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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Sweety86

    Gast

    Wie "sicher" ist die Diagnose

    So mal nee Frage über die ich öftes Nachgedacht habe... was meint ihr wie sicher ist eine Diagnose auf ADHS ?
    Es wird ja oft gesagt es sei eine Modediagnose usw. manchmal habe ich dann bedenken ob ich überhaupt ADHS habe... ich fühle mich einfach nicht richtig ich weiß auch net ... Ich vertrau dem Doc. schon voll und ganz der mich darauf gebracht hat. Und spreche auch gut auf die Medikamente an, aber vielleicht ist das auch einfach nur Einbildung ? und schaffe ich dann Sachen, die ich früher net gepackt hätte nur wegen ein paar Pillen? ist das dann nicht mein Verdienst ?
    Ich glaub ich hab gerad mal nee Identitätskrise

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Wie "sicher" ist die Diagnose

    Wenn du bewusst erkennen kannst, dass du gerade eine Identitätskrise haben könntest, viel in Frage stellst weil du selbst verunsichert bist, ist es vielleicht kein guter Zeitpunkt, um "außen" nach Sicherheit zu suchen. Denn wenn du dem Arzt vertraust, dich mit Behandlung und Medikamenten-Wirkung gut fühlst, scheint deine Verunsicherung ja innerlich ausgelöst zu werden. Ich denke dass dann auch die Suche nach mehr gefühlter Sicherheit mehr auf innere Stabilität gerichtet sein sollte. Wie sieht es mit therapeutischer Unterstützung aus? Evtl. falls du in Therapie bist, könnte dir ein Thera ja dabei helfen daran zu arbeiten?

    100prozentige Sicherheit kann dir vermutlich niemand geben. So lange Adhs nicht via Untersuchungen über "sichtbare/anfassbare" Ergebnisse nachgewiesen werden kann, hängt es überwiegend davon ab ob man (auch gefühlt) einen kompetenten Arzt hat und darauf vertrauen kann, dass der sowohl Diagnose als auch Behandlung möglichst gründlich durchführt. Beides beschreibst du als bei dir so gegeben. Hast du mit dem Arzt auch schon über deine Verunsicherung gesprochen? Ein Gespräch in dem du auch zu allem was du momentan anzweifelst nachfragen kannst, könnte vielleicht schon reichen um dich damit besser zu fühlen, würde ich auf jeden Fall mal versuchen.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 328

    AW: Wie "sicher" ist die Diagnose

    In der Psychiatrie und Psychologie ist fast nichts sicher.
    Die Tests sind aber so ausgelegt, das sie eine geringe Fehlerquote aufweisen (das jemand keine Diagnose kriegt obwohl er das Krankheitsbild hat und jemand ohne Krankheitsbild eine Diagnose bekommt).
    Sie werden anhand der aktuellen Erkenntnislage konstruiert z.B. dem DSM in dem die Störungsbilder samt Symptomen/Diagnosekriterien festgelegt sind nach wissenschaftlichen Konsens.
    So wie auch die diagnostischen Standards sich je nach Kenntnisstand weiter entwickeln können sich auch Diagnosen ändern. Was heute noch nicht in den Diagnosekriterien erfasst wird kann eingefügt werden und auch Sachen wieder raus fallen.
    Gerade wenn man sich mit Themen erfasst die objektiv so nicht messbar sind können immer wieder mal Fehler auf tauchen.
    Außerdem spielt die Erfahrung des behandelnden Therapeuten/Arztes eine wesentliche Rolle.
    Die Wissenschaften versuchen zwar, Eindeutigkeit zu schaffen, aber es gibt kein Schwarz/Weiß-Muster. Ohne Grauzonen wäre das Leben langweilig

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 89

    Daumen hoch AW: Wie "sicher" ist die Diagnose

    Hallo Sweety86!

    Wie auri auch schon gesagt hat, es ist wichtig dass du dir selbst sicher bist und dich mit dir selbst auseinander setzt, darum möchte ich dich nicht beeinflussen,
    sondern nur ermutigen! Wenn du für dich persönlich findest, dass die Diagnose ADHS dich beschreibt und du merkst, dass sich durch eine Therapie, Medikamente usw.
    etwas gebessert bzw. verändert hat, finde ich, dass du ruhig daran glauben kannst. Allein die Tatsache, dass vielleicht durch die Diagnose Dinge "ins Rollen" gekommen
    sind, dass sich dein Leben verändert hat, seit du ADHS bei dir vermutet hast, ich glaube das ist schon wertvoll.

    Damit du weißt was ich meine nehme ich mich als Beispiel:
    Ich stehe z.B. erst ganz am Anfang, ich habe erst vor kurzem von ADHS gehört, es bei mir vermutet, mich informiert und einen Termin für eine Untersuchung/Diagnose
    ausgemacht (der erst im Januar sein wird). Und seitdem habe ich auch viel darüber nachgedacht, ob ich mir das ganze nur einbilde... Aber seit ich die Vermutung habe,
    hat sich auch schon viel Neues entwickelt und ich denke plötzlich ganz anders über mich und andere nach. Ich habe neue Ideen, wie ich mich verändern will und neue
    Ziele! Ich glaube das ist die Chance dabei, dass man sich seiner selbst bewusster wird und irgendwie auch von neuem beginnen kann. (Auch wenn man manchmal denkt
    "Warum hab ich das nicht schon viel früher gewusst?") Die Diagnose ADHS ist etwas, woran man sich gewissermaßen "entlanghangeln" kann, denn es gehört ja unmittelbar
    zu einem dazu, wie eine Charaktereigenschaft.
    Stell dir einfach vor ADHS ist ein Talent, dass du erst spät in dir entdeckt hast... Und dass du dieses jetzt fördern willst! Also ich würde mit Begeisterung daran gehen und üben üben üben...

    Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen, wenn mein Beitrag nicht gepasst hat sag es ruhig ehrlich...

    Alles Liebe
    von Chenoa



    Merry Christmas!

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