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Diskutiere im Thema Eine (Erwachsenen-)ADS-Stiftung - gibt es sowas? Wäre das sinnvoll/hilfreich? im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #41
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Eine (Erwachsenen-)ADS-Stiftung - gibt es sowas? Wäre das sinnvoll/hilfreich

    Schnarchnase schreibt:
    Selbst beim Erwerb einer Immobilie sind die Dividenden, die nach Abzug der Instandhaltungs- und Verwaltungskosten von den Mieteinnahmen übrig bleiben, nicht wirklich erträglich, um damit charitativ tätig zu werden. Da kommt nur eine Straßensanierung und schon sind die Gewinne von ein paar Jahren weg. Geschweige, dass ein Dach gedeckt oder die Fassade gemacht werden muss.

    Entweder, wir wüssten, dass aus einer bestimmten Forenmitgliederanzahl wirklich eine stattliche Spendensumme zusammenkommt oder jemand hat Beziehungen zu irgendwelchen Großunternehmen. Dann wäre so ein Vorhaben realistisch. Ansonsten muss man damit leben, dass die ersten paar Jahre nicht wirklich jemand unterstützt werden kann, sondern dazu dienen, die Stiftung bekannt zu machen und die Werbetrommel bei AWO, Charitas, Kirche & Co. zu rühren...
    also ich sehe das so: da ist jemand, der stiftet etwas geld und ein haus. punkt. das reicht erst einmal, damit die stiftung überhaupt entsteht. das haus ist nicht zum vermieten gedacht in der weise,dass darüber geld eingenommen wird. sondern da ist der sitz der stiftung und adhs-ler die "urlaub" brauchen, ihn sich aber nicht leisten können, können da zur ruhe kommen.
    das ist doch schon mal eine tolle sache.

    vor allem: die stiftung existiert überhaupt erstmal. auf dieser basis kann man spendengelder sammeln. die dann meinem verständnis nach auch direkt für die zwecke der stiftung genutzt werden können. das geld, was sozusagen weg ist, weil man nur die erträge nutzen darf, ist jenes, mit dem die stiftung gegründet wurde. oder nicht? aus dieser warte würde es sogar sinn machen, nur so viel geld zu stiften, wie zur stiftungsgründung nötig ist. und dann zu spenden.

    da die stiftung existiert, können neben erholung (und dazu ist es gut, wenn das haus in einem ruhigen dorf liegt) auch kleine hilfestellungen angeboten werden. vielleicht finden sich ja coaches, die regelmäßig einen adhs-ler über die stiftung ehrenamtlich coachen.

    sicherlich wird einige zeit vergehen, bis die stiftung bekannt ist und genug spenden einnimmt, um "was großes" anbieten zu können. aber dahin kommen wir nur, wenn wir überhaupt erst mal anfangen. und wie gesagt, muss es ja nicht immer geld sein. wenn über die stiftung coaches ehrenamtlich oder zumindest bezahlbar vermittelt werden können, ist das doch auch was. das nur als beispiel, da adhs-ler von einem coach seehr profitieren können. da fallen mir auch noch andere sachen ein, wofür man nicht gleich einen riesigen geldtopf braucht.

    so oder so denke ich, dass über so eine stiftung nicht dauerhaft unterstützt werden sollte. sondern als slogan eher so etwas wie "hilfe zur selbsthilfe, von adhs-lern für adhs-ler". sowas wie hilfe bei der alltagsbewältigung ja, aber eben nur in phasen, wo es wirklich nötig ist bzw. eigentlich mit dem ziel, dass derjenige nach einer weile diese hilfe nicht mehr benötigt. wenn alles zusammensackt aber weiß, wo er hilfe bekommt.

  2. #42
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 2.054

    AW: Eine (Erwachsenen-)ADS-Stiftung - gibt es sowas? Wäre das sinnvoll/hilfreich

    Schnarchnase schreibt:
    Was mich aber immer noch irritiert ist, dass ich es so verstanden hatte, dass das direkte Stiftungsgeld gar nicht verwendet wird, sondern lediglich der Ertrag daraus. Und da liegt für mich der Hase im Pfeffer. Es müssen doch Unsummen an Einlagen sein, um einen Gewinn zu erhalten, mit dem man überhaupt was anfangen kann außer Eis essen zu gehen.
    Das Eis essen würde wahrscheinlich nicht dem Stiftungszweck entsprechen
    Daß das Anfangs gestiftete Vermögen nicht aufgebraucht wird macht aber durchaus Sinn. Sonst ist das Geld nach ein paar Jahren alle und das war's dann.
    Und wenn tatsächlich nur 1000€ rauskommen und damit z.B. ein ADS-Forum finanziert wird und sein Fortbestand für die nächsten 30 oder mehr Jahre (aus finanzieller Sicht) gesichert ist, dann hat es doch auch was bewirkt. Ohne zusätzlich spenden.

    Schnarchnase schreibt:
    Ich finde die Idee einer Stiftung nach wie vor sehr gut. Jedoch denke ich, dass die bisherigen Denkansätze zu naiv sind.
    Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht und um meinen Horizont zu erweitern, habe ich den Thread eröffnet.

