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Diskutiere im Thema ADHS und Sucht - wer kann sich finden? im Forum ADS ADHS Allgemeines
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 11

    ADHS und Sucht - wer kann sich finden?

    Hallo!

    Ich habe gerade einen interessanten Artikel gefunden und konnte mich in vielen Bereichen wiederfinden.
    ADHS-Deutschland - ADHS und Sucht
    Wenn ihr euch das alles so durchlest, findet ihr euch auch wieder?
    Manche Passagen könnten direkt von mir stammen bzw. von mir handeln.

    Eure Meinung würde mich interessieren.

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 206

    AW: ADHS und Sucht - wer kann sich finden?



    Sucht kann so auch das Ergebnis eines enttäuschten und trotzigen Kampfes sein, ein Ausdruck des Protest und die Demonstration des Andersseins. Das AD(H)S-Kind kann in seiner Drogenabhängigkeit seinen Trotz und seine Auflehnung zum Ausdruck bringen, weil es genau das tut, was man nicht von ihm erwartet und es jetzt bewusst auch als Provokation in eine Außenseiterrolle geht. Es kann seine unerfüllten Träume nach Zugehörigkeit in einer Drogenpeergroup ausleben und so rotten sich häufig die Außenseiter der Gesellschaft, die Ausgestoßenen und Versager zu einer Gruppe zusammen und beziehen gemeinsam ihren Halt durch den Zusammenhalt in dieser Gruppe. Diese Peergruppe hat dann einen enormen Einfluss, weil das AD(H)S-Kind hier möglicherweise zum ersten Mal Angenommen sein und bedingungslose Bestätigung erfährt und es ist ihm dann ziemlich egal, welche Ziele diese Gruppe hat.


    OMG, ich wollte auch schon mit 11, nachdem ich Christiane F. las, Drogenabhängig werden

    Leider muss ich sagen, ich hab immer noch Probleme, von nicht Süchtigen angenommen zu werden.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: ADHS und Sucht - wer kann sich finden?

    Nisha schreibt:


    Sucht kann so auch das Ergebnis eines enttäuschten und trotzigen Kampfes sein, ein Ausdruck des Protest und die Demonstration des Andersseins. Das AD(H)S-Kind kann in seiner Drogenabhängigkeit seinen Trotz und seine Auflehnung zum Ausdruck bringen, weil es genau das tut, was man nicht von ihm erwartet und es jetzt bewusst auch als Provokation in eine Außenseiterrolle geht. Es kann seine unerfüllten Träume nach Zugehörigkeit in einer Drogenpeergroup ausleben und so rotten sich häufig die Außenseiter der Gesellschaft, die Ausgestoßenen und Versager zu einer Gruppe zusammen und beziehen gemeinsam ihren Halt durch den Zusammenhalt in dieser Gruppe. Diese Peergruppe hat dann einen enormen Einfluss, weil das AD(H)S-Kind hier möglicherweise zum ersten Mal Angenommen sein und bedingungslose Bestätigung erfährt und es ist ihm dann ziemlich egal, welche Ziele diese Gruppe hat.


    OMG, ich wollte auch schon mit 11, nachdem ich Christiane F. las, Drogenabhängig werden

    Leider muss ich sagen, ich hab immer noch Probleme, von nicht Süchtigen angenommen zu werden.
    Zugegeben ist diese Passage reiner Müll.

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 206

    AW: ADHS und Sucht - wer kann sich finden?

    Auf mich passt sich aber perfekt.
    Kann ja sein, dass sie für dich Müll ist, für mich eine Erleuchtung

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: ADHS und Sucht - wer kann sich finden?

    Drogenabhängigkeit aufgrund von Protest spricht mich nicht wirklich an.
    Eher eine Art Selbstmedikation, der Versuch, sich selbst zu heilen...

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 56
    Forum-Beiträge: 543

    AW: ADHS und Sucht - wer kann sich finden?

    Nikotin

    Auch die Auswirkungen von Nikotin sind bekannt. Viele AD(H)S-ler sind exzessive Raucher und sie betreiben eine sehr eindrucksvolle Selbsttherapie, allerdings mit dem Preis des gesundheitlichen Ruins. Die Suchtpotenz von Nikotin wird allgemeinen völlig unterschätzt. Es ist schwieriger mit Nikotin aufzuhören statt mit Heroin und nur so lässt sich erklären, warum Menschen während ihres Lebens die Geldmenge eines Einfamilienhauses verrauchen können um als alter Mensch beinamputiert mit Lungenkrebs im Rollstuhl ihr Dasein zu fristen und dass obwohl sie diese Fakten seit Jahrzehnten fast täglich nachlesen können.
    Nikotin imitiert im besonderen Maß die Dopaminwirkung und reguliert den AD(H)S-ler. Es macht ruhiger, gelassener, konzentrierter, stimmungsstabiler und genussfreudiger. Nikotin steigert die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit und wirkt appetitmindernd. Selbst Menschen, die nach 40 Jahren mit Zigarettenrauchen aufgehört haben, weil sie schwer krank geworden sind, machen nach so einer langen Zeit wieder Bekanntschaft mit ihrem ursprünglichen ADHS. Denn nach über einem halben Jahr der Abstinenz sind Impulsivität und ausgeprägte Stimmungsschwankungen nicht mehr die Auswirkungen des Entzuges, sondern die Zeichen eines ADHS, das seit der Kindheit bestanden hat, nun aber nicht mehr mit Nikotin in Schach gehalten wird. Vielleicht raucht auch trotz vieler Abstinenzversuche ein Großteil der AD(H)S-ler weiter, weil sie mit den Auswirkungen ihres AD(H)S nicht ohne Medikation oder Selbstmedikation zurecht kommen.
    Das erklärt einiges.... ich hab mit 13 angefangen zu rauchen, mit 17 aufgehört, weil ich schwanger war, danach aber wieder angefangen.
    Ich habe sehr viel geraucht und als ich mit 32 wieder schwanger war hab ich erneut aufgehört, bis heute.
    Mittlerweile bin ich über 20 Jahre rauchfrei, aber ich kann nicht sagen, dass ich mich dabei gut fühle
    und auch heute noch, würde ich Gefahr laufen, wieder anzufangen, wenn ich nur mal an einer Zigarette ziehen wollte....
    in dem oben beschriebenen finde ich mich ziemlich genau wieder.

