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Diskutiere im Thema ADHS und Großfamilie im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.115

    ADHS und Großfamilie

    Mir sind vor kurzem einige Sachen durch den Kopf gegegangen
    zum Thema ADHS und Familie:

    Allgemein ist es ja mit ADHS alles nicht so einfach, in wirklich
    vielen Lebenslagen. Meine Familie bestehend aus vier Mitgliedern ist
    komplett von ADHS/ ADS betroffen. Auch kann ich mindestens
    drei Generationen zurückgehen und ungefähr sagen, wer alles
    höchstwahrscheinlich betroffen war.

    Alle Generationen hatten maximal 3 (überlebende) Kinder.
    Ich habe mich gefragt, ob es überhaupt möglich ist eine
    Großfamilie zu haben, wenn einer der Eltern ADHS hat
    oder ob es in der heutigen Zeit praktisch unmöglich ist,
    da ja wirklich viel Verantwortung, Organisation und
    vor allem Geld nötig ist.

    Vielleicht habt ihr Erfahrungen und Ideen dazu?!

  2. #2
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 793

    AW: ADHS und Großfamilie

    Mhh... also für mich ist eine Familie mit 3 Kindern bereits eine Großfamilie! Ich habe 2 und komme damit gerade so zurecht. Es ist nicht nur die Organisation sondern auch die möglichen Therapien, die ja nicht unwahrscheinlich sind dank der Vererblichkeit.
    Also wenn man viele Kinder hat geht das bestimmt nur wenn man andere Menschen hat, die einen dauerhaft kräftig unterstützen, vorallem wenn man auch noch arbeiten gehen möchte.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: ADHS und Großfamilie

    Ich würde sogar die Vermutung andersrum aufstellen, dass man in Großfamilien besonders viele ADHSler findet.
    Impulsivität, Spontaneität, immer wieder die Suche nach neuen Reizen, das sind durchaus Komponenten, die dazu führen können, dass noch ein drittes, viertes, fünftes... Kind gezeugt wird.
    Und schwupps ist die Bude voll.

    Bin aber auch der Meinung, dass ein Einzelkind viel anstrengender ist als mehrere Kinder; spätestens ab Kind 3 oder 4 macht es eh keinen Unterschied mehr, ob noch ein weiteres Kind da ist oder nicht xD
    Außerdem kommt hinzu, dass es statistisch so ist, dass Mütter von mehr als 3 Kindern in der Regel Vollzeit zuhause bleiben, was wohl auch einiges an Druck rausnimmt.
    Denn Erwerbstätigkeit + Kinder ist schon ein organisatorisch hoher Aufwand, bleibt man zuhause, kann man viel selbstständiger seine Arbeit machen (abgesehen von den zeitlich festgelegten Rahmen durch Schule&Co.) und auch das kommt vielen ADHSlern entgegen.

    Aber die meisten ADHSler werden wohl auch standardmäßig 1- (selten) 3 Kinder haben, wie es eben "normal" ist und vor allem weil nur wenige genug verdienen, um mit einem einzelnen Gehalt eine große Familie zu ernähren.

    (Bin selber aus einer Großfamilie.)

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADHS und Großfamilie

    So traurig es ist, aber manchmal ist Verantwortung und ausreichend Finanzen das letzte, an was einige denken. Von daher ist das kein Kriterium für mehrere Kinder. Es gibt ja auch Hinweise darauf, das, wie ReRegenbogen schreibt, sogar vermehrt ADHSler in Großfamilien zu finden sind.

    Meine Tante z.B. hat 9 Kinder, sie ist nicht diagnostiziert, aber 3 ihrer Kinder, bei einem vermute ich es auch noch. Da war weder Geld, noch ausreichend Nerven, noch volle Verantwortung da. Ich bin das einzige Einzelkind in unseren Familien, beide Seiten haben diagnostizierte ADHSler, und im Schnitt sind immer 3-4 Kinder da. Von tolle bis katastrophale Familienverhältnisse ist da alles dabei.

  5. #5
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.123

    AW: ADHS und Großfamilie

    creatrice schreibt:
    So traurig es ist, aber manchmal ist Verantwortung und ausreichend Finanzen das letzte, an was einige denken. Von daher ist das kein Kriterium für mehrere Kinder. Es gibt ja auch Hinweise darauf, das, wie ReRegenbogen schreibt, sogar vermehrt ADHSler in Großfamilien zu finden sind.

