisse eingegangen werden konnte und niemand gemobbt und ausgegrenzt wurde - vorher war ich auf zwei Gymnasien - (kleinere Klassen, viel Bewegung, Fächer, in denen man die Hände "benutzen" musste wie Werken, Gartenbau, Hauswirtschaft, Nähen...). Ich hatte auch Freunde und wurde so genommen, wie ich bin. Ein exzentrisches, dauernd vor sich hinsingendes- und murmelndes Persönchen, das gerne mal aus der Haut gefahren ist. Vor allem habe ich dort keine Ablehnung oder simples "Scheitern" im Sinne von "Haha, durchgefallen" erfahren. Es gab lange Schriftzeugnisse, zusätzlich dann natürlich Noten. Dort stand immer, was noch ausbaufähig ist und wo meine Stärken liegen. Sogar in Mathe! Meine Lehrer kannten mich, sprachen oft mit mir und nur durch die stetige Motivation und das Aufbauen bei Rückschlägen habe ich (mit einer zugegebenermaßen grottigen Note von 3,1) mein Abitur bestanden.
    Ich vermisse diese Zuwendung so schlimm, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Auf der Uni interessiert es einfach niemanden, wer ich bin, was ich habe, wo meine Stärken und Schwächen liegen. Ich bin Matrikelnummer soundso und eine von 200, die die Klausur mitschreibt. Man muss sich anbiedern und betteln, sich rechtfertigen und erklären. ich bin es so leid. Gestern habe ich meine Bachelorarbeitsnote erfahren: 3,1. Das ist so katastrophenmäßig schlecht für eine Geisteswissenschaft, dass ich erstmal nur noch geflennt habe. Alle anderen sind gut. Alle anderen können wissenschaftlich arbeiten. Alle anderen finden die richtige Literatur, den roten Faden, können 40 Seiten schreiben und Zusammenhänge erkennen. Andere sitzen jeden Tag artig 3 Stunden an ihrer Arbeit. Nur ich nicht. ich schreibe alle 2 Wochen 5 Seiten, und dazwischen bin ich im Leerlauf vor lauter Anstrengnung. Male, schaue Krimis, lese Nachrichten, gurke zu Ärzten und zur Therapie. Jetzt hab ich die Quittung.
    Ich bin nicht mal böse auf meine Betreuerin, die sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten die größte Mühe gegeben hat, mit mir intensiver zu arbeiten, als mit den eben erwähnten "anderen". Trotzdem hats nicht gereicht für das staatliche System, in dem mich niemand an die Hand nimmt und mich wieder aufbaut. Ich erkenne an, dass diese Betreuung in diesem System Uni so nicht möglich ist, wie an einer Privatschule. Mich frustriert einfach dieser Ist-Zustand, der sich nicht ändern lässt. Wo ist mein Platz? Wo gehöre ich hin?
    Medikamente nehme ich nicht. Ich habe mit 12 oder 13 einige Monate Ritalin und später Medikinet bekommen und saß apathisch in der Ecke und habe irgendwie nichts mehr gefühlt. Die ganze Kreativität war weg, alle EMotionen nur noch stumpf. Total verschleiert. Ich mag mich ja eigentlich, ADS ist für mich keine Last, sondern ein Feature, das mich zu etwas Besonderem macht. Ich habe viele Interessen, schreibe Geschichten und versuche derzeit, ein Buch zu veröffentlichen. Dort kann ich komischerweise wunderbar stundenlang dran arbeiten. Und das ärgert mich so. Wieso macht mir die Uni nicht auch Spaß? Ich hatte NIE auch nur EINE Sekunde lang Spaß an diesem Studium. Es war alles immer nur anstrengend. Leider war ich nach dem Abi nicht so schlau wie "andere" und wusste sofort, was ich will. Hab mich erstmal für Öehramt eingeschrieben, bis mir auffiel, dass ich dafür zu still und konfliktscheu bin.
    Über die Unijahre habe ich auch prompt (quasi mit Immatrikulation) eine Essstörung entwickelt, die bis heute meinen Alltag bestimmt. Meine Zwangsneurose wurde schlimmer, ich hatte/habe depressive Verstimmungen und in letzter zeit Angstzustände und Panikattacken(?! das hatte ich vorher nie!), nehme dagegen Neurexan, was mir auch gut hilft.

