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Diskutiere im Thema Wie hat man AD(H)S entdeckt? im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #41
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    Moselpirat schreibt:
    Ein jeder Genetiker wird dir aber erklären, dass es irgendeinen Vorteil egalwelcher Art gehabt haben muss- sonst hätte die Evolution das Adhs längst ausgemerzt. Welcher das war, ist natürlich Mutmmaßung, aber _dass_ es einen gab ist eigentlich wenig umstritten
    Naja, wenn man von der These ausgeht, würde ja ADHS was multifaktoriell entsteht gar nicht ausgemerzt werden können, denn es bedarf ja der anderen Faktoren um die beschriebenen Vorteile zu präsentieren. Deswegen bedarf es nach der These schon einer reinen Vererbung, da ja von der Natur nur (zu 100%) ausgemerzt werden kann, was auch phänotypisch sicher in Erscheinung tritt.

    Die anderen Faktoren sind ja auch nur Thesen, genau wie die Vererbung, z.B. Sozialfaktoren, Mikrotraumen/-läsionen /minimale Fehlbildungen am Hirn pränatal oder während der Geburt oder postnatal, häufige Streptokokkeninfektionen besonders an den Ohren und oberen Atemwegen in der Kindheit, Zusammenhang mit Atopikern..... da gibt es vieles.....

  2. #42
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    sorry, verstehe ich aber noch nicht so ganz.

    meint man, dass es ein Zusammenspiel aus Genetik und anderen Faktoren benötigt, um adhs zu bekommen oder meint man, dass es sehr unterschiedliche voneinander unabhängige Auslösefaktoren gibt ?


    sorry, aber was ich immer gelesen habe/bzw soviel herrschende Lehrmeinung ist doch, dass die Vererbung zumindest _eine_ Rolle spielt.

    oder bin ich da nicht auf dem Laufenden (ich rede ausdrücklich von der vorherrschenden Lehrmeinung, dass es da jede wissenschaftliche Fachrichtung eine ganz eigene Sichtweise hat und es natürlich auch sehr unterschiedliche Theorien gibt, ist mir auch klar) ?

  3. #43
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    ADHS soll angeblich vererbt werden durch ca. 500-1000 Gene (Zitat Klaus-Peter Lesch wieder). Diese 500-1000 Gene sollen angeblich jeweils einen nur minimalen Effekt auf den Phänotyp ADHS haben, aber sie haben einen. Außerdem sollen dann wiederum viele verschiedene Wege in eine gemeinsame phänotypische Endstrecke , wobei wiederum das Dopamin dann doch eine wesentliche Rolle spielen soll, münden. Grob gesagt, die Genetik beim ADHSler als Individuum wird verursacht durch grob geschätzt 100 oder noch mehr Gene (es soll spezielle ADHS-Familien geben, wo es deutlich weniger Gene beim einzelnen sind, und wo die Gentik der ADHS ausnahmsweise recht klar erforscht sein soll, dies Fälle machen aber angeblich nur einen Bruchteil der Gentik bei ADHS aus). Das Zusammenspiel der Gene ist sozusagen ein riesiges Orchester oder lärmendes Geräuschemischmasch, die im Zusammenspiel zu ADHS führen. Man kann ausgehend davon szusagen dann mutmaßen, dass ein leichter oder subklinischer Fall dann 10 statt 100 Gene abbekommen hat, aber er kann diese 10 Gene dann auch weitervererben. Das ist in der Beschreibung wohl unwissenschaftlich, aber anschaulich.
    Die Genetik bei ADHS soll nicht alles sein, aber doch wohl das meiste. ADHS gilt als eine der am stärksten erblichen psychischen Störungen bzw. Auffälligkeiten überhaupt.
    Der schwere Fall von ADHS dürfte auch in der Steinzeit seine Probleme gehabt haben (wenn auch weit weniger als der Bauer in Mesopotamien oder erst recht als der Schüler mit ADHS an ner deutschen Schule von 2015). Er wird seine Gene etwas weniger vererbt haben, als der leichte Fall von ADHS. Aber gerade der leichte bis mittelschwere Fall von ADHS dürfte sich in der Steinzeit oder später bei Naturvölkern als genetischer Selektionsvorteil erwiesen haben. Und daher kommt es wohl, dass die Evolution ADHS nicht längst von der Erde getilgt hat. Die Gene kommen von den leichten Fällen von ADHS.
    Und wie gesagt, bei den Naturvölkern und den weniger preußischen Gesellschaften ist er genetisch im Vorteil oder zumindest weniger im Nachteil gegenüber Nicht-ADHSlern. Oder mal ganz provokativ: Wieso können (und wollen) sich "die" (man kann es nicht pauschalisieren, aber es gibt Tendenzen) Sinti und Roma nicht in europäische Zivilisationen integrieren - die sind immerhin seit ca. 500 Jahren in Europa und hatten viel Zeit, sich zu assimilieren und integrieren? Eben weil sie´s nicht können...und sie können es deshalb nicht, weil es da ADHS-Gene gibt ohne Ende.

