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Diskutiere im Thema ADHS'ler bekommen Medis, Depressive nicht im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #41
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 796

    AW: ADHS'ler bekommen Medis, Depressive nicht

    Aber wie gesagt. Es gibt sehr gute inoffizielle Alternativen zu den populären Antidepressiva. Ich hab die Erfahrung mit Pregabalin, Benzodiazepinen und Schmerzmitteln gemacht. Für mich waren die Resultate verblüffend da ich nicht 6-12 warten musste sondern nach wenigen Minuten einsetzte.

    Es ist also sehr viel Luft nach oben was die Medikation bei Depressiven betrifft.
    All diese Medikamente die du hier genannt hast haben ein nicht geringes Abhängigkeitspotenzial.

    Ich lasse jedem sein Meinung, das soll auch nicht latent aggressiv rüber kommen - so ist das nicht gemeint! - aber da solltest du doch definitiv mal drüber nachdenken.

  2. #42
    cruelmoth

    Gast

    AW: ADHS'ler bekommen Medis, Depressive nicht

    ayapap22 schreibt:
    All diese Medikamente die du hier genannt hast haben ein nicht geringes Abhängigkeitspotenzial.

    Ich lasse jedem sein Meinung, das soll auch nicht latent aggressiv rüber kommen - so ist das nicht gemeint! - aber da solltest du doch definitiv mal drüber nachdenken.
    Hallo,

    Ich denke grad was Psychopharmaka betrifft hat alles was äußerst schnell wirkt ( damit meine ich innerhalb von minuten )und eine starke Aufhellung der Stimmung bewirkt hat ein Abhängigkeitspotenzial.
    Das ist der Preis dafür das es gut wirkt.

    Grad deswegen hat man in Frankreich Tianeptin zu den Betäubungsmitteln gestellt.

  3. #43
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 796

    AW: ADHS'ler bekommen Medis, Depressive nicht

    Bevor ich von irgendetwas auf dieser Welt in irgendeiner Form abhängig werde, würde ich lieber zig "normale" Medimamente ausprobieren, aber mit Sicherheit! Ich halte von sowas nicht viel.

    Andere Medikamente ohne direktes Abhängigkeitspotenzial wirken durchaus auch.

  4. #44
    cruelmoth

    Gast

    AW: ADHS'ler bekommen Medis, Depressive nicht

    Hallo,

    leider habe ich die Erfahrung nicht machen können.

    Als Beispiel: Einnahme von SSRI's als allrounder. Regelmäßig eingenommen sollen se nach 4 - 12 Wochen die volle Wirkung entfalten. Das Problem ist wohl aber bei den meisten das ein oder mehrere male umgestellt werden muss. Alles was da draufgeht ist Lebenszeit.

    Ich habs erlebt vom ersten Ssri zum zweiten, dritten und dann Alternativen. Am Ende sind Monate draufgegangen mit ärztlichem Vertrösten. Eine Wende kam als ichs selbst in die Hand genommen habe

  5. #45
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 796

    AW: ADHS'ler bekommen Medis, Depressive nicht

    Also weil man ungeduldig ist (sorry für das überspitzte), lieber gleich mit Medikamenten anfangen die ein hohes Abhängigkeitspotenzial haben?


    Wo genau ist da die Logik? Warum müssen Medikamente innerhalb von Minuten wirken? Ist das wirklich so toll für den Körper wenn er so überflutet wird, dass es innerhalb von Minuten zu einer scheinbar merklichen Reaktion kommt? Usw...

    Bei mir hat es auch bald 2 Jahre gebraucht. Und ich weiß (z.B. durch einige Mitglieder im Forum) dass das vergleichsweise wenig sein kann. Trotzdem würd ich n Teufel tun und potenziell abhängig werden wollen.

    Natürlich braucht eine vernünftige Medikamenteneinstellung seine Zeit. Jeder ist anders.


    Edit: (Mal ganz davon ab, dass sich mir die Frage aufdrängt inwiefern man seine Medikation "selbst in die Hand nimmt")
    Geändert von ayapap22 (26.03.2014 um 19:27 Uhr) Grund: siehe edit

  6. #46
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADHS'ler bekommen Medis, Depressive nicht

    cruelmoth schreibt:
    Ich habs erlebt vom ersten Ssri zum zweiten, dritten und dann Alternativen. Am Ende sind Monate draufgegangen mit ärztlichem Vertrösten. Eine Wende kam als ichs selbst in die Hand genommen habe

    Bei deiner Rechnung hast du aber leider die Zukunft nicht mit einberechnet. Und die sieht bei dauerhafter (Selbst)Medikation mit Benzos und Schmerzmitteln so aus:

    1. Toleranzbildung
    2. immer höhere Dosen sind nötig
    3. ein Strudel aus Abhängigkeit, teilweise gesundheitsgefährdenden Dosen um die Symptome weiterhin vermeintlich im Griff zu haben, und wenn Glück, dann ein kompetenter Arzt, der eine Entgiftung mit anschliessender Reha in der Suchtabteilung verordnet.

