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Diskutiere im Thema Wo ist mein Platz in der Gesellschaft? im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?

    Lieben Dank für ure Antworten.

    Ich hoffe, ich gehe jetzt auf alles ein. Ich hatte gehofft, zu hören, dass es auch anderen so ergeht, tröstend danke euch.
    Ich habe den Bachelor ja fertig, Mittwoch ist die letzte Prüfung. Aber ein Master erscheint mir als reinste Farce bei meinen Studierfähigkeiten und den gegebenen Umständen. Eine Ausbildung kann ich mir nicht mehr leisten, da verdient man zu wenig, als dass man davon Miete und dergleichen zahlen kann. Außerdem ist diese Belastung derzeit zu hoch für mich, sprich Schule, arbeiten, und das 40h/Woche... Eine zweite AUsbildung wird auch nicht gefördert und ich bin mit 26 auch längst über alle Fördergrenzen was Unterhalt angeht hinaus.

    Mein Berufsziel ist auch ziemlich wässrig. Ich wollte immer Schriftstellerin werden. Und ich habe eine wirklich reelle Chance bekommen, in einem bekannten Verlag zu veröffentlichen und würde mich gern darauf konzentrieren können. Deswegen macht es laut meinem Therapeuten Sinn, den Master als Brücke zu nutzen, dass ich dorthin komme. Damit verdient man leider auch keine Brötchen, aber vielleicht finde ich dann endlich meinen Frieden und meine Erfüllung. Leider musste ich das durch die vielen Verpflichtungen ind er Uni zurückstellen in den letzten Monaten, da ich nichts parallel machen kann (ist sicher bekannt hier, oder?) Weiterhin helfe ich gern Menschen, in meinem Nebenjob habe ich dazu die Möglichkeit und ich bin mit Feuereifer dabei. Aber eben nur die zwei Tage und das reicht bis Oberlippe Unterkante, wenn ihr versteht... Mir kommt es einfach so falsch vor, jemandem den Masterplatz "wegzunehmen", der sich darüber gefreut hätte und diesen auch so nutzen würde, wie gewünscht.

    Zu Medikamenten habe ich eine relativ feste Einstellung und ich finde es irgendwie falsch, sich unter "Zwang" dadurch zu normen und anzupassen, damit man irgendwie reinpasst. Es geht ja auch ohne. Aber eben nicht so schnell und geradeaus, wie beim Rest der Menschen.

    Ach, jetzt habe ich den Beitrag mit der Fernuni übersehen. Eine Kommilitonin macht dort jetzt ihren Master, das wäre auch zu schön gewesen, wenn sie dort ein interessantes, konsekutives Fach für mich gehabt hätten Eigentlich optimal, ich muss quasi nicht hingehen, kann slebst lernen und werde zufrieden gelassen von Dozenten und Mitstudenten.

  2. #12
    ellipirelli

    Gast

    AW: Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?

    Eiselein schreibt:
    Dabei ist die Antwort relativ einfach: Unten.

    Auch in Hinblick auf deine "feinfühligen" Antworten in anderen Threads: könnte es evtl angebracht sein, in der derzeitigen Laune/Verfassung(?) erstmal "in dich" statt "in die Öffentlichkeit" zu gehen??

  3. #13
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 423

    AW: Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?

    dionne schreibt:

    Zu Medikamenten habe ich eine relativ feste Einstellung und ich finde es irgendwie falsch, sich unter "Zwang" dadurch zu normen und anzupassen, damit man irgendwie reinpasst. Es geht ja auch ohne. Aber eben nicht so schnell und geradeaus, wie beim Rest der Menschen.
    Die Medikamente nimmst du ja nicht um dich "anzupassen" , sondern damit es dir besser geht
    und du nicht so große Schwierigkeiten hast beim studieren und in alltags Situationen.

    Aber letzten Endes ist es deine Entscheidung!