    Cannabis hab ich als Jugendliche auch geraucht, aber da hab ich "die Kurve gekriegt" und mich dann auch Zigaretten beschränkt (zugegeben, auch aus Mangel an Gelegenheit).

    Arbeitssucht in dem Sinne wie im Artikel beschrieben hab und hatte ich nicht, aber ich bin immer an meine Grenzen gegangen und auch drüber.
    Das hat mir vor 3 Jahren einen Hörsturz beschert und damit einen Hörversust auf dem rechten Ohr
    Lesesüchtig war ich als Kind....sogar beim Essen lag ein Buch neben meinem Teller
    Versumpfen vor Fernseher und Computer passiert mir auch häufig, würd aber jetzt nicht sagen, dass es Suchtcharakter hat.

  7. #7
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.207

    AW: ADHS und Sucht - wer kann sich finden?

    Ich habe mit 15 die erste Zigarette geraucht und war innerhalb weniger Tage süchtig. Genau wie du, Chaosmum, habe ich
    während der Schwangerschaften gestoppt und als die Kinder jünger waren, nur in ihrer Abwesenheit geraucht.
    Übermäßig viel war es nicht, nur manchmal bei gewissen Gelegenheiten habe ich schon mal 10 Zigaretten an einem
    Abend geraucht. Abstinenz habe ich im Urlaub mit meinem Mann geübt, weil er rauchen schon immer hasst, obwohl
    rauchen in freier Natur so schön ist. Im letzten August habe ich dann nach dem Urlaub nicht mehr angefangen.
    Es fiel mir erstaunlicherweise sehr leicht.

    Mir fehlt der Gestank nicht, eher das Gefühl sich mal schnell für etwas zu belohnen. Ich bin mir aber sicher, dass ich
    nicht mehr aufhören könnte, wenn ich wieder anfange.
    Die Lesesucht kenne ich auch, aber die hat in den letzten Jahren auch abgenommen. Aber ehe dadurch, dass ich vor
    einigen Jahren die Vorstufe eines Burnouts hat, dadurch habe ich viel von meiner früheren Neugierde verloren.

    Vor illegalen Substanzen hatte ich schon als junges Mädchen eine ziemliche Furcht, ebenso vor Alkohol, obwohl ich
    schon ab und zu etwas Alkohol trinke, allerdings nur Wein, denn Bier gibt es bei uns in Franken auch sehr Gutes ohne
    Alkohol. Und einen guten Whisky würde ich gerne auch mal wieder trinken.

  8. #8
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: ADHS und Sucht - wer kann sich finden?

    Sonny187 schreibt:
    Zugegeben ist diese Passage reiner Müll.
    Und nicht nur die !

    "AD(H)S-ler sind extrem und sie sind auf der ständigen Suche nach mehr. Das prädisponiert sie zur Sucht. Sie suchen das permanente Glück, das vollkommene Leben und sie sind ständig auf der Flucht vor Langeweile und innerer Leere.

    Wenn ich solche Sätze, also die Art wie hier pauschal beschrieben wird, wie ein ADSler ist ( den ADSler gibt es überhaupt nicht, es ist jeder auch mit ADS anders !) lese, dann kommt mir immer das K*****. Der "ADSler" wird beschrieben, wie ein exotisches Tier... ach lassen wir es, ich reg mich gerade zu viel auf - nicht lesen den Artikel, dass ist besser !

  9. #9
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.207

    AW: ADHS und Sucht - wer kann sich finden?

    @Wintertag - Es wäre wichtig, dass du deine Meinung dem ADHS Deutschland e. V. mitteilst.

    Dieser Verein ist ja, soweit ich weiß, die ADHS-Selbsthilfeorganisation in Deutschland mit den meisten Mitgliedern.
    Sehr viele Fachpersonen sind dort Mitglied und im wissenschaftlichen Beirat sind auch einige bekannte
    ADHS-Experten.

  10. #10
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 206

    AW: ADHS und Sucht - wer kann sich finden?

    Sonny187 schreibt:
    Drogenabhängigkeit aufgrund von Protest spricht mich nicht wirklich an.
    Eher eine Art Selbstmedikation, der Versuch, sich selbst zu heilen...
    Der Versuch sich mit Drogen selbst zu heilen kommt doch erst sekundär.
    Vorher steht die Neugier, Dazugehörigkeitsgefühl in der Clique, in der Drogen konsumiert werden, gesellschaftlicher Protest , man fühlt sich bei den Druffis sofort angenommen etc.

    Oder willst du mir erzählen, du wusstest vor deinem Drogenkonsum schon genau, dass genau diese Droge dir helfen wird dich selbst zu heilen?
    Ich musste mir erst aus vielen Stoffen ein paar hilfreiche heraussuchen.,....


    Ich war immer anders und hab das in jungen Jahren auch immer durch Kleidung, Verhalten und so zum Ausdruck gebracht.
    Es freut mich aber für jeden ADHSler, der in einer liebevollen, konsequenten Familie aufwächst und dadurch viel eher in der normalen Gesellschaft angenommen wird.
    Geändert von Nisha ( 2.03.2015 um 00:51 Uhr)

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