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Diskutiere im Thema Wie hat man AD(H)S entdeckt? im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #61
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    Gute Nacht

  2. #62
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    ok, ich glaube, ich habe da ein Minenfeld betreten. ich habe gesagt, dass ich mutmaße, dass es unter den Sinti und Roma viele ADHSler und ADHS-Persönlichkeiten gibt. Und dass ich meine, dass die gesellschaftliche DIskriminierung der Sinti und Roma neben anderen Dingen auch damit zusammenhängt. Die Gesellschaft in z.B. Deutschland ist in den letzten 50 Jahren erfreulicherweise ca. 100-fach toleranter geworden gegenüber ganz vielen Gruppen, die früher diskriminiert wurden. Homosexualität etc. etc. alles völlig zurecht kein Problem mehr für die Gesellschaft...bezüglich den Sinti- und Roma hat der "Durchschnittsdeutsche" auch heute noch Ressentiments. Ich habe Hypothesen aufgestellt, woran das liegt, und mal angenommen, ich hätte inhaltlich recht, schlüssig wäre es auf jeden Fall. Und ich galube auch nicht, dass in der Antiziganismus-Forschung irgendeiner der beteiligten Wissenschaftler jemals schon mal von ADHS bei Sinti und Roma gehört hat (die glauben wahrscheinlich auch alle, ADHS gibt es in Wahrheit gar nicht), weswegen das dort auch nie thematisiert wird. Und vielleicht darf es auch zurecht nicht thematisiert werden, weil man damit am Ende in Teufels Küche kommt. Ich schreibe hier jetzt nichts mehr weiter dazu, eben, weil ich das Tor zur Hölle nicht noch weiter aufmachen will.

  3. #63
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    Ich sehe nirgendwo eine Behauptung, dass das so ist. Ich sehe eine Hypothese. (Kann aber natürlich auch sein, dass ich das überlesen habe....).

    Natürlich sind da viele Konjunktive drin. Sollte eine Andersartigkeit objektiv festgestellt werden (tja, wie?Fragebögen?Ich weiß nicht...), wäre der nächste Schritt, nach Gründen zu suchen.

    Andersartigkeit ist leider oft negativ behaftet, da schrillen dann zu Recht die Alarmglocken.

    Es könnte auch andersherum ein Schuh draus werden: Durch Jahrhunderte der Verfolgung könnte unter den Sinti und Roma ein höher Anteil ADHSler überlebt haben (ständige Alarmbereitschaft?frühere Flucht?), während nicht ADHSler häufiger der Verfolgung und Diskriminierung zum Opfer gefallen sind.

    Hat aber wohl wirklich keinen Sinn, da weiter rumzugrübeln. Dazu gibt es zu viele Unbekannte in der Gleichung. Und den Sinti und roma wäre wohl auch nicht geholfen...
    Ich stelle mir gerade eine Schlagzeile in der BLÖD vor: "Wissenschaftler: Sinti und Roma ADHS- Volk?" gruselig....
    Geändert von Jógvan (13.11.2015 um 00:31 Uhr)

  4. #64
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    "Oder mal ganz provokativ: Wieso können (und wollen) sich "die" (man kann es nicht pauschalisieren, aber es gibt Tendenzen) Sinti und Roma nicht in europäische Zivilisationen integrieren - die sind immerhin seit ca. 500 Jahren in Europa und hatten viel Zeit, sich zu assimilieren und integrieren? Eben weil sie´s nicht können...und sie können es deshalb nicht, weil es da ADHS-Gene gibt ohne Ende."

    Da steht nix mit Hypothese und Konjunktiv ist da auch nicht drin.

    Wenn das Ganze dann damit untermauert wird, das es ja nur Thesen sind, weil sich keiner traut den Beweis anzutreten, weil dem ja Rassismus unterstellt werden könnte, dann finde ich das mehr als bitter.

    Hier werden einer Ethnie pauschal Eigenschaften unterstellt, und diese sollen dann auch noch genetisch bedingt sein. Egal ob nun positiv gesehen oder nicht, damit wird eine ethnische Gruppe zu einer biologischen Gruppe (Rasse) gemacht. Eine Rasse mit einer Eigenschaft die weltweit als Erkrankung gilt, aufgrund von Vorurteilen (die einigen Symptomen der ADHS ähneln), die man sich über diese Gruppe gebildet hat.


    Da ändert auch das romantisieren und das die Veröffentlichung dieser Idee als Akt eines Märtyrers dargestellt wird, nichts daran.