    Meine Tante z.B. hat 9 Kinder, sie ist nicht diagnostiziert, aber 3 ihrer Kinder, bei einem vermute ich es auch noch. Da war weder Geld, noch ausreichend Nerven, noch volle Verantwortung da. Ich bin das einzige Einzelkind in unseren Familien, beide Seiten haben diagnostizierte ADHSler, und im Schnitt sind immer 3-4 Kinder da. Von tolle bis katastrophale Familienverhältnisse ist da alles dabei.
    Ich sehe das genauso. Komme ebenfalls selber aus einer Großfamilie und geh davon aus dass meine Mutter ebenso wie alle meine Brüder von ADS betroffen sind. Geld war bei uns so gut wie nie genügend vorhanden. Ich denke dass nur die katastrophalen Familienverhältnisse in der Kindheit und nicht das ADHS oder die eigene finanzielle Situation uns daran gehindert haben in der Tradition fortzufahren. So bin ich mit 2 Kindern der absolute Spitzenreiter

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 190

    AW: ADHS und Großfamilie

    Mir fällt eher auf, dass unter den ADHSlern besonders viele Leute gar keine Kinder haben.
    Großfamilien sind ja leider heutzutage generell die große Ausnahme, weil Geld und Karriere über dem Kinderkriegen stehen.

  7. #7
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.123

    AW: ADHS und Großfamilie

    Das stimmt. Und ich denke dass auch die jüngeren ADSler nicht mehr so viele Kinder haben wie ihre Eltern. Aber die Geburtenrate bei AD(H)Slern liegt meiner Meinung immer noch über dem Durchschnitt. Ich kann mir allerdings auch vorstellen dass die von ADS Betroffenen in den besonders kinderarmen Regionen eben auch keine Kinder haben.
    Geändert von Sunpirate (13.05.2015 um 14:16 Uhr)

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADHS und Großfamilie

    Die, die sich hier im Forum tummeln sind ja auch nicht unbedingt repräsentativ in dieser Frage glaube ich, denn die, die hier sind, sind schon diagnostiziert, und zum größten Teil weil sie selbst Hilfe und Antworten gesucht haben und suchen. Sprich in Sachen Verantwortung ist die Masse hier überrepräsentativ. Ich wage auch zu behaupten, das der Bildungsdurchschnitt hier eher höher ist als allgemein. Alles statistische Werte für im Schnitt eher weniger Kinder.

    Von daher ist es nicht verwunderlich, das es hier mehr ADHSler mit wenigen oder ohne Kinder gibt als wie Studien angeben.


    Bei meiner Familie trifft es da eher den Kern der Studien, auch in meiner Generation, auffällig viele junge Schwangerschaften und ( bis jetzt) von 2-5 Kinder alles vertreten.

    Mein Vater hat 5 Schwestern (von denen wir wissen), ich habe 16 Cousins und Cousinen von denen und die haben bis jetzt 19 Kinder Man sollte eine Kleinstadt nach uns benennen

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 91

    AW: ADHS und Großfamilie

    Wichtig ist, dass alles machbar ist... und dann spielen die eigenen Ansprüche noch eine Rolle.....

    Auch spielen die Ansprüche an das Leben eine ROLLE, möchte man viel Geld verdienen, jede Menge Ruhe haben, dann wird es schwierig mit einer Großfamilie....

    Wenn die Familie zusammenhält und niemenden ausgrenzt (oft genug gesehen bei der "lustigen" Nannyserie bei RTL) dann ist es egal wie groß oder wie klein diese ist. Wir sind zu 5. und jede menge Tiere (1 Hund und jede Menge kleine Nager.... alles was Plüschig ist.. ) Wir beide haben einen festen Job nicht so ohne weiteres kündbar und arbeiten Teilzeit. Wir möchten unseren Kindern alles Bieten was sie benötigen aber kein überfluss... 1 Kind hat die Diagnose, die anderen sind ungetestet, wobei eines dazu neigt bzw. Tendenzen dahin zeigt. (subjektive Sicht eies Vaters..)

    Wir versuchen dank Familientherapie den Tag zu strukturieren und versuchen gerade für unseren Chaoten möglichst wenige Abweichungen einzubauen...


    aber die Gesellschaft ist auch extrem Kinderfeindlich geworden... das ist echt mist... und wenn die Jungs noch Jungs sind und auch mal Raufen ..... das will die Gesellschaft nicht mehr sehen... sie wollen liebe ruhige Kiinder....

    das ist aber echt ein gesellschaftliches Problem welches wir hier nicht lösen können....
    Geändert von Greenbeach (22.05.2015 um 17:38 Uhr)

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 79

    AW: ADHS und Großfamilie

    Hey,
    komme aus einer großen Großfamilie. Meine Mutter ist vermutlich auch ADS (Hypo) nie getestet. Jedenfalls war sie nicht in der Lage, mit der Familie zurecht zu kommen. Mein Vater musste alles stemmen. Okay, er hat es sich auch selbst eingebrockt.

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