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Diskutiere im Thema Wie hat man AD(H)S entdeckt? im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #51
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    Der Link führt nur zur Suche.


    Wonach was für dich riecht, sei dir und deiner Meinung ja belassen, aber die Behauptung mit den "ADHS-Genen ohne Ende" und das ADHS ein Grund für die mangelnde Integration sei, finde ich nicht nur schräg, es ist auch wirklich daneben. Das wird dem, was dieser Minderheit über Jahrhunderte widerfahren ist, und heute noch widerfährt nicht nur nicht gerecht, es hat auch ein ganz bitteres Beig'schmäckle. (auch wenn es SO bestimmt nicht gemeint ist)


    Edit: Moselpirat hats ausgesprochen was auch ich meine.
    Geändert von creatrice (12.11.2015 um 23:14 Uhr)

  2. #52
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    und dann noch ein Querschläger zu den Apachen und werwardanoch ?

    und das Ganze basierend auf Untersuchungen in Berlin (von Wem überhaupt?Falls überhaupt ?)

    und das Ganze "riecht nach"

    und du deutest da wirklich genetische Grundlagen darfür an....
    vielleicht denkst du über das ganze nochmal nach. aber so richtig gründlich.

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    ich suchte eigentlich dieses Wort parallel zu antismeitisch, aber da stieß ich auf einen Begriff, der diesen Mythos des "fahrenden Volkes" beschreibt als "Exotisierend" und bei Wikipedia finde ich darunter

    Exotisierung ist ein kulturwissenschaftlicher Begriff für soziale Prozesse, Verhaltensweisen und Darstellungsweisen, die der Normalisierung [1] des "Fremden" gegenüber dem "Eigenen" dienen. Bezogen auf die eigenen Normen und Werte wird bei der Exotisierung im Gegensatz zur Normalisierung durch Angleichung [2] dem „Fremden“ eine grundlegende Andersartigkeit zugeschrieben und die kognitive Fähigkeit zur Aneignung der eigenen kulturellen Ordnungen abgesprochen. [3] Das Konstrukt des „Anderen“ oder „Fremden“ basiert bei der Exotisierung je nach Ausrichtung auf antisemitischen und / oder auf rassistischen Einstellungen und Verhaltensweisen. [4]
    Exotisierung ist eine Erscheinungsform des oft als "positiv" bezeichneten Rassismus, der sich in Dichotomien wie dem Begriff des „Edlen Wilden“ ausdrückt. [5] Die Umschreibung mit "positiv" ist hinsichtlich der Gewaltformen des Rassismus irreführend. In kulturseparatistischen Vorstellungen des Multikulturalismus zeigt sich die Exotisierung durch das Nicht-Wahrnehmen von Kulturausformungen in der Mehrheitsgesellschaft durch die Minderheitsgesellschaft, wie zum Beispiel die Einflüsse der jüdischen Kultur auf die deutsche Kultur in Sprache, Musik, Wissenschaft und Literatur. [6]
    Die zur Ideologie gefestigte Ausformung von Normen und Werten, die bei der Exotisierung zum Tragen kommen, wird als Exotismus bezeichnet.

  3. #53
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    Stimmt, so war es tatsächlich nicht gemeint. Das ist leider so, dass wenn man Diskriminierung, rassistische Ressentiments und Verfolgung, die bei den Sinti und Roma unter Adolf Nazi sogar bis zum teilweisen Genozid an den Sinti und Roma gipfelte, in auch nur einem Wort in Verbindung bringt mit intrinsischen Faktoren und nicht nur extrinsischen Faktoren, dann ist das sehr dünnes Eis, auf das man sich begibt. Ich habe gesagt, dass bei den Sinti und Roma eine gewisse Andersartigkeit im Wesen tendenziell erkennbar ist. Und ich führe das zurück auf eine hohe Dichte an ADHS-Persönlichkeiten und zum weit geringeren teil auch ADHS-Kranken. Das ist aber viel eher positiv als negativ gemeint. Sagen wir, es ist eine gewisse Wertschätzung für die Sinti und Roma. Aber wie gesagt, das ist ein gesellschaftliches Minenfeld, so etwas anzusprechen.

  4. #54
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    Das was du gerade geschrieben hast ist Exotisierung.

    Ich weiss, das du das nicht vor diesem Hintergrund meinst, aber du unterstellst eine Andersartigkeit im Wesen. Wie kommst du darauf das diese Menschen anders im Wesen sind?
    Weil sie eine andere Kultur haben? Weil sie diskriminiert werden müssen sie ein andersartiges Wesen haben....... lass dir das mal langsam durch den kopf gehen, vllt auch morgen...... diese Schlussfolgerung ist auch jenseits jeglicher ethnologischen und medizinischen Erfahrungen.

  5. #55
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    Vielleicht hilft dieser Link ein bisschen weiter.

  6. #56
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    Das kann man jetzt auch wieder so sehen: Wieso haben entsprechende Menschen eine andere Kultur? Es mag genügend Einflüsse geben, aus den sich eine Kultur ergibt, die extrinsisch sind. Es mag, und das ist lediglich eine Hypothese oder auch persönliche Meinung, Einflüsse geben, aus denen sich neben anderem eine Kulur ergibt, die intrinsischer Art sind.
    Und was Diskriminierung angeht: Wir ADHSler kennen uns ja aus mit Diskriminierung, nämlich, weil es in Deutschland und der Welt nur wenige gesellschaftliche Gruppen gibt, die so sehr diskrminiert werden, wie ADHSler.