    Muss auch ins Bett, gute Nacht

  5. #65
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    Liebe Creatrice,
    Die Konjunktive sind meine Interpetation das Komplexes.Damit meinte ich, dass man erst einmal objektiv eine Andersartigkeit feststellen müsste, bevor man versucht, diese zu erklären. Ich gehe auch nicht davon aus, dass Sinti und Roma irgendwie anders gebaut sind, als du oder ich oder der "durchschnittliche Mensch".
    Das Zitat, das du lieferst, habe ich als bewusste Überspitzung (quasi als hypothetische Annahme, die zur weiteren Hypothese führt) gesehen, ich gebe dir aber insofern Recht, dass man das auch anders lesen kann. Ich reagiere auch allergisch auf Diskrimierung und kann deine Reaktion gut verstehen.

    Ich möchte mich aber dagegen verwehren, dass du meinen Gedanken, dass sich da keiner rantrauen wird, als Untermauerung ansiehst. Das wäre tatsächlich eine verquere Logik.
    Darauf zielte auch meine erdachte Überschrift ab: alleine die Veröffentlichung dieser Hypothese würde Schaden anrichten. Denn das Ergebnis der Untersuchung würde bei einem Ergebnis, das festestellt, dass Sinti und Roma Menschen sind wie jeder andere auch, wohl nicht in der BLÖD veröffentlicht. Hängen bliebe dann die Hypothese...

    Ich bin ein großer Anhänger von mehr Wissenschaft in Gesellschaft und Politik. Und dafür, so viel wie möglich zu untersuchen, um feststellen zu können, wie etwas ist. Dann nach den Gründen zu suchen, erklären zu können- und die richtigen Schlüsse zu ziehen.

    Geändert von Jógvan (13.11.2015 um 01:01 Uhr)

  6. #66
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    Das hat mir keine Ruhe gelassen, mich würde die Meinung zu Folgendem interessieren:

    Das hier ist die Definition der Bundeszentrale für politische Bildung von Rassismus. Darauf aufbauend wird übrigens tatsächlich auch die Zuschreibung bestimmter Eigenschaften zu einer ethnischen Gruppe als Rassismus bezeichnet.

    Damit wäre tatsächlich schon die Forschungsfrage, ob Sinti und Roma andere Eigenschaften als der Duchschnittsdeutsche haben, rassistisch. Da habe ich wieder etwas Neues gelernt, für mich war die Wertung von Unterschieden und daraus resultierende Ungleichheit in der Behandlung/ Wertigkeit der springende Punkt.

    Diese Definition ist sicherlich nicht grundlos so, aber (achtung, provokativ!) ich fürchte auch, dass dieses Tabu in einigen wenigen Fällen auch hinderlich sein könnte.

    Ein Beispiel: In diesem Artikel wird die Information gegeben, dass Untersuchungen in den USA ( leider werden keine Jahreszahlen zur Messung genannt) einen Unterschied beim IQ von dort lebenden Schwarzen und Weißen festgestellt haben. Natürlich Wasser auf den Mühlen vieler Fehlgeleiteter. Leider.

    Aber es gibt Gottseidank auch Forscher, die nun angefangen haben, nach den Gründen zu suchen und meinen, die Antwort in der leider immer noch vorherrschenden Diskriminierung gefunden zu haben. Das halte ich für mehr als plausibel. Neuere Erhebungen zeigen, dass der Unterschied inzwischen deutlich kleiner geworden ist. Das korreliert dann wohl mit einer Angleichung der Chancen.

    Ich hoffe, dass also weiterhin Erhebungen über die Verteilung des IQ durchgeführt werden. Damit gezeigt werden kann, dass schwarze/weiße/gelbe/grüne/pinke/wasauchimmer Menschen prinzipiell gleichwertig sind. Dass Diskriminierung nicht nur unendliches Leid erzeugt, sondern auch den Fortschritt der Menschheit behindert (ebenso das Wirtschaftswachstum und noch viel mehr). Jedes Argument gegen Diskriminierung ist ein gutes Argument. Leid lässt aber leider viele Menschen kalt, wenn es nicht gerade vor der eigenen Haustür passiert. Wenn nun aber manche kaltherzige weiße Egoisten in einer Angleichung der Chancen für alle für sich auch irgendeinen Vorteil (Wirtschaftswachstum->Steuereinnahmen->endlich Geld für Straßensanierung vor der eigenen Haustür usw?) sehen würden, könnten sich manche Dinge evtl. schneller ändern.

    Allein schon die Frage nach der IQ-Verteilung wäre aber rassistisch. Und dürfte gar nicht gestellt werden.

