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Diskutiere im Thema Was meinte Ihr zu den ADHS-Zweiflern im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Was meinte Ihr zu den ADHS-Zweiflern

    Das ist wie wenn man in einem NDP Forum schreibt, wie Sie Ausländer finden.
    Da bekommt man keine Objektive Meinung.

    Das soll kein Angriff sein.
    Geändert von Adrian (18.01.2016 um 01:45 Uhr)

  2. #22
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 86

    Cool AW: Was meinte Ihr zu den ADHS-Zweiflern

    Da bekommt man keine Objektive Meinung.
    Muss diese "objektiv" sein.?

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Was meinte Ihr zu den ADHS-Zweiflern

    Das ist Sinnlos

  4. #24
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 1.008

    AW: Was meinte Ihr zu den ADHS-Zweiflern

    Ein ADHS-"Zweifler" soll mir doch erstmal bitte erklären, was er über mich und mein Leben besser weiß als ich selbst.
    Ich gebe zu: er würde seine Energie verschwenden.
    Denn am Ende würde mein Fazit ohnehin "FALSCH!" lauten.

    Ich lebe schon seit meiner Kindheit damit, andere Menschen darauf vorzubereiten, daß ich eventuell dies oder jenes nicht kann, bzw. anders machen muß.
    Und das beschränkt sich nicht auf ein bißchen rumzappeln auf dem Stuhl und ein paar weitere Anzeichen, sondern auf sehr viele Aspekte, die über Jahre hinweg so richtig reinhauen.
    Wenn dieser Herr Saul behauptet, daß es nur der groben Beantwortung von 3-4 Fragen bedarf, um eine ADS-Diagnose zu bekommen, dann hat er mit MEINEM diagnostizierenden Arzt jedenfalls keinen Ton geredet, und dessen Anamnesebogen nicht einmal erahnt.

    Natürlich habe ich mitunter andere Symptome, als ein anderer AD(H)Sler.
    Wenn sich jede Krankheit und jede Störung bei allen Menschen genau gleich auswirkte, würde es keiner Ärzte bedürfen, diese zu diagnostizieren und zu therapieren, sondern einfacher Biomechaniker mit einem Schema F und einer entsprechenden Reparaturanleitung. Und wir wären dann auch keine Menschen mehr sondern Roboter...

    Übrigens:
    Es gibt auch Leute, die am Klimawandel, an der Evolutionstheorie, an der Mondlandung oder der Kugelform der Erde "zweifeln".
    Ich würde sagen, sie haben Gesellschaft...

  5. #25
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Was meinte Ihr zu den ADHS-Zweiflern

    Ich denke man kann ADS so oder so betrachten. Als genetisch bedingte Charaktereigenschaft zum Beispiel, die einem Erdmännchen meinetwegen eher Vorteile beschaffen würde, falls es nicht durch seinen Übermut gefressen wird und daher Zivilisationskrankheit, die erst in unserer heutige Gesellschaft pathologische Züge annimmt.

    Das mag ja sein. Es gilt eben als schick, ADS als Zivilisationskrankheit zu bezeichnen, sich darüber zu beschweren, daß Kinder auf Drogen gesetzt werden und das man die Gesellschaft ändern müsse und nicht die Kinder. So kann man sich wunderbar in unsere Opferkultur eingliedern und sich gegen die böse Pharmamafia positionieren, sicher wird man in der Echokammer sozialer Randgruppen dadurch schnell zu Bestätigung kommen.

    Das eigentliche Randgruppenphänomen ist dabei, daß man mit einer Meinung, die dem Gruppendurchschnitt entspricht, zwar etwas Zustimmung aber kaum Anerkennung generiert. Dazu ist es notwendig, entweder eine sehr kluge Erklärung zu liefern, was naturgemäß sehr kompliziert ist, oder, ganz einfach, dasß Randgruppenextrem weiter zu extremisieren. So wird das dann zum Selbstläufer.

