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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 23

    Innere Unruhe durch Ernährungsumstellung im Kleinkindalter?

    Hallo,

    meine Überlegung ist, kann durch die Umstellung des Kleinklindes von einer Ernährung mit einem bestimmten Fettanteil (Muttermilch, Milch) auf deutlich fettärmere Nahrungsmittel (geriebene Äpfel, Bananenpüree etc.) eine innere Unruhe beim Kind ausgelöst werden, die u.U. bis ins Erwachsenenalter fortbesteht?

    Essen ist ein Grundbedürfnis, für dessen Befriedigung Menschen alles tun, von der Erniedrigung unter einem "Ernährer" bis zum Massenmord. Aber auch die Zusammensetzung spielt eine Rolle. Fett enthält die meisten Kalorien und ist ein wichtiger Baustein des Körpers.
    Viele Leckereien schmecken uns nur, weil sie eine bestimmte Menge Fett enthalten.

    Etwas in unserem Hirn verlangt also explizit nach Fett. Zufrieden sind wir erst, wenn wir es früher oder später auch bekommen haben. Dies dürfte um so mehr für Kleinkinder gelten. Ihr Organismus ist im Wachstum und hat weniger Reserven.

    Muttermilch und Milch enthalten etwa 4 % Fett. Daran sind unsere Sensoren, die die Zusammensetzung der aufgenommenen Nahrung bewerten, gewöhnt. Nach dem Abstillen kommen die Breichen, oft geriebene Äpfel, zerdrückte Bananen, Spinat et., welche kaum Fett enthalten und erst recht nicht nach Fett schmecken.

    Bei der Nahrungsaufnahme funkt irgendwann etwas im Gehirn "Essen einstellen, Magen ist voll". Das Kind schläft pappsatt und scheinbar zufrieden ein. Eine andere Stelle im Gehirn funkt aber die ganze Zeit: "Iiii, was ist das denn. Wo ist das Fett, du Versager. Sieh zu, wie du ordentliches Essen ranschaffst." D.h. mit der gewohnten Zusammensetzung und dem gewohnten Fettgeschmack. (Möglicherweise bevorzugen wir tierische Fette, weil sie unsere Geschmackssensoren an Milchfett erinnern.)

    Die gewohnte oder entsprechend fetthaltige Nahrung kann das Kleinkind kaum einfordern. Eltern füttern i.d.R. das, was sie selbst als Kinder bekommen haben oder orientieren sich an dem, was für Erwachsene gerade als Gesund gilt.

    Bei dem Kind resultiert daraus eine ständige Unzufriedenheit gepaart mit der ständigen Hilflosigkeit, Zufriedenheit herstellen zu können. Nach einiger Zeit, evtl. reichen Wochen oder wenige Monate, löst sich das Gefühl vom erlebten Mangel und bleibt als innere Unruhe erhalten. Die innere Unruhe als ein eingeklemmt sein zwischen "Mir fehlt was - ich will was tun, um das zu bekommen - ich weiß nur nicht, was es ist"zu beschreiben, passt nach meinem Empfinden recht gut.

    Wenn das Kind in einer Umgebung mit fettreicher Ernährung aufwächst, wird das negative Erlebnis der Ernährungsumstellung hoffentlich auch wieder vergessen. Bei traditionell fettarmer Ernährung der Umgebung, Diät- oder Gesundheitswahn der Eltern, bleibt es bei der inneren Unruhe.

    Anmerkungen:
    -Es geht hier um einen Fettanteil von 4% und um den vom Kind gewohnten Geschmack nach Fett.
    -Ich behaupte NICHT, die eine Ursache der inneren Unruhe gefunden zu haben. Aber es könnte eine Ursache unter mehreren sein.

    Wie seht ihr das?

    CarlC

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Innere Unruhe durch Ernährungsumstellung im Kleinkindalter?

    CarlC schreibt:
    Muttermilch und Milch enthalten etwa 4 % Fett. Daran sind unsere Sensoren, die die Zusammensetzung der aufgenommenen Nahrung bewerten, gewöhnt. Nach dem Abstillen kommen die Breichen, oft geriebene Äpfel, zerdrückte Bananen, Spinat et., welche kaum Fett enthalten und erst recht nicht nach Fett schmecken.
    So eine unnatürliche Vorgehensweise kann sicherlich zu kindlicher Unruhe führen.
    Ein Kind, welches Brei bekommt, soll NICHT abgestillt werden! Brei ist BEI-Kost, also wird der Muttermilch ergänzend hinzugereicht.
    Wenn ein Kind abgestillt wird/kein Fläschchen mehr bekommt, sollte es längst aus der Breiphase heraus sein.

    Ansonsten bezweifle ich ganz stark, dass die Unruhe eines Erwachsenen wirklich auf sowas zurückzuführen ist.
    Auch wenn ich durchaus der Meinung bin, dass die "artfremde Haltung" von Säulingen und Kleinkindern sicherlich zu einigen Problemen führt.
    Aber dieses unnatürliche Abstillverhalten alleine ist ein so winziger Faktor in einem dermaßen komplexen System, dass dies allein wohl kaum langwierig messbare Probleme hervorrufen wird.
    Höchstens halt zur Zeit des Abstillens herum, viele Kindern tuen sich verständlicherweise schwer mit radikalen Veränderungen in vertrauten und lebensnotwendigen Bereichen.
    Für längerfristige Probleme muss schon einiges mehr hinzukommen. Fehlende körperliche und emotionale Zuwendung (was früher leider Standard war, da war "schreien lassen" noch an der Tagesordnung - kräftigt die Lungen und so), unsichere Eltern-Kind-Bindung und noch mehr - da ist es sicherlich denkbar, dass sojemand auch als Erwachsener noch diesen Mangel in Form von innerer Unruhe wahrnimmt.

    Aber nicht wegen des Wechsels von Milch mit 4% Fettanteil auf Obstbrei. Zumal ja, das kommt ja hinzu, das typische erstmal sowas wie Möhrenbrei ist, wo in der Regel Öl dazugegeben wird - ich bezweifle, dass das fettärmer ist.
    Zumal: ein Kind ist ja evolutionär darauf vorbereitet (Entwicklung des Verdauungstraktes, Stoffwechsel etc.), dass es so ab dem 2. Lebensjahr abgestillt wird und der Fettgehalt der Nahrung abnimmt.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Innere Unruhe durch Ernährungsumstellung im Kleinkindalter?

    Mh...ich finde die Theorie interessant und niedlich, aber ehrlich gesagt - nicht schlüssig und sehr weit her geholt....

    Dann müsste man ja annehmen, dass jedes Kleinkind, das aus welchen Gründen auch immer,
    einen Kulturkreis und somit sein Nahrungsschema wechselt, Traumata davon bekommt.
    Da ginge es ja nicht nur um 4% Fettanteil der Milch.

    Ich kann nur RERegenbogen zustimmen:

    Für längerfristige Probleme muss schon einiges mehr hinzukommen. Fehlende körperliche und emotionale Zuwendung (was früher leider Standard war, da war "schreien lassen" noch an der Tagesordnung - kräftigt die Lungen und so), unsichere Eltern-Kind-Bindung und noch mehr - da ist es sicherlich denkbar, dass sojemand auch als Erwachsener noch diesen Mangel in Form von innerer Unruhe wahrnimmt

    Kinder brauchen Liebe, Geborgenheit, Sicherheit und Zuwendung....in guten und auch schwierigen Zeiten.
    Das ist es, was zählt!

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