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Diskutiere im Thema Wie hat man AD(H)S entdeckt? im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #31
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    OT

    Was mich bei diesem ganzen romantischen Tom Hartmann- Gedöns stört, ist, was ist der Selektionsvorteil der Unaufmerksamkeit oder Unorganisiertheit? Also speziell des vorwiegend unaufmerksamen Subtyps? Es geht ja eben nicht darum, das die Unaufmerksamkeit dem übermäßigen Fokus auf die wichtigen/interessanten Dinge geschuldet ist, das würde auf jeden Workaholic zutreffen, oder jeden, der etwas mit Spass macht, sondern das das eben auch bei Dingen auftritt, die einem teils sogar wichtig sind (Schule, Arbeit, Beziehung, Freunde).

    Geht man mal von typischen Jägern aus, z.B. den Caniden, so sieht man immer wieder, das die, die besonders impulsiv sind eben eine geringere Überlebenschance haben. Sie werden bestenfalls aus dem Jagdverband und dem Rudel gemobbt, weil sie durch ihre unkontrollierte Impulsivität die überlebenswichtige Jagd gefährden, schlimmstenfalls werden sie bei Kämpfen tödlich verletzt oder verhungern auf sich allein gestellt.

    Es ist hinreichend erwiesen und bekannt, das die besonnensten und gelassensten Exemplare Rudelführer sind.

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    /dev/random schreibt:

    Ist zum Beispiel auch einen riesen Unterschied, ob man mit dem Patienten erst die Fragebögen macht und dann ausführlich redet.

    Oder erst ausführlich redet und am Ende noch die Fragebögen...

    Und welcher wäre das?

  2. #32
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.962

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    creatrice schreibt:
    Beim Essverhalten äussert sich z.B. krankhafte Impulsivität in starkem Übergewicht, oder Essstörungen oder extremen Geldausgeben für Essen (was man gar nicht schafft).
    Muss es eben nicht ... Es gibt durchaus Menschen, denen sieht man ihr vieles Essen nicht unbedingt an und die haben auch keine Essstörung. Diese Art der Impulsivität muss ja nicht gleich in etwas Krankhaftes ausarten, es kann trotzdem gesundheitsschädlich sein. Und die Geldausgabe fällt in einer grösseren oder grossen Familie u. U. gar nicht auf, wenn es dagegen schwache Esser gibt.


    Dann bist du der Erste, der so gezielt und individuell abgefragt wurde. Die meisten Chaoten, die ich kenne, bekamen ihre Frageböge nach Hause und fertig. Das persönliche Gespräch war dann ergänzend dazu teilweise im Vorfeld und teilweise im Nachgang - nicht unbedingt aber beides und sie hielten sich auch nicht unbedingt an diesen Fragekatalogm sondern fragten eher allgemein nach weiteren Problemen oder spezifizierten noch einmal etwas. Und das kann eben auch ein Haken sein, wenn man nicht weiss, was AD(H)S eigentlich bei einem ist.

  3. #33
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    creatrice schreibt:
    OT

    Was mich bei diesem ganzen romantischen Tom Hartmann- Gedöns stört, ist, was ist der Selektionsvorteil der Unaufmerksamkeit oder Unorganisiertheit? Also speziell des vorwiegend unaufmerksamen Subtyps? Es geht ja eben nicht darum, das die Unaufmerksamkeit dem übermäßigen Fokus auf die wichtigen/interessanten Dinge geschuldet ist, das würde auf jeden Workaholic zutreffen, oder jeden, der etwas mit Spass macht, sondern das das eben auch bei Dingen auftritt, die einem teils sogar wichtig sind (Schule, Arbeit, Beziehung, Freunde).