    Wieviel Lebenszeit geht dann drauf? Vom Anfang bis zur Erkenntnis der Sucht dauert es mit Sicherheit mehrere Jahre.......

  7. #47
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: ADHS'ler bekommen Medis, Depressive nicht

    cruelmoth schreibt:

    Es liegt daran das ich vor einigen Jahren begonnen habe meine pharmakogene Therapie selber in die Hand zunehmen. Daher kommen diese Unmengen an Präparaten zusammen.
    Das bedeutet was genau??
    Was meinst du mit "selber in die Hand nehmen"??

    Deine MPH-rein-und-Zack-allet-jut-Wirkung habe
    ich nicht erlebt - erst, als Elontril zusätzlich zum
    Einsatz kam, war die richtige Medikation für mich
    gefunden, mit der ich arbeiten konnte/kann
    (arbeiten im Sinne von an-mir-arbeiten)

  8. #48
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 52

    AW: ADHS'ler bekommen Medis, Depressive nicht

    Das ist ja mal ein interessantes und Vielschichtiges Thema!

    Bei mir entsteht der Eindruck, dass der Themenstarter das Gefühl hat als würden Ärzte depressiven Patienten mit Absicht wirkungsvolle Medikamente vorenthalten wollen. Wenn ich dieses Gefühl hätte und selber betroffen wäre, hätte das für mich auch ein erhebliches Frustpotential.

    Aber man sollte sich wohl den Begriff wirkungsvoll mal näher anschauen; Da fallen mMn viele Überlegungen mit rein, aber doch vor allem auch eine Nutzen-Risiko-Abwägung.

    Wenn eine potentiell sofort gegen Depressionen helfende Substanz megamäßige Nachteile hat (Leberschaden, Amoniakanreicherung, irreversible spontane Hirnschädigungen ... aber auch einfach extreme zu Noncompliance führende Nebenwirkungen) ist sie wirkungsvoll im Bezug auf die depressive Sympotomatik aber nicht wirkungsvoll wenn man das Lebens des Menschen im ganzen betrachtet.
    Für mich ganz perönlich würde ich diese Substanzen dann als nicht wirkungsvoll einstufen.

    Wenn du, cruelmoth, allerding etwas gefunden hast was dein Arzt und du vertreten können was aber nicht zu verallgemeinerung Fähig ist, dann freue ich mich ehrlich für dich : )
    Das heißt aber nicht im umkehrschluss das was auch immer ihr da ausgetüfftelt habt, der goldene Gral für jeden/viele andere depressive ist.
    Das Risiko ist einfach zu hoch, nicht jeder geht vernünftig mit potentiell hoch geföhrlichen Substanzen um die auch noch ein hohes Misbrauchpotential haben.
    Es geht ja nicht mal jeder vernünftig mit Aspirin um ; )

    Desweiteren erscheint es mir so als würde im Hintergrund vieler Beiträge zu dieser Diskussion die Annahme mitschwingen, als wären Depressionen ein einheitliches und gut erfassbares Krankheitsbild, bei dem die biologische Ursachenforschung schon am Ende ist und damit auch das letzte Wort gesprochen wurde bezüglich der anzustrebenden Wirkmechanismen.
    Meiner Erfahrung und meinem Literaturstand nach ist dem nicht so.
    Es gab bei uns im Studium aber auch in der Forschungsgruppe bei der ich kurz tätig war immer wieder große Diskussionen ob sich manche Ergebnisse nicht durch die Heterogenität dieser Krankheit erklären lassen. Also gleiche Symptome, aber andere Ursachen bzw andere Disregulationen -> wenn ich da mit dem gleichen Medikament behandele werde ich verschiedene Ergebnisse bekommen!
    Dabei ist nicht zu vergessen, dass in der Psychologie anders als in weiten Teilen der Medizin symptomatisch nicht ursächlich diagnostiziert wird. Also Person X hat diese und diese Probleme also hat er die Krankheit die wir als die Zusammenfassung dieser Probleme definiert haben!

    Und- das ist ein wichtiger Punkt!- das sagt natürlich nichts darüber aus ob diese Symptome nun kausal verbunden sind, weder in der Theorie der Krankheit noch bei Patient X.

    Wenn ich mich nicht komplett täusche sind Depressionen die häufigst Diagnostizierte psychische Krankheit, zu mal wenn man auch noch Comorbiditäten mit ein bezieht. Das führt zu einer solchen unmenge an Studien, das man schnell den Überblick verliert, denk' ich. Ist mir zumindest so gegangen. Wenn man jetzt noch kurz in Betracht zieht, dass hypothetisch jede dieser Studien eine Gruppe Menschen unter dem Label Depression testet die aber eventuell viele viele verschiedene Ursachen haben und dass durch Zufall etc sich in den verschiedenen Studien noch jeweils verschiedene Anteil eines jeden unterliegenden Mechanismus befinden können - dann krampft mein Gehirn schon bei dem Versuch das auseinander zu klamüsern.