    Das führt dann dazu, daß irgendwelche Idioten ohne die geringste Aufklärung über das Thema behaupten, MPH wäre ja kaum erforscht und hätte ganz ganz üble Nebenwirkungen und Langzeitfolgen, und eine breite gesellschaftliche Basis übernimmt solche hirnrissigen Aussagen unkritisch. Schliesslich passt es ja ganz gut in das Bild, mit dem die Medien die besten Quoten machen. Problematisch ist dabei, daß das "einfache Volk" dies nicht durchschaut und letztlich jeden Schwachsinn glaubt, wie auh in anderen Bereichen.

    In diesem speziellen Fall muss ich sagen, wenn auch nur sehr ungern: ein Hoch auf die Pharmaindustrie! Ihrer Lobby haben wir es zu verdanken, das wir überhaupt die Möglichkeit haben, ADS diagnostizieren, und dann auch noch zu behandeln zu lassen. Traurig aber wahr.

    Amen

  6. #26
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.213

    AW: Was meinte Ihr zu den ADHS-Zweiflern

    Hallo _silence_,

    ein Hoch auf die Pharmaindustrie! Ihrer Lobby haben wir es zu verdanken, das wir überhaupt die Möglichkeit haben, ADS diagnostizieren, und dann auch noch zu behandeln zu lassen. Traurig aber wahr.
    Diesen Satz brauchst du nicht sagen, denn in meiner Wahrnehmung und Erinnerung ist es nicht die Pharmaindustrie, der wir es zu verdanken
    haben, dass wir die Möglichkeit haben, ADS zu diagnostizieren.

    Ich schreibe dir hier mal zwei Sätze aus einem Aufsatz des geschätzten Walter Beerwerth auf:

    "ADS (ADHS) ist als Charaktereigenschaft uralt, als Krankheit neu."
    "Wie die Steinstaublunge der Bergleute, wie der Hunger eines Kindes in Afrika ist
    ADS (ADHS) eine Folge ungeeigneter Lebensbedingungen.

    Deine Eltern (oder Großeltern) werden sich sicher dran erinnern, - in den 70er Jahren wurden
    große Reformen im Schulwesen durchgeführt - ich nehme an, nicht nur in Bayern, wo ich zu Hause bin,
    das hat vielen Schülern vielleicht genutzt, den ADHS-Betroffenen aber eher geschadet -
    während meine beiden älteren Schwestern und ich noch gut durchgekommen sind, sind unsere drei
    jüngeren Geschwister fast dran gescheitert.

    Und es hat sich sehr viel, vielleicht schleichend verändert, was vielen Menschen keine Probleme zu
    bereiten scheint, ADHS-Betroffenen halt schon......
    (Gerne sende ich dir diesen Aufsatz, wenn du mir eine PM schickst.)

    Dass heute AD(H)S diagnostiziert werden kann, liegt an Menschen, an Eltern, die sich nicht
    damit abfinden wollten, dass ihre Kinder ausgegrenzt wurden und denen es nicht gelungen ist,
    selbst eine wesentliche Änderung herbeizuführen. In Bayern hat der Kinderarzt Dr. Walter
    Eichlseder sich auf die Suche begeben. Als ich sein Buch "Unkonzentriert?" gelesen habe,
    dachte ich, bei mir wäre jemand mit versteckter Kamera unterwegs gewesen.

    Diese Eltern haben sich zusammengeschlossen, und erfreulicherweise waren darunter auch Fachleute,
    Ärzte, Psychologen, Therapeuten, Pädagogen.....

    Mit viel Engagement wurden Treffen abgehalten, Informationen zusammengetragen, Kongresse
    organisiert, man ging hausieren bei Institutionen, Politikern .....

    Weißt du, dass es zu einem großen Anteil einem Vater, der beruflich häufig in den USA zu tun hatte, zu verdanken ist,
    dass 1997 in Deutschland das erste Buch (eines Nichtmediziners) über Erwachsenen-ADHS erschienen ist?
    Dass im Jahr darauf der Rowohlt-Verlag das Buch "Zwanghaft zerstreut" von Hallowell/Ratey herausgebracht hat?
    (Damals gebunden, seit vielen Jahren als Taschenbuch erhältlich.)

    Und dass unter diesen engagierten Leute auch ein Elternpaar war, das es geschafft hat, zum Thema
    Erwachsenen-ADHS in Deutschland den ersten Artikel im "Nervenarzt" zu veröffentlichen.

    Und heute sitzt man am PC und klickt ein paar mal und verschafft sich alle Informationen......