    Geht man mal von typischen Jägern aus, z.B. den Caniden, so sieht man immer wieder, das die, die besonders impulsiv sind eben eine geringere Überlebenschance haben. Sie werden bestenfalls aus dem Jagdverband und dem Rudel gemobbt, weil sie durch ihre unkontrollierte Impulsivität die überlebenswichtige Jagd gefährden, schlimmstenfalls werden sie bei Kämpfen tödlich verletzt oder verhungern auf sich allein gestellt.

    Es ist hinreichend erwiesen und bekannt, das die besonnensten und gelassensten Exemplare Rudelführer sind.

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    Und welcher wäre das?

    Stimmt in so fern, dass das was du beschreibst, die Situation des "ADHSlers" im Alltag angeht, in der Situation , in der er oder sie im 9-to-5-Bürojob am Computer sitzt oder im Manager-Meeting Business-Gespräche führen muss, da sind die genannte und bekannte Impulsivität und kurze Aufmerksamkeitsspanne des "ADHSlers" bzw. des ADHSlers in der Tat ein nicht geringes Problem.
    In der Situation, wo es richtig ernst wird, wo etwa das Mammuth auf einen zu rennt oder die hungrige Jägergruppe auf der Pirsch liegt und das Überleben der Gruppe vom Jagderfolg abhängt, da gibt es diese Impulsivität in der Hinsicht nicht....oder sagen wir in jüngerer Zeit, wo Geronimo und seine Follower in der Sierra Madre einfach spurlos verschwunden sind oder auch manche Roma-Angehörige (man verzeihe mir den Zugriff auf dieses unfaire Klischée) beim Wohnungseinbruch Schmiere stehen und möglicherweise schnell flüchten müssen, da gibt es sozusagen genau das Gegenteil wie im Alltag... es gibt angeblich auch einen recht klar erforschten neurologischen Mechanismus (Corrie Neuhaus hat´s mir mal erklärt mit einem Schema und ner Zeichnung vom Gehirn, was sie immer macht bei ihren Patienten) , dem das zugrunde liegt.
    Die gleiche Kaltschnäuzigkeit in Extremsituationen (völlig konträr zum ADHSler bzw. "ADHSler" des Alltags) gibt es analog in der heutigen Zeit beim Häuserkampf in Aleppo und beim Orientieren und Sichten der Verletzten bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn.
    Ich stimme da wie gesagt insofern zu, dass der ADHSler im Alltag unsouverän und ohne Orientierung durch die Gegend irrlichtert. Eben die Gesellschaft der sesshaften Bauern.
    Die Tom Hartmann-Theorie mag romantisiert und verklärt und teilweise die Realität beschönigend sein, aber irgendwas wird da schon dran sein, sonst wäre sie längst wieder in der Versenkung verschwunden. Free Folks, die freien Völker, das mag alles in der Tat sehr viel romantisierendes Gedöns sein, aber aus der Luft gegriffen ist es meiner Meinung nach nicht.
    Ich gebe übrigens zu, ich bin selber schon genügend in völlig unsouveräner Art und Weise über die Station in der Klinik geirrlichtert, wenn´s ernst wird und Action gibt, bin ich sehr souverän.

  4. #34
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    Wenn diese Impulsivität nicht krankhaft ist, wieso ist sie dann für die Diagnostik wichtig? Was ist denn mit gesundheitsschädlich gemeint? Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck oder hohe Triglyceride?

    Wenn die Geldausgabe auch in einer Grossfamilie untergeht, dann bleibt trotzdem das Problem wo das Essen bleibt.... Also entweder im Magen des Betreffenden, und bei Krankheitswert hat der auch bei noch so guter Konstitution zumindest immer wieder phasenweise ein erhebliches Gewichtsproblem (wenn er es nicht auskotzt), und/oder es landet auffällig viel auf dem Teller/ im Einkaufswagen, was meist nicht geschafft wird und so wiederum auffällig und/oder auch für andere ärgerlich ist. Es geht ja eben um die Auffälligkeiten, die pathogene Abweichung der Norm, sonst ist es eine Schrulligkeit.


