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Diskutiere im Thema Freundschaften pflegen im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 108

    AW: Freundschaften pflegen

    Mir gehts ganz genau so. Erst im Januar wieder derb verarscht worden und auf die Fresse gefallen obwohl ich gnadenlos ehrlich war was meinen Zustand angeht. Gut das alle anderen immer besservwissen was man gemeint oder getan hat. Weitere Freunde habe ich auch nicht. Schon komisch, einerseits hab ich dermasen die Schnauze voll von Menschen und will am liebsten nie wieder jemand an mich ran lassen (man wird ja eh verarscht), andererseits bin ich auch nicht gerne dauernd allein zu Hause.

    Wieder ein Punkt an dem ich das ADS hasse. Wenn ich es weg operieren lassen könnte, ich würd es tun.

  2. #12
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 274

    AW: Freundschaften pflegen

    Es fällt mir sehr sehr schwer Freundschaften zu pflegen. Ich bin auch immer so beschäftigt mit dem Kram den ich eigentlich erledigen will. Und ja das mit dem dass ich "Freunde" als unloyal kennenlernen musste, war auch nicht sehr schön. So ne richtige Freundin mit der man alles besprechen kann, hatte ich nie. Schon das kleinste Geheimnis wurde regelmäßig ausgeplaudert. Aber das sehe ich eher als anderes Problem, von Leuten die eben da waren und sich als Freundin gezeigt haben, aber keine waren. Wahrhaft schade ist, dass ich mich bei den lieben Leuten nicht wieder gemeldet habe. Auch das ist sowas was mir im Zusammenhang mit ADHS nun weh tut wenn ich darüber lese.

  3. #13
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 108

    AW: Freundschaften pflegen

    Mein Freund sagt immer "melde dich doch etc" . Das Problem ist, wenn ich mich ewig nicht mehr gemeldet habe KANN ich mich auch nicht wieder melden. Es geht einfach nicht. Der andere ist bestimmt sauer, enttäuscht, denkt "warum kommt die jetzt erst wieder an" etc. Das verbaut mir auch einiges

  4. #14
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Freundschaften pflegen

    @Nordlys
    genau das gleiche Probleme bei mir.. je länger ich mich nicht melde, umso schwerer wirds.. oder wenn irgendwas wichtiges war wie die Abschlussprüfung und ich habe mich nicht erkundigt, wie es lief .. dann wirds noch mal schwieriger..



    Ich habe mit der Pflege auch Riesenprobleme, kann mich auch gut alleine beschäftigen und es ist nicht so, dass es mir irgendwann die Decke auf den Kopf fällt.. trotzdem ist das jetzt nichts, was ich mit Absicht ausgewählt habe.. sondern bin sehr traurig bis frustriert, dass ich kaum Freundschaften habe (wenn, dann nur, wenn es von der anderen Seite ausgeht), in keiner Beziehung lebe usw..

    Aber einfach das regelmäßige melden ist immer mit viel Anstrengung verbunden.. und auf Treffen etc. habe ich im ersten Moment generell nie Lust... auch wenn es mir hinterher immer anders geht... sondern das Problem ist einmal, dass ich ständig mit allen Sachen zurück hinke, und Gefühl habe keine Zeit zum Treffen zu haben (was natürlich totaler Unsinn ist) .. aber so ist dann immer das Gefühl das ich wegen Treffen nun xy nicht mehr schaffen werde (was ich meistens auch nicht mache, wenn ich nicht zum Treffen gehen würde).

    Und dazu kommt dann richtige soziale Ängste... ein bleibendes Unwohlsein, vor die Haustür, in die Öffentlichkeit zu müssen... und auch das Treffen selbst, oft wieder das Gefühl, mich genau beobachten muss, dass ich mich nicht komisch verhalten usw. . Das ist zwar zur Zeit weniger, weil ich mich nun hauptsächlich mit Leuten aus dem Forum treffe, aber die Gedanken können sofort wieder auftreten, wenn es wieder andere Leute sind z.B. Kollegen, VerkäuferInnen, Nachbar usw.. also z.B. Leuten die man auf dem Weg zum Treffen treffen könnte.

    Die sozialen Ängste sind zwar in den meisten Fällen nicht mehr so stark, aber sie führen dazu, dass eigentlich jedes Treffen - was ja eigentliche eine Erholung bzw. Ausgleich zur Arbeit, Haushalt und sonstigen unangenehmen Sachen darstellen sollte - zur Anstrengung wird.

    Ebenso mit Anrufe, ich hasse Anrufe, erst recht, wenn der anzurufende nicht alleine wohnt und ich erst einen anderen Mitbewohner an die Strippe könntesollte. Aber auch da ist wieder, ich müßte ja nun xy machen und habe keine Zeit zum anrufen.. und Zeiten, wo ich dann "Zeit" hätte, weil ich da 100% nichts mehr mache, ist es dann immer zu spät z.B. ab 23 Uhr... (werde ich aber angerufen, dann kann ich aber auch erzählen wie ein Wasserfall nach einer kurzen Warmwerdephase..)


