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Diskutiere im Thema reaktives ADHS im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 405

    AW: reaktives ADHS

    @ tasseKaffee

    Ganz genau!


    Und um zur Ausgangsfrage zurückzukommen:

    Warum soll es dann kein "reaktives ADHS" geben?

    Schlechte Umweltbedingungen, Waagschale geht zu sehr in Schieflage, Symptome werden sichtbar...

    Voraussetzung dafür, dass man das dann ADHS nennen kann wäre aber quasi nicht alleine die Beobachtung der aktuell schiefen Waagschale (und Folgen), sondern die Feststellung, dass die wohl immer schon etwas schief hing. Jedenfalls nach aktueller Ansicht der Wissenschaft.

  2. #12
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 74

    AW: reaktives ADHS

    creatrice schreibt:
    Ich glaube das mit dem Unfall oder eben halt die Schädigung des Hirns nennt man auch (bei uns?) unteres Frontalhirnsyndrom. Hatte im Krankenhaus mal so einen, da hätte jeder Stein und Bein geschworen der hat ADHS vom allerfeinsten, hab ich auch gleich als erstes gedacht, war aber echt durch nen Unfall. In dem Sinne bei ihm auch wirklich original die selben Symptome wie bei ADHS. Und da die Diagnose ADHS ja mit den Jahren ein immer höheres Eintrittsalter hat, wird es Vl.. irgendwann auch ein "Sammelbegriff" für einen bestimmten Symptomkomplex sein.

    Depressionen können ja auch durch Hirnschädigungen auftreten, und heissen dann auch Depressionen. Ich denke mal da wird sich so einiges ändern müssen, in so einigen psychiatrischen Diagnosen, damit es irgendwie schlüssig ist.
    Also jemand mit "ADHS" im Erwachsenenalter ohne Komorbiditäten? Das fände ich mal sehr interessant, wie sich das auswirkt..

    Ich weiß, ich bin etwas spät dran. Sorry. Und ne blöde OT Frage, bitte. Ihr habt euch ja schon viel besser und länger mit dem Thema befasst: Der MRT hat bei mir keine Auffälligkeiten gezeigt, das MPH tut mir allerdings sehr gut.. Sollte ich evtll. noch mal abklären ob es wirklich ADHS ist? Oder vielleicht doch ne agitierte Depression, Schilddrüsenüberfunktion, psychotische Anteile und was es noch alles gibt?

    Danke schonmal und LG
    Geändert von Polarfuchs ( 7.02.2016 um 11:28 Uhr)

  3. #13
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: reaktives ADHS

    Hey,Schilddrüse sollte beim körperlichen Check mitgemacht worden sein. (Blutentnahme)
    Ein MRT kann eine (nicht durch offensichtliche Hirnschädigung bedingte) ADHS(-Symptomatik) weder ausschließen,noch nachweisen.

    Und eine Depression sollte-wie andere psychiatrische Erkrankungen,die ähnliche Probleme machen können-als Ursache der Probleme ausgeschlossen worden,oder als zusätzliche Erkrankung eingeordnet worden sein.

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: reaktives ADHS

    Polarfuchs schreibt:
    Also jemand mit "ADHS" im Erwachenenalter ohne Komorbiditäten? Das fände ich mal sehr interessant, wie sich das auswirkt..
    Eben genau so ... ADHS ohne alles andere.
    Geht.
    Im richtigen Umfeld kann das funktionieren, sogar auch sehr gut.
    Deshalb ist ADHS ja auch eine Störung, bei der das Umfeld eine Rolle spielt, was den Leidensdruck und die Beeinträchtigungen angeht.
    In einer Umgebung, in der die Beeinträchtigungen nicht auffallen, weil sie dort kein Gewicht/ keinen Stellenwert haben, kann das gut klappen.

    Ein Farbenblinder kann im dunklen Kohlenkeller problemlos zurechtkommen, denn da kommt's nicht drauf an, Farben sehen und erkennen zu können.
    In anderen Berufen kann das ganz anders sein.

    Wenn vorhandene Beeinträchtigungen entweder nicht relevant sind oder von anderen übernommen, sie also von außen kompensiert werden (wer z.B. seinen Zeitplan nicht organsieren kann, weil er zeitblind ist, aber eine Sekretärin hat, die alle Termine organisiert, der hat mit seiner Beeinträchtigung kein Problem, sie fällt nicht ins Gewicht), kann durchaus mit einer ADHS zurecht kommen, ohne dass es zu Leidensdruck kommt.
    Ist nur leider eher der Ausnahmefall, aber eben möglich.
    Chaotisch und verquirlt sind diese Menschen dann trotzdem .