    Eigentlich muss man nicht genau fragen ob das und das ein Problem ist, um rauszufinden, ob es krankheitswert hat. Gerade im psychiatrischen Bereich sind die Ärzte auf krankheitsuneinsichtige geschult.

    Gerade in den allgemeinen Fragen und den weiteren Problemen/Auffälligkeiten hat mein Diagnostiker viel "entdeckt", was für mich nicht viel mit ADHS zu tun hatte, aber im Nachhinein schon. Es hat mich sogar eher im Gegenteil anfangs dazu verleitet zu denken er habe wegen der "komischen" Fragen und tests irgendwie was an der Waffel.

    Wenn man auf ADHS getestet wird, dann bekommt man ja auch dahingehend Fragen, die es ein- oder ausschliessen. Der Arzt leitet ja in vollem Bewusstsein das Interview, er stellt die Fragen, die ihn für die Diagnostik interessieren, dafür muss der Patient eigentlich nur wahrheitsgemäß antworten, ob er etwas nun für ADHS hält oder nicht spielt bei den Antworten ja keine Rolle.

    Impulsivität z.B. äussert sich schon meistens auch in den Bereichen des Fragebogens, eine spezifische Impulsivität nur auf einen oder 2 Bereiche ist eigentlich nicht Zeichen einer Impulskontrollstörung. Ich glaube die wenigen, deren Impulskontrollstörung sich nur in wenigen Bereichen äussert, die haben es dann da aber auch um so heftiger. Da dürfte eigentlich nichts mit "fällt nicht auf weil" sein.
    Und die Bereiche z.B. bei der Impulsivität finde ich sogar recht weit gestreckt, sie greifen die Kommunikation in verschiedenen Fragen ab, das Verhalten in Wartesituationen, im Strassenverkehr, in der Beziehung, der Schule, der Arbeit und in Konfliktsituationen. Bei der körperl. Untersuchung wurden auch bestimmte Narben angesprochen, die gut aus Selbstverletzung herrührten/rühren könnten oder aus körperl.Konflikten oder eben Unachtsamkeit. Also bei mir war schon alles gezielt in die Richtung ADHS, ohne das ich von mir aus was ansprechen musste, eher das Gegenteil.

    Bei mir sind auch einige Dinge untergegangen, die ich/Arzt /Thera erst im Nachhinein enttarnten, aber das waren eben Einzelteile aus einem in der Diagnostik trotzdem positiven Bereich, oder eben Dinge, die ich zwar erwähnt habe als auffällig, aber mir andere Gründe zusammengereimt habe.

    Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, das bei einem ADHSerfahrenen Arzt ein manifestes ADHS lt. derzeitiger Diagnosekriterien
    untergeht, weil der Patient von sich aus nicht jedes kleinste Detail erzählt oder richtig interpretiert.

    Sollte eine der unterstrichenen Sachen wegfallen ist sicherlich alles möglich.
    Geändert von creatrice ( 6.11.2015 um 00:35 Uhr) Grund: Zusatz

  5. #35
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    ChaotSchland schreibt:
    wenn´s ernst wird und Action gibt, bin ich sehr souverän.
    Und das bezweifle ich eben (also jetzt nicht bei dir persönlich, sondern als allgemeine Aussage über ADHSler). Dann müsste ja ein ADHSler auffällig wenig Straftaten begehen, also rein auf Körperverletzung bezogen, was ja leider nicht der Fall ist. Dann würden gerade bei Stress ADHSler nicht zusammenklappen, gegen die Wand hauen oder gar Schlimmeres.