    Ich kann gerade leider auch nichts anderes außer studieren, da ich eine Belastungsstörung habe, die mich in Nervenzusammenbrüchen und Heulkrämpfen enden lässt, sobald ich mehr als 2 Tage die Woche einer Verpflichtung in Form von "Arbeit" nachgehen muss. Mein derzeitiger Nebenjob war ein absoluter Glücksgriff, darin gehe ich voll auf. Aber eben nur 7h/Woche. Ich habe aber vorher so viele viele viele Jobs durch und beinahe alle irgendwann hingeschmissen und stand heulend vor meiner Hausärztin, die mich dann krankschrieb und ich unter Panik kündigte.
    Wie soll es denn jetzt weitergehen? Ich habe einen Masterplatz an derselben Uni, da ich auch ortsgebunden bin. Ich sehe das Unglück doch schon auf Jahre Entfernung auf mich zurollen. Ich gehe nicht hin, ich werde nicht "betreut", ich habe keine Lust, das Fach interessiert mich nicht (viel Auswahl gabs nicht, ich kann nichts anderes außer Literatur) und eine Masterarbeit ist noch mal ne andere Nummer als eine Bachelorarbeit.

    Mein Therapeut sagt, ich solle den Master anfangen und meinen Nebenjob weitermachen und mir Zeit lassen, aber irgendwann wird mir das letzte bisschen Geld gestrichen, was ich noch abzwacken kann durch die 5 Jahre Bachelor. Meine Schulden durch BaföG und Studienkredit sind im hohen 5stelligen Bereich. Ich habe Miete zu zahlen, Essen, Versicherung. Meine Mutter steht kurz vor der Insolvenz und muss selbst umziehen, mein Erzeuger ist einfach nur bescheuert und bedarf keiner weiteren Erklärung. Ich musste mich auch jahrelang um meine Mama kümmern, da diese an schweren Depressionen erkrankt ist nach dem Auszug meiner Schwester und schlussendlich meinem eigenen.

    Ich hatte immer andere Sachen im Kopf Aber nie meine Zukunft. Ich möchte einfach nichts tun, zur Ruhe kommen, wenigstens ein halbes bis ein Jahr. Einfach runterfahren. Durch den innerlichen Stress habe ich mittlerweile so viele körperliche Gebrechen, obwohl ich immer fit und kerngesund war physisch, dass es schon meiner FUSSPFLEGERIN auffällt. Meine Zähne sind angegriffen durch nächtliches Knirschen, was ewig nicht auffiel, bis ich endlich die Schiene bekam, meine Haut ist unrein bis zum Gehtnichtmehr, mein Rücken ist verspannt und tut weh, mein Knie sticht, ich hab wieder Neurodermitis am Kopf bekommen (hatte ich zuletzt als Säugling), meine Nägel sind brüchig und entzündet, meine Periode bleibt aus, mir schmeckt nichts mehr richtig. Ich habe Burn Out-Symptome, obwohl ich 5 Jahre herumstudiert habe und andere weiß Gott mehr dafür getan haben als ich. Alles ist immer so anstrengend. Diese Bachelorarbeit war ein Kraftakt, der gleichzusetzen ist mit dem Bau einer Schule in Mombasa oder sonstwo. Das reine "Machen". Dabei fiel der Inhalt wohl völlig aus dem Fokus.

    Was ratet ihr mir? Soll ich ernsthaft weiterstudieren und mal gucken, wohin der Weg mich führt? Soll ich aufs Amt und sagen "Hi, ich bin krank, danke fürs Geld" und meinen Nebenjob weitermachen (sofern das geht?) Wie sähe das denn in meinem eh schon schlechten Lebenslauf aus? Soll ich mir ne Vollzeitstelle irgendwo suchen (Erfahrungen habe ich nur in den klassischen Studijobs, da ich örtlich sehr unflexibel bin und dementsprechen keine Praktika gemacht habe) und auf den nächsten Nervenzusammenbruch warten? Ich muss in keine Klinik, im Rahmen funktioniere ich wunderbar. Ich glaube sogar, dass ich mit genügend Ruhe und Zeit wunderbar arbeiten kann später. Aber nicht jetzt. Mit fast 27. Wo andere schon Kinder kriegen und sich nicht stundenlang damit beschäftigen, in welchem Abstand die Gläser im Küchenschrank stehen.

    Hilfe einfach

  2. #2
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?

    Ich kann vieles achvollziehen. Wobei ich es mir noch einmal in Ruhe durchlesen muss, da es für mich als ADHS-ler einfach zuviel Infos sind und es erst einmal sortieren muss.

    Eine Frage kann ich aber mit reinen Gewissen beantworten "Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?"

    Diese Frage stelle ich mir seit 52 Jahren und habe bis heute keinerlei Antwort erhalten!



  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?

    Haha, das erkenne ich an Tut mir Leid, dass es so lang geworden ist. ich bin einfach drauflosgeplatzt.

  4. #4
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?

    Das muss Dir doch nicht leid tun. Wir alle möchten unsere Gedanken und Gefühle loswerden
    Dein Posthing ist eine tolle "Aussage", die ich mir gerne noch einmal in Ruhe durchlesen möchte. Gerne komme ich zu einen späteren Zeitpunkt darauf zurück

    Entschuldigen muss Du Dich dafür sicherlich nicht
    Geändert von spacetime (10.03.2016 um 20:06 Uhr)

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?

    spacetime schreibt:
    "Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?"