    Und an die Stelle passt auch der Gedanke an eine reaktive ADHS gut hinein.
    Das Umfeld ist ja nicht ganz unbeteiligt am Erleben einer Störung, gleich welcher Art.

    Selbst eine leichte Erkältung kann zu einem schweren Leiden führen, wenn man zum Beispiel Pilot ist und mit schnellen Luftdruckänderungen klarkommen muss.
    Das mögen auch nur leicht verstopfte Nebenhöhlen, die man sonst kaum oder gar nicht bemerkt, überhaupt nicht leiden ...
    Das wäre dann Leidensdruck, der reaktiv am Umfeld hängt.

    Bei reaktiven Depressionen würde ich übrigens auch von einer ähnlichen Veranlagung ausgehen, wie bei "normalen" Depressionen auch.

    Bei vielen, wenn nicht gar allen, Erkrankungen gilt: Es bedarf einer Veranlagung und eines Auslösers.

    Jemand der eine genetische Veranlagung für Krebs hat, muss ihn nicht bekommen, wenn kein Auslöser vorhanden ist.
    Umgekehrt ginge das, wenn der Auslöser stark genug ist.

    Eine grundsätzliche Veranlagung zur Depression bedeutet nicht, dass sie ausgelöst wird.

    Bei ADHS aber muss die Störung schon von vornherein erkennbar sein, aber sie muss nicht zwangsweise zu Leidensdruck geführt haben, weil die Auslöser für das Leiden nicht vorhanden waren.

    Ist nur ein Gedanke ... könnte ich jetzt nicht belegen.
    Geändert von Fliegerlein ( 7.02.2016 um 11:17 Uhr) Grund: zu früh abgeschickt, ... zu Ende geshrieben

  5. #15
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 74

    AW: reaktives ADHS

    Klingt doch alles sehr plausibel.. Allerdings stelle ich es mir schwierig vor, es ganz ohne Komorbiditäten ins Erwachsenenalter zu schaffen, es sei denn man hat nen Privatlehrer, oder so, was vielleicht sozioentwicklungstechnisch auch nicht so unbedenklich ist.. aber da kenne ich mich auch nicht aus.

    Das Unfallopfer von dem creatrice geschrieben hatte, hatte es ja ganz plötzlich. Das ist wahrscheinlich schon was besonderes.


    Aber ich bin auf eine Möglichkeit gestoßen, durch die es in Zukunft vielleicht wirklich ADHSler ohne irgendwelche Ängste, oder auch nur schlechten Selbstwert geben könnte!

    Es gibt jetzt das erste ADHS - Gymnasium Deutschlands! Nur ADHSler und alle scheinen sich wohl zu fühlen und es funktioniert gut, hieß es..

    Ah, ja hier: Sorry voll OT.. https://www.youtube.com/watch?v=GHfVkZ-tqoQ
    Geändert von Polarfuchs ( 7.02.2016 um 12:02 Uhr)

  6. #16
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: reaktives ADHS

    p.s.und OT: Bis vor einigen Monaten hätte ich noch als Beispiel einer ADHS ohne voll ausgeprägte Komorbiditäten-es gab durchaus einige Symptome- und ohne hilfreiches Umfeld herhalten können. Der Zug ist nun leider abgefahren.

    Inwieweit das einen großen Unterschied im Vergleich mit anderen hier versammelten macht(e),kann ich noch gar nicht sagen.

  7. #17
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 74

    AW: reaktives ADHS

    Bis vor einigen Monaten? :/ Tut mir leid.. Ich bin schon gespannt auf meine Diagnose.. Also mit: "Jupp is so." Isses noch nicht getan glaub ich..

  8. #18
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: reaktives ADHS

    ADHS ist alles mögliche, deswegen kann, muss man aber nicht Auffälligkeiten im MRT, EEG und sonstewo haben.

    Ein Problem ist es aber für alle. Denn eine wirklich maßgeschneiderte Behandlung bekommt so keiner.