    Das es Menschen gibt, die in Krisensituationen den Überblick haben, oder wissen wen sie schnell "ausschalten" müssen und wen nicht, wird wohl meist am Training liegen (siehe "Ausbildungscamps"/ Lehre/Studium/Fortbildungen)


    Ich glaube ein gewisses Mass an Klarheit oder Leistungssteigerung hat jeder in bestimmten kritischen oder Aufregenden Situationen, ist ja auch physiologisch und ein Relikt aus der Jägerzeit. Der Sympathikus wird aktiviert, die Lungen arbeiten schneller, das Herz auch, es gelangt mehr Sauerstoff in die Muskulatur und ins Hirn, Adrenalin erhöht die Vigilanz....... ich bin mir sicher das ist nicht nur ADHSlern eigen, denn das ist der neurologische Mechanismus, den jedes Säugetier bei gewisser Erregung hat.

  6. #36
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    creatrice schreibt:
    OT

    Was mich bei diesem ganzen romantischen Tom Hartmann- Gedöns stört, ist, was ist der Selektionsvorteil der Unaufmerksamkeit oder Unorganisiertheit? Also speziell des vorwiegend unaufmerksamen Subtyps? Es geht ja eben nicht darum, das die Unaufmerksamkeit dem übermäßigen Fokus auf die wichtigen/interessanten Dinge geschuldet ist, das würde auf jeden Workaholic zutreffen, oder jeden, der etwas mit Spass macht, sondern das das eben auch bei Dingen auftritt, die einem teils sogar wichtig sind (Schule, Arbeit, Beziehung, Freunde).

    Geht man mal von typischen Jägern aus, z.B. den Caniden, so sieht man immer wieder, das die, die besonders impulsiv sind eben eine geringere Überlebenschance haben. Sie werden bestenfalls aus dem Jagdverband und dem Rudel gemobbt, weil sie durch ihre unkontrollierte Impulsivität die überlebenswichtige Jagd gefährden, schlimmstenfalls werden sie bei Kämpfen tödlich verletzt oder verhungern auf sich allein gestellt.

    Es ist hinreichend erwiesen und bekannt, das die besonnensten und gelassensten Exemplare Rudelführer sind.

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    Und welcher wäre das?
    habe ich schon anders gelesen, ungefähres Zitat "an einem Lagerfeuer ist es immer der ADHSler, der den heranschleichenden Tiger als erstes hört"
    Es gibt ja die These der Genetiker, dass, wenn sich die Natur über lange Zeiträume einen gewissen genetischen "Fehler" leistet, dies genetisch ein Vorteil für die Art (nicht unbedingt für das Individuum) ist. Stichwort Sichelzellenanämie, für den einzelnen in normalen Zeiten schlimm, aber bei einer Malariawelle sichert diese genetische Variation das Überleben der Art. Ich kann mir auch vorstellen, dass es zB in der Steinzeit ganz praktisch war, einen Adhsler in der Gruppe zu haben, wenn dieser vermutlich auch selten alt wurde. Das war der, der zum einen eben in dem Geräuschewirrwar auch das eine entscheidende Geräusch hörte aber sicher auch derjenige, der als erstes auf das Mammut zustürzt óhne groß nachzudenken. Das überlebte er sicherlich nicht oft, aber die Horde hatte Fleisch.

    so in etwa habe ich es so gelesen bzw mit den Rest zusammengereimt
    (in dem Zusammenhang: man hat sogar einen gewissen Vorteil in der Vererbung von Depressionen gefunden, wenn ich mich richtig an den Artikel erinnern kann.)
    ja, klar, den Selektionsvorteil hast du oben schon beschrieben, aber ich will damit klären, dass man es vielleicht nicht pauschalisieren kann ? es wird ja auch nicht jeder, der nicht zum Rudelführer geeignet ist gleich rausgemobbt. und selbst wenn gibt es vielleicht auch Zeiten, in denen ein Adhsler in der Gruppe ein Nachteil sein kann, in bestimmten oder Krisenzeiten ein echter Pluspunkt ?