    Wenn ich zum Hautarzt gehe weil mir meine unreine Haut (keine Pickel) nicht gefällt,
    dann mach ich das weil ich mich danach besser fühle und nicht dauernd komplexe kriege
    wenn ich in den Spiegel schaue. Ich mach es aber nicht damit mich andere anschauen
    und bewundern.

  4. #14
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.214

    AW: Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?

    Hallo dionne,

    ich habe deinen thread auf dem Heimweg auf meinem Mini-Handy gelesen und es hat mich so berührt,
    dass ich jetzt den PC angeworfen habe um dir zu antworten.

    Da das hier öffentlicher Bereich ist, möchte ich nicht zu viel schreiben, aber als Mutter zweier
    ADHS-betroffener Kinder, eines davon wie sein Vater (sehr vieles, aber zum Glück nicht "bescheuert")
    auch noch "hochsensibel" ist mir vieles, was du berichtest, nicht unbekannt.

    Ich bin auch der Meinung, du solltest das Masterstudium machen, andererseits empfehle ich dir,
    an deiner Gesundheit zu arbeiten.

    Zu Medikamenten habe ich eine relativ feste Einstellung und ich finde es irgendwie falsch,
    sich unter "Zwang" dadurch zu normen und anzupassen, damit man irgendwie reinpasst.
    Es geht ja auch ohne. Aber eben nicht so schnell und geradeaus, wie beim Rest der Menschen.
    Das klingt für mich etwas abgehoben.

    Eine Verwandte von mir ist sehr jämmerlich an ihrer Diabetes gestorben, weil sie sich geweigert hat,
    sich behandelt zu lassen.

    Eine Essstörung (du schreibst ja nicht welche) ist eine schwere Erkrankung, ich brauchte dir jetzt wahrscheinlich nicht mit
    Sterblichkeitsraten bei AN kommen.

    Ich wünsche dir auch von Herzen, dass dein Buch veröffentlicht wird, dass sich deine Mama wieder erholt.
    Vielleicht findest du auch tatsächlich eine Chance als "Quereinsteigerin". Ich denke nur einmal an die
    vielen Flüchlinge, die z. B. Deutschkurse benötigen. Auch Schriftsteller können meist nicht von Anfang an
    vom Lohn ihrer Arbeit leben. (Ich bin seit vielen Jahren mit Künstlern in Kontakt ......)


    Aber bitte tue etwas für deine Gesundheit!

    Gute Nacht!
    Gretchen

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?

    Naja, ADHS ist jetzt kein Beinbruch, der unbehandelt falsch zusammenwächst. Ich habe mich vorhin noch einmal belesen und bin auch nicht generell gegen jegliche Art von Medikamenteneinnahme und auch kein Impfgegner Es ist mehr die Angst vor dem "was passiert denn dann?". Jeder reagiert anders auf die Medikamente bei ADHS und ich habe schreckliche Angst, meine Persönlichkeit und damit meine Identität zu verlieren. Was habe ich denn sonst noch? Und meine Selbstakzeptanz ist etwas, was ich mir jahrelang hart zurückerkämpft habe, nachdem ich auf den ersten zwei Schulen solch eine Ablehnung erfahren habe. Deswegen vielleicht meine etwas "abgehobene", verdrehte Meinung dazu Hinzu kommt noch die Angst vor dem Verlust der Kontrolle über meinen Körper, was sich mit der Essstörung deckt und daher kontraproduktiv wäre. Damit meine ich die Nebenwirkungen, die niemand vorhersagen kann. Solange es ohne Medis geht, lebe ich ohne weiter und ich denke auch nicht, dass dies die Lösung all meiner Probleme sein kann. Damit macht man es sich oft recht einfach. Ich reagiere sehr stark auf diese Hemmer, habe eine Zeit lang auch ADs genommen und mein Gemütszustand hat sich eher verschlechtert. Bei meiner Mutter hingegen wirken sie sehr gut und tun das, was sie sollen. Aber mich erfreut es immer zu hören,d ass es anderen hilft und sie damit gut zurecht kommen, das will ich wirklich niemandem absprechen.