    Was nützt einem ein verständnisvolles Umfeld, und Therapie im Umgang mit psychischen Auswirkungen, wenn die Schädigungen organbedingt sind und auch damit weiter vorhanden, oder eine Therapie die sich auf neurologische Mitschäden bezieht, wenn man ein rein psychisches Problem hat.

    Noch schwieriger bei denen die beides haben. Die bekommen meist nur eines von beiden "behandelt".

  9. #19
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 74

    AW: reaktives ADHS

    Hallo. O.o Na das sind ja tolle Aussichten.. Dann frage ich mich allerdings warum ein MRT zur Diagnostik gehört?

    So wie Du es beschreibst, creatrice, wäre dann ja wirklich jede ADHS zu einem gewissen Grad reaktiv.

    Deshalb können wahrscheinlich durch Hilfe mit der Strukturierung auch die Symptome gelindert werden? Ja, ich habe jetzt ein bisschen quergelesen, wie man zu einer Struktur kommen kann: https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-bu...sene-adhs.html

    Also eben nur umgehen mit der Disposition, aber sie nicht heilen.. aber Dinge wie Sucht und Soziophobie und solche Scherze lassen sich doch behandeln?

    Ich stelle es mir auch schwierig vor zu versuchen eine Struktur rein zu bringen UND gleichzeitig Verhaltentherapie zu machen.

    Also wenn jetzt jamand wirklich total kaputt ist, also alles hat, sollte es glaub ich ungefähr so aussehen. Suchttherapie -> Verhaltenstherapie -> analytische Therapie ..

    So und wenn man das ganze nach 30 hat.. Sagen wir mal ein halbes Jahr Sucht, 3 Jahre Verhaltentherapie, 3 - 6 Jahre analytische Therapie. Hmm kann schon mal 10 Jahre dauern. (?) Voll super.. -.-

    Und ich befürchte eine Analyse könnte gefährlich für die vorher zugrundegelegten Strukturbemühungen werden, denn mir hat man gesagt, dass eine Analyse einen erstmal wilder macht. also ich stelle mir das so vor, dass man erst auseinander genommen und dann wieder neu zusammengesetzt wird. Weltsichtmäßig, selbstbezugsmäßig und so weiter. Ich meine, ich kann mir dass gut vorstellen, denn mit allem möglichen konfrontiert werden, das man Verdrängt und sich schön geredet hat, ist bestimmt ne harte Nuss.

    Deshalb sollte man dafür relativ gefestigt sein. >>Gefestigt!<< Ich glaube, das ist eben genau das Problem dabei, wenn man die Vergangenheit aufarbeiten will. Hält man den psychischen Druck überhaupt jemals aus als ADHSler ohne es auszuagieren und dann ggf, wieder im Dreck zu landen? Bzw. Die Therapie abbrechen zu müssen, oder so? Wieder von Null anfangen zu müssen?

    Das ist so ungefähr mein Meinungsstand.. Ich hoffe ich versteh das ungefähr richtig.. Ich will das gar nicht so negativ darstellen, aber mir schwant ADHS ist eine lebenslange Aufgabe.

    LG
    Geändert von Polarfuchs ( 7.02.2016 um 13:35 Uhr)

  10. #20
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: reaktives ADHS

    Ein MRT wird gemacht, weil es eben auch ein Frontalhirnsyndrom sein kann, oder die Symptome kommen von einem unbemerkten Schlaganfall etc..... ADHS Symptome sind ja nun nicht gerade total spezifisch. Und ein MRT gehört auch nicht zur Diagnostik. Es ist eine Option die man machen kann.

    Ja, jede psychische Erkrankung ist mit reaktiv. DIe Psyche allgemein ist reaktiv.

    Mit Verhaltenstherapie bringt man ja STruktur rein, STruktur ist ja auch Verhalten. Verhalten ist ja nicht nur das, was z.B. in Schule oder anderswo beurteilt wird. Dein Verhalten bestimmt deinen ganzen Tag.

    Nicht jeder mit ADHS hat Sucht. Und eine Verhaltenstherapie und eine analytische Therapie sind auch nicht zwingend. Viele entscheiden sich für eines von beiden. Ich würde nie analytische Therapie machen, ist nicht mein Fall. Ich mache seit vielen Jahren immer wieder eine Verhaltenstherapie.

    Wo vermutest du denn psychischen Druck in einer Therapie?
    Und wieso meinst du muss man verschiedene Therapieformen machen?

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