    Aber dass es mir zu Anstrengung wird, zu antworten, tritt allerdings auch schon bei PNs auf.. das ich ewig brauche zu antworten.. dabei freue ich mich doch eigentlich, wenn mir jemand schreibt. und bin traurig, wenn ich nichts bekomme



    Ich weiß nicht so richtig woran es liegt, ob es hauptsächlich die sozialen Ängste sind und damit verbunden der Druck, genau achten zu müssen, wie man sich verhält oder die negative Gedankengrübelei, wo erstmal alle Gedanken hochpoppen, weshalb ich keine Zeit haben könnte oder was mir den Spaß an dem Treffen bzw. Beziehungspflege verderben könnte usw. .... Oder es die typische Energlielosigkeit des Hypos ist..

    .. nun vermutlich von allem etwas... vielleicht etwas weniger Energie zur Verfügung als andere, so dass mich dann andere Sachen sofort ausbremsen könnten... Aber oft denke ich, dass wenn meine Ängste und negativen Gedanken auf einmal wegwären, würde ich mich in der Hinsicht komplett anderes verhalten.. von introvertiert auf extrovertiert springen..

  5. #15
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Freundschaften pflegen

    Das Problem, mich nicht wieder melden zu KÖNNEN, weil ich mich schon so lange zurückgezogen hatte, verbunden mit der Angst, dass der andere jetzt ohnehin nichts mehr von mir wissen will, hatte ich auch eine ganze Zeit lang. Ich hab´s allerdings abgeschüttelt. Mittlerweile kann ich das. Zum einen weil ich mir bei meinem besten Freund nach einem 3monatigen Rückzug meinerseits und langen grübeln wie ich das erklären soll, irgendwann gedacht hab, ach scheiß drauf, mehr als schimpfen und sagen, dass er keinen Kontakt mehr will, kann er ja nicht ... und was würde das ändern? Richtig - nichts, weil jetzt haste auch keinen Kontakt ^^

    Also hab ich das Telefon geschnappt und mit zittrigen Pfötchen angerufen und siehe da: Er hat sich gefreut und als ich sagte, ich hätte Angst gehabt, dass er nix mehr von mir wissen will, sagte er "so ein Blödsinn, ich fand´s zwar nich schön, dass du dich nich gemeldet hast, aber Du musst doch keine Angst haben". Das ist jetzt fast 15Jahre her und ich hab mich seit dem noch öfters mal völlig zurückgezogen. Und ein schlechtes Gewissen habe ich immer noch, wenn ich mich wieder melde, aber ich tue es einfach und habe es nie bereuen müssen. Ich denke mittlerweile, lieber mal eine Abfuhr kassieren, als sowieso alleine da sitzen und nicht zu wissen, ob man mich vielleicht doch wieder gerne sehen würde und mich aufnehmen würde

    Jedes mal, wenn ich mich wieder mal integriert habe, denke ich mir "Jetzt lässte dich aber nicht wieder hängen und bleibst in Kontakt" und eine Zeit lang fällt mir das dann auch nicht schwer, aber es ist doch immer das gleiche. Es kommen andere Faktoren hinzu die meine Aufmerksamkeit fordern, sei es dass ich beruflich mehr mit Kunden Konatkt haben muss oder das sonst irgendwas ist und ich bin nicht in der Lage den Kontakt zu Freunden aufrecht zu halten. Es tut mir selbst in dem Moment wo ich mich zurückziehe total leid, dass ich das tue, aber aufraffen kann ich mich trotzdem nicht. ich würde total gerne Kontakt halten, aber es scheint ne wahnsinns Energie dafür nötig zu sein, die einfach nicht da is

  6. #16
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 66
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Freundschaften pflegen

    hallo creatrice,
    was ich bei dir und auch sonst hier zum thema lese kommt mir fast alles bekannt vor, und was für mich bedrohlich wird, je älter ich werde, desto weniger freunde bleiben übrig. inzwischen habe ich als einzelkämpferin soviel distanz zu den menschen, dass einsamkeit und angst vorm irrewerden extrem bedrückend wurden. trauer, depressive phasen sind ständige begleiter geworden. habe aber noch mal schwung geholt, mache einen linedance-kurs und beim "singen für die seele" -chor mit. (alles natürlich ohne mitgliedschaft oder sonstigen verbindlichkeiten!! )
    bin zwar auch ein stehauf-frauchen, aber es kostet immer mehr kraft, stets wieder neu zu starten und nähe kommt da nicht auf.