    Aber, liebes Gretchen, ich stimme dir zu, dass ich etwas für meine Gesundheit und mein Wohlbefinden tun sollte und überlege schon, was das sein könnte. Vielleicht Yoga? Darüber habe ich schon sehr viel Gutes gehört. Damit lockert sich vielleicht meine Anspannung körperlicher Art. Sport fällt leider weg, da ich mein Maß noch nicht kenne und mich noch immer ins erneute Abnehmen und Essen verbieten nach dem Sport stürzen würde (schlimm, wenn man sich so gut kennt und alles weiß, aber es dennoch falsch macht..) Ich habe das mit der Ernärhung gerade halbwegs "im Griff" und fange sogar das Kochen an, das will ich mir nicht wieder kaputt machen.
    Trotzdem muss ich noch überlegen, wie ich es zukünftig in der Uni machen soll.

  6. #16
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 2.056

    AW: Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?

    Beim 2. Anlauf hab ich das Lesen geschafft

    Ich würde dir Raten, erst mal stolz zu sein, daß du unter diesen widrigen Umständen so weit gekommen bist. Respekt!

    Jetzt noch eines draufzusetzen halte ich nicht für sinnvoll. Nicht, bevor sich dein Allgemeinzustand verbessert hat.
    Kümmere dich um dein Buch. Da steckt viel Arbeit und Herzblut drin. Das bringt dir sicher mehr als ein Master in einem ungeliebten Fach.
    Könntest du vielleicht was im Verlagswesen machen? Z.B. als Lektorin?

  7. #17
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.214

    AW: Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?

    Hallo dionne,

    danke dass du auf meinen Beitrag antwortest.
    Ich musste direkt mal bei Ingeborg Bachmann nachschauen.
    Ist sie dein Vorbild? Du rauchst doch hoffentlich nicht.


    Über meine Tochter möchte ich nicht sprechen in diesem Bereich,
    nur soviel, sie hat sich durchgekämpft zu dem von ihr favorisierten Studium,
    wird aber demnächst 30 und das Masterstudium dauert noch mindestens ein Jahr.

    Ich selbst habe ein Hobby und das ist Chorsingen.
    Mein Chor hat schon mehrere Produktionen mit Künstlern gemacht mit
    Schauspiel und zuletzt mit einer Kombination aus Gesang/Bewegung/Tanz/Textimprovisationen.
    Die Stücke wurden für uns geschrieben und komponiert.

    Um zu singen, muss alles im Körper durchlässig sein, der Kiefer muss ausgehängt sein und
    man lernt die tiefe Bauchatmung. Man singt mit dem "Bauch", nicht mit dem Hals, da würde man nur "quetschen".

    Ich habe einen ausgezeichneten Lehrer, aber man kann auch einfach mal für sich anfangen,
    am besten, indem man vor dem Singen mehrmals herzhaft gähnt. Das würde jeden Zahnarzt, der Beißschienen
    verordnet, arm machen, denn das entspannt den am meisten gequälten Muskel im Körper.

    Mit Yoga kenne ich mich nicht aus, da gibt es verschiedene Richtungen.
    Wir machen z. B. Qigong und Tai Chi.

    Ich selbst vertrage Methylphenidat sehr gut,
    wichtig ist auch, dass die Schilddrüse richtig arbeitet und so echt glücklich
    fühle ich mich, seit mein VitaminD3 i. O. ist.
    Für dich gibt's vielleicht andere Medikamente.

    Wenn du noch mit deiner Vergangenheit haderst - Verletzungen durch Mobbing -
    schau mal hier im Forum nach Emoflex (könnte sein, dass du erst dort lesen kannst, wenn du
    vorgestellt bist, aber sicher findest du im Netz was über Emoflex - Traumabehandlung).

    Wenn du ein bisschen mehr erfahren willst über den Zusammenhang ADHS + Essstörungen empfehle ich dir den
    Blog von Dr. Martin Winkler www.adhsspektrum...... Er ist auch besser bekannt unter web4health.