    Ebenso (wie schon gesagt) unsere Frage nach einer wie auch immer gearteten Andersartigkeit der Sinti und Roma. Dieses Denkverbot hat, wie schon in meinem Überschriftsvergleich angerissen, auch gute Gründe. Aber es sei der (hypothtische) ketzerische Gedanke erlaubt, Chaotschland hätte ins Schwarze getroffen: In einer toleranteren Gesellschaft, die weder ADHS noch irgendeine äußerliche Andersartigkeit verurteilt, könnte damit vielen Menschen ein Leidensweg erspart werden.

    Mir ist klar, dass wir von einer solch utopischen Gesellschaft leider noch sehr weit weg sind. Und dass viel zu viele Menschen beim Gedanken ans Fremde/Andere viel zu schnell werten/auf tumbe Reflexe wie anders=schlecht=Gefahr zurückgreifen. Trotzdem fühle ich mich nicht wohl damit, dass schon die Frage rassistisch sein soll. Dass quasi automatisch mit der Frage nach einem Unterschied eine Wertung impliziert wird (die mir vollkommen fern liegt!). Obwohl sie vielleicht sogar Gutes bewirken könnte.

    Wahrscheinlich sind wir aber wohl noch zu weit von einer Gesellschaft weg, in der alleine das Bekanntwerden einer Frage nach Unterschieden keinen Schaden anrichtet.

    Verzeiht meinen langen Hyperfokus-Erguss. Die Gedanken haben mir keine Ruhe gelassen. Ich bin dankbar für Hinweise, wo mein(e) Denkfehler liegen, falls ihr welche findet.
    Geändert von Jógvan (13.11.2015 um 03:34 Uhr)

  7. #67
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    jogvan, ich habe deine Posts als Vermittlung verstanden, nicht mehr.

    ich denke auch nicht, das Chaotland eine Rechte ist, aber wenn ich mich zB hinstellen würde und sagen würde "zB bei H war nicht alles.." na du weißt schon, macht das auch mir noch keinen Neonazi aber der kram ist rechter Dreck.

    mich stört nur, dass mir ihre Behauptung ziemlich aus der Luft gegriffen scheint bzw auf falschen Annahmen beruht

  8. #68
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    Naja, es ist der entscheidende Unterschied, ob ich an die Frage rangehe zu untersuchen DAS Schwarze weniger IQ haben als Weisse, oder zu untersuchen wie der IQ verteilt ist.

    Das rassistische hier beruht ja auf einer Annahme, die aufgrund von Vorurteilen zustande kommt. Und es beruht eindeutig auf Vorurteilen, das Roma und Sinti vertrieben wurden und werden, weil sie anders sind, oder aufgrund ihres Wesens anecken.

    Denn wie in dem Zitat aus meinem Post gibt es viele die dieser ethnischen Gruppe angehören, die gar nicht auffallen, sich eben wegen genau dieser Vorurteile gar nicht trauen zu sagen das sie Roma sind. Ausserdem finde ich es fast höhnisch zu sagen die Roma und sinti wollen sich nicht anpassen wegen ihrer Andersartigkeit.

    Das Argument gab es schon mal bei den Juden, "die wollten sich nicht anpassen, sondern weiter Betrüger bleiben, deswegen waren so viele von denen in Berufen mit Geld." Das ihnen aufgrund ihrer Geschichte viele Berufe, ausser eben oft diese verwehrt blieben, wird dabei ausgeblendet.




    Mosel Chaotschland ist ein ER

    Ich denke übrigens auch nicht das hier wer solche Gesinnung hat, ich finde nur diese unbewusste Art genauso gefährlich

  9. #69
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    ups, sorry, Chaotland

    das mit dem subtil trifft es ganz gut. Ich glaube, das sind wir alle gefährlich oder wer macht sich davon frei, dass es ihm etwas mulmig wird, wenn 3 junge Afrikanische Männer einem in dunkler Straße entgegenkommen, das scheint irgendwie auch in uns zu stecken und wird ja auch fleissig von Hollywood bedient. noch immer. Auch andere körperliche Hinweise, die auf Charaktereigenschaften hinweisen sollen. Jeder erkennt in einem WaltDisneyfilm auf den ersten Blick den Bösewicht: engliegende, stechende Augen, niedrige Stirn (wahlweise auch für "dumm" stehend" usw.
    vielleicht auch ein archaische Angst vor Fremden und Andersaussehenden.
    Das gilt aber auch für positive Eigenschaften. Schwarze sind besser im Bett oder der edle Wilde (das fiel mir besonders gut als Beispiel. Daher auch diese Nachfrage nach den Apachen, ich weiss noch, dass da ganz schöne Klischees auch über die einzelnen Indianerstämme existieren).
    Die Erwartung, dass wirklich jeder einzelne der Flüchtlinge, die rüberkommen edel und gut ist. uswusw.