    Schnarchnase schreibt:
    Entweder, wir wüssten, dass aus einer bestimmten Forenmitgliederanzahl wirklich eine stattliche Spendensumme zusammenkommt oder jemand hat Beziehungen zu irgendwelchen Großunternehmen. Dann wäre so ein Vorhaben realistisch.
    Die Stiftung hat mit dem Forum nicht direkt was zu tun. Das ist vielleicht ein Mißverständnis, das hier aufkommt.

    Eine Stiftung wird von einer Person gegründet, die das Vermögen stiftet. Und wenn die anderen die Ziele der Stiftung gut finden, können sie Spenden. Die Spenden kommen nicht zum Stiftungsvermögen, sondern werden zeitnah (1 Jahr) zur Erfüllung des Stiftungszweckes verwendet. Das ist die gesetzliche Vorgabe.

    Schnarchnase schreibt:
    Ansonsten muss man damit leben, dass die ersten paar Jahre nicht wirklich jemand unterstützt werden kann, sondern dazu dienen, die Stiftung bekannt zu machen und die Werbetrommel bei AWO, Charitas, Kirche & Co. zu rühren...
    Das kann so laufen. Das läßt sich auch vorher schlecht sagen, besonders wenn ADSler in der Organisation involviert sind.

    Na und? Kein Grund, es nicht zu versuchen. Es gibt viele große Stiftungen, die einige Jahrzehnte alt sind. Und dabei gibt es sicher einige, die erst mal klein angefangen haben.

    Schnarchnase, wenn du einen größeren Betrag irgendwann wieder brauchst, kannst du ihn nicht spenden. Das erwartet ja auch keiner von dir.
    Aber du könntest das Geld anlegen (nicht gerade auf dem Sparbuch bei der Kreissparkasse) und den Ertrag der Stiftung oder wem auch immer spenden.

  3. #43
    *schnüff*

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 2.168

    AW: Eine (Erwachsenen-)ADS-Stiftung - gibt es sowas? Wäre das sinnvoll/hilfreich

    Also hatte ich es doch falsch verstanden. Außer dem anfangs gestifteten Betrag, von dem nur die Erträge verwendet werden dürfen, kann alles an späteren Spendeneinnahmen B zu nahezu 100% (abzgl. Verwaltungskosten, usw.) für den Stiftungszweck verwendet werden, richtig?

    In Zahlen:

    "Vermögender ADHSler" stiftet 50.000 €. Davon dürfen jährlich lediglich die Zinsen, Mieteinnahmen oder was auch immer entnommen werden, sagen wir, wenn's gut läuft, 1.000 €.

    Hinzu kommen ein Mal Spenden von 1.000 € von der Kirche, 500 € von einer Chaotentreffen-Sammlung und 250 € von einem anonymen Spender.

    1.000 € Zinseinnahmen
    1.000 € Kirchenspende
    llll500 € Sammlung
    llll250 € anonyme Spende
    2.750 €

    Dann dürfen nach einem Jahr 2.750 € für den Stiftungszweck verwendet werden, die 50.000 € Anfangskapital verbleiben jedoch unangetastet in der Stiftung.

    So richtig?

  4. #44
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 2.054

    AW: Eine (Erwachsenen-)ADS-Stiftung - gibt es sowas? Wäre das sinnvoll/hilfreich

    Richtig. Danke, daß du das auch für alle anderen so übersichtlich dargestellt hast.

    Es gibt eine mögliche Ausnahme: die Verbrauchsstiftung. Da kann dann jedes Jahr ein bestimmter Anteil vom Vermögen für den Stiftungszweck verbraucht werden. Dann ist die Stiftung aber nach z.B. 10 Jahren verbraucht, wenn es nicht immer wieder Nachstiftungen gibt.

    Eine andere Möglichkeit für die Stiftung, zu Geld zu kommen, ist, wirtschaftlich tätig zum werden.
    Z.B., indem man Seminare zum Thema ADS gibt. Die Stiftung bezahlt eine Fachperson, organisiert Räumlichkeiten und das Drumherum und kassiert Beiträge für die Teilnahme. Was nach Abzug der Unkosten übrig beleibt, steht wieder dem Stiftungszweck zur Verfügung.

    Oder die Stiftung gibt ein Buch heraus. (oder bekommt Verwertungsrechte von einem Autor gestiftet)

    Da gibt es aber noch viel mehr Möglichkeiten.

    Was letztendlich dabei herauskommt hängt u.A. davon ab, was für Leute und Fähigkeiten zusammenkommen und mitarbeiten. Das läßt sich nicht von Vornherein kalkulieren. Deswegen finde ich das vielleicht so spannend.

  5. #45
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 2.054

    AW: Eine (Erwachsenen-)ADS-Stiftung - gibt es sowas? Wäre das sinnvoll/hilfreich

    Schnarchnase schreibt:
    ...
    Es müsste etwas sein, wo man das Geld quasi nur leihen würde. Da würden sich viel mehr Leute finden. Ein paar von uns haben vielleicht ein größere Summe "über", aber wer würde sie schon verschenken?
    Hallo Schnarchnase! Ich habe gerade zum ersten mal gelesen, daß es sogenannte Stifter-Darlehen (Seite 7) gibt, die deinen Vorstellungen wohl entsprechen.

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