    Was wollte ich noch sagen? Ach ja, für mich ist mein Chor wirklich meine beste nichtspezifische "ADHS-Therapie",
    ich gehe niemals schlecht gelaunt nach Hause.
    Ich erinnere mich noch an meinen ersten Schauspielworkshop - wir lagen alle auf dem Boden und mussten in die
    Mitte des Raumes kriechen und uns dort aufeinander legen. Ich dachte nie, dass ich so etwas könnte.
    Inzwischen habe ich schlimmere Dinge auf der Bühne gemacht.....

    Ich wünsche dir alles Gute!
    Gute Nacht!
    Gretchen

  8. #18
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.633

    AW: Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?

    dionne schreibt:
    Mein Berufsziel ist auch ziemlich wässrig. Ich wollte immer Schriftstellerin werden. Und ich habe eine wirklich reelle Chance bekommen, in einem bekannten Verlag zu veröffentlichen und würde mich gern darauf konzentrieren können.
    Soso. Bekannter Verlag *vorNeidrotanlauf*. Habe selbst gerade mein erstes Buch veröffentlicht, in einem unbekannten Verlag. Darüber hinaus konnte ich noch 2 Theaterstücke an den Mann bringen, ebenfalls in einem unbekannten Verlag *vorNeidallmählichgrünwerd*.

    Darf man denn den Namen des Verlags erfahren? Notfalls per PN?

    Es handelt sich um eine Kurzgeschichtensammlung, wenn ich`s recht begriffen hab`?

    Also, wenn es Dir ernst ist mit der Schriftstellerei, würde ich Dir dringend zu einem Idiotenjob raten. D.h. einem Beruf, bei dem man nicht viel machen muss, z.B. Verwaltungsangestellte, Politesse, Justizfachangestellte, Barkeeperin, Taxifahrein, Zugschaffnerin, Friedhofsgärtnerin, Amtsbotin, Floristin usw. Eine Art Tarnberuf, der das Einkommen sichert. Und der einem Luft lässt für die schriftstellerischen Ambitionen.

    Leider ist es bei angehenden Schriftstellern meistens so, dass, so wie Du schreibst, sie "nur Literatur können". In diesem Fall bleibt Dir nichts anderes übrig, als in den Journalismus zu gehen. Mit Deinem Bachelor ist das auf jeden Fall schon mal eine gute Idee, sich um ein Volontariat zu bewerben.

    Allerdings wirklich nur, wenn Du ausser dem Schreiben keine anderen Talente hast. Ansonsten rate ich wie gesagt zum Idiotenjob (= ein Job, der geistig nicht herausfordernd ist, um die geistigen Kräfte für den eigentlichen Job, die Schreiberei freizuhalten).

    Ganz auf die Schrifstellerei zu setzen, wäre finanziell betrachtet zum jetzigen Zeitpunkt noch selbstmörderisch. Da man statistisch betrachtet 1o - 15 Jahre vom Datum der Erstveröffentlichung braucht, bis man enigermaßen im Geschäft ist; es sei denn man landet einen Duseltreffer.

    Leider hast Du noch nicht geschrieben, wie Du aussiehst. Solltest Du recht hübsch anzusehen sei, solltest Du auch die Option in Erwägung ziehen, einen Mann mit Kohle zu heiraten. Das ist nicht so blöd, wie es sich zunächst anhört. Durs Grünbein, einer der bekanntesten deutschen Lyriker, hat neulich auf die Frage, wovon er eigentlich lebe, geantwortet: von seiner Frau.

  9. #19
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 10.928

    AW: Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?