    auch das mit den Aborigines dürfte vermutlich niemals belegt worden sein.

    jogvan,ich weiss auch,was du meinst mit deinen IQ-Tests. Du würdest gerne damit beweisen, dass es eben keine angeborenen Unterschiede gibt. Aber wenn man das untersucht, dann doch nur, weil man diese Zweifel irgendwie ernst nimmt. Überzeugen kann man mit einem bestätigenden Ergebnis sowieso niemanden oder versuche mal einen Zeugen Jehova oder Sheldon Coopers (BigBang) Mutter davon überzeugen, dass es Evolution gibt.

    ich glaube nicht, dass Untersuchungen eine Methode sind, Rassismus zu bekämpfen.
    Geändert von Moselpirat (13.11.2015 um 15:19 Uhr)

  10. #70
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    Moselpirat schreibt:
    jogvan, ich habe deine Posts als Vermittlung verstanden, nicht mehr.
    Wunderbar, so war es auch gemeint.


    creatrice schreibt:
    Naja, es ist der entscheidende Unterschied, ob ich an die Frage rangehe zu untersuchen DAS Schwarze weniger IQ haben als Weisse, oder zu untersuchen wie der IQ verteilt ist.
    Klar, die Art der Fragestellung macht da schon einen Unterschied.

    Ich finde es aber trotzdem wichtig und legitim, nach Unterschieden in der Lebensweise und im Weltbild zwischen unterschiedlichen Gruppierungen jeglicher Art zu fragen. Denn: Gerade die Frage nach Unterschieden ist für mich die beste Methode, um Vorurteile zu wiederlegen. Ich gehe davon aus, dass sie in den meisten Fällen substanzlos sein werden.

    Wenn nun aber tatsächlich Unterschiede festgestellt werden, muss die Frage nach dem "Warum?" gestellt werden.

    Vor einiger Zeit las ich mit viel Interesse eine Studie, die sich mit unterschiedlichen Auffassungen in Sachen Liberalität zwischen Norddeutschen und Süddeutschen befasst. Würde mich sehr interessieren, wie das zu Stande kommt. Finde sie leider gerade nicht wieder...

    Oder diese Studie über egoistisches und altruistisches Handeln sowie Bewertung von Situationen bei religiösen und nichtreligiösen Kindern. Ich finde leider den ursprünglichen Artikel nicht mehr, aber interessanterweise bewerteten muslimische Kinder Gewalt kritischer als die anderen Vergleichsgruppen. Schöner Gruß an die "besorgten Bürger" an dieser Stelle.

    Es geht natürlich in beiden Fällen meiner Interpretation nach um anerzogenes Verhalten. Wenn nun aber nach langer Forschungsarbeit eine These, die bei der Suche nach Unterschieden externe Faktoren zur Erklärung heranzieht, widerlegt werden sollte, sollte es erlaubt sein, weiter zu forschen-und sei es nur, um eine intrensische Erklärung ausschließen zu können.

    Meine Quintessenz, auf die ich mich nun mit mir selber einige (Widerspruch erwünscht, bewege mich schließlich auf sehr schlüpfrigem Terrain): Erst wenn extrensische Faktoren explizit ausgeschlossen werden können und eine signifikante Menge untersucht wurde, also ein Unterschied objektiv festgestellt wurde, sollte man nach anderen Erklärungen suchen dürfen.

    Creatrice, ich fürchte allerdings, dass du da wohl recht hast. Die Suche nach einer objektiven Wahrheit ist zwar eine schöne Sache, aber gerade aktuell sieht man ja beim Flüchtlingsthema, dass die wenigsten sich von zb Meldungen der Polizei, dass höhere Flüchtlingszahlen eben nicht zu einem Anstieg der Kriminalität (außer bei rechter Gewalt ) führen, überzeugen lassen.
    Da bin ich wohl zu naiv.

    Edit: Natürlich hilft eine Suche nach Unterschieden (jetzt nicht unbedingt zwischen Gruppierungen, aber generell) auch ansonsten weiter: Hätte niemand nach einer Erklärung für die "Zappelphillippe" gesucht, wären wir ADHSler wohl nicht unbedingt besser dran. Um mal einen Bogen zur Ausgangsfrage zu schlagen.
    Geändert von Jógvan (13.11.2015 um 16:13 Uhr)

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