    Letzten Endes weiss man weder das eine noch das andere, es war keiner dabei und die entsprechenden wissenschaftlichen Rückschlüsse der Forscher sind doch sehr umstritten, da spielt viel Interpreation hinein. Es bleibt: nichts genaues weiß man nicht.-

    Ein jeder Genetiker wird dir aber erklären, dass es irgendeinen Vorteil egalwelcher Art gehabt haben muss- sonst hätte die Evolution das Adhs längst ausgemerzt. Welcher das war, ist natürlich Mutmmaßung, aber _dass_ es einen gab ist eigentlich wenig umstritten

  7. #37
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    zum eigentlichen Thema: ich denke mir, es geht auch schlicht um den Ausschluss anderer Erkankungen. Wenn jemand 39 Jahre lang "normal" durch die Welt läuft und sich plötzlich anders fühlt, dann ist der naheliegende Gedanken sicherlich nicht, dass er plötzlich an Adhs erkrankt ist, sondern, dass er zB einen Gehirntumor etc hat. oder ein psychisches Problem oderoderoder.
    Man benötigt wohl eine Altersgrenze, schon für Definition etc. Aber sicherlich auch ein Erfahrungswert. Es gibt schlicht und ergreifend keine Ashsler, die nicht wenigstens einen Teil der Symptome schon in der Kindheit hatte. Auch wenn er einige Symptome zuerst einmal komensieren konnte, dürften zumindest einige schon früher aufgetreten sein.

    Es geht hier ja schließlich nur um das Auftreten der Symptome. Ich glaube nicht, dass sich irgendjemand erinnert, dass er früher "ganz normal" war und plötzlich wie ein Adhsler fühlte. oder sollte es die geben ? es wird wohl eher so sein, dass sich ein Betroffener "schon immer" so fühlte, aber die Auffälligkeit erst später auftrat.

    wobei ich ehrlich gesagt nicht den Zusammenhang zwischen deinem Thema und der Threadüberschrift verstehe ? oder habe ich da was falsch verstanden.

  8. #38
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    Moselpirat schreibt:
    habe ich schon anders gelesen, ungefähres Zitat "an einem Lagerfeuer ist es immer der ADHSler, der den heranschleichenden Tiger als erstes hört"
    Es gibt ja die These der Genetiker, dass, wenn sich die Natur über lange Zeiträume einen gewissen genetischen "Fehler" leistet, dies genetisch ein Vorteil für die Art (nicht unbedingt für das Individuum) ist. Stichwort Sichelzellenanämie, für den einzelnen in normalen Zeiten schlimm, aber bei einer Malariawelle sichert diese genetische Variation das Überleben der Art. Ich kann mir auch vorstellen, dass es zB in der Steinzeit ganz praktisch war, einen Adhsler in der Gruppe zu haben, wenn dieser vermutlich auch selten alt wurde. Das war der, der zum einen eben in dem Geräuschewirrwar auch das eine entscheidende Geräusch hörte aber sicher auch derjenige, der als erstes auf das Mammut zustürzt óhne groß nachzudenken. Das überlebte er sicherlich nicht oft, aber die Horde hatte Fleisch.

    Ein jeder Genetiker wird dir aber erklären, dass es irgendeinen Vorteil egalwelcher Art gehabt haben muss- sonst hätte die Evolution das Adhs längst ausgemerzt. Welcher das war, ist natürlich Mutmmaßung, aber _dass_ es einen gab ist eigentlich wenig umstritten

    Dabei geht man davon aus, das ADHS nur durch Vererbung zustande kommt.

    Aus derzeitiger Sicht der Meisten Ätiologien viel zu einseitig und unwahrscheinlich.

  9. #39
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    muss das eine Beschränkung auf reine Vererbung implizieren? wenn ja: warum ?
    ist ein spannendes Thema

  10. #40
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Wie hat man AD(H)S entdeckt?

    und: welche Faktoren spielen nach deren Meinung noch eine Rolle ?
    ich vermute: Umwelteinflüsse.
    Was noch ?

Seite 4 von 9 Erste 12345678 ... Letzte

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