  7. #17
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.213

    AW: Freundschaften pflegen

    Oh, da ist noch jemand, der noch älter ist, als ich - thominge!

    Wie ist das bei mir?

    Meine wichtigsten Freunde sind meine Geschwister und Schwiegergeschwister und ihre Partnerinnen
    und meine "beste Freundin".

    Dann habe ich ein paar Freunde, auch aus der Jugendzeit, die sind wie Wahlverwandtschaften.
    Man kann mal lange Zeit getrennt sein und kann dann sofort wieder anknüpfen.

    Viele andere Bekanntschaften sind wieder abgebröckelt.

    Da mein Mann eher ein Einsiedler ist, pflegen wir Freundschaften nicht intensiv, also wir treffen uns
    nicht wöchentlich mit unserer "Clique". Eher einmal monatlich gemeinsam.

    Aber ich bin in einem Chor, der seit vielen Jahren außergewöhnliche Projekte macht.
    Und ich kann sagen, dass ich mit vielen in einer tiefen Seelenverwandtschaft
    verbunden bin. Die Erfahrungen, die wir gemeinsam machen, zur Zeit mit vier Künstlern, sind ein
    Geschenk. Dort fühle ich mich zugehörig und geborgen.

    Seit der 9. Klasse pflege ich eine Brieffreundschaft mit meiner Deutschlehrerin.
    Tatsächlich haben wir uns bis jetzt nicht einmal wieder gesehen, aber zwei bis drei Mal im
    Jahr schreiben wir uns, und das ist sehr spannend. Vor allem weil der Altersunterschied von 15 Jahren
    immer unbedeutender wird.

    Je älter ich werde, desto schwieriger finde ich es, sich mit neuen Menschen zu verbinden.
    So eine dicke Freundschaft wie mit meiner "besten Freundin", die ich fast 40 Jahren kenne,
    werde ich nicht noch einmal schließen. Mit zunehmenden Alter hat man Ecken und Kannten,
    man will nicht mehr so viel an sich ranlassen.

    Deshalb mein Rat: Sorgt in jungen Jahren vor!

  8. #18
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 108

    AW: Freundschaften pflegen

    thominge schreibt:
    hallo creatrice,
    was ich bei dir und auch sonst hier zum thema lese kommt mir fast alles bekannt vor, und wazfür mich bedrohlich wird, je älter ich werde, desto weniger freunde bleiben übrig. inzwischen habe ich als einzelkämpferin soviel distanz zu den menschen, dass einsamkeit und angst vorm irrewerden extrem bedrückend wurden. trauer, depressive phasen sind ständige begleiter geworden. habe aber noch mal schwung geholt, mache einen linedance-kurs und beim "singen für die seele" -chor mit. (alles natürlich ohne mitgliedschaft oder sonstigen verbindlichkeiten!! )
    bin zwar auch ein stehauf-frauchen, aber es kostet immer mehr kraft, stets wieder neu zu starten und nähe kommt da nicht auf.
    Das unterschreibe ich komplett. Und mit jeder neuen Entäuschung steigt das depressive und sinkt der Mut und Lust neue Leute kennen zu lernen oder Kontakte zu pflegen. Ich hab mich mittlerweile abgekapselt

  9. #19
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Freundschaften pflegen

    Gretchen schreibt:

    Je älter ich werde, desto schwieriger finde ich es, sich mit neuen Menschen zu verbinden.
    So eine dicke Freundschaft wie mit meiner "besten Freundin", die ich fast 40 Jahren kenne,
    werde ich nicht noch einmal schließen. Mit zunehmenden Alter hat man Ecken und Kannten,
    man will nicht mehr so viel an sich ranlassen.

    Deshalb mein Rat: Sorgt in jungen Jahren vor!
    Das ist ein Problem... bzw grosse Angst vor Vereinsamung - Wenn ich schon in meinen jungen "kontaktfreudigeren" Jahren keinen Anschluss finde wie soll es erst dann in Alter werden...

  10. #20
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Freundschaften pflegen

    Ich sehe das gar nicht so absolut. Ich habe immer wieder Jahre wo ich gar keine Kontakte habe, finde aber auch immer wieder neue. Für mich ist es nicht wichtig wie lang ich die Personen kenne, für mich zählt das hier und jetzt. Das ist wie mit einer Ehe, wenn die, aus welchen Grunden auch immer auseinander geht, ist man doch auch nicht im Alter zu Einsamkeit verdammt. Ich kenne genug über 70 Jährige, die nicht einsam sind, weil sie am Leben teilnehmen, d. h. Ehrenamt, hobbys etc.
    klar ist es schwer immer wieder doch auf andere zuzugehen, aber genau dafür mache ich z.B. immer wieder Therapie. Das einzige was ich verlieren kann ist die Einsamkeit, na das ist es mir wert.

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