  4. #44
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    Moselpirat schreibt:
    sorry, verstehe ich aber noch nicht so ganz.

    meint man, dass es ein Zusammenspiel aus Genetik und anderen Faktoren benötigt, um adhs zu bekommen oder meint man, dass es sehr unterschiedliche voneinander unabhängige Auslösefaktoren gibt ?


    sorry, aber was ich immer gelesen habe/bzw soviel herrschende Lehrmeinung ist doch, dass die Vererbung zumindest _eine_ Rolle spielt.

    oder bin ich da nicht auf dem Laufenden (ich rede ausdrücklich von der vorherrschenden Lehrmeinung, dass es da jede wissenschaftliche Fachrichtung eine ganz eigene Sichtweise hat und es natürlich auch sehr unterschiedliche Theorien gibt, ist mir auch klar) ?
    Es kommt ganz drauf an wen du fragst, es gibt die, die meinen es benötigt mehrere aufeinandertreffende Faktoren, es gibt die, die meinen es gibt nur ein oder wenige ganz bestimmte Faktoren und es gibt auch die, die meinen es gibt unterschiedliche Auslöser. Letzteres steht immer mehr bei denen zur Debatte, die eine Ausweitung der Diagnosekriterien gerade in Bezug auf Alter wünschenswert finden.
    Die Lehrmeinung ist mitten im Wandel, die vorherrschende Theorie der DAT-Dichte-Veränderung (die ja auf bestimmte Gene zurückgeführt werden sollte) wird immer unwahrscheinlicher, im Moment ist die vorherrschende Meinung das es mehrere Faktoren benötigt. (Ich glaube das ist eine Verlegenheitsmeinung)

  5. #45
    bin eine Piratin

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    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    Danke für eure ausführlichen Antworten

    Saubere Sache, die Lehrmeinung ist im Wandel, weiß aber wohl weniger denn je. Ich bin nicht überrascht

  6. #46
    Ist hier zuhause

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    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    Also ich weiss gar nicht was ich zu der Theorie der Sinti und Roma sagen soll.....

    Allein die Geschichte dieser Bevölkerungsgruppe zeigt, wieso sie sich nicht einfügen konnten, durften und sicher aus Angst und Verbitterung teils auch nicht getan haben. Das sind ethnische Identitätsgründe, wieso auch der Nahost-Konflikt so lange am Laufen ist.

    Das kann doch jetzt hier wirklich nicht ernst sein, das einer ganzen Bevölkerungsgruppe eine psychiatrische Erkrankung unterstellt wird, weswegen sie unfähig seien sich anzupassen.

  7. #47
    Ist hier zuhause

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    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    Moselpirat schreibt:
    Danke für eure ausführlichen Antworten

    Saubere Sache, die Lehrmeinung ist im Wandel, weiß aber wohl weniger denn je. Ich bin nicht überrascht

    Leider ist das wirklich so. Volle Punktzahl! Gerade die Neurochemie verschiedenster Erkrankungen wird immer wieder neu "geschrieben".

    Um so mehr Türen geöffnet werden, um so mehr erkennen die Forscher, das noch 10x mehr Türen dahinter sind. Die Komplexität wird mit den neuen Techniken immer bewusster.

  8. #48
    bin eine Piratin

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    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    Danke, creatrice
    Zu den Sinai und Romantik wollte ich erstmal nochmal nachlesen, weil ich eigentlich der Meinung war, mich da total verlesen haben zu müssen. Aber ich lese es wie du und konnte es auch nicht glauben.