    Wie gesagt: Das Intrinsische ist längst nicht alles, aber meiner Meinung kann es manchmal ein Faktor sein, aus dem sich eine Kultur und auch Diskriminierung durch die Mehrheitsgesellschaft ergeben. Und da sollte man dann mit so einer Aussage auch nicht ins Lächerliche gezogen oder noch schlimmer eine rassistische Ecke gestellt werden.

  7. #57
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    Ich finde die Hypothese übrigens sehr interessant und gehe nicht davon aus, dass Chaotschland irgendetwas Negatives damit meint.
    Es könnte ein Erklärungsansatz sein. Ist aber meiner Meinung nach fraglich, ob das mal jemand untersuchen wird. Da könnte man sich nämlich tatsächlich ziemlich die Finger mit verbrennen.

    Gerade hier in diesem Forum dürfte in der Hypothese keinerlei negative Wertung mitschwingen, ich denke wir sind uns einig, dass ADHSler genau so viel wert sind, wie andere Menschen auch.

  8. #58
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    wir ziehen weder ins Lächerliche noch ziehen wir dich in die rechte Ecke. Aber deine Argumentation findet man sehr in der rechten Ecke.

    danke, den Begriff Antizyganismus suchte ich.

    wer "Andersartigkeit" bei einer ethnischen Gruppe (noch dazu im genetischen Bereich) zugesteht, spielt damit auch ungewollt Rassisten in die Hände. entweder gibt's es rassische Unterschiede oder nicht. Sage ich zum ersten Ja, dann kann ich es keinem Rassisten verdenken, wenn er damit argumentiert, dass es Rassen gibt, die aus natürlichen Gründen unterlegen oder schlechter seien und anderen, die die bessern, die Herrenrasse sind.

    aber selbst wenn ich den Pfad des politisch korrekten verlasse, finde ich keine Gründe es sei denn dubiose Zahlen aus bestimmten Stadtteilen von Berlin. und da müßte man mal genauer erkunden, wie es zu den Zahlen kommt. es gibt keine eindeutigen Zahlen, wieviel ADHsler denn nun in der Gesamtbevölkerung prozentual vertreten sind also kommt mir auch eine Feststellung von "Häufungen" dubios vor, zumal wir uns sicherlich einig sind, dass in Nobelvierteln voller Akademiker prozentual vermutlich weniger ADHSler zu finden sind. dahinter könnte also ein Mythos stecken

    und wenn man von einer "Andersartigkeit" von Roma spricht, dann kann sich das eigentlich nur auf Klischees und Mythen beziehen, oder ? Wobei es Diskriminerung über Generationen in jeder Gesellschaft existieren und auch Perspektivlosigkeit in Deutschland und seinem unfairen Bildungsystem gerne von Generation zu Generation weitergereicht wird.


    ich unterstelle dir wirklich nicht "eine REchte" zu sein, aber das, was du hier von dir gibt's ist "rechts"

    welche kulturellen Unterschiede meinst oder siehst du eigentlich ? ich weiss immern och nicht, auf welche Faktoren sich dieses Anderssein bezieht ?

  9. #59
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    Jogvan, wenn man so etwas behauptet, muss das wirklich Hand und Fuß haben und sich auf irgendwas basieren. ich hab aber bis auf angebliche Fallzahlen nichts dazu gehört. und auch nicht, was genau denn dieses "Andersartige" dann sein kann. Noch dazu die Behauptung, es läge an den Roma, dass sie nicht integriert werden. das ist schon heftig. und es klingt schon sehr nach Exotismus.
    ebenso die Sache mit den Apachen. aberm ehr zwischen den Zeilen

    ich sage ja nicht, dass es eine Abwertung eines Volkes ist, wenn man meint, es habe mehr ADHSfälle als andere. Sondern wenn diese Behauptung auf einem sagenwirmal abwertenden Klischee über jenes Volk basiert. und wenn genetische Unterschiede eine ROlle spielen sollen.

    jeder Rechte hätte an den oben geäußerten Aussagen seine helle Freude .


    ich hätte wirklich gerne gewußt, von welchen Eigenschaften wir hier reden.
    Geändert von Moselpirat (12.11.2015 um 23:59 Uhr)

  10. #60
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    "Schriftsteller von Cervantes über Shakespeare und Goethe bis hin zu modernen Autoren wie Günter Grass dichteten ihnen kriminelle Eigenschaften oder zügellose Wildheit an, man reagierte mit irrationalen Ängsten oder heimlicher Bewunderung. Auch vorgeblich positive Bilder wie das angeblich so freie und "lustige Zigeunerleben", sexuelle Freizügigkeit oder temperamentvolles Tanzen und Singen markierten Menschen als abweichend von den Normen der Mehrheitsgesellschaft.
    Mit der Realität hat auch das nichts zu tun. "Solange nicht auch mal darauf hingewiesen wird, dass Sinti vielleicht gute Mathematiker und Mathematikerinnen sind", so Politologe Markus End, solange wirkten auch positive Zuschreibungen antiziganistisch. Um Diskriminierungen zu vermeiden, verschweigen viele Roma und Sinti, dass sie der Minderheit angehören. Genau dadurch aber werde die stereotype Wahrnehmung noch verstärkt, sagt End. Denn gerade erfolgreiche und seit langem integrierte Sinti und Roma fehlen im öffentlichen Bild dieser Minderheit."


    Einen intrinsischen Faktor in einer ethnischen Gruppe von allein in Europa ca 11 Millionen Mitgliedern sehen, IST lächerlich und rassistisch. (auch wenn es so nicht gemeint war/was ich wirklich auch glaube)
    Geändert von creatrice (13.11.2015 um 00:01 Uhr)

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