    Und gesetzt dem unwahrscheinlichen Fall, dass es nur eine dysregulation gibt mit der sich Depressionen beschreiben lassen, so sind wir doch noch nicht mal im Verständnis eines gesunden )was auch immerdas heißen Mag) Hirns und einer gesunden Psyche irgendwie weit... Bei Krankheiten wirds dann noch wilder. Da kann man nur das nach dem heutigen, begrenzten wissenstand best mögliche tun. Die Forschung geht ja Goth sei Dank noch weiter ^.^

    Emotinal ist das natürlich kein Trost zu sagen man weiß nicht weiter, das was gemacht wird ist das best mögliche, aber allen ist klar, dass es nicht optimal, meistens nichts mals wirklich zufreidenstellend ist. Kann ich voll verstehen. Aber hier dann den Denkfehler zu machen, das auf ein willentliches Unvermögen zu schieben macht docha uch nicht glücklicher oder ?

    Und ich will ganz sicher nicht unterstllen das das hierirgendwer tut! Ich weiß nur mir könnte das ganz leicht passieren.

    Und ja ich möchte als Betroffener, Angehöriger und auch Kliniker (so weit mein kurzer Exkurs dahin überhaupt zählt) manchmal fluchen, schreien, Dinge anzünden - kurz die Welt dazu zwingen sich zu änder damit ich nicht mehr so F''CKING hilflos bin. Aber das bringt doch leider nix ausser n bisschen emotionale befreiung : )

    In dem Sinne, bevor ich noch mehr Romane schreibe...

  9. #49
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 45

    AW: ADHS'ler bekommen Medis, Depressive nicht

    Ich hab jetzt nur Stichworte gelesen... Kann dazu jedoch nur sagen, dass ich persönlich ein sehr gutes Antidepressiva erhalte. Dies bekam.ich jedoch bevor ich das MPH (Metylphenidat) erhielt... Die Kombination ist problemlos und einwenig, konnte ich mich Phasenweise selbst aus der Depression ziehen, mit meinem Selbstcoachingordner, neuen Hobbies und guten Freunden... Man darf ja nie vergessen, sie beste Therapie und Medikamenteneinstellung ist oftmals nur halb so.wirkungsvoll, wenn man "NICHT WILL".

    Liebe Grüsse

  10. #50
    salamander

    Gast

    AW: ADHS'ler bekommen Medis, Depressive nicht

    In der Therapie werden die meisten Klienten auch darauf hingewiesen, 1% der Arbeit wird in der Therapie geleistet,
    die anderen 99% muß der Klient im Leben leisten...


    Bei den AD's kann ich nur sagen, sie wirken ja nach Mensch sehr unterschiedlich, beim einen kann ein AD Null
    Wirkung haben, während der andere darauf anspricht. Im Vorfeld ist nicht abzusehen, welcher Mensch auf welches
    AD anspricht.


    Dass Depressive keine Medis bekommen ist unhaltbar. Wer zum Arzt geht und wirklich an seiner Genesung interes-
    siert ist, der kann sowohl AD's bekommen als auch Therapie. Es hängt vom einzelnen ab. Wer erwartet, dass er eine
    Pille einwirft, und alles ist gut, ist allerdings komplett falsch gewickelt. AD's wirken unterstützend während depressiver
    Episoden. Haben den Zweck dem Menschen zu ermöglichen, das in "Angriff" zu nehmen, worum es bei ihm geht, damit
    die depressive Episode enden kann. Die Arbeit, damit eine depressive Episode endet, liegt bei der Person und dafür
    gibt es neben der Medikation Therapie, damit ein Mensch diesen Weg gehen kann.


    Pille einwerfen und rumexperimentieren, was da nun wirkt..., geht schief und muß schief gehen, weil Depression sehr
    viel mit dem Umgang mit sich selbst zu tun hat. Da geht es um erkennen und umlernen, und eben nicht weitermachen
    wie davor, weil genau das in die depressive Episode geführt hat... Das Wesen einer Depression sollte schon erkannt,
    und sich damit auseinander gesetzt werden... außerdem muß sich jeder darüber klar, was einen da rein geführt hat,
    hört nicht von jetzt auf gleich, oder morgen, auf, sondern braucht genauso seine Zeit, wie es seine Zeit gebraucht hat,
    da rein zu geraten - und hinzu kommt dann auch, das aushalten dessen, was man sich angetan hat, und von anderen
    hat antun hat lassen, ohne das es nicht geht, weil das Grundvoraussetzung ist, um überhaupt etwas verändern zu
    können. Ohne Wissen, was einem nicht gut tut, kann keinerlei Änderung bewirkt werden... Ein AD alleine kann das nicht,
    aber ein AD kann helfen, aushalten zu lernen, was da wirkt, in einem selbst... und Therapeuten haben dann den Job
    eines Wegbegleiters, der einem hilft durch diese Zeiten zu kommen...


    Und zu diesem Statement
    Es liegt daran das ich vor einigen Jahren begonnen habe meine pharmakogene Therapie selber in die Hand zunehmen
    kann ich nur sagen, da liegt aber was gewaltig im argen. Bei der Person, die so mit sich verfährt. Mehr gibt's dazu
    nicht zu sagen.

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