    @ herr eiselein
    Eiselein schreibt:
    Dabei ist die Antwort relativ einfach: Unten.
    bis ichgestern zu hause war , etwas gegessen und fünf minuten ausgeruht hatte ,wurde auf diesen post von dir schon öfters eingegangen

    daher hatte ich mir gedacht ich reagiere erst heute morgen darauf ,denn schlöschen wollte ich es nicht mehr nach diesen reaktionen


    vielleicht meinst du manches sogar lustig was du zur zeit mal wieder von dir gibst is es aber nicht
    zumindest nicht wenn es so geschrieben wird

    in zukunft werde ich deine beiträge fröhlich löschen wenn so was weiterhin von dir gepostet wird
    adhs hin oder her,auch wir haben die möglichkeit mal darüber nach zu denken was wir schreiben wollen

    kurz aufstehen und dann wieder an den pc zurück kehren und dann erst schreiben
    von dem mal abzusehen du weißt ganz genau wie lange du deine eigenen post verändern kannst


    nur weil jemand launen hat muss man das hier nicht an user auslassen
    und mir ist es in diesem fall wirklich gleich ob ich dir diese nachricht in einem öffentlichen post hinterlasse
    du reißt dich auch nicht zusammen


    ein grund deinen post nicht zu löschen,war dass deine folgende post ,auch der von vergangener nacht
    so freundlich waren



  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?

    Danke für deinen Beitrag. Das mit dem Verlag möchte ich lieber nicht sagen, da bin ich ja abergläubisch. Am Ende klappts doch nicht, noch ist nichts sicher, da die Lektorin, die mit mir dort in Kontakt ist, kein Alleinentscheider ist und ich noch einiges zu tun habe am Buch. Nein, ist auch keine Ausrede Es ist eine Art kleinerer Ableger eines bekannten Jugendbuchverlages Sozusagen nur für Jugendbücher und Bilderbücher. Nein, es ist keine Kurzgeschichtensammlung, sind richtige Romane für junge Erwachsene, die ich schreibe.
    Und du musst absolut nicht neidisch sein. Man wird schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, wenn einem klar wird, auf was solche "Kommerz"verlage Wert legen. Da muss alles von A bis Z genormt und wirtschaftlich sein. Unbekannte Verlage sind ein superguter Einstieg, sei doch stolz auf deine Leistung! Ich hätte diese Chance auch gern eher gehabt, bin aber zu langsam im Arbeiten (pro Buch 3-4 Jahre )

    Ich hab schon einen lieben Freund, den behalte ich auch, auch, wenn er nichts verdienen würde. Wohne aber weiterhin allein, um ihm und mir den Stress mit meinen EIgenarten nicht anzutun. Das ist ein langer Prozess. Auch wieder so ein "die anderen"-Topic, in dem "andere" alles schneller und besser machen als ich.

    Man sollte ja meinen, auf diese Idee mit den easy going-jobs wäre ich noch nicht gekommen (wobei ich glaube, dass Polizisten nur am ackern sind derzeit), aber doch. Leider (mann, ich klinge wie ein Ausreden-Opfer) gibts be mir nur ganz oder gar nicht. Wenn Job, dann muss er mich zu mindestens 95% erfüllen. Ich hatte überlegt, von Minijobbasis auf Teilzeit aufzusteigen, so ganz generell im Leben, das klappt aber vermutlich a) nicht, weil das Amt dann Rabatz macht, weil sie Vollzeitbeschäftigte ausspucken wollen und b) nicht, weil man von dem bissken Netto auf Teilzeit heutzutage auch nicht mehr leben kann. Für ein Volontariat braucht man Praktika in Verlagen und Redaktionen, die habe ich leider nicht. Und machen kann ich sie auch nicht, da ich es mir nicht leisten kann (Verlage sind in anderen Städten, und ich habe ja hier meine Wohnung, meine gewohnte Umgebung, meine Struktur, kann nicht doppelt Miete zahlen... Ich wohne in einer eher ländlichen Region, in der diese Branche nicht vertreten ist und wenn, dann bewerben sich die 3 Unis und 2 FHs im Umkreis dort und spätestens dann bin ich raus).

    Mal eine Frage an alle: Wisst ihr, wie das mit dem Arbeitsamt und AD(H)S laufen könnte? Habt ihr da Erfahrungen was Atteste und mindere Belastungsgrenzen angeht?

    So, jetzt muss ich zur Arbeit, wünsche euch allen einen schönen Freitag

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