    Diese Frage stelle ich mir seit 52 Jahren und habe bis heute keinerlei Antwort erhalten!
    Dabei ist die Antwort relativ einfach: Unten.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?

    Nett. Solche Töne sollten hier bitte nicht angeschlagen werden, es reicht mir schon, dass in anderen Foren über weniger leistungsfähige Menschen hergezogen und auf diese herabgesehen wird, nur, weil man sich selbst munter versklavt und es noch toll findet, 16h am Tag zu arbeiten für 2€/h und 30 Kilometer nachts barfuß im Schnee zum Bus läuft.

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?

    Weiter studieren, lautet die Antwort.

    Erfahrungsgemäß ist es so, dass man sich sein ganzes weiteres Leben in den Arsch beisst, wenn man das Studium nicht abgeschlossen hat, während man als Müllkutscher oder Taxifahrer arbeitet...

  8. #8
    like a Hobo...

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 639

    AW: Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?

    Eiselein schreibt:
    Dabei ist die Antwort relativ einfach: Unten.
    Sehr hilfreich und motivierend!

    Viele ADHSler fühlen sich oft da unten.
    Aber da gehören wir nicht hin.
    Und selbst wenn man beruflich jetzt nicht der ewig leistende Oberheld ist, hat man trotzdem ein Anrecht darauf, in der Gesellschaft irgendwo einen Platz zu finden, der in einem die positive Person sieht, die man ist.

    Ich habe 40 Jahre lang gebraucht, um in deinen Augen, da oben, anzukommen.
    Und bis dahin bin ich oft genug auf die Fresse geflogen. Und trotzdem habe ich es jetzt geschafft.
    So geistreiche Motivation wie die Deine wäre da sicherlich nicht hilfreich bei gewesen!

    Dionne, Du hast doch schon erkannt, wo jetzt das Problem liegt.
    Und Du kannst deine Stärken und Schwächen gut benennen.
    Setz dir Ziele! Kleine Ziele. Welche, die Du in einer absehbaren Zeit auch umsetzen und schaffen kannst. Dann folgt das nächste Ziel. Immer Schritt für Schritt. Und dabei immer im Blick, was kannst Du, was willst Du, wozu ist das jetzt wichtig.
    Und so erreichst Du dann auch irgendwann Dein großes Fernziel.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?

    Ohje, das erinnert mich so sehr an mich, dass ich einfach mal antworten muss. Ich habe mich die letzten Jahre genauso durch Studium gequält, mit ähnlichem Resultat. Als ich meine BA-Note bekam war ich sowas von niedergeschlagen. Obwohl ich ziemlich viel Energie investiert habe, hatte ich am Ende wieder mal dieses Gefühl nicht zu genügen. Auch wenn das keine konkrete Hilfe ist, mir hilft es zu wissen ,dass es auch andere bekloppte gibt Was bringt es auch sich immer mit anderen (nicht ADSlern) zu vergleichen … ADHSler haben eben eigenen Maßstäbe. Noch etwas zum Studium: ich habe mich im Master jetzt auf der Fernuni eingeschrieben. Das erlaubt mir sehr viel mehr Freiheiten, die ich brauche, und nimmt den Druck von mir. Klar hat das auch viele Nachteile (ich sage nur Selbstmotivation), aber vll. wäre das eine Option/Kompromiss für dich, wenn du so nicht mehr klar kommst.

  10. #10
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 423

    AW: Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?

    Hey dionne,

    wie wäre es wenn du es nochmal mit MPH versuchst, ich denke mal das
    damals die Dosis für dich zu hoch eingestellt war, dadurch wirkt man dann
    apathisch und geistesabwesend.

    Ich hab als Kind auch eine Überdosis bekommen, so wurde das Medikament
    direkt verteufelt und abgesetzt ohne das ich davon Profitieren konnte, hab
    mich dann dank ignoranter Eltern und unwissenden Lehrern durch die
    Hauptschule gequält (trotz hohem IQ), inzwischen verbinde ich lernen
    immer mit extremer langweile und stress.

    Wenn dir die Uni keinen Spaß macht, wie wäre es dann mit einer klassischen
    Ausbildung? Du brauchst auf jeden fall etwas das auf deine Bedürfnisse ausgerichtet ist.


    Ganz wichtig, schau nicht auf andere was die schon alles erreicht haben, sowas ist für ADHS'ler
    eh kein Maßstab an dem du dich messen kannst und Spießbürger möchtest du doch auch nicht irgendwann
    mit Mitte 30 werden oder?

    Bei deinen ganzen Problemen wäre ein Aufenthalt in einer Klinik aber schon ratsam,
    vielleicht lernst du dort auch nebenbei ein paar nette Menschen kennen die einen positiven
    Einfluss auf dich haben.

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