  9. #49
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 718

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    Ich hab nicht gesagt, dass die Sinti und Roma als Ganzes bzw. alle Sinti und Roma ADHS haben gemäß den offiziellen Diagnosekriterien. Ich habe von ADHS-Genen bei den Sinti und Roma gesprochen. Die Häufigkeit oder Prävalenz von ADHS per definitionem wäre auf jedn Fall mal Wert, es wissenschaftlich zu untersuchen. Die Kultur der Sinti und Roma bzw. deren tendenzielle soziale Lebensformen kommen meiner Meinung nicht nur zustande durch Umwelteinflüsse bzw. historische Zufälle. Die Sinti und Roma stammen aus Nordindien und wurden von dort vertrieben. Überall dazwischen, also zwischen Nordindien und Europa wollte sie auch keiner. In Europa werden sie seit ca. 500 Jahren angefeindet und diskriminiert. Es mag andere Ethnien geben, die aus z.B. religiösen Gründen oder weil sie eine andere Hautfarbe haben, diskriminiert werden. Bei den Sinti und Roma riecht es für mich danach, dass es da noch was anderes geben muss, eine gewisse Andersartigkeit, die nicht durch äußere Einflüsse zustande kommt. Wie gesagt, ich meine damit Tendenzen, nicht pauschal die gesamte Ethnie. Aber wie gesagt, schon allein vom Bauchfefühl riecht das für mich nach "ADHS".
    Ebenso soll es sein bei den Aborigines und den Apachen, bei beiden Ethnien sind auch gewisse Parallelen zu den Sinti und Roma erkennbar. Ich habe gerade mal gegoogled Sinti und Roma adhs, ne ganz heiße Spur über google gibt´s da leider nicht, aber zumindest eine Häufung von ADHS-Fällen unter Roma-Kindern in Berlin. Das ist nichts, was wissenschaftlich substanziell ist, aber für ein Internet-Forum soll es in Sachen Meinungsfreiheit erlaubt sein. hier der Link:

    https://www.google.de/?gws_rd=ssl#q=Sinti+und+Roma+adhs

  10. #50
    bin eine Piratin

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    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    das ist doch ziemlich nah am Klischee vom fahrenden Volk. und das gilt als antidingens, ich komme nicht auf das Wort, aber sozusagen antisemitisch für Roma. geht schon ins Rassistische hinein, wenn man einem Volk bestimmte nichtkulturtelleEigenschaften zuordnen möchte, zumal wenn sie dann auf Vorurteile und "Völkerklischees" (wie heisst noch das richtige Wort dafür?) und wenn es dann auch noch um eine psychische Erkrankung, Störung oder gar in Richtung Genetik bewegt, dann begibt man sich auf seeeehr heißes Pflaster

    Di Verfolgung der Roma, da gibt's wirklich Parallelen zur weigen Verfolgung der Juden in Europa, sie unterliegen auch ähnlichen Klischees und Mythen, es geht um ähnliche Diskriminierungen. auch wenn das bei den Roma zT romantisch verklärt wurde. das kommt aber alles aus der selben rechten/mittlelalterilichen Ecke (ich will jetzt nicht das Mittelalter als nazivtum oder so verteufeln, ich denke mehr in Richtung Hexenverfolgung, Judenverfolgung, Romadiskriminerung)

    Die meisten Roma sind seßhaft und wenn sie es nicht sind, dann in der Regel als Folge von Minderheitenverfolgung, Rassismus, Anti-Dingens usw. Kurz: sie sind nicht "fahrend" weil sie es gerne sind oder einen Drang verspüren, sie sind meist gar nicht "fahrend" und wenn doch, dann zumeist aus Notwendigkeit, aus Verfolgung, aus Persepktivlosigkeit, aus blanker Not und sie werden nicht "assimiliert", weil man sie nicht lässt.

    vielleicht meinst du es gar nicht so, wie du rüberkommst, aber ich muss dir mitteilen, du kommst sehr schlecht rüber.
    Auch eine romantische Verklärung des "fahrendens Volkes" ist eine Herabsetzung von Minderheiten und basiert auf ziemlich rechtem Gedankengut.
    und dann noch das Klischee der Kriminialität. huih !
    damit möchte ich dir nicht automatisch rechtes Gesinnung unterstellen, aber vielleicht überdenkst du nochmal, was du da so schreibst und denkst.

    mal abgesehen davon, dass es auch nicht wirklich logisch ist, denn dann müßten ja auch die meisten ADHS-Familien ein Nomadenleben führen

    wie kommst du eigentlich überhaupt auf den Zusammenhang ?

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