    Ich habe das jetzt nicht geschrieben, damit du vor Ehrfurcht erstarrst,
    ich wollte es dir einfach mal erzählen, woher sollen es jüngere Menschen wissen.

    Ach übrigens, heutzutage bezieht man sich immer so gerne auf Studien,
    man macht nichts, wenn es nicht eine bedeutsame Studie darüber gibt.

    Auch dazu braucht man Menschen.
    In der Uni-Klinik Würzburg werden welche gesucht, und natürlich auch anderswo.

    Dieses Forum hier ist ein Schatz,
    es lohnt sich aber auch, mal rauszugehen und die Menschen in natura kennen zu lernen.
    Durch das Forum haben das schon viele gemacht.

    Und nicht vergessen, es ist ein Spektrum!
    Wirsindnichtihrseidnichtichbin nichtdu.

    LG Gretchen

  7. #27
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 101

    AW: Was meinte Ihr zu den ADHS-Zweiflern

    naaaaaja, es gibt immer, aber auch wirklich immer bei jeder Meinung Zweifler und Gegner und das ist auch gut so. ich denke schon dass man den Umgang mit Medikamenten schon durchaus kritisch sehen sollte. ich bin schon dafür immer erstmal die Situation, Umgebung und alles was halt irgendwie geht, das Verhalten, beispielsweise versuchen zu verändern.
    nicht nur von den jeweils Betroffenen, ich denke das ist sehr wohl ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, denn immer meht Menschen fallen da doch scheinbar " irgendwie" durch....

    ich mag diese Hunter Theorie sehr und finde sie einleuchtend.....ihr wißt schon oder

  8. #28
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.213

    AW: Was meinte Ihr zu den ADHS-Zweiflern

    Ja, liebe Trulla76,

    das ist sehr wohl ein gesamtgesellschaftliches Phänomen,
    ja, so ist es!

  9. #29
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Was meinte Ihr zu den ADHS-Zweiflern

    Gretchen, ich habe mich da wohl etwas missverständlich ausgedrückt. Meine Vermutung ist, daß ADS sowohl eine genetisch bedingte Charaktereigenschaft ist, die bei vielen Säugetieren zu beobachten und mal als Vorteil mal als Nachteil zu betrachten ist, als auch eine Zivilisationskrankheit, deren Pathologie sich aus dem soziokulturellen Milieu ergibt.

    Wie Du ja weißt ist dieses Thema Neuland für mich, daher komme ich mit vielen Vorurteilen. Das Wenige das mir bisher dazu begegnet war und vieles dem ich bei meinen bisherigen Recherchen begegnet bin war von grundsätzlichem Zweifel an der Existenz von ADS oder seiner Behandlungsbedürftigkeit. Nciht das ich Zweifel verurteilen will, ich selbst zweifel sehr viel und halte das für eine wichtige Funktion der Intelligenz. Wenn das dann dazu führt, das ein stupides Wutbürgertum mein Recht auf Behandlung in Frage stellt, mit der Begründung, man müsse halt die Gesellschaft ändern, die sei ja eh doof, dann bin ich froh, dass es eine Pharmalobby gibt, die Studien zur Behandlung von ADS bezahlt. Gerade die Behandlung mit Stimulanzien ist ja entgegen der landläufigen Meinung verhältnismäßig vorbildlich erforscht, auch wenn es da noch viel zu tun gibt.

    Das Hauptproblem mit der Pharmamafia sehe ich dann eher in demu ltimativen Innovationsvernichter Patentschutz, weil bei Studien notwendigerweise die Finanzierung wichtiger ist als der gesellschaftliche Nutzen. Es lohnen sich nur neue Wirkstoffe.

    Das Konzept von Studien an Sich läßt zwar zu wünschen übrig, ist aber das Beste das wir haben. Daher ist die Finanzierung wichtig. Immerhin hat die Pharmaindustrie ausreichend investiert, das Engagement von vielen Ärzten und Interessierten mit einer gewissen wissenschaftlichen Datenlage, die der bisher beste Garant für Erkenntnis ist, zu belohnen.
    Geändert von __silence__ (22.01.2016 um 23:40 Uhr) Grund: Formatierung

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